Esbjerg
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Dänemark | |||
| Verwaltungsbezirk: | Syddanmark | |||
| Kommune (seit 2007): | Esbjerg | |||
| Koordinaten: | 55° 28′ N, 8° 27′ O55.4708333333338.4513888888889Koordinaten: 55° 28′ N, 8° 27′ O | |||
| Gegründet: | 1868 | |||
| Einwohner: (2012[1]) | 71.579 | |||
| Postleitzahl: | 6700-6715 | |||
| Partnerstädte: |
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| Website: | www.esbjerg.dk | |||
Der Wasserturm in Esbjerg |
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Esbjerg [ˈɛsbjɛʀʔ] (deutsch Esberg) ist mit 71.579 (Stand: 1. Januar 2012[1]) Einwohnern die siebtgrößte Stadt in Dänemark. Die Stadt liegt im Südwesten Jütlands.
Vor der Stadt liegt die Insel Fanø und nordwestlich die Halbinsel Skallingen, die bis April 2008 zu den wenigen noch nicht von Landminen geräumten Gebieten Dänemarks zählte.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Nachdem Dänemark im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein verloren hatte, hatte das Königreich keinen leistungsfähigen Nordseehafen mehr. Deshalb beschloss die Regierung im Jahre 1869 den Bau eines Hafens in Esbjerg, der zugleich einen Eisenbahnanschluss erhielt. Der Bau dieses neuen befestigten Hafens bewirkte, dass Fischerei und Seefahrt aus den umliegenden Gebieten nach Esbjerg zogen und der Ort einen schnellen Aufschwung erlebte. Der Hafen musste mehrfach erweitert werden.
Die Stadt war bis vor kurzem von der Fischerei geprägt, doch hat sie in den letzten Jahren einen Niedergang erlebt. An dieses Kapitel der dänischen Geschichte erinnert das Fischerei- und Seefahrtmuseum Esbjerg.[2] Heute spielt der Offshore-Bereich eine große Rolle für die Wirtschaft der Stadt. Außerdem werden Kühlelemente hergestellt (Vestfrost).
Im Rahmen der Kommunalreform von 1970 wurde die Gemeinde Guldager mit den Stadtteilen Sædding, Hjerting und Sønderis eingemeindet.
Am 26. August 1981 stürzte ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter nahe dem Ort ab. Es war der 200. Absturz dieses Flugzeugmusters.
Im Rahmen einer neuen Strukturreform schlossen sich am 1. Januar 2007 die Gemeinden Ribe und Bramming mit Esbjerg zur neuen Esbjerg Kommune zusammen. Das neue Gesamtgebiet der Kommune beträgt jetzt 742,5 km², auf dem 115.112 Einwohner leben (Stand: 1. Januar 2012).[1]
Verkehr [Bearbeiten]
Die Stadt hat den wichtigsten Nordseehafen des Landes, hier steht auch das Kraftwerk Esbjerg.
Von Esbjerg aus gibt es Fährverbindungen nach Großbritannien (Harwich) und Fanø (Nordby). Früher gab es auch Verbindungen nach Newcastle und bis Oktober 2010 auch im Winter nach Färöer (Tórshavn).
Im Nordosten von Esbjerg, außerhalb des Stadtgebietes, befindet sich der Flughafen Esbjerg Lufthavn. Von hier starten mehrmals täglich Flüge nach Großbritannien und Norwegen sowie Versorgungshubschrauber zu den Nordseeölfeldern.
Bildung [Bearbeiten]
Zwei Universitäten haben in Esbjerg einen Campus: die Universität von Süddänemark und die Universität Aalborg. An der Universität von Süddänemark kann man Betriebswirtschaft, Tourismus, Gesundheit, Soziologie und Umweltplanung studieren, an der Universität Aalborg Ingenieurwissenschaften.
Außerdem hat Esbjerg ein bekanntes Musikkonservatorium und ein Musikhaus.
Wahrzeichen [Bearbeiten]
Der Wasserturm von Esbjerg, 1897 erbaut, ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Als Vorbild diente das Nassauer Haus in Nürnberg.[3] Im Wasserturm sind eine permanente Ausstellung über den Wasserturm von Esbjerg und europäische Wassertürme sowie andere, wechselnde Ausstellungen zu sehen. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das 1994/95 vom Künstler Svend Wiig Hansen geschaffene Monument „Der Mensch am Meer“, welches Reisende auf See begrüßt.[4]
Medien [Bearbeiten]
Esbjerg ist der Hauptredaktionssitz der dänischen Zeitung JydskeVestkysten, die als Regionalzeitung das südliche und westliche Jütland einschließlich Nordschleswig abdeckt.
Sport [Bearbeiten]
Der Fußballverein Esbjerg fB spielte lange Zeit in der ersten dänischen Liga, stieg aber 2011 aus der Superliga ab. In den 1960er Jahren war er der erfolgreichste Verein Dänemarks, der in den Jahren 1961, 1962, 1963, 1965 und 1979 die Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Der Eishockey-Klub Esbjerg IK ist ein weiterer erfolgreicher Sportverein. Zudem findet in Esbjerg jedes Jahr mit dem Vesterhavs Cup ein internationales Handball- und Fußballturnier statt.[5] 2009 wurde das ehemalige Esbjerg Stadion mit überdachten Tribünen versehen und als Blue Water Arena mit einer Kapazität von 18.000 Plätzen neueröffnet.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Henry Dunker (1870–1962), Unternehmer und Philanthrop
- Per Højholt (1928–2004), Schriftsteller
- Poul Nyrup Rasmussen (* 1943), Politiker
- Lars Ulrik Mortensen (* 1955), Cembalist und Dirigent
- Erik Gundersen (* 1959), Speedwayfahrer
- Michael Schjønberg (* 1967), Fußballspieler
- Henrik Gunde Pedersen (* 1969), Jazzpianist
- Jacob Hansen (* 1970), Sänger, Gitarrist und Musikproduzent
- Peter Skov-Jensen (* 1971), Fußballspieler
- Camilla Nielsen (* 1972), Malerin
- Søren Haagen Andreasen (* 1974), Handballtorwart und Handballtrainer
- Sonja Richter (* 1974), Schauspielerin
- Kevin Conboy (* 1987), Fußballspieler
- Lotte Grigel (* 1991), Handballspielerin
- Louise Burgaard (* 1992), Handballspielerin
Einwohnerzahlen (Kommune) [Bearbeiten]
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Galerie [Bearbeiten]
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Katholische St.-Nikolai-Kirche (1968/69)
Trivia [Bearbeiten]
Esbjerg und die Insel Fanø zur Zeit des Zweiten Weltkriegs dienten als Motiv für die Orte Morlunde und Sande im Roman Mitternachtsfalken von Ken Follett.[6]
Literatur [Bearbeiten]
- Esbjergs historie. 3 Bände. Esbjerg.
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseite der Stadt. Abgerufen am 1. Oktober 2009 (dänisch).
- Seite des Touristikbüros Esbjerg. Abgerufen am 17. April 2010.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF44: Folketal pr. 1. januar fordelt på byer (dänisch)
- ↑ Fischereimuseum Esbjerg. Abgerufen am 11. März 2011 (deutsch).
- ↑ Artikel in der Dänischen Wikipedia
- ↑ Der Mensch am Meer. Abgerufen am 1. Oktober 2009.
- ↑ Vesterhavs Cup. Euro Sporting, abgerufen am 13. Januar 2010 (englisch).
- ↑ http://www.bookreporter.com/authors/ken-follett/news/interview-120602 Bookreporter - Ken Follett, 2002]