Brief an die Hebräer

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Der Brief an die Hebräer ist ein Buch des Neuen Testaments, es wird seit dem Mittelalter in 13 Kapitel eingeteilt. Obwohl über keine der literaturgeschichtlichen Fragen nach dem Verfasser, dem Empfängerkreis, der Datierung oder selbst der literarischen Gattung der mit Πρὸς Έβραίους betitelten Schrift auch nur annähernd ein wissenschaftlicher Konsens besteht, lassen sich doch historische Wahrscheinlichkeiten abwägen und Gründe für die verschiedenen Hypothesen anführen.

Verfasser[Bearbeiten]

Weil die ältesten Handschriften (Papyrus 46, Codex Vaticanus und Codex Sinaiticus) den Hebräerbrief unter die Paulusbriefe einordneten,[1] rechnete die frühe ostkirchliche Tradition die Schrift dem Paulus zu.[2] Wie aber bereits Origenes und Clemens von Alexandria feststellten, ist dies wegen des völlig anderen Stiles – so etwa ein Wortschatz von 1000 verschiedenen Wörtern bei 3000 Wörtern Umfang gegenüber dem eher beschränkten des Paulus – sehr unwahrscheinlich. Dennoch wurde während des Mittelalters und in der katholischen Kirche noch bis 1914[3] angenommen, der Hebräerbrief sei die griechische Übersetzung eines im Original hebräischen Paulusbriefes. Wegen der anders gearteten Theologie und der verschiedenen geschichtlichen Situation (beispielsweise besteht Paulus in Gal 1,12 auf seiner eigenen direkten Offenbarungserfahrung, während der Autor ad Hebraios sich selbst in Hebr 2,3 als Hörer der Jünger Jesu bezeichnet) wird das heute ausgeschlossen. Als mögliche Verfasser wurden daher vorgeschlagen: Apollos[4], Priszilla[5], Lukas oder Clemens von Rom[6], Barnabas[7], Petrus, Philippus, Judas, Aristion, Timotheus. Weil aber weder von den Genannten (wenn von ihnen überhaupt Werke erhalten sind), noch sonst ein dem Hebräerbrief vergleichbares Schriftstück erhalten ist, er also völlig singulär in Form wie Inhalt dasteht, und im Brief selbst über den Verfasser nichts ausgesagt wird, kann keine dieser Hypothesen verifiziert werden. Aufgrund des ausgezeichneten griechischen Stils, des umfangreichen Wortschatzes und der eingehenden Kenntnis des Alten Testaments in der Form der Septuaginta ist als Verfasser ein griechisch gebildeter Judenchrist anzunehmen, der dem hellenistischen Flügel angehörte.
Es handelt sich bei dem Brief nicht um Pseudepigraphie, da kein vorgeblicher Verfasser angeführt wird, auch wenn die Nennung des Timotheus (Hebr 13,23) möglicherweise den Umkreis des Paulus als Absender nahelegen will.

Empfänger[Bearbeiten]

