Blindheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blindheim
Blindheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blindheim hervorgehoben
48.63194444444410.618333333333415Koordinaten: 48° 38′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Dillingen an der Donau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Höchstädt an der Donau
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 26,39 km²
Einwohner: 1665 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89434
Vorwahl: 09074
Kfz-Kennzeichen: DLG, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 73 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Herzog-Philipp-Ludwig-Str. 10
89420 Höchstädt an der Donau
Webpräsenz: www.blindheim.de
Bürgermeister: Jürgen Frank (Freie Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Blindheim im Landkreis Dillingen an der Donau
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Donau-Ries Landkreis Günzburg Aislingen Bachhagel Bächingen an der Brenz Binswangen Bissingen (Bayern) Blindheim Buttenwiesen Dillingen an der Donau Finningen Glött Gundelfingen an der Donau Haunsheim Höchstädt an der Donau Holzheim (bei Dillingen an der Donau) Laugna Lauingen (Donau) Lutzingen Medlingen Mödingen Schwenningen (Donau) Syrgenstein Villenbach Wertingen Wittislingen Ziertheim Zöschingen ZusamaltheimKarte
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Blindheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.

Geografie[Bearbeiten]

Blindheim liegt in der Region Augsburg.

Ortsteile sind Blindheim, Unterglauheim, Wolpertstetten, Berghausen, Sallmannsberg und Weilheim. Es existieren folgende Gemarkungen: Blindheim, Unterglauheim, Wolpertstetten.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 13. August 1704 fand in der Umgebung die Schlacht von Blindheim, auch bekannt als Zweite Schlacht von Höchstädt (englisch Battle of Blenheim) statt, die entscheidende Bedeutung für den Spanischen Erbfolgekrieg hatte. Die Schlacht hat für Großbritannien große historische Bedeutung, weshalb zum Beispiel der Blenheim Palace, der Wohnsitz der Familie des siegreichen John Churchill, 1. Duke of Marlborough, nach ihr benannt wurde. Außerdem wurde die neuseeländische Stadt Blenheim, mit etwa 3000 Einwohnern größte Ortschaft der Region Marlborough, nach Blindheim benannt.

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark. Um 1700 hatte Veit Ernst III. von Rechberg-Illereichen-Kronburg-Osterberg Blindheim für seine beiden nachgeborenen Söhne Anton Valentin Alexander und Sigmund Bero Dyonis erworben, um hier eine Sekundogenitur aufzubauen. Im Jahre 1709 ging das durch den Spanischen Erbfolgekrieg stark verwüstete Blindheim an die beiden Erben über. Als der letzte von ihnen 1725 verstarb, erbte seine Nichte Maria Antonie (1715–1791) die Hofmark. Sie verkaufte sie 1765.[2] Am Ende des Reiches befand sich Blindheim im Besitz der Herren von Gilardi, der Inhaber der Allersberger Drahtzugfabrik Jacob Gilardi. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Das anstelle der Hofmark entstandene Patrimonialgericht wurde 1849 aufgelöst.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bisherigen Gemeinden Unterglauheim und Wolpertstetten eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

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Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

  • CSU/Freie Wählervereinigung: 1 Sitz
  • WIR-Gemeinschaftsliste: 2 Sitze
  • Bürgerblock Unterglauheim: 3 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft Wolpertstetten: 1 Sitz
  • Freie Bürgerliste: 5 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Jürgen Frank (Freie Bürgerliste). Sein Vorgänger war seit 1984 Wilhelm Gumpp (CSU/Freie Wählervereinigung).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter rotem Schildhaupt, darin ein durchgehendes silbernes Balkenkreuz, schräggeteilt von Silber und Schwarz, überdeckt von einem golden gekrönten natürlichen Wassermann mit zwei aufgebogenen goldenen Fischschwänzen, der in der Rechten eine rote Hellebarde und in der Linken ein rotes Fass hält, aus dem silbernes Wasser strömt.

Katholische Pfarrkirche St. Martin

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im alten Postleitzahlensystem erhielt Blindheim die Postleitzahl 8888.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blindheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Archivalien im Gräflich Rechbergschen Familienarchiv Donzdorf
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.