Blattmaske

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Blattmaske am Konsolstein des Bamberger Reiters

Blattmaske ist ein Dekor in der Architektur. Das Bauornament ist meist ein Gesicht, dessen Haare und Bart von akanthusartigen Blattformen gebildet wird, es kann jedoch auch ausschließlich aus Blättern zusammengesetzt sein und dadurch nur die Illusion eines Gesichts vorstellen. Die Blattmaske kommt aus römischer Zeit etwa des 1. Jahrhunderts v.  Chr. und findet in Deutschland ihren bekanntesten Ausdruck im rechten Konsolstein des Bamberger Reiters. Aus dieser Zeit (erste Hälfte des 13. Jahrhunderts) sind auch zeichnerische Darstellungen beider Varianten im Bauhüttenbuch von Villard de Honnecourt erhalten[1]. Blattmasken sind bis in die Renaissance zu finden und leben in der französischen und deutschen Romantik wieder auf. Sie treten hingegen in der Barockzeit und in der Zeit des Manierismus nur noch selten auf.

Blattmasken finden sich an Konsolen, Kapitellen, Schlusssteinen und Agraffen, aber auch in Chorgestühlen und in Handschriften im Mittelalter.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ludger Alscher, Günter Feist, Peter H. Feist: Lexikon der Kunst, Architektur, Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Industriegestaltung, Kunsttheorie. Band I, S. 304, Verlag Das europäische Buch, Westberlin 1984
  • Hans R. Hahnloser: Villard de Honnecourt. Kritische Gesamtausgabe des Bauhüttenbuches, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1972, ISBN 3-20100-768-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Green Man – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harald Olbrich (Hrsg.): Lexikon der Kunst, Studienausgabe Bd.1 (A-Cim), Verlag E. A. Seemann, Leipzig 2004, ISBN 3-86502-084-4 (S.579)