Die Apokalyptischen Reiter (Band)

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Die Apokalyptischen Reiter
Die Apokalyptischen Reiter.svg
Fuchs, Ady und Volk-Man (v.l.n.r.) auf dem Wacken Open Air 2013
Fuchs, Ady und Volk-Man (v.l.n.r.) auf dem Wacken Open Air 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Metal
Gründung 1995
Website http://www.reitermania.de
Gründungsmitglieder
Daniel „Eumel“ Täumel
Schlagzeug, Gesang
Skelleton (bis 1999)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Daniel „Fuchs“ Täumel
Bass, Gesang
Volkmar „Volk-Man“ Weber (seit 1995)
Mark „Dr. Pest“ Szakul (seit 1995)
Schlagzeug
Georg „Sir G.“ Lenhardt (seit 1999)
Gitarre
Adrian "Ady" Vogel (seit 2009)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Pitrone (2002–2008)
Gitarre
Lady Cat-Man (2008–2009)

Die Apokalyptischen Reiter sind eine deutsche Band, die 1995 bei Weimar in Thüringen gegründet wurde. Die Gruppe hat sowohl in der deutschen Metal-Szene ihrer Heimat als auch in einigen osteuropäischen Ländern einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Die Musik der Band ist eine Mischung aus Black-, Death-, Thrash- und Power Metal sowie Rock und Folk.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Sänger Fuchs beim Soundcheck auf dem Wacken Open Air 2006

Im Sommer 1995 gründeten Daniel „Eumel“ Täumel und „Skelleton“ Die Apokalyptischen Reiter. Ein paar Wochen später stießen Mark „Dr. Pest“ Szakul und Volkmar „Volk-Man“ Weber zur Gruppe hinzu. 1996 veröffentlichten die vier Mitglieder das Demotape Firestorm und absolvierten die ersten Konzerte in Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien. Mehrere Labels bekundeten ihr Interesse und 1997 unterschrieb die Band einen Vertrag bei Ars Metalli Records. Im Dezember 1997 erschien das Debütalbum Soft & Stronger, acht Monate später die auf 1000 Stück limitierte Vier-Song-Vinyl-Schallplatte Dschinghis Khan, die innerhalb weniger Tage ausverkauft war.

1999 veröffentlichten Die Apokalyptischen Reiter das zweite Album Allegro Barbaro bei Ars Metalli Records, kündigten den Plattenvertrag jedoch kurz darauf wegen Unstimmigkeiten. Durch den mittlerweile hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland und Osteuropa erhielten sie rasch einen neuen Vertrag beim holländischen Label Hammerheart Records. Zur gleichen Zeit verließ Gründungsmitglied Skelleton die Band. Volkmar „Volk-Man“ Weber übernahm darauf hin den Kreischgesang Skelletons, während für das Schlagzeug Georg „Sir G.“ Lenhardt als neues Mitglied gewonnen wurde.

Im April desselben Jahres erwarben sie für ihre Onlinepräsenz die Domain reitermania.de [1] (Reiter = kurz für den Namen der Band, μανία manía = die Raserei). Der Name fand Anklang unter den Fans, die Bezeichnung „Reitermaniacs“ für die Anhänger der Band wurde geprägt.

Im Jahr 2000 änderte Sänger „Eumel“ seinen Spitznamen zu „Fuchs“ und Die Apokalyptischen Reiter erhielten für ihr drittes Album ein größeres Budget. Mit Produzent Andy Classen nahmen sie im Stage One Studio in Bühne schließlich All You Need Is Love auf. Das Album wurde ein kommerzieller Erfolg und in zahlreichen Zeitschriften zur Scheibe des Monats gekürt. Zahlreiche Auftritte bei Festivals – unter anderem beim Wacken Open Air – und eine mehrwöchige Europatournee mit der US-amerikanischen Band Macabre folgten.

