Ausleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Markierung
Deutschlandkarte, Position von Ausleben hervorgehoben
Koordinaten: 52° 5′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verwaltungsge-
meinschaft:
Westliche Börde
Höhe: 105 m ü. NN
Fläche: 33,29 km²
Einwohner: 1941 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39393
Vorwahl: 039404
Kfz-Kennzeichen: BK
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 035
Adresse der Verbandsverwaltung: Straße der Freundschaft 7
39397 Gröningen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Karlheinz Röper
Lage der Gemeinde Ausleben im Landkreis Börde
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Karte

Ausleben ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Westliche Börde an, die ihren Sitz in der Stadt Gröningen hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde Ausleben liegt zwischen der Stadt Oschersleben (Bode) und dem niedersächsischen Schöningen. Das Gebiet zwischen Magdeburger Börde und dem Höhenzug Elm ist durch ein fruchtbares Hügelland gekennzeichnet, das sich vom Lappwald im Norden über das Hohe Holz nach Südosten fortsetzt. Das Gelände fällt nach Süden zum Großen Graben (zwischen Bode und Großem Bruch) auf ca. 90 m ü. NN ab. Der höchste Punkt in der Gemarkung Ausleben ist der Bullenberg nahe Üplingen (210 m ü. NN). Der Ortsteil Ottleben liegt am Osterbach, der in den Düsteren Beek mündet, der durch die Ortsteile Ausleben und Warsleben fließt und vom Garten Eden bzw. vom Bullenberg kommt.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Ausleben gehören die Ortsteile Ottleben, Warsleben und Üplingen. Warsleben, Ausleben und Ottleben liegen dicht beieinander, sodass sich ein fast geschlossener Ort auf 3,5 km Länge ergibt, Üplingen liegt 2,5 km nördlich von Warsleben. Seit 1950 bilden die vier Ortsteile die Gemeinde Ausleben.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Ausleben taucht 1208 erstmals in einer Besitzurkunde auf; die Ersterwähnung der Ortsteile: Üplingen 1049, Ottleben 1108 und Warsleben 1112. Die Auslebener „St. Petri“-Kirche stammt aus dem Jahr 1781 und wurde in den letzten Jahren grundlegend saniert. Im Ortsteil Ottleben befindet sich eine alte Wehrkirche („St. Stephani“). Die Warslebener Kirche wurde 1699 errichtet, die Üplinger Dorfkirche (Ende des 18. Jahrhunderts geweiht) ist ein in Deutschland seltener Oktogonbau.

In der Geschichte oft wechselnder Herrschaften hatte Ausleben insbesondere im Dreißigjährigen Krieg stark zu leiden. In der Zeit der allmählichen wirtschaftlichen Erholung ab Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden mehrere Windmühlen im heutigen Gemeindegebiet, von denen die Bockwindmühlen in Ausleben (1702) und Ottleben (1632) bis heute erhalten werden konnten. Seit 1813 wird im Gut Üplingen eine Brennerei betrieben.

Ausleben ist heute Grund- und Sekundarschul-Standort. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde in den letzten Jahren unter anderem ein neues Feuerwehrhaus eingeweiht, das auch von den Wehren der Ortsteile genutzt wird. Auch das Naturbad in Warsleben wurde umfangreich saniert.

Freiwillige Feuerwehren, Schützenverein, Gartenverein, Sportverein sowie Reit- und Fahrverein prägen das Gemeindeleben, zu dem das traditionelle Kartoffelfest in Warsleben gehört. Jeweils am 2. Pfingsttag findet um die Ottlebener Mühle im Rahmen des Tages des offenen Denkmals ein Mühlenfest mit Schaumahlen statt.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Silber eine rote Windmühle auf grünem Dreiberg.“

[Bearbeiten] Politischer Streitpunkt

Der Ortsteil Ausleben-Üplingen ist einer der Standorte, für die das BVL im Mai 2008 die Anpflanzung von sog. gentechnisch verändertem Sommerweizen durch die Universität Rostock genehmigt hat. Das anzupflanzende Getreide soll gegen einen es befallenden Pilz, den Weizen-Flugbrand, resistent sein. Das auf den Weizen übertragene Gen entstammt einem Pflanzenvirus, das im Pilz des Maisbeulenbrandes zu finden ist. 7.400 Einsprüche gegen den Testanbau wurden vom BVL letztendlich in die Versuchsgenehmigung eingearbeitet und/oder zurückgewiesen.[1]

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • achteckige Dorfkirche Üplingen
  • ehemaliges Schloss Trauteburg in Ottleben aus dem Jahr 1575 - heute Kindertagesstätte

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Ausleben liegt ca. 3 km von der Bundesstraße 245 (HalberstadtHaldensleben) entfernt, es bestehen Straßenverbindungen in die umliegenden Städte Oschersleben (Bode), Seehausen, Schöningen und Helmstedt. Die Bundesautobahn 2 ist ca. 20 km entfernt (Anschluss Helmstedt). Der nächste Bahnhof befindet sich in der 11 km entfernten Stadt Oschersleben (Bode) an der Bahnlinie MagdeburgHalberstadt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Magdalene Siebenbrodt: Die Wandlung der Mundart Warslebens im Laufe der lebenden Generationen. Prag 1942.

[Bearbeiten] Quellennachweise

  1. Bericht bei Informationsdienst Wissenschaft
Persönliche Werkzeuge