Cynthia Nixon

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Cynthia Nixon beim Tribeca Film Festival 2009

Cynthia Ellen Nixon (* 9. April 1966 in New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Cynthia Nixon wurde im April 1966 als einziges Kind des Ehepaares Anne und Walter Nixon in New York City geboren[1] und wuchs dort auch auf. Sie besuchte die Hunter College High School, bevor sie ihr Studium am Barnard College im Jahre 1988 mit einem B.A. in Englisch erfolgreich abschloss.[2]

Ihr Fernsehdebüt gab sie 1979 in einer Episode der Familienserie NBC Special Treat und im Alter von 13 Jahren stand sie für ihren ersten Kinofilm Kleine Biester (1980) vor der Kamera. 1982 spielte Nixon an der Seite ihrer späteren Sex and the City-Kollegin Sarah Jessica Parker in dem Fernsehfilm Dies ist mein Kind! In dem Oscar-preisgekrönten Filmdrama Amadeus (1984) von Regisseur Miloš Forman spielte sie die Dienstmagd Lorl und hatte 1985 eine Nebenrolle in Robert Altmans Komödie Black Cats. Es folgten eine Reihe von Fernsehfilmen und Auftritten in Fernsehserien, bevor Nixon 1993 in einer kleineren Rolle in Barry Sonnenfelds Die Addams Family in verrückter Tradition wieder auf der Kinoleinwand zu sehen war. Im gleichen Jahr spielte sie eine Nebenrolle in Die Akte mit Julia Roberts und Denzel Washington in den Hauptrollen. Ihre nächste Filmrolle hatte sie in der Komödie Juniors freier Tag (1994) und spielte danach an der Seite von Meryl Streep, Diane Keaton, Leonardo DiCaprio und Robert De Niro in Marvins Töchter (1996).

Der internationale Durchbruch gelang der US-Amerikanerin schließlich als Anwältin Miranda Hobbes in der Fernsehserie Sex and the City (1998 bis 2004). Neben mehreren Nominierungen für den Golden Globe erhielt sie für ihre Darstellung den begehrten Emmy Award im Jahr 2004.

Nach dem Ende der Serie spielte sie in dem Fernsehfilm Warm Springs (2005) die Rolle der Eleanor Roosevelt und wurde für ihre Darstellung mit je einer Nominierung für den Golden Globe und Emmy geehrt. Den bislang größten kommerziellen Erfolg ihrer Karriere feierte sie mit Sex and the City – Der Film und Sex and the City 2. Beide Filme zusammen spielten weltweit über 703,5 Mio. US-Dollar ein.[3][4]

Neben ihrer Fernseh- und Filmkarriere gilt Nixon auch als erfolgreiche Theaterschauspielerin. Von 1980 bis 1981 spielte sie am Broadway in dem Stück The Philadelphia Story und wurde dafür 1981 mit dem Theatre World Award ausgezeichnet. Weitere Engagements am Broadway hatte Nixon u. a. mit The Heidi Chronicles (1989 bis 1990) und Angels in America (1993 bis 1994). 1995 wurde Nixon für den Tony Award als beste Hauptdarstellerin in dem Theaterstück Indiscretions nominiert. Zuletzt war Cynthia Nixon in dem Broadway-Stück Rabbit Hole (2006) zu sehen, für das sie im Juni 2006 mit dem Tony Award als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.

2009 gewann sie zusammen mit Beau Bridges und Blair Underwood für die Vertonung von Al Gores An Inconvenient Truth einen Grammy.[5]

Privat war die Schauspielerin von 1988 bis 2003 mit Danny Mozes, einem Englischlehrer und Fotografen, zusammen. Gemeinsam haben sie eine Tochter (* November 1996) und einen Sohn (* Dezember 2002).[1] Seit 2004 lebt sie in einer Beziehung mit Christine Marinoni. In einem Interview mit dem New York Magazine sagte Nixon Anfang September 2006: „Es gab keinen inneren Kampf, es gab auch keine Bemühungen, etwas zu unterdrücken. Ich habe einfach diese Frau getroffen und mich in sie verliebt.“ Dennoch sei sie vom Medienrummel, den diese Beziehung ausgelöst habe, sehr überrascht gewesen.[6] 2009 gab das Paar seine Verlobung bekannt. Im Februar 2011 brachte Marinoni einen Sohn zur Welt.[7] Am 27. Mai 2012 heiratete Nixon ihre Lebensgefährtin.[8]

