Au SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Auf zu vermeiden.
Au
Wappen von Au
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rheintalw
BFS-Nr.: 3231i1f3f4
Postleitzahl: 9434 Au
9435 Heerbrugg
UN/LOCODE: CH AUS (Au SG)
CH HEE (Heerbrugg)
Koordinaten: 765552 / 25593047.4333339.633334405Koordinaten: 47° 26′ 0″ N, 9° 38′ 0″ O; CH1903: 765552 / 255930
Höhe: 405 m ü. M.
Fläche: 4.69 km²
Einwohner: 7097 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 1513 Einw. pro km²
Website: www.au.ch
Karte
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Au ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Ostschweiz. Au befindet sich im Wahlkreis Rheintal.

Geographie[Bearbeiten]

Au liegt im unteren Rheintal am westlichen Ufer des Rheins. Die Gemeinde besteht aus den Siedlungskernen Au (Wappen Berg mit Mond) mit den Dorfteilen Haslach, Hard, Monstein, sowie dem Weiler Oberfahr und Teile der Ortschaft Heerbrugg (Wappen Fluss mit Brücke). Der Weiler Oberfahr (abgeleitet von obere Fähre) liegt etwas abseits süd-östlich des Siedlungskerns von Au. Ursprünglich war es eine Grenzstation bei der Fähre welche über den Rhein führte. Der Ort Heerbrugg entspricht vermutlich der um 1078 vom St. Galler Abt Ulrich III. erbauten Festung Hêrburch.[2] Heerbrugg erstreckt sich über die Grenze der politischen Gemeinde Au nach Berneck, Balgach und Widnau.

Geschichte[Bearbeiten]

1316 Diken Auwe genannt, entstand Au aus den ursprünglichen Siedlungen Au Haslach, Hard und Monstein, an der Engstelle zwischen Heldsberg und dem Rhein. Ursprünglich zum Reichshof Lustenau gehörend und ab 1395 unter Hohenemser Herrschaft stehend, unterstand Au ab 1490 dem eidgenössischen Gebiet. Diese wurden 1593 als Hof Widnau-Haslach ein eigenes Niedergericht. 1775 trennten sie sich in die Höfe Au, Widnau und Schmitter. Der Grundbesitz in Lustenau, das «Schweizerried», blieb erhalten. 1766-76 erlangen die Grafen von Harrach das Niedergericht über Au, 1782-98 jene von Salis-Soglio. Bis 1853 gehörte letzteren auch das Schloss Monstein. 1803 folgte die Kantonsgründung des Kantons St. Gallen und Au blieb bis 1805 mit der Gemeinde Berneck vereinigt.[3]

1721 wurde in Au eine katholische Kapelle errichtet, welche später durch Kirchenbauten ersetzt wurde (1804 und 1925). Die Gründung einer katholischen Pfarrei Au erfolgte 1802 und damit eine erste Ablösung von Berneck.

Der Anschluss an das Bahnnetz Rorschach-Sargans erfolgte 1858 mit den beiden Bahnhöfen Au und Heerbrugg. In Heerbrugg wuchs danach eine neue Industrieansiedlung heran, welche Au mit den Gemeinden Balgach, Berneck und Widnau teilt. Der Bahnhof von Heerbrugg befindet sich auf dem Boden von Au.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert florierte die Stickereiindustrie, mit der Folge, dass von 1900 auf 1910 der Ausländeranteil von 8.5 % auf 32.4 % emporstieg.[3] Seit 1952 gibt es in Au eine Gemeinde der reformierten Kirche.

Katholische Kirche von Au

Bevölkerung[Bearbeiten]

Von den 5'778 Einwohnern, die Ende 1990 in der politischen Gemeinde Au lebten, wohnten 3'370 Personen im Dorf Au und 2'408 im Auer Ortsteil von Heerbrugg.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1837 1850 1900 1910 1950 1970 1990 2010
Einwohnerzahl 917 875 1314 2437 2636 4944 5778 6993

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Au-Heerbrugg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Markus Kaiser: Heerbrugg. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  3. a b Gemeinde Au. Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 3. Dezember 2013.