Ob die Überschrift „An die Hebräer“ die ursprünglichen Empfänger meint, ist umstritten. Zwar ist in allen Handschriften und seit Tertullian dieser Titel überliefert, doch könnte damit auch eine sehr frühe allgemeine Überzeugung betreffs der Bestimmung des Schreibens wegen des „hebräischen“ Inhaltes ausgedrückt sein.[8]. Wegen der Warnung vor dem Rückfall können die Adressaten keine Juden gewesen sein, die erst noch bekehrt werden sollten. Am weitesten verbreitet ist die Annahme eines judenchristlichen Adressatenkreises, weniger aufgrund der Vertrautheit mit den Einzelheiten des Tempelkultes, die auch Heidenchristen bekannt gewesen sein dürften, als wegen der stets vorausgesetzten Anerkennung jüdischer Prämissen, wie etwa der Existenz des levitischen Priestertumes, dessen Einsetzung durch Mose die Empfänger als genügend empfanden, wogegen die Notwendigkeit der Schaffung eines Priestertumes nach der Ordnung Melchisedeks ihnen mit Schriftzitaten bewiesen werden musste (Hebr 7,14).[9] Daneben gibt es die Deutung, der Hebräerbrief sei überhaupt für keine konkrete Gemeinde und Situation geschrieben, sondern an Christen allgemein, die ihre erste Begeisterung verloren hätten und in der zweiten, dritten Generation lebten.[10] Eine Beziehung zu den in Qumran entdeckten Schriften wird nicht mehr angenommen.[11] Wegen des Satzes „Es grüßen euch die Brüder aus Italien“ (Hebr 13,24) im Briefschluss – vorausgesetzt, dass er wegen des Stilbruches nicht von anderer Hand hinzugefügt wurde – wird gemeinhin vermutet, der Verfasser habe in Italien (Rom) geweilt und den Brief ins außeritalische Ausland geschickt. Dagegen spricht aber, dass der Schreiber eines Briefes (Die Brüder als Autorenkollektiv sind schwer vorzustellen), um überhaupt etwas Näheres zu seinem Ort zu sagen, seinen derzeitigen konkreten Aufenthaltsort nennen müsste und nicht ein ganzes Land, so dass die Länderangabe nur die Herkunft des Autors oder einzelner Mitglieder aus seiner Gemeinde, die nur Grüße mitschickten, bezeichnete.[12] Letztlich gibt es für keinen der als Absendungs- wie als Bestimmungsorte genannten Städte einen Beweis.

Datierung[Bearbeiten]

Weil der um das Jahr 96 n. Chr. geschriebene erste Clemensbrief den Hebräerbrief ausgiebig zitiert und Anspielungen auf ihn enthält,[13] kann das als sicherer Terminus ante quem gelten. Eine genauere Datierung hängt davon ab, wie die Schilderung des jüdischen Tempelkultes beurteilt wird. Wenn sich der Hebräerbrief nämlich auf noch bestehende Einrichtungen und Gebräuche des herodianischen Tempels bezöge, müsste er vor der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. durch die Römer verfasst worden sein; wenn dagegen die weiterhin durch das Buch Levitikus gültigen Opferbräuche gemeint wären, die typologisch in der Erwähnung der alttestamentlichen Stiftshütte zusammengefasst sind, wäre jenes Datum belanglos. Die Verfechter einer Frühdatierung gehen davon aus, dass der Abbruch des levitischen Systemes und Priestertumes, dessen endgültige Überwindung durch Christus der Hebräerbrief ja zu beweisen suche, dem Brief seine Grundlage nähme, da ihn die Wirklichkeit sonst überholt hätte. Somit gehen sie von einer Datierung zwischen 60 und 70 n. Chr. aus. Hebräer 10, 32 ff deutet auf die Verfolgung der Christen unter Nero (64 n. Chr.) hin. Dies würde darauf hindeuten, dass der Brief auf die Zeit zwischen 64 und 70 nach Christus datiert werden könnte. Die Mehrheitsmeinung geht aber dahin, dass die Erwähnung der Opfer allein auf den alttestamentlichen Kultus bezogen ist, sowie dass die Rede vom Fortbestand derselben bis in die Gegenwart des Autors vor allem wegen des konkreten Inhaltes, der keine expliziten Angaben hergibt, als Beschreibung zeitloser ritueller Übungen zu verstehen ist.[14] Die im Brief erwähnten Verfolgungen könnten entweder lokale Bedrohungen der Gemeinden oder aber die Verfolgungen zur Zeit des römischen Kaisers Domitian (81-96 n. Chr.) meinen. Damit ergäbe sich eine Abfassung zwischen 80 und 90 n. Chr. Inhaltlich spricht für die Frühdatierung, dass noch keine Bezeichnungen für die kirchlichen Ämter bestehen, sondern ganz allgemein Vorsteher (Hebr 13,7.17) erwähnt werden. Auch die starke Naherwartung (Hebr 9,26; 10,25.37) und die noch von Ohrenzeugen (Aposteln) Jesu gehörte Erstverkündigung (Hebr 2,3) sprechen eher für eine frühe Zeit.