Das Jahr 2001 verbrachte die Gruppe großteils auf Tour, woraufhin das Jahr 2002 einige Rückschläge brachte. Sowohl Sir G. als auch Fuchs litten unter gesundheitlichen Problemen. Fuchs konnte schließlich live nicht mehr Gitarre spielen. Daher wurde das fünfte Mitglied der Gruppe, Pitrone, als Gitarrist verpflichtet. Ein weiteres episodisches Mitglied in jener Zeit war der Gitarrist Dirk „Herr Schmidt“ Schmidt, welcher die Band im Jahre 2002 wieder verließ. Ebenfalls im Jahr 2002 wechselten Die Apokalyptischen Reiter zu Nuclear Blast Records.

Im März 2003 erschien, wieder mit Produzent Andy Classen, das nächste Album Have a Nice Trip, das einen Platz in den deutschen LP-Charts erreichen konnte. Eine weitere Europatournee mit Testament und Death Angel, Festivalauftritte bei Wacken Open Air, Summer Breeze und With Full Force und eine Weihnachtstournee mit Subway to Sally folgten.

Im Februar/März 2004 gingen Die Apokalyptischen Reiter erstmals als Headliner auf Tour. Danach begann die Arbeit am nächsten Album. Samurai entstand mit Hilfe von Produzent Tue Madsen im Antfarm Studio in Dänemark. Zur Präsentation des neuen Albums im Herbst veranstalteten Die Apokalyptischen Reiter zahlreiche Veröffentlichungsauftritte in ganz Deutschland.

2005 folgte die nächste Headliner-Tournee mit der finnischen Band Turisas als Vorgruppe. Im Sommer 2005 traten Die Apokalyptischen Reiter erneut bei mehreren Festivals auf.

Nachdem im Mai 2006 Friede sei mit Dir als EP und DVD erschien, wurde am 25. August 2006 schließlich das Album Riders on the Storm veröffentlicht, welches auf Platz 31 in die deutschen Longplayercharts einsteigen konnte. Im September traten die Reiter gemeinsam mit Týr und Hämatom in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf.

Eine Tournee im Frühjahr 2007 mit fünf anderen Bands, unter anderem mit Finntroll, die unter dem Titel „Earthshaker Roadshock Tour“ beworben wurde, scheiterte aufgrund von Problemen mit dem Veranstalter Metallysee. Nachdem acht Termine bereits absolviert waren, mussten sieben Konzerte abgesagt werden.[2] Diese wurden im Herbst 2007 im Rahmen einer Tournee nachgeholt. Am 1. Februar 2008 erschien die Live-DVD Tobsucht, welche unter anderem die Auftritte der Band auf dem Wacken Open Air 2007 und dem Party.San Open Air 2007, einer „Special Old School Show“, bei der ausschließlich Werke bis inklusive All You Need is Love gespielt wurden, enthält. Die DVD-Premieren fanden in fünf ausgewählten Kinos in Deutschland statt, bei denen jeweils Mitglieder der Band zwecks Autogrammen usw. anwesend waren.

Am 18. März 2008 gab die Band die Trennung von Gitarrist Pitrone bekannt. Als Ersatz wurde Lady Cat-Man gefunden.

Das Album Licht erschien am 29. August 2008 bei Nuclear Blast. Bereits am 27. Juni 2008 erschien mit der EP Der Weg ein Vorgeschmack auf jenes. Im März 2009 wurde Lady Cat-Man durch Ady, welcher bisher als Gitarrentechniker die Band unterstützte, ersetzt. Im September 2009 gab die Band die Paganfest-Tour mit Alestorm, Ex Deo, Korpiklaani, Swashbuckle und Unleashed. [3]

Für das Frühjahr 2011 kündigte die Band das Erscheinen des neues Albums Moral & Wahnsinn, welches am 25. Februar veröffentlicht wurde, und eine Headlinertour, mit Turisas und Akrea als Support, an. Ende des Jahres erschien ihre erste Best-Of The Greatest Of The Best und es wurde eine Weihnachts-Tour angekündigt, welche allerdings bald darauf abgesagt werden musste, und stattdessen durch eine Tour im Frühjahr 2012 ersetzt werden musste.[4]

