Ausleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ausleben
Ausleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ausleben hervorgehoben
52.0911.116666666667105Koordinaten: 52° 5′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verbandsgemeinde: Westliche Börde
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 33,29 km²
Einwohner: 1719 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39393
Vorwahl: 039404
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 035
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstraße 7
39397 Gröningen
Webpräsenz: www.vgem-
westlicheboerde.de
Bürgermeister: Dietmar Schmidt
Lage der Gemeinde Ausleben im Landkreis Börde
Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Ingersleben Beendorf Bülstringen Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Erxleben Hohe Börde Oschersleben (Bode) Angern Calvörde Hohe Börde Flechtingen Hohe Börde Hohe Börde Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Eilsleben Oschersleben (Bode) Oebisfelde-Weferlingen Oschersleben (Bode) Hohe Börde Hötensleben Eilsleben Hohe Börde Altenhausen Burgstall Angern Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Flechtingen Hohe Börde Wanzleben-Börde Hohe Börde Sommersdorf Zielitz Calvörde Wanzleben-Börde Hohe Börde Calvörde Ingersleben Erxleben Loitsche-Heinrichsberg Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Hohe Börde Eilsleben Flechtingen Wefensleben Eilsleben Calvörde Wanzleben-Börde Eilsleben Wanzleben-Börde Hötensleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Westheide Wanzleben-Börde Am Großen Bruch Ummendorf Wanzleben-Börde Erxleben Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Wolmirstedt Oebisfelde-Weferlingen Westheide Altenhausen Erxleben Wanzleben-Börde Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Haldensleben Harbke Sommersdorf Oschersleben (Bode) Loitsche-Heinrichsberg Bülstringen Wanzleben-Börde Völpke Burgstall Angern Westheide Oschersleben (Bode) Angern Wanzleben-Börde Rogätz Hohe Börde Hohe Börde Barleben Erxleben Am Großen Bruch Hötensleben Ausleben Burgstall Calvörde Wolmirstedt Kroppenstedt Flechtingen Wanzleben-Börde Burgstall Gröningen Colbitz Niedere Börde Oebisfelde-Weferlingen Sülzetal Oschersleben (Bode) HaldenslebenKarte
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Ausleben ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Westliche Börde an, die ihren Sitz in der Stadt Gröningen hat.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ausleben liegt zwischen der Stadt Oschersleben (Bode) und dem niedersächsischen Schöningen. Das Gebiet zwischen Magdeburger Börde und dem Höhenzug Elm ist durch ein fruchtbares Hügelland gekennzeichnet, das sich vom Lappwald im Norden über das Hohe Holz nach Südosten fortsetzt. Das Gelände fällt nach Süden zum Großen Graben (zwischen Bode und Großem Bruch) auf ca. 90 m ü. NN ab. Der höchste Punkt in der Gemarkung Ausleben ist der Bullenberg nahe Üplingen (210 m ü. NN). Der Ortsteil Ottleben liegt am Osterbach, der in den Düsteren Beek mündet, der durch die Ortsteile Ausleben und Warsleben fließt und vom Garten Eden bzw. vom Bullenberg kommt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Ausleben gehören die Ortsteile Ottleben, Warsleben und Üplingen. Warsleben, Ausleben und Ottleben liegen dicht beieinander, sodass sich ein fast geschlossener Ort auf 3,5 km Länge ergibt. Üplingen liegt 2,5 km nördlich von Warsleben. Seit 1950 bilden die vier Ortsteile die Gemeinde Ausleben.

Geschichte[Bearbeiten]

Evangelische Kirche in Ottleben

Der Ort Ausleben taucht 1208 erstmals in einer Besitzurkunde auf; die Ersterwähnung der Ortsteile: Üplingen 1049, Ottleben 1108 und Warsleben 1112. Die Auslebener St.-Petri-Kirche stammt aus dem Jahr 1781 und wurde in den letzten Jahren grundlegend saniert. Im Ortsteil Ottleben gibt es mit der St.-Stephani-Kirche eine alte Wehrkirche. Die Warslebener Kirche wurde 1699 errichtet, die Üplinger Dorfkirche, die Ende des 18. Jahrhunderts geweiht wurde, ist ein in Deutschland seltener Oktogonbau.

