Oebisfelde-Weferlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen
Oebisfelde-Weferlingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oebisfelde-Weferlingen hervorgehoben
52.43510.98722222222263Koordinaten: 52° 26′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 249,22 km²
Einwohner: 13.714 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 39343 (Schwanefeld),
39356 (Döhren, Eschenrode, Hödingen, Hörsingen, Seggerde, Siestedt, Walbeck, Weferlingen),
39359 (Bösdorf, Eickendorf, Etingen, Everingen, Kathendorf, Rätzlingen),
39646 (Oebisfelde)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039002, 039050, 039055, 039057, 039059, 039061
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 411
Stadtgliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lange Straße 12
39646 Oebisfelde-Weferlingen

Kirchplatz 10
39356 Oebisfelde-Weferlingen
Webpräsenz: stadt-oebisfelde-weferlingen.de
Bürgermeisterin: Silke Wolf (Die Linke)
Lage der Stadt Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde
Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Ingersleben Beendorf Bülstringen Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Erxleben Hohe Börde Oschersleben (Bode) Angern Calvörde Hohe Börde Flechtingen Hohe Börde Hohe Börde Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Eilsleben Oschersleben (Bode) Oebisfelde-Weferlingen Oschersleben (Bode) Hohe Börde Hötensleben Eilsleben Hohe Börde Altenhausen Burgstall Angern Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Flechtingen Hohe Börde Wanzleben-Börde Hohe Börde Sommersdorf Zielitz Calvörde Wanzleben-Börde Hohe Börde Calvörde Ingersleben Erxleben Loitsche-Heinrichsberg Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Hohe Börde Eilsleben Flechtingen Wefensleben Eilsleben Calvörde Wanzleben-Börde Eilsleben Wanzleben-Börde Hötensleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Westheide Wanzleben-Börde Am Großen Bruch Ummendorf Wanzleben-Börde Erxleben Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Wolmirstedt Oebisfelde-Weferlingen Westheide Altenhausen Erxleben Wanzleben-Börde Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Haldensleben Harbke Sommersdorf Oschersleben (Bode) Loitsche-Heinrichsberg Bülstringen Wanzleben-Börde Völpke Burgstall Angern Westheide Oschersleben (Bode) Angern Wanzleben-Börde Rogätz Hohe Börde Hohe Börde Barleben Erxleben Am Großen Bruch Hötensleben Ausleben Burgstall Calvörde Wolmirstedt Kroppenstedt Flechtingen Wanzleben-Börde Burgstall Gröningen Colbitz Niedere Börde Oebisfelde-Weferlingen Sülzetal Oschersleben (Bode) HaldenslebenKarte
Über dieses Bild

Oebisfelde-Weferlingen ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Teile des Drömlings liegen in der Stadt, die sich an der Landesgrenze zu Niedersachsen, am Nordostrand des Lappwalds und an der Übergangszone von der Altmark zur Magdeburger Börde befindet. Durch das Gebiet fließen die Flüsse Aller, Ohre und Spetze. Im Stadtgebiet befindet sich die Wüstung Nievoldhagen und der Großteil des Landschaftsschutzgebietes Harbke-Allertal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden grenzen die Stadt Klötze und die Hansestadt Gardelegen des Altmarkkreises Salzwedel an, im Osten die Gemeinden Calvörde, Flechtingen und Altenhausen, im Süden Erxleben und Beendorf der Verbandsgemeinde Flechtingen. Im Westen liegt das Land Niedersachsen mit den Samtgemeinden Grasleben, Velpke und Brome.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Stadt:

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Döhren, Eschenrode, Hödingen, Hörsingen, Schwanefeld, Seggerde, Siestedt, Walbeck und der Flecken Weferlingen aus der Verwaltungsgemeinschaft Flechtingen und die Gemeinden Bösdorf, Eickendorf, Etingen, Kathendorf, Rätzlingen und die Stadt Oebisfelde aus der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde zur Stadt Oebisfelde-Weferlingen zusammen.[2] Die restlichen Gemeinden der beiden Verwaltungsgemeinschaften gründeten die Verbandsgemeinde Flechtingen. Im Wesentlichen besteht das Stadtgebiet aus den 2005 aufgelösten Verwaltungsgemeinschaften Oebisfelde und Weferlingen (außer Beendorf). Am 1. September 2010 wurde die ehemalige Gemeinde Everingen per Gesetz eingemeindet.[3] Zunächst war sie ab dem 1. Januar 2010 von der Stadt mitverwaltet worden.

Politik[Bearbeiten]

Die Verwaltung hat ihren Hauptsitz in Oebisfelde und eine Außenstelle in Weferlingen.

Die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt ist laut Stichwahl vom 20. Dezember 2009 Silke Wolf.