Literarische Gattung[Bearbeiten]

Die durch Bezeichnung und Stellung im neutestamentlichen Kanon als selbstverständlich nahegelegte Auffassung des Hebräerbriefes als Brief, das heißt als schriftlich verfasste Botschaft eines Absenders an einen oder mehrere bestimmte Empfänger, ist fraglich. Denn allein an den letzten vier Versen (Hebr 13,22-25) lässt sich diese Form festmachen, während der ganze Rest keinen brieflichen Charakter trägt. Die Gattung des Hebräerbriefes ist somit der Kunstbrief (Epistel), also ein für die Öffentlichkeit bestimmtes literarisches Werk, das sich den formalen Anschein eines Briefes geben will (vgl. Goethes Leiden des jungen Werthers).[15] Folgt man den Forschern, die den Schluss für eine sekundäre Zufügung, ob nun von einem späteren Schreiber oder sogar dem Verfasser selbst als Verschicker, erklären und literarkritisch abtrennen, so gleiche das Verbliebene einem rhetorisch ausgefeilten Lehrvortrag oder einer Predigt, in der sich theologische Abhandlung und paränetische Aufforderung der Hörer abwechselten. Von daher sei hinsichtlich des literarischen Ursprunges von einer nachträglich niedergeschriebenen Rede oder einem für den mündlichen Vortrag bestimmten Stück auszugehen.[16]

Struktur[Bearbeiten]

Die verschiedenen Unterteilungen des Hebr in einzelne Abschnitte und Gedankengänge lassen sich vereinfacht auf zwei mögliche Grundmuster zurückführen. Die einen nehmen einen konzentrisch geordneten Aufbau nach Art eines Chiasmus (ABCBA) an, der in mehreren ineinandergesetzten Schalen um das Zentrum Christus als Hoherpriester symmetrisch angeordnet ist. Die jeweilige gegenseitige Bezogenheit der einzelnen Stücke wird durch Klammerworte hergestellt.[17]

Gliederung Albert Vanhoyes[18]

  • a. Einleitung (1,1-4) entsprechend jeweils → z.
  • I. Ein anderer Name als der der Engel (1,5-2,18) → V.
  • II. A. Jesus, glaubwürdiger Hoherpriester (3,1-4,14) → IV. B.
  • II. B. Jesus, mitleidvoller Hoherpriester (4,15-5,10) → IV. A.
  • II. p. Einleitende Ermahnung (5,11-6,20) → III. f.
  • III. A. Jesus, Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks (7,1-28) → III. C.
  • III. B. zur Vollendung gelangt (8,1-9,28) Mitte
  • III. C. Urheber ewigen Heils (10,1-18) → III. A.
  • III. f. abschließende Ermahnung (10,19-39) → III. p.
  • IV. A. Der Glaube der Alten (11,1-40) → II. B.
  • IV. B. Die notwendige Ausdauer (12,1-13) → II. A.
  • V. Gerade Wege (12,14-13,19) → I.
  • z. Schluss (13,20-21) → a.
  • (13,22-25 bleibt als sekundär unberücksichtigt)

Jedoch wird mit zunehmender Verfeinerung und bis ins Detail gehenden Parallelismen und Querverweisen fraglich, inwieweit der Verfasser den Text überhaupt so sehr durchkonstruieren konnte, oder ob hier eine übertriebene Analyse und Ordnungssucht Zufälligkeiten in ein künstliches System bringen will. Die anderen rechnen mit zwei großen Abschnitten, wobei der erste aus der Entwicklung einer theologischen Lehre bestehe, und der zweite in Form einer langen Paränese die aus den vorangegangenen Glaubenssätzen zu folgernde Umsetzung ins Leben der Gläubigen behandelt.

