Gundelfingen an der Donau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gundelfingen a.d.Donau
Gundelfingen an der Donau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gundelfingen a.d.Donau hervorgehoben
48.55305555555610.3675438Koordinaten: 48° 33′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gundelfingen an der Donau
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 54,05 km²
Einwohner: 7670 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89423
Vorwahl: 09073
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 136
Adresse der
Stadtverwaltung:
Prof-Bamann-Str. 22
89423 Gundelfingen
Webpräsenz: www.gundelfingen-donau.de
Bürgermeister: Franz Kukla (CSU)
Lage der Stadt Gundelfingen a.d.Donau im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
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Gundelfingen an der Donau (amtlich: Gundelfingen a.d.Donau) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.

Südfront des Schlosses Schlachtenegg

Die Stadt liegt an der Donau zwischen Günzburg und Dillingen an der Donau.

Gundelfingen ist eine Burgstadt der Stauferzeit mit Straßenmarkt. Eine Blütezeit erlebte die Stadt im Mittelalter, woran noch heute das Stadtbild erinnert.

Geografie[Bearbeiten]

Gundelfingen liegt am Rande der Schwäbischen Alb im Donautal, dessen ausgedehnte Auen-, Ried- und Mooslandschaft (Schwäbisches Donaumoos) sich auf die südliche Gemarkung der Stadt erstreckt. Der Ortskern wird von drei Armen der Brenz durchflossen. Die Donau fließt im Süden an der Stadt vorbei und wird zu einem Stausee aufgestaut.

Nachbargemeinden sind die Städte Lauingen (Donau) und Günzburg sowie die Gemeinden Bächingen an der Brenz, Haunsheim, Medlingen und Offingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Unteres Tor

Die erste urkundliche Erwähnung wird auf etwa 750 datiert. Die Stadtrechte erhielt Gundelfingen 1220. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer mit ihren drei Toren errichtet, von denen heute noch das „Untere Tor“ erhalten ist.

Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Stadt markiert das Jahr 1462: Die Stadt wehrte sich erfolgreich gegen eine Belagerung des kaiserlichen Heeres unter Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach. Herzog Ludwig der Reiche verlieh darauf als Anerkennung der Stadt weite Ländereien, Steuervergünstigungen und einen Wappenbrief. Dieser berechtigte die Stadt dazu, ein Drittel des bayerischen Wappens in ihr eigenes aufzunehmen.

Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1505 dem Herzogtum Pfalz-Neuburg angegliedert. Seit 1777 gehört Gundelfingen wieder zu Bayern.

Religionen[Bearbeiten]

  • Katholische Kirchengemeinde
  • Evangelische Kirchengemeinde

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Echenbrunn und Peterswörth eingegliedert.[2]

1978 wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform die Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen a. d. Donau gegründet. Neben der Stadt Gundelfingen gehören dazu die Orte Bächingen an der Brenz, Haunsheim und Medlingen. Die zugehörigen Gemeinden besitzen weiterhin Selbständigkeit (eigene Bürgermeister). Zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) gehören etwa 11.500 Einwohner. Der erste Bürgermeister der Stadt Gundelfingen ist gleichzeitig Leiter der Verwaltungsgemeinschaft.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1840 3619
1900 3438
1961 5849
1970 6162
1987 6492
1992 6965
1997 7429
2000 7643
2002 7869
2003 7883
2005 7781
2007 7819
2008 7759
2011 7732

Politik[Bearbeiten]

[3]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 48,4 %
 %
40
30
20
10
0
37,2 %
29,9 %
26,3 %
6,7 %

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Stadtrat[Bearbeiten]

SPD: Jürgen Hartshauser, Viktor Merenda, Vera Schweizer, Siegfried Wölz, Josef Fritz, Hans Stenke (neu), Roman Schnalzger (neu), Sebastian Schaarschmidt (neu).

CSU: Werner Lohner, Walter Kaminski (neu), Wolfgang Meindl, Joshua Schirm, Michael Wolhüter (neu), Georg Blatter (neu).

FW: Werner Wittmann, Ingo Blatter, Franz Kopp, Friedlies Hopf-Schirm, Karl Seifried (neu).

FDP: Werner Böswald

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1999 Franz Kukla (CSU).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt unterhält seit 1970 eine Städtepartnerschaft mit Beek in den Niederlanden und seit 1992 mit den Gemeinden Louverné und La Chapelle-Anthenaise in Frankreich im Département Mayenne

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Automobil Veteranen Salon (Automuseum)
  • Fotomuseum
  • Sudetendeutsche Heimatstube

Bauwerke[Bearbeiten]

Barocker Stuck in der Spitalkirche
  • Rathaus, Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert
  • Unteres Tor (Torturm) aus dem 14. Jahrhundert
  • Stadtpfarrkirche St. Martin, eine der ältesten Kirchen der Umgebung (8. Jahrhundert), gotischer Bau, barock verändert. 1747 von Johann Heel – linkes Seitenaltargemälde „Anbetung der Könige“
  • Spitalkirche, barocke Ausstattung
  • Schloss Schlachtegg, ehemalige Hofmark, mit Schlosskapelle
  • Walkmühle
  • Münzmühle (Privatbesitz)
  • Katholische Pfarrkirche Maria Immaculata in Echenbrunn

Sport[Bearbeiten]

Sportanlagen[Bearbeiten]

  • Schwabenstadion
  • Kreissporthalle
  • TV-Sportgelände
  • Brenzhalle
  • Hallenbad
  • Baseball-Anlage
  • Wasserski und Wakeboard Anlage
  • Skaten
  • Trimm-Dich-Pfad

Sportvereine[Bearbeiten]

  • FC Gundelfingen
  • TV Gundelfingen
  • SSV Peterswörth
  • LSV Gundelfingen
  • Gundelfinger Sharks `03 e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Stadt Gundelfingen ist weithin bekannt für ihre mittelalterlichen Feste, die in unregelmäßigen Abständen für mehrere Tage stattfinden, sowie ihre Aktivitäten im Fasching. Ein ebenfalls traditionelles Fest ist das „Schnellefest“ der Stadtkapelle Gundelfingen, das alljährlich im Juli stattfindet. An zwei Wochenenden im Sommer findet das Internationale Handballturnier mit regelmäßig mehr aus 100 teilnehmenden Mannschaften aus unterschiedlichen Spielklassen auf dem Sportgelände des TV Gundelfingen statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Gundelfingen liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen (A 8/A 7). Die beiden Autobahnen können jeweils in etwa 15 Minuten erreicht werden. Die B16 wird über eine Umgehung an der Stadt vorbeigeführt. Gundelfingen liegt an der Donautalbahn Ulm-Donauwörth und hat einen Bahnhof. Der Donauradweg führt durch die Stadt. Am nördlichen Stadtrand liegt der Flugplatz Gundelfingen (EDMU).

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • Peter-Schweizer-Volksschule (Grundschule)
  • Volksschule am Schlachtegg
  • Volkshochschule
  • Musikschule

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Wüst: Der kaiserliche Feldherr und Nürnberger Burggraf Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486). In: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen. 113 (2012/2013) S. 151–170; (betrifft inhaltlich: Schlacht und Belagerung der Stadt Gundelfingen im Reichskrieg 1462. ISSN: 0073-2699)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gundelfingen an der Donau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
  3. http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/SPD-gewinnt-FDP-verliert-id29232127.html