Stadtratswahl 2014 [4]
Wahlbeteiligung: 44,6 % (2009: 50,2 %)
 %
40
30
20
10
0
35,0 %
25,8 %
19,8 %
11,4 %
3,8 %
2,6 %
1,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+5,9 %p
+1,8 %p
-9,3 %p
-2,9 %p
+3,8 %p
+1,2 %p
+1,2 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Laut der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hat der Stadtrat 28 Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

CDU SPD UWG1 LINKE PIRATEN GRÜNE EB2 Gesamt
2009 8 7 8 4 0 0 1 28
2014 10 7 6 3 1 1 0 28

1Unabhängige Wählergemeinschaft Oebisfelde-Weferlingen 2Einzelbewerber

Weiteres Mitglied ist die Bürgermeisterin.

Das Rathaus Oebisfelde mit dem Roland
Rathaus Weferlingen

Zur Erledigung der Aufgaben wurden sieben Ausschüsse gebildet, deren Anzahl sich zum 1. Januar 2012 um zwei auf fünf verringerte.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. Mai 2011 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In mit vierzehn silbernen Sternen bestreutem blauen Schild, aus mit einer blauen Wellenleiste belegtem goldenen Schildfuß wachsend eine goldene Eiche mit silbernen Eicheln und goldenen Kapseln. Auf der Eiche mittig ein halb rechts gewendeter hersehender silberner Kauz, auf der Brust einen silbernen Schild, darin zwei schwarze Rauten balkenweise.“ [5] [6]

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet. Es vereint die Wappensymbole aus den Wappen von Oebisfelde (Kauz) und Weferlingen (Eiche) mit vierzehn gestreuten Sternen als Bezug auf die weiteren einstigen Gemeinden, während der Wellenbalken symbolisch für die Flüsse Aller, Ohre und Spetze steht.[7]

Die Farben der Stadt sind: Gelb-Blau

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die einzelnen Ortsteile haben jeweils noch Partnerschaften, die von den Orten selbst aufrechterhalten werden. So hat die Ortschaft Oebisfelde eine Städtepartnerschaft zum polnischen Lidzbark (Lautenburg) und Weferlingen seit 2000 mit dem bulgarischen Swilengrad.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Aller-Radweg und die Nordroute der Straße der Romanik führt durch die Stadt.

Museen[Bearbeiten]

In den Ortschaften Oebisfelde und Weferlingen sind jeweils Heimatmuseen, die sich speziell mit der Geschichte und Entwicklung der Region beschäftigen. Im Weferlinger Museum kann man zusätzlich die Entwicklung der ortsansässigen Adler-Apotheke besichtigen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet führen die Berlin-Lehrter Eisenbahn sowie die Bahnstrecken Oebisfelde–Magdeburg und Haldensleben–Weferlingen durch das Stadtgebiet. Der Bahnhof Oebisfelde war lange ein bedeutender Eisenbahnknoten und von 1945 bis 1990 Grenzbahnhof an der innerdeutschen Grenze.

Außerdem führt im Norden führt der Mittellandkanal durch das Gebiet, während sich im Süden die Bundesautobahn 2 in der Nähe der Stadt befindet. Die Bundesstraße 188 verläuft nördlich von Oebisfelde und die Bundesstraße 1 ist sechs Kilometer von Schwanefeld entfernt.

Bildung[Bearbeiten]

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Weferlingen

Im Stadtgebiet befinden sich folgende Schulen:

  • Grundschule An der Aller (Oebisfelde)
  • Grundschule Drömlingsfüchse (Oebisfelde)
  • Grundschule Rätzlingen
  • Grundschule Weferlingen
  • Sekundarschule Drömlingschule Oebisfelde
  • Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803), Dichter in der Aufklärungszeit, Kanonikus des Stifts Walbeck
  • Carl Wallmann (* 10. Juni 1816), bekannter deutscher Räuber
  • Gustav Maass (1830–1901), Botaniker und Heimatforscher, Mitgründer des Aller-Vereins Walbeck
  • Alfred Pechau (* 23. Dezember 1921), deutscher Musiker und Komponist, erhielt Musikausbildung in Rätzlingen
  • Ralph Giordano (* 20. März 1923), Schriftsteller; Bösdorf war für einige Monate der Aufenthaltsort für ihn und seine Familie, nachdem diese im Jahre 1943 in Hamburg „ausgebombt“ worden war
  • Fritz Streletz (* 28. September 1926), Stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung und Chef des Hauptstabes der Nationalen Volksarmee in der DDR, wuchs in Eschenrode auf
  • Ulrich Mühe (1953–2007), deutscher Film- und Theaterschauspieler, starb in Walbeck

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oebisfelde-Weferlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtsblatt des Landkreises Börde (Gebietsänderungsvertrag) (PDF; 3,5 MB)
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  4. http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw14/index.html
  5. Amtsblatt des Landkreis Börde Nr. 32/2011 (PDF; 664 kB)
  6. Protokoll Stadtratssitzung vom 21. September 2011
  7. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Landkreis Börde 2011 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)