Gundelfingen an der Donau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Dillingen a.d.Donau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Gundelfingen an der Donau | |
| Höhe: | 438 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,05 km² | |
| Einwohner: |
7732 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 143 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89423 | |
| Vorwahl: | 09073 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DLG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 73 136 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Prof-Bamann-Str. 22 89423 Gundelfingen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Kukla (CSU) | |
| Lage der Stadt Gundelfingen a.d.Donau im Dillingen a.d.Donau | ||
Gundelfingen an der Donau (amtlich: Gundelfingen a.d.Donau) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau.
Die Stadt liegt an der Donau zwischen Günzburg und Dillingen an der Donau.
Gundelfingen ist eine Burgstadt der Stauferzeit mit Straßenmarkt. Eine Blütezeit erlebte die Stadt im Mittelalter, woran noch heute das Stadtbild erinnert.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Gundelfingen liegt am Rande der Schwäbischen Alb im Donautal, dessen ausgedehnte Auen-, Ried- und Mooslandschaft (Schwäbisches Donaumoos) sich auf die südliche Gemarkung der Stadt erstreckt. Der Ortskern wird von drei Armen der Brenz durchflossen. Die Donau fließt im Süden an der Stadt vorbei und wird zu einem Stausee aufgestaut.
Nachbargemeinden sind die Städte Lauingen (Donau) und Günzburg sowie die Gemeinden Bächingen an der Brenz, Haunsheim, Medlingen und Offingen.
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung wird auf ca. 750 datiert. Die Stadtrechte erhielt Gundelfingen 1220. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer mit ihren drei Toren errichtet, von denen heute noch das „Untere Tor“ erhalten ist.
Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Stadt markiert das Jahr 1462: Die Stadt wehrte sich erfolgreich gegen eine Belagerung des kaiserlichen Heeres unter Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach. Herzog Ludwig der Reiche verlieh darauf als Anerkennung der Stadt weite Ländereien, Steuervergünstigungen und einen Wappenbrief. Dieser berechtigte die Stadt dazu, ein Drittel des bayerischen Wappens in ihr eigenes aufzunehmen.
Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Stadt 1505 dem Herzogtum Pfalz-Neuburg angegliedert. Seit 1777 gehört Gundelfingen wieder zu Bayern.
Religionen [Bearbeiten]
- Katholische Kirchengemeinde
- Evangelische Kirchengemeinde
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Echenbrunn und Peterswörth eingegliedert.[2]
1978 wurde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform die Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen a. d. Donau gegründet. Neben der Stadt Gundelfingen gehören dazu die Orte Bächingen an der Brenz, Haunsheim und Medlingen. Die zugehörigen Gemeinden besitzen weiterhin Selbständigkeit (eigene Bürgermeister). Zur Verwaltungsgemeinschaft (VG) gehören etwa 11.500 Einwohner. Der erste Bürgermeister der Stadt Gundelfingen ist gleichzeitig Leiter der VG.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1840 | 3619 |
| 1900 | 3438 |
| 1961 | 5849 |
| 1970 | 6162 |
| 1987 | 6492 |
| 1992 | 6965 |
| 1997 | 7429 |
| 2000 | 7643 |
| 2002 | 7869 |
| 2003 | 7883 |
| 2005 | 7781 |
| 2007 | 7819 |
| 2008 | 7759 |
| 2011 | 7732 |
Politik [Bearbeiten]
Der Stadtrat hat 20 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:
- SPD: 7 Sitze
- CSU: 6 Sitze
- FW – Freie Wähler Gundelfingen e. V: 5 Sitze
- FDP: 2 Sitze
Bürgermeister ist seit 1999 Franz Kukla (CSU).
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Die Stadt unterhält seit 1970 eine Städtepartnerschaft mit Beek in den Niederlanden und seit 1992 mit den Gemeinden Louverné und La Chapelle-Anthenaise in Frankreich im Département Mayenne
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Automobil Veteranen Salon (Automuseum)
- Fotomuseum
- Sudetendeutsche Heimatstube
Bauwerke [Bearbeiten]
- Rathaus, Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert
- Unteres Tor (Torturm) aus dem 14. Jahrhundert
- Stadtpfarrkirche St. Martin, eine der ältesten Kirchen der Umgebung (8. Jahrhundert), gotischer Bau, barock verändert. 1747 von Johann Heel – linkes Seitenaltargemälde „Anbetung der Könige“
- Spitalkirche, barocke Ausstattung
- Schloss Schlachtegg, ehemalige Hofmark, mit Schlosskapelle
- Walkmühle
- Münzmühle (Privatbesitz)
- Katholische Pfarrkirche Maria Immaculata in Echenbrunn
Sport [Bearbeiten]
Sportanlagen [Bearbeiten]
- Schwabenstadion
- Kreissporthalle
- TV-Sportgelände
- Brenzhalle
- Hallenbad
- Baseball-Anlage
- Wasserski und Wakeboard Anlage
- Skaten
- Trimm-Dich-Pfad
Sportvereine [Bearbeiten]
- FC Gundelfingen
- TV Gundelfingen
- SSV Peterswörth
- LSV Gundelfingen
- Gundelfinger-Sharks `03 e.V.
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Die Stadt Gundelfingen ist weithin bekannt für ihre mittelalterlichen Feste, die in unregelmäßigen Abständen für mehrere Tage stattfinden, sowie ihre Aktivitäten im Fasching. Ein ebenfalls traditionelles Fest ist das „Schnellefest“ der Stadtkapelle Gundelfingen, das alljährlich im Juli stattfindet. An zwei Wochenenden im Sommer findet das Internationale Handballturnier mit regelmäßig mehr aus 100 teilnehmenden Mannschaften aus unterschiedlichen Spielklassen auf dem Sportgelände des TV Gundelfingen statt.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Gundelfingen liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen (A 8/A 7). Die beiden Autobahnen können jeweils in ca. 15 Minuten erreicht werden. Die B16 wird über eine Umgehung an der Stadt vorbeigeführt. Gundelfingen liegt an der Donautalbahn Ulm-Donauwörth und hat einen Bahnhof. Der Donauradweg führt durch die Stadt.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Alten- und Pflegeheim der Spital- und Vereinigten Wohltätigkeitsstiftung
- Kinderheim St. Clara
- zwei Kindergärten
- Montessori-Kinderhaus
Bildung [Bearbeiten]
- Peter-Schweizer-Volksschule (Grundschule)
- Volksschule am Schlachtegg
- Volkshochschule
- Musikschule
Weblinks [Bearbeiten]
- Gundelfingen an der Donau: Wappengeschichte vom HdBG
- Gundelfingen: Historische Spurensuche – Die Junge Pfalz in Bayern (Haus der Bayerischen Geschichte)
- Gundelfingen an der Donau: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.
- ↑ http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=773&suchbegriff=7
Aislingen | Bachhagel | Bächingen a.d.Brenz | Binswangen | Bissingen | Blindheim | Buttenwiesen | Dillingen a.d.Donau | Finningen | Glött | Gundelfingen a.d.Donau | Haunsheim | Höchstädt a.d.Donau | Holzheim | Laugna | Lauingen (Donau) | Lutzingen | Medlingen | Mödingen | Schwenningen | Syrgenstein | Villenbach | Wertingen | Wittislingen | Ziertheim | Zöschingen | Zusamaltheim