Mühle Trog, Baujahr 1848, Aufnahme 1973

In der Geschichte oft wechselnder Herrschaften hatte Ausleben insbesondere im Dreißigjährigen Krieg stark zu leiden. In der Zeit der allmählichen wirtschaftlichen Erholung ab Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden mehrere Windmühlen im heutigen Gemeindegebiet, von denen die Bockwindmühlen in Ausleben (1702) und Ottleben (1632) bis heute erhalten werden konnten. Seit 1813 wird im Gut Üplingen eine Brennerei betrieben.

Seit 1958 befindet sich im Ortsteil Ottleben die katholische Kirche St. Johannes Baptist, errichtet in einem ehemaligen Kuhstall.

Ausleben ist heute Grund- und Sekundarschul-Standort. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde in den letzten Jahren unter anderem ein neues Feuerwehrhaus eingeweiht, das auch von den Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile genutzt wird. Auch das Naturbad in Warsleben wurde umfangreich saniert.

Freiwillige Feuerwehren, Schützenverein, Gartenverein, Sportverein sowie Reit- und Fahrverein prägen das Gemeindeleben, zu dem das traditionelle Kartoffelfest in Warsleben gehört. Jeweils am 2. Pfingsttag findet um die Ottlebener Mühle im Rahmen des Tages des offenen Denkmals ein Mühlenfest mit Schaumahlen statt.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 28. April 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine rote Windmühle auf grünem Dreiberg.“

Beim Flaggengenehmigungsverfahren im Jahre 2001 wurde die rote Windmühle leicht geändert. Der Dreiberg blieb davon unberührt, sodass die Blasonierung des Wappens nicht überarbeitet werden musste.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 7. Dezember 2001 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Die Hissflagge ist senkrecht Rot - Weiß (1:1) gestreift und mit dem Gemeindewappen belegt.

Politischer Streitpunkt[Bearbeiten]

Der Ortsteil Ausleben-Üplingen ist einer der Standorte, für die das BVL im Mai 2008 die Anpflanzung von gentechnisch verändertem Sommerweizen durch die Universität Rostock genehmigt hat. Das anzupflanzende Getreide soll gegen den Weizen-Flugbrand, ein pflanzenpathogener Pilz, resistent sein. Das auf den Weizen übertragene Gen entstammt einem Pflanzenvirus, das im Pilz des Maisbeulenbrandes zu finden ist. 7.400 Einsprüche gegen den Testanbau wurden vom BVL letztendlich in die Versuchsgenehmigung eingearbeitet und/oder zurückgewiesen.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirche in Ottleben

Evangelisch-lutherische Kirchen befinden sich in allen vier Ortsteilen, sie gehören zum Kirchspiel Hamersleben: St. Petri in Ausleben, St. Marien in Warsleben, und die Kirchen in Ottleben und Üplingen.

Die katholische Kirche St. Johannes Baptist, benannt nach Johannes dem Täufer, befindet sich in Ottleben. Sie wurde 1958 in einem ehemaligen Kuhstall errichtet und gehört heute zur Pfarrei St. Marien mit Sitz in Oschersleben.

Die neuapostolische Gemeinde Ausleben bestand seit 1952.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ehemalige Zentralschule
  • achteckige Dorfkirche Üplingen
  • ehemaliges Schloss Trautenburg in Ottleben aus dem Jahr 1575 – heute Kindertagesstätte
  • ehemalige Zentralschule in Ausleben – heute leerstehendes denkmalgeschütztes Gebäude mit nicht bekannter weiterer Nutzungsabsicht
  • Schaugarten Üplingen – moderne Pflanzenzüchtung, vor allem mit gentechnisch veränderten Sorten

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Ausleben liegt ca. 3 km von der Bundesstraße 245 entfernt, es bestehen Straßenverbindungen in die umliegenden Ortschaften Oschersleben (Bode), Seehausen, Schöningen und Helmstedt. Die Bundesautobahn 2 ist ca. 20 km entfernt (Anschluss Helmstedt). Die Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen, an der der Bahnhof Ausleben lag, ist stillgelegt. Der nächste Bahnhof befindet sich in der 11 km entfernten Stadt Oschersleben (Bode) an der Bahnstrecke Magdeburg–Thale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Magdalene Siebenbrodt: Die Wandlung der Mundart Warslebens im Laufe der lebenden Generationen. Prag 1942.

Quellennachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bericht bei Informationsdienst Wissenschaft
  3. http://www.artnet.de/K%C3%BCnstler/heinrich-gans/auktionsresultate

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ausleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien