Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut

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Neumarkt-Sankt Veit–Landshut
Strecke der Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut
Kursbuchstrecke (DB): 945
Streckennummer: 5720
Streckenlänge: 38,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Strecke – geradeaus
von Mühldorf
Bahnhof, Station
0,0 Neumarkt-St. Veit 446 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Passau
Bahnhof, Station
6,3 Egglkofen 452 m
Haltepunkt, Haltestelle
11,0 Aich (Niederbay.) 470 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Große Vils
Bahnhof, Station
16,5 Vilsbiburg 450 m
   
19,7 Höhenberg
Brücke über Wasserlauf (groß)
Kleine Vils
Bahnhof, Station
25,6 Geisenhausen 462 m
   
28,9 Götzdorf
Haltepunkt, Haltestelle
35,7 Landshut (Bay) Süd 411 m
Brücke (klein)
Bundesstraße 11
Brücke über Wasserlauf (groß)
Isar
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von München und Rottenburg
Bahnhof, Station
38,9 Landshut (Bay) Hauptbahnhof 393 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Plattling
Strecke – geradeaus
nach Regensburg

Die Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn in Bayern. Sie wird von der Südostbayernbahn (einer Tochter der Deutschen Bahn AG) betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bau der Strecke von Landshut nach Neumarkt a. Rott (jetzt Neumarkt-St. Veit) wurde am 1. Februar 1880 genehmigt. Die Eröffnung der 38,88 km langen Strecke erfolgte am 4. Oktober 1883. Anfangs lag die Höchstgeschwindigkeit der Strecke lediglich bei 30 km/h. Am 1. Juni 1889 wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h heraufgesetzt, da die Strecke nun als Hauptbahn betrieben wurde.

Betrieb[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 verkehrten auf der Strecke wochentags 36 Personen- und acht Güterzüge, samstags und sonntags jeweils 26 Personenzüge und samstags vier Güterzüge.[1] Zwischen Landshut und Mühldorf besteht an allen Tagen ein 60-Minuten-Takt mit Regionalbahnen, welche abwechselnd nach Rosenheim und Freilassing (- Salzburg) durchgebunden werden. In Vilsbiburg findet zur üblichen Symmetrieminute die Zugkreuzung statt. Der Betrieb wird durch Fahrzeuge der Baureihe 628 abgewickelt. Seit 10. Juni 2007 werden zur Schülerbeförderung von und nach Landshut auch Doppelstockzüge mit einer Diesellok der Baureihe 218 und vier Doppelstockwagen gefahren.

Der Güterverkehr beschränkt sich auf den samstäglich verkehrenden Kalkzug aus Saal und den Wacker-Shuttle aus Maschen Rbf nach Burghausen Wackerwerk. Ebenfalls gibt es täglich verkehrende Kesselwagenzüge und Bedarfszüge, so gut wie alle Leistungen von der Baureihe 247 erbracht, selten von der Baureihe 232.

Ausbau[Bearbeiten]

Am 22. Juni 2007 hat der Ausbau der Strecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h begonnen. Das ermöglichte, zunächst ab Dezember 2008 einen nahezu durchgehenden Stundentakt von Mühldorf nach Landshut anzubieten. Darüber hinaus wurden die Bahnsteige in Vilsbiburg, Geisenhausen, Neumarkt-St. Veit und Landshut Süd auf 55 cm erhöht.[2] Durch weitere Maßnahmen zur Beschleunigung konnte ab Dezember 2009 auf den Unterwegshalten der Stundentakt angeboten werden.

Literatur[Bearbeiten]

Eisenbahnen in Niederbayern und der Oberpfalz, Walther Zeitler, Buch&Kunstverlag Oberpfalz, Amberg 1985/1997, ISBN 3-924350-61-2.

Weblinks[Bearbeiten]

  1. Bayerischer VGH · Beschluss vom 4. Dezember 2012 · Az. 8 ZB 11.1881. Abgerufen am 12. Mai 2014.
  2. Startschuss für Infrastrukturmodernisierung. Deutsche Bahn AG, 22. Juni 2007, archiviert vom Original am 27. September 2007, abgerufen am 12. Mai 2014.