Gliederung Donald Guthries[19]

  • I. Die Überlegenheit des christlichen Glaubens (1,1-10,18)
    • A. Gottes Offenbarung durch den Sohn (1,1-4)
    • B. Die Überlegenheit des Sohnes über die Engel (1,5-2,18)
      • 1. Christus ist höher in seiner Natur (1,5-14)
      • 2. Eine Warnung vor dem Abfall (2,1-4)
      • 3. Erniedrigung und Herrlichkeit Jesu (2,5-9)
      • 4. Sein Werk zugunsten des Menschen (2,10-18)
    • C. Die Überlegenheit Jesu über Mose (3,1-19)
      • 1. Mose der Diener und Jesus der Sohn (3,1-6)
      • 2. Darstellung des Versagens des Gottesvolkes unter Mose (3,7-19)
    • D. Die Überlegenheit Jesu über Josua (4,1-13)
      • 1. Die größere Ruhe, die Josua nicht sichern konnte (4,1-10)
      • 2. Die Dringlichkeit der Suche nach dieser Ruhe (4,11-13)
    • E. Ein höherer Hoherpriester (4,14-9,14)
      • 1. Unser großer Hoherpriester (4,14-16)
      • 2. Vergleich mit Aaron (5,1-10)
      • 3. Eine Mahnrede als Zwischenspiel (5,11-6,20)
      • 4. Die Ordnung Melchisedeks (7,1-18)
      • 5. Der Diener des neuen Bundes (8,1-13)
      • 6. Die größere Herrlichkeit der neuen Ordnung (9,1-14)
    • F. Der Mittler (9,15-10,18)
    • 1. Die Bedeutung seines Todes (9,15-22)
    • 2. Sein Eintritt in ein himmlisches Heiligtum (9,23-28)
    • 3. Seine Selbstdarbringung für andere (10,1-18)
  • II. Ermahnungen (10,19-13,25)
    • A. Die gegenwärtige Stellung des Gläubigen (10,19-39)
      • 1. Der neue und lebendige Weg (10,19-25)
      • 2. Eine weitere Warnung (10,26-31)
      • 3. Der Wert vergangener Erfahrung (10,32-39)
    • B. Glaube (11,1-40)
      • 1. Seine Natur (11,1-3)
      • 2. Beispiele aus der Vergangenheit (11,4-40)
    • C. Disziplin und ihre Wohltaten (12,1-29)
      • 1. Die Notwendigkeit der Disziplin (12,1-29)
      • 2. Die Vermeidung moralischer Unbeständigkeit (12,12-17)
      • 3. Die Wohltaten des neuen Bundes (12,18-29)
    • D. Abschließende Weisung (13,1-25)
      • 1. Ermahnung, das Gemeinschaftsleben betreffend (13,1-3)
      • 2. Ermahnung, das Privatleben betreffend (13,4-6)
      • 3. Ermahnung, das religiöse Leben betreffend (13,7-9)
      • 4. Über den neuen Altar der Christen (13,10-16)
      • 5. Schlussworte (13,17-25)

Auch diese Einteilung lässt sich nicht vollständig durchziehen, da innerhalb der Mahnrede auch wieder theologische Überlegungen eingeschoben werden, und umgekehrt. Die Frage nach der literarischen Struktur ist insofern von Bedeutung, als je nach ihr Ziel und Höhepunkt des Schreibens verschieden angenommen werden. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob die Ermutigung der Leser in der Paränese der Hauptzweck ist, wozu die Theologie nur die theoretische Basis bildet, oder ob die christozentrischen Hohepriesterüberlegungen als Selbstzweck die eigentliche Mitteilung des Schreibers darstellen. Einen mittleren Weg vertritt die Position, wonach beides, Doctrina und Paränese, in wechselseitiger Ergänzung den Gehalt des Schreibens ausmachen; nämlich vom Hören des Gotteswortes über die geistige Durchdringung und das Bekenntnis zur Nachfolge und Beherzigung im eigenen Leben zu gelangen.[20]

Verwendung alttestamentlicher Schriftzitate[Bearbeiten]

