Colbitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Börde | |
| Verbandsgemeinde: | Elbe-Heide | |
| Höhe: | 67 m ü. NN | |
| Fläche: | 71,85 km² | |
| Einwohner: |
3231 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39326 | |
| Vorwahl: | 039207 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 83 130 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Magdeburger Straße 40 39326 Rogätz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heinz Kühnel | |
| Lage der Gemeinde Colbitz im Landkreis Börde | ||
Colbitz ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Elbe-Heide mit Sitz in der Gemeinde Rogätz.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Colbitz liegt am südöstlichen Ende der Colbitz-Letzlinger Heide. Westlich des Ortes befindet sich der Colbitzer Lindenwald, der größte geschlossene Lindenwald Europas.
Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:
- Ellersell
- Lindhorst
Als Wohnplätze der Gemeinde sind ausgewiesen:
- Balzersiedlung
- Chausseehaus
- Haidberg
- Jacobsheim
- Jägerstieg
- Rabensol
- Schneiderdamm
- Spitzenberg
- Waldbad
Geschichte[Bearbeiten]
Der slawische Ortsname (zu deutsch "Ort in den Wiesen") weist auf eine Ansiedlung bereits um 750 - 800 hin. Erstmals erwähnt wurde Colbitz im Jahre 1197, als Ludolf von Colbitz als Zeuge beim Landgericht zu Ebendorf auftritt. Die Landeshoheit wechselte im 14. Jahrhundert von Alten Mark auf das Erzbistum Magdeburg. Territorial gehörte das Gebiet zur Grafschaft Billingshoch. Diese war ein Teil der Nordmark, in der seit 1134 Albrecht der Bär aus dem Hause Askanien Markgraf war. Er betrieb von dort aus die Ostkolonisation und machte damit die Nordmark zum Ausgangspunkt der Mark Brandenburg. Daher bürgerte sich ab dem 14. Jahrhundert der Name Altmark für dieses Gebiet ein. Als aber 1320 die askanischen Markgrafen ausstarben und die Altmark durch Heirat der Witwe des letzten Markgrafen an Herzog Otto von Braunschweig kam und darauf allerhand Streitereien folgten, wurde diese Teile 1336 endgültig vom Erzbistum erworben. Aus dieser Zeit stammen weitere urkundliche Nachrichten über Colbitz.
Lindhorst wurde 1950 zwangseingemeindet. Von 1994 bis 2009 war Lindhorst eine Ortschaft nach §86 Gemeindeordnung.
Am 11. Januar 2009 fand eine Bürgerbefragung in der Gemeinde Colbitz über eine Ausgliederung der Ortschaft Lindhorst aus der Gemeinde Colbitz und eine Eingliederung als achte Mitgliedsgemeinde in die seit Juli 2009 bestehende Verbandsgemeinde Elbe-Heide statt. Die Abstimmung endete mit 666 Ja-Stimmen für diese Variante. Am 27. Januar erfolgte die Auswertung der Befragung durch den Colbitzer Gemeinderat. Entgegen dem Ergebnis der Anhörung der Bevölkerung beschloss der Gemeinderat, den Bürgermeister nicht mit der Beantragung der Ausgliederung des Ortsteils Lindhorst zu beauftragen.
Darauf folgte ein von einer Lindhorster Bürgerinitiative organisiertes Bürgerbegehren, deren erneutem eindeutigen Votum der Gemeinderat am 26.März nicht folgte und den Weg des Bürgerentscheids bevorzugte. Dieser fand am 7. Juni zeitgleich mit der Wahl zum Europaparlament und der Wahl zum Gemeinderat statt. Die höhere Beteiligung im Ortsteil Colbitz am Bürgerentscheid führte zu Ablehnung des Bürgerentscheids.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 55,2 % zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Gemeinderats::
| Partei/Liste | Stimmenanteil | Sitze |
|---|---|---|
| SPD | 15,7 % | 3 |
| CDU | 15,2 % | 2 |
| Die Linke | 7,8 % | 1 |
| Grüne|SPD | 4,3 % | 1 |
| Wählergruppen | 55,5 % | 9 |
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 27. Oktober 1994 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „In Rot drei silberne gestielte Lindenblätter, zusammengehalten durch eine silberne Spange; aus dem mittleren geraden Stiel rechts und links hervorwachsend ein silberner Stängel mit drei (1:2) runden Früchten.“
Die Gemeindefarben sind Silber (Weiß) - Rot.
Das Wappen ist für den Ortsteil Lindhorst ein redendes Wappen. Es bezieht sich auf den weitbekannten Lindenwald. Die Farben sind die des Erzbistums Magdeburg.
Flagge[Bearbeiten]
Die Flagge der Gemeinde Colbitz zeigt die Farben Silber (Weiß) - Rot mit aufgelegtem Gemeindewappen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
In der Gemarkung von Colbitz befinden sich die Reste der Odenburg.
Die Kulturdenkmale der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis eingetragen. In Colbitz selbst befindet sich die 1869/70 errichtete evangelische Sankt-Paulus-Kirche. Ferner im Loitscher Weg die katholische Kirche St. Nikolaus von der Flüe, von 1959 bis 1962 aus einer ehemaligen Scheune erbaut und 1965 um einen Glockenturm ergänzt,[2] die jedoch heute nur noch selten genutzt wird. Die nächstgelegene katholische Kirche mit regelmäßigen Gottesdiensten befindet sich im ca. 6 km entfernten Wolmirstedt.
Darüber hinaus gibt es an der Adresse Lange Straße 13 einen Museumshof über das frühere Leben auf dem Bauernhof. Bemerkenswert ist die Bockwindmühle Lindhorst, betrieben und restauriert durch den Mühlenverein Lindhorst e.V.
Einen Besuch wert ist auch das Wasserwerk von Colbitz mit Deutschlands einzigem "Wasserwerks-Krokodil".[3]
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]
Jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende wird das Heidefest gefeiert und die „Heidekönigin der Colbitz-Letzlinger Heide“ gekrönt.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Colbitz liegt an der Bundesstraße 189 (Magdeburg-Stendal), ca. 7 km nördlich von Wolmirstedt, 18 km östlich der Kreisstadt Haldensleben und 18 km nördlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Busverbindungen bestehen nach Wolmirstedt und Cröchern. Seit der Stilllegung der Kleinbahn Wolmirstedt–Colbitz befindet sich der nächste Bahnhof in der Nachbargemeinde Zielitz.
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]
- Colbitzer Heidebrauerei
- KANN Baustoffwerke
- Silka / Xella (Kalksandstein Fertigung)
- TWM Trinkwasserversorgung Magdeburg mit dem Wasserwerk Colbitz
- Stump (Spezialtiefbau)
Nördlich der Gemeinde befindet sich ein Industrie- und Gewerbegebiet, in dem einige der Unternehmen ansässig sind.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Friedrich Schulze (1843–1912), Architekt im preußischen Staatsdienst
- Johann Heinrich Schulze (1687–1744), entdeckte Lichtempfindlichkeit der Silbersalze
- Philip Wiegratz (* 1993) (Lindhorst), Schauspieler
- Helmut Strumpf (* 1951), Ringer
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Homepage der Pfarrei St. Christophorus, Haldensleben [1].
- ↑ Homepage TWM Magdeburg [2].
Weblinks[Bearbeiten]
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