Eurovision Song Contest 1960

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
5. Eurovision Song Contest
ESC 1960 Logo.PNG
Datum 29. März 1960
Austragungsland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Austragungsort Royal Festival Hall, um 1959
Royal Festival Hall, London
Austragender Fernsehsender BBC.svg
Moderation Katie Boyle
Teilnehmende Länder 13
Gewinner FrankreichFrankreich Frankreich
Erstmalige Teilnahme NorwegenNorwegen Norwegen
Zurückkehrende Teilnehmer LuxemburgLuxemburg Luxemburg
Abstimmungsregel Jedes Land stellte 10 Jurymitglieder. Jedes Jurymitglied stimmte mit einem Punkt für einen einzigen Titel.

FrankreichFrankreich ESC 1959 | Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ESC 1960 | FrankreichFrankreich ESC 1961

Der 5. Eurovision Song Contest fand am 29. März 1960 in der Royal Festival Hall in London statt, da das Vorjahressiegerland Niederlande den Wettbewerb nicht erneut ausrichten wollte. Moderatorin war Katie Boyle, die den Wettbewerb bis 1974 vier Mal präsentierte.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Rudi Carrell, hier beim niederländischen Vorentscheid, 1960

Der Komponist des österreichischen Beitrags war der Operettenkönig Robert Stolz, der auch das Orchester bei diesem Beitrag dirigierte. Die drei Teilnehmer aus den Niederlanden, Schweden und Luxemburg machten in den Folgejahren in Deutschland auf unterschiedliche Weise Karriere. Es waren dies Siw Malmkvist, Rudi Carrell und Camillo Felgen, die auf den letzten Plätzen landeten.

Die Vertreterin Frankreichs Jacqueline Boyer gewann den Wettbewerb mit dem Lied über Tom Pillibi, der zwei Schlösser in Schottland und Montenegro zu besitzen behauptet.

Die Juries konnten zum ersten Mal die Lieder vor dem Wettbewerb hören, da der Ton der Generalprobe übertragen wurde, um den Juries die Aufgabe zu erleichtern. [1]

Teilnehmer[Bearbeiten]

  • Teilnehmende Länder

Beim fünften Eurovision Song Contest gab mit dreizehn Ländern einen neuen Teilnehmerrekord. Nach Dänemark und Schweden, nahm Norwegen als drittes skandinavisches Land, zum ersten Mal teil. Luxemburg kehrte nach einer einjährigen Pause zurück.

Abstimmungsverfahren[Bearbeiten]

Das Abstimmungsverfahren blieb unverändert. Wieder saßen in den einzelnen Ländern jeweils 10 Jurymitglieder, die jeweils eine Stimme an ein Lied vergeben durften. Die Ergebnisse wurden telefonisch und öffentlich übermittelt.

Platzierungen[Bearbeiten]

Platz Startnr. Land Interpret Sprache Titel
(M = Musik; T = Text)
Übersetzung Punkte
01. 13 FrankreichFrankreich Frankreich Jacqueline Boyer Französisch Tom Pillibi
M: André Popp; T: Pierre Cour
(Erfundener Name mit Assoziation zu Jacques Pills, dem Vater von Jacqueline Boyer) 32
02. 01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Bryan Johnson Englisch Looking High, High, High
M/T: John Watson
Hoch-, hoch-, hochsehen 25
03. 08 MonacoMonaco Monaco François Deguelt Französisch Ce soir-là
M: Hubert Giraud; T: Pierre Dorsey
Jener Abend 15
04. 06 NorwegenNorwegen Norwegen Nora Brockstedt Norwegisch Voi voi
M/T: Georg Elgaaen
11
04. 11 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland Wyn Hoop Deutsch Bonne nuit, ma chérie
M: Franz Josef Breuer; T: Kurt Schwabach
Gute Nacht, mein Liebling 11
06. 05 BelgienBelgien Belgien Fud Leclerc Französisch Mon amour pour toi
M: Jack Say; T: Robert Montal
Meine Liebe für dich 09
07. 07 OsterreichÖsterreich Österreich Harry Winter Deutsch Du hast mich so fasziniert
M: Robert Stolz; T: Robert Gilbert
06
08. 09 SchweizSchweiz Schweiz Anita Traversi Italienisch Cielo e terra
M/T: Mario Robbiani
Himmel und Erde 05
08. 12 ItalienItalien Italien Renato Rascel Italienisch Romantica
M: Dino Verde; T: Renato Rascel
Romantisch 05
10. 02 SchwedenSchweden Schweden Siw Malmkvist Schwedisch Alla andra får varann
M: Bobbie Ericsson; T: Bo Eneby
Alle anderen bekommen einander 04
10. 04 DanemarkDänemark Dänemark Katy Bødtger Dänisch Det var en yndig tid
M: Vilfred Kjær; T: Sven Buemann
Es war eine entzückende Zeit 04
12. 10 NiederlandeNiederlande Niederlande Rudi Carrell Niederländisch Wat een geluk
M: Dick Schallies; T: Willy van Hemert
Was für ein Glück 02
13. 03 LuxemburgLuxemburg Luxemburg Camillo Felgen Luxemburgisch So laang we’s du do bast
M: Henri Moots, Jean Roderes; T: Henri Moots
So lange, wie du da bist 01

Punktevergabe[Bearbeiten]

Erhaltendes Land Vergebendes Land
Land Insg. FrankreichFrankreich FRA ItalienItalien ITA Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland GER NiederlandeNiederlande NED SchweizSchweiz SUI MonacoMonaco MON OsterreichÖsterreich AUT NorwegenNorwegen NOR BelgienBelgien BEL DanemarkDänemark DEN LuxemburgLuxemburg LUX SchwedenSchweden SWE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 25 2 1 5 4 1 3 2 1 5 1
SchwedenSchweden Schweden 04 2 1 1
LuxemburgLuxemburg Luxemburg 01 1
DanemarkDänemark Dänemark 04 2 1 1
BelgienBelgien Belgien 09 3 1 1 4
NorwegenNorwegen Norwegen 11 1 1 4 1 1 2 1
OsterreichÖsterreich Österreich 06 1 1 2 2
MonacoMonaco Monaco 15 3 7 1 2 1 1
SchweizSchweiz Schweiz 05 1 2 1 1
NiederlandeNiederlande Niederlande 02 1 1
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 11 4 2 2 2 1
ItalienItalien Italien 05 1 2 1 1
FrankreichFrankreich Frankreich 32 1 2 1 5 1 5 3 4 1 4 5

*Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. 1. Auflage. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7. S. 40.