Von allen neutestamentlichen Büchern sind im Hebräerbrief die meisten, nämlich 23, direkten Zitate und Anspielungen enthalten, vor allem aus Levitikus, den Psalmen und den Propheten. Die Textgestalt ist im Großen und Ganzen die der Septuaginta, wenngleich einzelne Abweichungen nicht selten sind. Wo die beiden überlieferten Hauptvarianten (Alexandrinus und Vaticanus) voneinander abweichen, hat oft Hebr eine weitere Version, die mit Belegen bei Kirchenvätern übereinstimmt. Das führte zu der These, Hebr habe eine ursprünglichere Form der Septuaginta verwandt, als sie in den Bibelhandschriften erhalten ist.[21] Angleichungen an den masoretischen Text scheinen eher zufällig als in bewusster Abhängigkeit vorgenommen worden zu sein; jedenfalls lässt sich die Frage nicht klären, ob der Verfasser überhaupt des Hebräischen mächtig war. Zitate werden stets anonym, ohne Angabe des Kontextes und der Stelle im alten Testament angeführt. Selbst unmittelbar aufeinander folgende Sätze werden so zitiert, als ob sie völlig voneinander unabhängig wären, etwa Hebr 2,13 nach Jes 8,17.18 oder Hebr 10,30 nach Dtn 32,35.36. Entweder hat der Autor also aus dem Gedächtnis ihm geläufige Stellen verwendet, was wegen der insgesamt großen Texttreue aber unwahrscheinlich ist, oder aber er bediente sich eines Florilegiums, ohne selbst im Einzelnen den ursprünglichen Zusammenhang zu wissen.[22] Bewusste Änderungen, die von ihm selbst herrühren, lassen sich ebenfalls nachweisen; sie ändern jedoch durchwegs den Sinn der Aussage nicht, sondern sollen ein Zitat grammatikalisch besser in den Brief einpassen oder um der Eindeutigkeit willen das an der gewählten Stelle besonders Wichtige unterstreichen.[23]

Hohepriestertheologie[Bearbeiten]

Die Besonderheit der Theologie des Hebräerbriefes gegenüber dem restlichen neutestamentlichen Kanon besteht in der singulären Verwendung des Hohepriestertitels für Christus. So wie der Hohepriester des Jerusalemer Tempels am Versöhnungstag (Jom Kippur) zur Entsühnung des Volkes das Sündopfer darbrachte und das Allerheiligste betrat, habe Christus die Erlösung und Versöhnung der Menschen mit Gott bewirkt, indem er sich kreuzigen ließ. Aber anders als im Tempelkult, wo die Opfer immer wieder vollzogen werden mussten und daher wirkungslos gewesen seien, weil sie nur Abbilder und Schatten der himmlischen Dinge, ähnlich der platonischen Ideenlehre, darstellten, sei dieses Opfer einmalig und habe ein für alle Mal die Sünden getilgt. Deshalb überrage Christus und der durch ihn vermittelte neue Bund den alten Bundesschluss am Sinai und das in der Tora konstituierte aaronitische und levitische Priestertum, die für veraltet und überholt erklärt werden. Ein Priestertum im herkömmlichen jüdischen Sinne konnte von Jesus nicht behauptet werden, weil er aus dem Stamme Juda und nicht aus dem Stamme Levi stammte. Darum entspricht dieses Hohepriesteramt nicht der levitischen Ordnung, sondern der Ordnung Melchisedeks, der als „Priester des höchsten Gottes“ noch über Abraham stand, weil er ihn segnete und von ihm Abgaben entgegennahm. Der Eintritt des Hohepriesters in das Allerheiligste wird als Hintreten Christi vor Gott gedeutet, wo er nun wie bereits vor seiner Inkarnation und bei der durch ihn bewirkten Schöpfung zu dessen Rechten bis zur Parusie sitze, die in starker Naherwartung sehr bald erhofft wird.[24]

Nachwirkung[Bearbeiten]