Im April 2012 starteten sie ihre The Greatest of the Best Tour durch Europa zusammen mit den Emil Bulls, Kontrust und Malrun als Special Guests. [5] Sie traten unter Anderem im Mai auf dem SWR Barrosela Metalfest in Portugal auf. Zu Weihnachten folgte im Dezember die Eisheilige-Nächte Tour zusammen mit Russkaja, Fejd und dem Headliner und Ausrichter der Tour Subway To Sally. [6]

2013 spielen die Reiter im Januar auf dem 70.000 Tons of Metal Kreuzfahrtschiff und auf dem Wacken-Festival vom 01.-03. August. [7]

Voraussichtlich am 30. Mai 2014 wird das Album Tief.Tiefer veröffentlicht werden.[8]

Musikstil[Bearbeiten]

Zu Beginn ihrer Karriere spielte die Band überwiegend Melodic Death Metal mit ausschließlich englischen, kurzen und zu großen Teilen improvisierten Texten. Der Gesang war überwiegend guttural, viele Songs enthielten Keyboard-Stimmen, die Cembalos und Flöten nachempfunden waren. Bereits auf Allegro Barbaro, dem zweiten Album, wurde zeitweise klarer Gesang eingesetzt, es gab einige ruhigere Abschnitte. Mit All You Need Is Love führte die Band erste deutsche Texte ein, die deutlich erzählender als auf den vorherigen Alben waren. Auf Have a Nice Trip schließlich überwiegen die klaren Gesangstimmen ebenso wie die deutschen Texte deutlich, im Stück Reitermania tauchen neben deutschen Strophen auch eine in englischer Sprache und Refrains in russisch und finnisch auf. Auch auf Samurai und Riders on the Storm waren hauptsächlich deutsche Texte vertont. Der gutturale Gesang wurde nur noch selten eingesetzt. Während die Keyboardstimmen auf den früheren Alben hauptsächlich kurze, prägnante und vom Folk inspirierte Themen spielte, wurden die Synthesizer auf den späteren Alben häufiger für flächige Streicherstimmen und kurze Effekte eingesetzt. Auch Klavierstimmen sind häufig.

Auffällig sind die Einflüsse lateinamerikanischer und spanischer Musik, die in Stücken wie Schenk mir Heut Nacht und Baila Conmígo, letzteres sogar auf spanisch, deutlich werden. Auch an arabische Musik angelehnte Motive tauchen in Stücken wie Sehnsucht, Fatima oder Gib dich hin auf.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierung Bemerkung
DE[9] AT[10] CH [11]
1997 Soft & Stronger - Re-Release 2003
1999 Allegro Barbaro - Re-Release 2003
2000 All You Need Is Love
2003 Have a Nice Trip 95
2004 Samurai
2006 Riders on the Storm 31 74
2008 Licht 29 49 88
2011 Moral & Wahnsinn 18 41 61

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierung Bemerkung
DE[9] AT[10] CH [11]
1996 Firestorm (Demo)
1998 Dschinghis Khan (EP)
2006 Friede sei mit Dir (EP)
2006 Friede sei mit Dir (Live-DVD)
2008 Tobsucht (DVD und zwei Live-CDs) 83
2008 Der Weg (EP)
2009 Adrenalin Live-Album der Reiterfestspiele 2008 als Extra im Metal Hammer Ausgabe September 2009
2011 Dr. Pest (EP) MP3-Download
2011 The Greatest of the Best Best-Of Album

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Apokalyptischen Reiter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archive.org: Aussagen von Bassist Volk-Man zur Namenswahl
  2. Metallysee sagen EXCESS OF EVIL- und EARTSHAKER ROADSHOCK-Touren komplett ab
  3. Neues Studioalbum
  4. [1]
  5. [2]
  6. [3]
  7. [4]
  8. Reitermania.de: TIEF.TIEFER
  9. a b musicline.de: Die Apokalyptischen Reiter in den deutschen Albumcharts
  10. a b austriancharts.at:Die Apokalyptischen Reiter in der österreichischen Hitparade
  11. a b hitparade.ch: Die Apokalyptischen Reiter in der Schweizer Hitparade