Delta Machine

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Delta Machine
Studioalbum von Dm logo2 2013.png
Veröffentlichung 22. März 2013
Label Sony Music
Genre Synthie Pop, Synthie Rock, Alternative Rock, New Wave
Anzahl der Titel 13
Laufzeit 57:48

Besetzung

Produktion Ben Hillier
Studio Sound Design (Santa Barbara), Jungle City (New York)
Chronologie
Sounds of the Universe
(2009)
Delta Machine
Singleauskopplungen
1. Februar 2013 Heaven
10. Mai 2013 Soothe My Soul
11. Oktober 2013 Should Be Higher
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Delta Machine
  DE 1 05.04.2013 (28 Wo.) [1]
  AT 1 05.04.2013 (12 Wo.) [2]
  CH 1 07.04.2013 (20 Wo.) [3]
  UK 2 02.04.2013 (… Wo.) [4]
  US 6 05.04.2013 (… Wo.) [5]
Singles
Heaven
  DE 2 18.02.2013 (10 Wo.) [6]
  AT 22 15.02.2013 (4 Wo.) [2]
  CH 18 17.02.2013 (6 Wo.) [3]
  UK 60 30.03.2013 (… Wo.) [4]
All That’s Mine
  DE 86 18.02.2013 (1 Wo.) [6]
Soothe My Soul
  DE 22 27.05.2013 (5 Wo.) [6]
Should Be Higher
  DE 19 21.10.2013 (2 Wo.) [6]
[6]

[2] [3] [4] [7] [1]

[5]

Delta Machine ist das dreizehnte Studioalbum von Depeche Mode. Es erschien am 22. März 2013 in Deutschland, konnte aber bereits ab dem 19. März 2013 auf der US-amerikanischen iTunes-Website sowie im deutschsprachigen Raum bei MyVideo angehört werden.

Neben der obligatorischen CD-Version wurde das Album auch als Deluxe-Edition mit zwei CDs veröffentlicht.

Im Mai 2013 begann die Band mit der The Delta Machine Tour durch Europas Stadien und beendete diese Anfang März 2014 nach 106 Konzerten im Moskauer Olimpijski.

Entstehung[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Tour of the Universe Anfang 2010 gingen die Bandmitglieder zunächst getrennte Wege. Dave Gahan arbeitete mit den Soulsavers am Album The Light the Dead See (2012), für das Gahan die Songs schrieb und sang. Martin Gore startete mit dem ehemaligen Depeche-Mode-Mitglied Vince Clarke das Minimal-Techno-Projekt VCMG, das 2012 das Album Ssss veröffentlichte.

Im März 2012 begann die Band dann mit den Aufnahmen für das nächste Studioalbum. Im Vorfeld hatten Gahan und Gore rund 20 Demosongs geschrieben. Als Produzent wurde wie bei den beiden Vorgängeralben Ben Hillier engagiert, Gore wollte sich allerdings intensiver in die Produktion einbringen als bisher.[8]

Wie die beiden Vorgängeralben enthält Delta Machine drei von Dave Gahan geschriebene Songs. Zwei weitere der gemeinsam mit Kurt Uenala geschriebenen Songs befinden sich auf der Bonus-CD der Deluxe Edition.

Abgemischt wurde Delta Machine von Flood, der als Produzent an den Alben Violator (1990) und Songs of Faith and Devotion (1993) mitwirkte.

Titelliste[Bearbeiten]

Standardalbum[Bearbeiten]

  1. Welcome to My World – 4:57
  2. Angel – 3:58
  3. Heaven – 4:04
  4. Secret to the End – 5:10 (Dave Gahan, Kurt Uenala)
  5. My Little Universe – 4:24
  6. Slow – 3:46
  7. Broken – 3:56 (Dave Gahan, Kurt Uenala)
  8. The Child Inside – 4:15
  9. Soft Touch / Raw Nerve – 3:24
  10. Should Be Higher – 5:04 (Dave Gahan, Kurt Uenala)
  11. Alone – 4:28
  12. Soothe My Soul – 5:18
  13. Goodbye – 5:03

Sofern nicht anders angegeben, wurden die Lieder von Martin Gore geschrieben.

Deluxe-Edition[Bearbeiten]

Diese Edition beinhaltet neben dem Standardalbum eine zweite CD mit vier Bonustiteln sowie ein 28-seitiges Hardcover-Booklet.

CD 2 – Bonus Tracks
  1. Long Time Lie – 4:24 (Gahan, Gore)
  2. Happens All the Time – 4:19 (Gahan, Uenala)
  3. Always – 5:06
  4. All That’s Mine – 3:25 (Gahan, Uenala)

Singleauskopplungen[Bearbeiten]

Heaven[Bearbeiten]

Als erste Singleauskopplung aus Delta Machine erschien „Heaven“ am 1. Februar 2013 in Deutschland und erreichte Platz 2 der Singlecharts. Die B-Seite „All That’s Mine“, geschrieben von Dave Gahan, konnte sich selbst auf der 86 platzieren.