Die Kanonizität des Hebräerbriefs war nicht nur wegen seines unbekannten Verfassers, sondern auch wegen einer bestimmten inhaltlichen Aussage umstritten. Die in Hebr 10,26-31 ausgesprochene Unmöglichkeit der Buße und Umkehr für nach der Taufe abgefallene Christen galt vielen als Widerspruch zum Evangelium. Besonders in der Westkirche, im Rahmen der Erfahrungen mit den häretischen Novatianern, die ebendiese Unmöglichkeit einer Buße mit Nachdruck lehrten, galt der Brief lange als zweifelhaft. Die Opfertodspekulation des Hebräerbriefes wurde im Mittelalter von Anselm von Canterbury in Cur deus homo aufgegriffen und bildete lange eine wichtige Deutetradition im katholischen Eucharistieverständnis. Das Motiv des Hohepriestertumes bildet im Kirchenlied „Zum ew’gen Hohenpriester“[25] den ersten Vers. Auf evangelischer Seite hatte man trotz der Wertschätzung des Briefes durch Luther und Calvin[26] Probleme mit der scheinbaren Überbetonung des Kultus, weil dieser nur der Werkgerechtigkeit Vorschub leiste und weil der Brief von der paulinischen Rechtfertigungslehre doch erheblich abweiche. Deshalb stellte ihn Martin Luther mit drei weiteren ihm geringwertig erscheinenden Schriften in einen Anhang seines deutschsprachigen Neuen Testamentes. In der Ostkirche wurde der Brief dagegen früh akzeptiert; die hier formulierte Lehre von Christus als ewigem Hohepriester und die ausführliche Zuordnung alttestamentlicher Riten zu christlichen Glaubensinhalten spielen in der ostkirchlichen Theologie und Mystik eine herausragende Rolle.

Personen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brief an die Hebräer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Barbara Aland, Kurt Aland: Novum Testamentum Graece, 27. Auflage, Stuttgart 2001, ISBN 3-438-05115-X, S. 686.
  2. William MacDonald: Kommentar zum Neuen Testament, clv: Bielefeld 1997, S. 1189.
  3. DH 3591-3593.
  4. erstmals bei Luther, WA 10 I/1, 143.
  5. Adolf von Harnack ZNW 1 (1900).
  6. Eusebius, Kirchengeschichte VI, 14, 2-4 und 25, 11-14.
  7. Tertullian, De Pudicitia 20.
  8. Erstmals: James Moffat: An Introduction to the Literature of the New Testament, Edinburgh ³1918, S. 448.
  9. F. F. Bruce, The Epistel to the Hebrews, London/ Grand Rapids 1964, XXVII.
  10. Martin Dibelius, Der himmlische Kultus nach dem Hebräerbrief, in: Botschaft und Geschichte II, Tübingen 1965, S. 160-176, hier S. 161.
  11. Erich Gräßer: Der Hebräerbrief 1938-1963, in: ThR NF30 (1964), S. 138-236, hier S. 176.
  12. Feld, EdF 228, S. 12-14.
  13. Donald Alfred Hagner: The Use of the Old and New Testament in Clemens of Rome (Suppl. NT 35), Leiden 1973, S. 179-195.
  14. Feld, EdF 228, 15-16.
  15. erstmals: A. Deissmann, Licht vom Osten, S. 207.
  16. Michel: Kritischer Kommentar, S. 24.
  17. Erstmals: L. Vaganay: Le plan de l'Epître aux Hébreux, in: Mémorial Lagrange, Paris 1940, S. 269-277, hier S. 270.
  18. Albert Vanhoye, La Structure littéraire de l'Epître aux Hébreux, Paris 1963.
  19. Donald Guthrie: The Letter to the Hebrews. An Introduction and Commentary (Tyndale New Testament Commentaries), Leicester/ Grand Rapids 1983, S. 58-59. in der Übersetzung Feld, EdF 228, S. 27-28.
  20. Heinrich Zimmermann: Das Bekenntnis der Hoffnung. Tradition und Redaktion im Hebräerbrief (BBB47), Köln 1977, S. 24.
  21. Kenneth J. Thomas: The Old Testament Citations in Hebrews, in: NTS 11(1965), S. 303-325.
  22. F. C. Synge: Hebrews and the Scriptures, London 1959, S. 53-54.
  23. J. C. McCullough: The Old Testament Quotations in Hebrews, in: NTS 26 (1979/80), S. 363-379 (hier: S. 378).
  24. Heinrich Zimmermann: Die Hohepriester-Christologie des Hebräerbriefs, Paderborn 1964.
  25. Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangbuch. Ausgabe für das Erzbistum Bamberg, Nr. 883.
  26. Opera Omnia, CO 55,5.

