Deep Impact (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Deep Impact
Originaltitel Deep Impact
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Mimi Leder
Drehbuch Bruce Joel Rubin
Michael Tolkin
Produktion David Brown
Richard D. Zanuck
Musik James Horner
Kamera Dietrich Lohmann
Schnitt Paul Cichocki
David Rosenbloom
Besetzung

Der Katastrophenfilm Deep Impact erschien im Jahr 1998 in den Kinos. Für die beiden Hollywood-Studios Paramount Pictures und Dreamworks führte Mimi Leder Regie. Der Kinofilm erzählt verschiedene parallel ablaufende Geschichten von Menschen auf der Erde, welche von einem Kometen bedroht wird.

Handlung[Bearbeiten]

Leo Beiderman, ein jugendliches Mitglied eines Hobbyastronomenvereins, entdeckt einen ungewöhnlichen hellen Fleck am Nachthimmel und der Verein teilt diese Entdeckung dem Astronomen Dr. Marcus Wolf mit. Der erkennt, dass es sich um einen Kometen handelt, der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Er will seine Kollegen persönlich warnen, aber ein Unfall mit einem schlingernden Sattelschlepper lässt sein Auto von der Straße stürzen und explodieren. Dr. Wolf kommt dabei ums Leben.

Ein Jahr danach stößt die Reporterin Jenny Lerner bei Untersuchungen zum Rücktritt des Finanzministers auf etwas, das sie zunächst für eine politische Affäre hält. Der US-Präsident spricht bei einem geheimen Treffen mit ihr und erklärt die bisherige Geheimhaltung mit der benötigten Zeit zur Erhaltung der nationalen Sicherheit. Zwei Tage später wird die Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz des Präsidenten darüber informiert, dass sich ein (nach seinen Entdeckern Wolf-Beiderman benannter) Komet auf Kollisionskurs zur Erde befindet. Präsident Beck friert Preise und Löhne ein, verbietet Hamsterkäufe und jegliche Panikaktionen. Bis zum Einschlag ist noch etwa ein Jahr Zeit.

Ein von den USA und Russland im Orbit gebautes Raumschiff namens Messiah landet etwa zwei Monate später auf dem ca. 10 km großen Kometen. Den ausgewählten Astronauten unter Führung von Kapitän Spurgeon Tanner bleiben etwa sieben Stunden Zeit, vier ca. 100 m tiefe Löcher zu bohren und darin vier Nuklearsprengköpfe zu platzieren, bevor die Sonne an den Bohrlöchern aufgeht und die Oberfläche verdampfen lässt. Das Team beginnt sofort mit den Bohrungen, muss aber bald merken, dass der Boden völlig anders zusammengesetzt ist. Der Spezialbohrer bleibt stecken und kann nach Zeitverlust wieder in Gang gesetzt werden, er schafft aber in der Zeit nicht die erforderliche Tiefe. Als sich die Sonne nähert, entscheiden sich die beiden im Raumschiff zurückgebliebenen Astronauten dafür, die Halteseile zu lösen, die das Raumschiff auf der Kometenoberfläche festhalten, und der Bodenmannschaft entgegenzufliegen, um diese rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu holen. Auf dem Rückweg zum Raumschiff geht die Sonne auf und Gase treten aus der Oberfläche aus. Gaseruptionen schleudern Eis- und Felsstücke in die Höhe, wobei der Astronaut Gus Partenza von einer Gasfontäne plötzlich verdampfenden Eises ins All geblasen wird und stirbt, ein weiterer Astronaut erblindet durch das intensive Sonnenlicht und die Reflexionen des Kometen. Das Raumschiff startet in letzter Sekunde, Kapitän Tanner zündet in sicherer Entfernung die Nuklearsprengköpfe (je 5000 Kilotonnen). Die Explosionskraft reicht zwar aus, um den Kometen zu spalten, in ein 2,5 km großes Stück und den weit größeren Rest, nicht aber, um den Kometen zu pulverisieren oder aus der Kollisionsbahn zu bringen.