Das Video zu „Heaven“ wurde im November 2012 gedreht, Regisseur war Timothy Saccenti.[9]

Soothe My Soul[Bearbeiten]

Am 28. März 2013 erschien das Video zur geplanten zweiten Single-Auskopplung Soothe My Soul.[10] Regisseur war Warren Fu, der schon unter anderem mit an den Star-Wars-Prequels als Concept Artist mitgearbeitet hat.[11][12]

Die Single wurde am 10. Mai 2013 in Deutschland veröffentlicht.

Should Be Higher[Bearbeiten]

Die dritte Single vom Album erschien am 11. Oktober 2013 in Deutschland. Es ist nach Suffer Well (2005) und Hole to Feed (2009) die dritte von Dave Gahan geschriebene Single der Band.

Im August 2013 erschien das dazugehörige Musikvideo, Regie führte Anton Corbijn. Es zeigt einen Live-Mitschnitt des Songs von den Konzerten im Olympiastadion Berlin, Olympiastadion München sowie in der Leipziger Red Bull Arena.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

In Deutschland wurden in der ersten Woche nach Erscheinen des Albums 142.000 Stück in digitaler und physischer Form verkauft und legte damit den erfolgreichsten Album-Erstwochenverkaufsstart seit dreieinhalb Jahren in Deutschland hin.[13] In den USA wurden in der ersten Woche 52.000 Stück vom Album verkauft und damit die Top 10 der US-Charts erreicht.[14]

Rezeption[Bearbeiten]

Die Kritiken fielen gemischt aus. Während Sascha Kösch Delta Machine in De:Bug als „erstes schlechtes Album“ der Band bezeichnete[15] und Birgit Fuss in der deutschsprachigen Ausgabe des Rolling Stone kritisiert, dass Depeche Mode zwar in Stadien spiele, aber keine Hits mehr schreiben könne,[16] bietet das Album nach Meinung von Michael Schuh in laut.de „mehr, als man in der U2/RHCP-Liga bringen müsste“.[17] Douglas Wolk schließlich lobt auf Pitchfork zwar den Gesang von Gahan und Gore, vermisst aber frische Ideen auf dem Album.[18] Stephan Müller von Plattentests.de kam zum Schluss: „"Delta machine" ad hoc zu beurteilen ist so wertvoll wie Äpfelpflücken, wenn der Baum noch nicht gepflanzt ist. Viele Songs wollen reifen und erarbeitet werden,[...] Stillstand ist der Rückschritt des Futuristen. Wie schön, dass Depeche Mode nicht zu faul zum Laufen sind.“[19]

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Das Cover zum Album entwarf wie in den früheren Alben auch Anton Corbijn. Er schrieb dazu:

„The background photograph i shot in New York and the cover + logo i designed in Hamburg, during the filming of A Most Wanted Man. I wanted the cover to reflect something raw, industrial, independent, and have a graphic vibe to it. This is the 10th album i worked on for DM and the 8th album front-cover that i designed for them, including the Best Of record. There will be a special edition cd that has a 28 page booklet which contains many pages of photographs from shoots we did in New York and Louisiana.“

Anton Corbijn
  • Im Videospiel Injustice: Götter unter uns, das im Jahr 2013 erschien, ist der Song Angel enthalten.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b musicline.de: Depeche Mode in den deutschen Album-Charts
  2. a b c austriancharts.at: Depeche Mode in den österreichischen Charts
  3. a b c hitparade.ch: Depeche Mode in den Schweizer Charts
  4. a b c chartstats.com: Depeche Mode in den britischen Charts
  5. a b billboard.com: Depeche Mode in den US-amerikanischen Billboard 200 Album-Charts
  6. a b c d e musicline.de: Depeche Mode in den deutschen Single-Charts
  7. billboard.com: Depeche Mode in den US-amerikanischen Billboard Hot 100 Single-Charts
  8. Dave Gahan spricht über neues Depeche Mode-Album und Tour 2013. depechemode.de, 3. März 2012, abgerufen am 17. Februar 2013.
  9. Das ist der Videoclip zum neuen Depeche-Mode-Song Heaven (depechemode.de vom 1. Februar 2013)
  10. Rolling Stone: Depeche-Mode-Videopremiere: 'Soothe My Soul'
  11. Produktionsfirma von Warren Fu
  12. Warren Fu in der Internet Movie Database
  13. Charts.de: Depeche Mode mit erfolgreichstem Album-Start seit dreieinhalb Jahren
  14. Billboard.com: Justin Timberlake's '20/20' Spends Second Week at No. 1 on Billboard 200
  15. De:Bug reviews, 27. März 2013
  16. Rolling Stone, 3. April 2013
  17. laut.de, 22. März 2013
  18. Pitchfork, 28. März 2013
  19. Plattentests.de: Kritik Depeche Mode - Delta machine