Nixon erkrankte 2006 an Brustkrebs, der geheilt werden konnte, hielt es aber zunächst geheim.[9]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1979: NBC Special Treat (Fernsehserie, Episode 5x01 The Rocking Chair Rebellion)
  • 1979–1983: Junge Schicksale (ABC Afterschool Specials) (Fernsehreihe, 2 Folgen)
  • 1980: Kleine Biester (Little Darlings)
  • 1981: The Private History of a Campaign That Failed (Fernsehfilm)
  • 1981: The Prince of the City – Die Herren der Stadt
  • 1981: Tattoo – Das Mal der Rache (Tattoo)
  • 1982: American Playhouse (Fernsehserie, Episode: Fifth of July)
  • 1982: Rascals and Robbers: The Secret Adventures of Tom Sawyer and Huck Finn (Fernsehfilm)
  • 1982: Dies ist mein Kind! (My Body, My Child, Fernsehfilm)
  • 1983: I Am the Cheese
  • 1984: Amadeus
  • 1985: Black Cats (O.C. and Stiggs)
  • 1986: Manhattan Project – Der atomare Alptraum (The Manhattan Project)
  • 1988: Der Fall Mary Phagan (mehrteiliger Fernsehfilm, The Murder of Mary Phagan)
  • 1988: Tanner ’88 (Fernsehserie)
  • 1989: Gideon Oliver (Fernsehserie, Episode: Sleep Well, Professor Oliver)
  • 1989: Der Equalizer (The Equalizer, Fernsehserie, Episode: Silent Fury)
  • 1989: Alles auf Sieg (Let It Ride)
  • 1990: Women & Wallace (Fernsehfilm)
  • 1990: The Young Riders (Fernsehserie, 2 Episoden)
  • 1990: Law & Order (Fernsehserie, Episode: Notwehr oder Vergeltung)
  • 1990: Abschied und Hoffnung (The Love She Sought, Fernsehfilm)
  • 1991: Liebe, Lüge, Mord (Love, Lies and Murder)
  • 1991: Das fremde Gesicht (Face of a Stranger, Fernsehfilm)
  • 1992: Kiss-Kiss, Dahlings! (Fernsehkurzfilm)
  • 1993: Mord ist ihr Hobby (Murder, She Wrote, Fernsehserie, Episode: Ein Falke greift an!)
  • 1993: Through an Open Window (Kurzfilm)
  • 1993: Die Addams Family in verrückter Tradition (Addams Family Values)
  • 1993: Die Akte (The Pelican Brief)
  • 1994: Monty (Fernsehserie, Pilotfolge)
  • 1994: Juniors freier Tag (Baby’s Day Out)
  • 1995: New York News – Jagd auf die Titelseite (New York News, Fernsehserie, Episode: The Using Game)
  • 1996: The Cottonwood
  • 1996: ‘M’ Word
  • 1996: Nash Bridges (Fernsehserie, Episode: Aloha Nash)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Cynthia Nixon bei der Premiere von Sex and the City: Der Film in Berlin

Emmy Award

  • 2002, 2003: Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie für Sex and the City
  • 2004: Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie für Sex and the City
  • 2005: Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm für Warm Springs
  • 2008: Auszeichnung als beste Gastdarstellerin in einer Drama-Serie für Law & Order: Special Victims Unit

Golden Globe Award

  • Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie für Sex and the City: 2000, 2001, 2003, 2004
  • 2006: Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm für Warm Springs

Goldene Himbeere

Grammy Award

Satellite Awards

  • 2003: Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie für Sex and the City
  • 2005: Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm für Warm Springs

Screen Actors Guild Award

  • Nominierung als bestes Ensemble in einer Comedy-Serie für Sex and the City gemeinsam mit Kim Cattrall, Kristin Davis und Sarah Jessica Parker: 2001, 2003, 2005, 2006
  • Auszeichnung als bestes Ensemble in einer Comedy-Serie für Sex and the City gemeinsam mit Kim Cattrall, Kristin Davis und Sarah Jessica Parker: 2002, 2004
  • Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm für Warm Springs: 2006

Theatre World Award

  • Auszeichnung für The Philadelphia Story: 1981

Tony Award

  • Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für Indiscretions: 1995
  • Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für Rabbit Hole: 2006

Young Artist Award

  • 1987: Nominierung als beste Nachwuchsdarstellerin für Manhattan Project – Der atomare Alptraum

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cynthia Nixon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Cynthia Nixon Biography IMDb.com, abgerufen am 5. September 2011. (englisch)
  2. Cynthia Nixon Biography TV Guide, abgerufen am 5. September 2011. (englisch)
  3. Sex and the City Box Office Mojo, abgerufen am 5. September 2011.
  4. Sex and the City 2 Box Office Mojo, abgerufen am 5. September 2011.
  5. Cynthia Nixon’s Grammy win puts her on third base of awards grand slam Los Angeles Times, abgerufen am 5. September 2011. (englisch)
  6. Educating Cynthia: How the Former Miranda Learned to Hide in Plain Sight New York Magazine, abgerufen am 15. Februar 2008. (englisch)
  7. Meet Cynthia Nixon’s Newborn Son People Magazine, abgerufen am 5. September 2011. (englisch)
  8. Cynthia Nixon heiratet Mrs. Right. In: Spiegel Online. Der Spiegel, 28. Mai 2012, abgerufen am 28. Mai 2012.
  9. Cynthia Nixon Beats Breast Cancer, Becomes Advocate ABC News, abgerufen am 9. März 2009. (englisch)