Altenhausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Altenhausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenhausen
Altenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenhausen hervorgehoben
52.2511.25118Koordinaten: 52° 15′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verbandsgemeinde: Flechtingen
Höhe: 118 m ü. NHN
Fläche: 43,17 km²
Einwohner: 1131 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39343
Vorwahl: 039052
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 020
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenplatz 13/15
39345 Flechtingen
Bürgermeister: Jürgen Kuhnert
Lage der Gemeinde Altenhausen im Landkreis Börde
Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Ingersleben Beendorf Bülstringen Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Erxleben Hohe Börde Oschersleben (Bode) Angern Calvörde Hohe Börde Flechtingen Hohe Börde Hohe Börde Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Eilsleben Oschersleben (Bode) Oebisfelde-Weferlingen Oschersleben (Bode) Hohe Börde Hötensleben Eilsleben Hohe Börde Altenhausen Burgstall Angern Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Flechtingen Hohe Börde Wanzleben-Börde Hohe Börde Sommersdorf Zielitz Calvörde Wanzleben-Börde Hohe Börde Calvörde Ingersleben Erxleben Loitsche-Heinrichsberg Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Hohe Börde Eilsleben Flechtingen Wefensleben Eilsleben Calvörde Wanzleben-Börde Eilsleben Wanzleben-Börde Hötensleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Westheide Wanzleben-Börde Am Großen Bruch Ummendorf Wanzleben-Börde Erxleben Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Wolmirstedt Oebisfelde-Weferlingen Westheide Altenhausen Erxleben Wanzleben-Börde Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Haldensleben Harbke Sommersdorf Oschersleben (Bode) Loitsche-Heinrichsberg Bülstringen Wanzleben-Börde Völpke Burgstall Angern Westheide Oschersleben (Bode) Angern Wanzleben-Börde Rogätz Hohe Börde Hohe Börde Barleben Erxleben Am Großen Bruch Hötensleben Ausleben Burgstall Calvörde Wolmirstedt Kroppenstedt Flechtingen Wanzleben-Börde Burgstall Gröningen Colbitz Niedere Börde Oebisfelde-Weferlingen Sülzetal Oschersleben (Bode) HaldenslebenKarte
Über dieses Bild

Altenhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie gehört der Verbandsgemeinde Flechtingen an.

Geografie[Bearbeiten]

Altenhausen liegt ca. fünf Kilometer nördlich von Erxleben in der Magdeburger Börde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde:

Geschichte[Bearbeiten]

Auf Grund der §§ 17 und 18 der Gemeindeordnung für das Land Sachsen-Anhalt (GO LSA) in der zurzeit geltenden Fassung hatten die Gemeinderäte der Gemeinden Altenhausen (am: 19. Mai 2008), Emden (am: 19. Mai 2008) und Ivenrode (am: 6. Mai 2008) beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Mitgliedsgemeinde einer Verbandsgemeinde gemäß § 2 Abs. 7 Satz 4 Gemeindeneugliederungs-Grundsätzegesetz (GemNeuglGrG) vereinigt werden. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages am 1. Januar 2010 wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Altenhausen, Emden und Ivenrode aufgelöst. Die neue Gemeinde erhielt den Namen Altenhausen.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Laut der Kommunalwahl am 6. Dezember 2009 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,22 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Wählergruppe Wir für uns 12 Sitze

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Wolfgang Behrends war schon seit dem 6. Mai 2001 in der ehemaligen Gemeinde Altenhausen im Amt und wurde am 6. Dezember 2009 als Bürgermeister für die neue Gemeinde Altenhausen wiedergewählt. Am 22. September 2013 wurde Jürgen Kuhnert zum neuen Bürgermeister gewählt und löst dadurch Wolfgang Behrends im Ehrenamt ab.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. März 2011 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Im Göpelschnitt geteilt; vorn in Blau ein achtstrahliger facettierter goldener Stern, hinten in Gold wachsend eine blaugekleidete schwarzhaarige Magd mit silberner Schürze, in der rechten Hand drei grüne Ähren und in der linken Hand eine schwarze Harke haltend, unten in Grün ein bewurzelter silberner Baumstumpf mit frisch ausgeschlagenen silbernen Buchenblättern.“[3]

Das Wappen wurde vom Hundisburger Thomas Rystau gestaltet.

Geschichte Ortsteil Altenhausen[Bearbeiten]

Schloss Altenhausen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Altenhausen entstand in der Zeit der Karolinger. In der Mitte des 12. Jahrhunderts war Aldenhusen eine bedeutende Burg und befand sich im Besitz der Grafen von Veltheim-Osterburg. Teilweise führten sie auch die Bezeichnung Graf von Altenhausen. Das Haus Osterburg erlosch 1242 und soll von den Herzögen von Braunschweig beerbt worden sein. Diese erkannten jedoch bereits 1244 die Lehnshoheit der Magdeburger Bischöfe an. Zwischen 1267 und 1277 hatten die Markgrafen von Brandenburg einen hälftigen Anteil an der Jagd zu Altenhausen.

In den Jahren 1475 und 1485 ging Altenhausen in den Besitz der von der Schulenburg über. Durch Matthias von der Schulenburg wurde 1524 in Altenhausen die Reformation eingeführt.

Schwerste Zerstörungen erlitt Altenhausen während des Dreißigjährigen Kriegs. 1625 gelang dem General Wallensteins, von Schlick, die Besetzung der Burganlage. Christian von Braunschweig konnte sie jedoch zurückerobern und brandschatzte von dort aus die Umgebung. Im Jahr 1631 plünderten kaiserliche, 1636 sächsische und schwedische Truppen Altenhausen.

Nach Beendigung des Krieges war das Gut Altenhausen von 1653 bis 1774 an zwei Mitglieder der Familie von der Schulenburg aufgeteilt. Den von der Schulenburg standen die Gerichtsbarkeit, das Patronatsrecht, der Zehnte und die Dienste zu.

Die heute noch das Ortsbild prägenden Gebäude der Burganlage entstanden im 15. und 16. Jahrhundert. Ein Umbau erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit entstand auch das im Stil der Neogotik errichtete Herrenhaus und der Bergfried.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche in Altenhausen im April 2010

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Zur Bundesstraße 1, die Braunschweig mit Magdeburg verbindet, sind es in südlicher Richtung ca. fünf Kilometer. Die Bundesautobahn 2 (Anschlussstelle Eilsleben) wird nach 8 km erreicht. Altenhausen liegt an der Landesstraße 25, die Erxleben mit Calvörde verbindet. Altenhausen liegt an der ausschließlich im Güterverkehr befahrenen Bahnstrecke Haldensleben–Weferlingen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Gustav Friedrich Hermann Maass (1830–1901), Botaniker, Heimatforscher; lebte von 1862 bis zu seinem Tode im Ort und betrieb von hier aus seine Forschungen.
  • Wilhelm Rauch (1871–1952), Heimatdichter; lebte zunächst in Altenhausen, ab ca. 1922 bis zu seinem Tode in Gutenswegen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2013 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gebietsänderungsvertrag Amtsblatt des Landkreis Nr.47/2009
  3. Amtsblatt des Landkreis Nr. 19/2011 (PDF; 390 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien