Berneck SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Berneckf zu vermeiden.
Berneck
Wappen von Berneck
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rheintalw
BFS-Nr.: 3233i1f3f4
Postleitzahl: 9442 Berneck
9435 Heerbrugg
UN/LOCODE: CH BCK (Berneck)
CH HEE (Heerbrugg)
Koordinaten: 764295 / 25589547.4333349.616666405Koordinaten: 47° 26′ 0″ N, 9° 37′ 0″ O; CH1903: 764295 / 255895
Höhe: 405 m ü. M.
Fläche: 5.629 km²
Einwohner: 3763 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 669 Einw. pro km²
Website: www.berneck.ch
Karte
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Berneck ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Rheintal des Kantons St. Gallen in der Schweiz.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Berneck, Hinterburg, Husen, Kalchofen, Kobel, Langmoos, Taa und Teile von Heerbrugg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Unserer Lieben Frau wurde im 9. Jahrhundert gegründet und wohl im 12. Jahrhundert neu erbaut. Der Chor stammt aus dem Jahr 1449, die Sebastianskapelle aus dem Jahr 1468. Um 1500 wurde das Schiff verlängert. 1760 bis 1970 erfolgte eine barocke Umgestaltung und 1937 bis 1938 eine Renovation durch Hans Burkard. Im Innern sind Wandgemälde aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zu sehen. Im Glockenturm befindet sich ein monumentales fünfstimmiges Geläute in der Tonfolge f0-a0-c1-d1-f1 (Gießerei Staad, 1938). Die große Sakramentsglocke ist die zweitschwerste Glocke der Schweiz (ca. 8800 kg). Weil sie für den schlanken Turm im Grunde genommen zu groß ist, müssen beim Läuten die Schallläden aufgeklappt werden, damit der Klöppel voll ausschwingen kann.

Südlich der Kirche steht die 1759 von Johann Martin Ilg als vierpassförmiger Zentralbau erbaute Heiligkreuzkapelle.

Das Rathaus ist ein dominierender Giebelbau am Dorfplatz, 1501 erstmals erwähnt und 1591 neu erbaut. 1943 erfolgte eine Umgestaltung durch Hans Burkard.

Weitere sehenswerte Häuser sind ein gestricktes Giebelhaus mit Seitenlaube aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts sowie ein um 1700 erbauter, teils verschalter Fachwerkbau mit Dekorationsmalerei.

Das Chlösterli am Ostrand des Orts ist eine ehemalige Mühle des Katharinenklosters St. Gallen und stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert.

Am Fuss des Burghügels befindet sich das Fürstenhaus, ein Steinbau mit steilem Giebel. Über dem Rundbogenportal ist das Wappen des Abtes Joseph von Rudolfi aus dem Jahr 1729.

Klima[Bearbeiten]

Durch die Berge beidseits liegt Berneck geschützt im Talwinkel und dadurch herrscht ein mildes Mikroklima. Es lässt an den Südhängen beidseits des Dorfes Trauben reifen, ausserdem gedeihen auch Palmen und Süsskartoffeln. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt rund 10,7°C.

Verkehr[Bearbeiten]

Berneck wird durch die Autobuslinie 302 der RTB Rheintal Bus bedient. Diese ist Nachfolgerin des 1977 eingestellten Trolleybus Altstätten–Berneck, der wiederum 1940 die 1897 eröffnete Strassenbahn Altstätten–Berneck ablöste.

Blick von Dornbirn auf Berneck.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1837 1850 1900 1930 1950 2000 2010
Einwohnerzahl 2564 2044 2250 2096 2390 3289 3692

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berneck SG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)