Estorf (Weser)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Estorf
Estorf (Weser)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Estorf hervorgehoben
52.5908333333339.140277777777831Koordinaten: 52° 35′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Mittelweser
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 19,78 km²
Einwohner: 1659 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31629
Vorwahl: 05025
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 006
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hinter den Höfen 13
31628 Landesbergen
Webpräsenz: www.estorf.de
Bürgermeister: Arnd Focke (SPD)
Lage der Gemeinde Estorf im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Estorf (an der Weser) liegt im Landkreis Nienburg/Weser. Sie besteht in der jetzigen Form seit der Niedersächsischen Gebietsreform 1974 und ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Mittelweser.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Estorf gliedert sich in folgende Ortsteile:

  • Estorf
  • Leeseringen
  • Nienburger Bruch.

Eine Unterteilung des Gemeindegebietes in Ortschaften ist nicht erfolgt, da dies für Mitgliedsgemeinden von Samtgemeinden in Niedersachsen nicht erlaubt ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Estorf wurde zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde vom 9. Februar 1096 erwähnt. In dieser Urkunde übertrug die Gräfin Meresvid von Stumpenhausen unter anderem ein Vorwerk namens „Aesdorpe“ der Mindener Kirche. Nach Ausgrabungsfunden aus dem Jahre 1977 ist jedoch anzunehmen, dass bereits um das Jahr 550 die heutige Ortslage ständig bewohnt wurde.

Bedeutenden Einfluss hatten zu Zeiten des Mittelalters die beiden großen Adelsfamilien der von Freytag und der berühmteren von Münchhausen. Letztere trennten sich jedoch bis 1413 von ihren Estorfer Besitztümern, während die von Freytags bis zum heutigen Tage ihr Gut bewirtschaften.

Während des dreißigjährigen Krieges legten die Bewohner Estorfs zum Schutz ihrer Ernten vor herumziehenden Söldnern im Wald versteckt Scheunen an, den sogenannten Schünebusch. Dieser Ort lockt in unseren Tagen mit frisch renovierten Scheunen, in denen unter anderem regelmäßig historische Backtage abgehalten werden, vor allem unzählige Fahrradtouristen an.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Leeseringen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[3][4]
Wahlbeteiligung: 61,94 % (2006: 62,78 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,18 %
33,65 %
13,11 %
10,04 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,31 %p
-0,18 %p
-4,00 %p
+7,48 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Arnd Focke (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Estorfer Barockkirche (eingeweiht 1696), mit historischen Deckenmalereien, Holzschnitzereien, Altar und Orgel. Die Orgel wurde 1839 von dem Hannoverschen Orgelbauer Ernst Wilhelm Meyer für die Kirche in Estorf erbaut und ist weitgehend original erhalten. Sie hat ein Manual und 11 Register und wurde 2005 von der Orgelbauwerkstatt Jörg Bente aus Helsinghausen restauriert.
  • Scheunenviertel (siehe Geschichte)
  • Estorfer See mit Gutshof

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Estorf (Weser) liegt an der Bahnstrecke Nienburg–Minden. Er ist Betriebsbahnhof. Hier halten keine Personenzüge.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Deking: Estorf - Ein Dorf an der Mittelweser im Spiegel seiner 900jährigen Geschichte. Gemeinde Estorf 1996

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Estorf (Weser) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  3. http://www.happy-net.de/wahlen/gr_es_11/00_tabelle.html
  4. http://www.sg-mittelweser.de/wahl2006/gemestorf/00_tabelle.html