Währenddessen haben auf der Erde vorbereitende Maßnahmen für den Fall des Einschlags begonnen: Im Lotterieverfahren werden Menschen in den USA ausgewählt, welche in einem „Arche“ genannten Bunker in den Bergen Schutz finden dürfen, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Auch andere Nationen treffen ähnliche Maßnahmen. Neben 200.000 Soldaten, Wissenschaftlern und Regierungsbeamten haben nur weitere 800.000 Menschen Platz. Hierbei werden viele Familien und Beziehungen auseinandergerissen. So sind auch Leos Freundin Sarah und ihre Familie zunächst gezwungen, auf die Ergebnisse der Lotterie zu hoffen. Nach ihrer Spontanhochzeit mit Leo darf sie zwar mitkommen, ihre Eltern jedoch wider Erwarten nicht. Sie bleibt bei diesen zurück. Nachdem die Beidermans in der Bunkeranlage angekommen sind, entscheidet er sich, seine junge Frau zu suchen, und trampt mit anderen Flüchtlingen zurück in seine Heimat. Weil die Auslosung Menschen über 50 Jahre ausschließt, entschließt sich Jennys Mutter Robin aus dem Leben zu scheiden, statt den Weltuntergang mitzuerleben.

Die führenden Weltraum- und auch Atomwaffennationen unternehmen einen weiteren Versuch, mit Interkontinentalraketen die Kometenbruchstücke aus ihrer Bahn zu lenken. Allerdings scheitert der Versuch. Inzwischen findet Leo Sarah und ihre Familie auf einer Autobahn. Das kleinere, 2,5 km große Kometenstück (Beiderman) kann nicht mehr aufgehalten werden und tritt über dem Mittleren Westen in die Atmosphäre ein, was von zahlreichen Flüchtenden beobachtet wird, und stürzt nach dem Flug vor der nordamerikanischen Ostküste in den Atlantik. Es löst eine gewaltige, an der Küste knapp 400 bis 450 m hohe ringförmige Flutwelle aus, die sich mit Überschallgeschwindigkeit auf die Ostküste zubewegt. New York wird vollständig zerstört und Hunderttausende werden getötet. Der vernichtende Tsunami bricht bis tief in die Appalachen ein, wobei u. a. Jenny und ihr Vater Jason Lerner sowie die Schwiegereltern von Leo Beiderman getötet werden. Leo, Sarah und deren jüngere Schwester im Säuglingsalter sowie viele andere können durch eine Flucht ins Gebirge den Fluten entgehen und so überleben.

Inzwischen hat Kapitän Tanner mit seiner Mannschaft die Entscheidung gefasst, in einem letzten Versuch unter Opferung ihres Lebens das große Bruchstück Wolf des Kometen zu zerstören. Nachdem die Erde darüber informiert wurden ist, stürzt sich die Besatzung mitsamt dem Schiff in einen gasgefüllten Krater und durch die vier restlichen Nuklearsprengköpfe kommt es zu einer Explosion, welche den gesamten Kometen in unzählige Bruchstücke sprengt, die ohne weiteren Schaden anzurichten in der Erdatmosphäre verglühen.

Der Film endet mit einer Ansprache des US-Präsidenten. Die Folgen des Kometeneinschlages und die Opfer sollen nicht vergessen werden. Die Überlebenden sollen die Mannschaft des Raumschiffes mit jedem Bauvorhaben in den zerstörten Gebieten ehren, da die Menschen mit deren Opfer ihre Heimat, den Planeten Erde, wiedergewonnen haben. In der letzten Einstellung ist zu sehen, dass die Rede in dem noch völlig zerstörten, aber schon im Wiederaufbau befindlichen Weißen Haus in Washington, D.C. stattgefunden hat.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Astronaut Gus Partenza erleidet im Film auf dem Kometen ein seinem Namen entsprechendes Schicksal: Partenza bedeutet auf italienisch Abflug.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war für viele Auszeichnungen nominiert und konnte einige gewinnen, darunter einen ASCAP-Award für die Musik, einen Image Award für Morgan Freeman und einen YoungStar Award für Elijah Wood.

Zwischen Deep Impact und Armageddon von Jerry Bruckheimer bestand ein Wettlauf um den früheren Kinostart, da beide die gleiche Bedrohung schildern. Deep Impact gewann zwar dieses Duell, zog aber im Vergleich der weltweiten Zuschauerzahlen den Kürzeren.

Weblinks[Bearbeiten]