Literatur[Bearbeiten]

Einführung

  • Helmut Feld: Der Hebräerbrief. Erträge der Forschung 228. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1985 ISBN 3-534-07503-X (Forschungsbericht)
  • Watson E. Mills: Hebrews. Bibliographies for Biblical Research, New Testament Series 20. Mellen Biblical Press, Lewiston NY u. a. 2001 ISBN 0-7734-2482-2

Kommentare

  • Erich Gräßer: An die Hebräer. Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament 17. Zürich/Neukirchen-Vluyn.
  • Otto Michel: Der Brief an die Hebräer. Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament 13. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 13. Aufl. (7. Aufl. dieser Neuauslegung) 1975 ISBN 3-525-51600-2
  • Herbert Braun: An die Hebräer. Handbuch zum Neuen Testament 14. Neubearb. Mohr, Tübingen 1984 ISBN 3-16-144790-5
  • Harald Hegermann: Der Brief an die Hebräer. Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament 16. Deichert, Leipzig 1988 ISBN 3-374-00042-8
  • Franz Delitzsch: Der Hebräerbrief. Mit einem Geleitw. von Otto Michel. Nachdr. d. 1. Aufl. von 1857, erschienen bei Dörffling u. Franke, Leipzig. Brunnen-Verl., Gießen u. a. 1989 ISBN 3-7655-9225-0
  • Claus-Peter März: Hebräerbrief. Die neue Echter-Bibel 16. Echter-Verl., Würzburg 1989, 2. Aufl. 1990 ISBN 3-429-01213-9 ISBN 3-429-01213-9
  • William R. G. Loader: Glaube in der Bewährung. Hebräer- und Jakobusbrief. Bibelauslegung für die Praxis 25. Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1990 ISBN 3-460-25251-0 (anwendungsorientiert)
  • August Strobel: Der Brief an die Hebräer. Das Neue Testament deutsch 9,2. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 13. Aufl. (4. Aufl. dieser Bearb.) 1991 ISBN 3-525-51374-7 (allgemeinverständlich)
  • Hans-Friedrich Weiß: Der Brief an die Hebräer. Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament 13. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 15. Aufl. (1. Aufl. dieser Auslegung) 1991 ISBN 3-525-51625-8
  • Dieter Schneider: Jesus, Anfänger und Vollender des Glaubens. Zugang zum Hebräerbrief. R.-Brockhaus-TB 510. Brockhaus, Wuppertal u. a. 1994 ISBN 3-417-20510-7 (allgemeinverständlich)
  • Fritz Laubach: Der Brief an die Hebräer. Wuppertaler Studienbibel.NT 16. Brockhaus, Wuppertal 1994 (allgemeinverständlich, anwendungsorientiert)
  • Søren Ruager: Hebräerbrief. Edition C Bibelkommentare 22. Hänssler, Neuhausen-Stuttgart 2. Aufl. 1995 ISBN 3-7751-1096-8 (allgemeinverständlich, anwendungsorientiert)
  • Frederick F. Bruce: The Epistle to the Hebrews. The New International Commentary on the New Testament. Eerdmans, Grand Rapids MI, 5. Aufl. 1997 ISBN 0-8028-2514-1
  • Paul Ellingworth: The Epistle to the Hebrews. A Commentary on the Greek Text. The New International Greek Testament Commentary. Eerdmans, Grand Rapids u. a. 1993, Repr. 2000 ISBN 0-8028-2420-X
  • David A. de Silva: Perseverance in Gratitude. A Socio-Rhetorical Commentary on the Epistle "to the Hebrews". Eerdmans, Grand Rapids u. a. 2000 ISBN 0-8028-4188-0
  • Craig R. Koester: Hebrews. A New Translation with Introduction and Commentary. The Anchor Bible 36. Doubleday, New York u. a. 2001 ISBN 0-385-46893-8
  • Martin Karrer: Der Brief an die Hebräer. Bd. 1: Kapitel 1,1-5,10. Ökumenischer Taschenbuchkommentar zum Neuen Testament 20,1. Gütersloher Taschenbücher 520. Gütersloher Verl.-Haus u. a., Gütersloh 2002 ISBN 3-579-00520-0
  • Gerd Schunack: Der Hebräerbrief. Zürcher Bibelkommentare 14. Theol. Verl., Zürich 2002 ISBN 3-290-14747-9

Wirkungsgeschichte

  • Helmut Feld: Martin Luthers und Wendelin Steinbachs Vorlesungen über den Hebräerbrief. Eine Studie zur Geschichte der neutestamentlichen Exegese und Theologie. Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 62. Steiner, Wiesbaden 1971
  • Kenneth Hagen: A Theology of Testament in the Young Luther. The Lectures on Hebrews. Studies in Medieval and Reformation Thought 12. Brill, Leiden 1974 ISBN 90-04-03987-2
  • Kenneth Hagen: Hebrews Commenting from Erasmus to Bèze, 1516-1598. Beiträge zur Geschichte der biblischen Exegese 23. Mohr, Tübingen 1981 ISBN 3-16-143341-6

Einzelstudien

  • Ernst Käsemann: Das wandernde Gottesvolk. Eine Untersuchung zum Hebräerbrief. FRLANT 55 = N.F. 37. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (1. Aufl. 1939) 4. Aufl. 1961
  • Heinrich Zimmermann: Die Hohepriester-Christologie des Hebräerbriefes. Schöningh Verlag, Paderborn 1964.
  • Erich Gräßer: Der Glaube im Hebräerbrief. Marburger theologische Studien 2. Elwert, Marburg 1965
  • Friedrich Schröger: Der Verfasser des Hebräerbriefes als Schriftausleger. Biblische Untersuchungen 4. Pustet, Regensburg 1968
  • Otfried Hofius: Katapausis. Die Vorstellung vom endzeitlichen Ruheort im Hebräerbrief. WUNT 11. Mohr, Tübingen 1970
  • Gerd Theißen: Untersuchungen zum Hebräerbrief. Studien zum Neuen Testament 2. Mohn, Gütersloh 1969
  • Jukka Thurén: Das Lobopfer der Hebräer. Studien zum Aufbau und Anliegen von Hebräerbrief 13. Acta Academiae Aboensis A/47,1. Åbo Akad., Åbo 1973 ISBN 951-648-063-2
  • Heinrich Zimmermann: Das Bekenntnis der Hoffnung: Tradition u. Redaktion im Hebräerbrief. Hanstein-Verlag, Köln-Bonn 1977, ISBN 3-7756-1046-4 (Bonner biblische Beiträge 47).
  • Keijo Nissilä: Das Hohepriestermotiv im Hebräerbrief. Eine exegetische Untersuchung. Schriften der Finnischen Exegetischen Gesellschaft 33. Helsinki 1979 ISBN 951-95184-8-7
  • Franz Laub: Bekenntnis und Auslegung. Die paränetische Funktion der Christologie im Hebräerbrief. Biblische Untersuchungen 15. Pustet, Regensburg 1980 ISBN 3-7917-0663-2
  • Mathias Rissi: Die Theologie des Hebräerbriefs. Ihre Verankerung in der Situation des Verfassers und seiner Leser. WUNT 41. Mohr, Tübingen 1987 ISBN 3-16-145164-3
  • Albert Vanhoye: Structure and Message of the Epistle to the Hebrews. Subsidia biblica 12. Ed. Pontificio Ist. Biblico, Rom 1989 ISBN 88-7653-571-3
  • Walter G. Übelacker: Der Hebräerbrief als Appell. Bd. 1: Untersuchungen zu 'exordium', 'narratio' und 'postscriptum' - Hebr. 1-2 u. 13,22-25. Coniectanea Biblica, New Testament Series 21. Almqvist & Wiksell, Stockholm 1989 ISBN 91-22-01251-6
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