Faucon

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Faucon (Begriffsklärung) aufgeführt.
Faucon
Wappen von Faucon
Faucon (Frankreich)
Faucon
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Carpentras
Kanton Vaison-la-Romaine
Gemeindeverband Pays Vaison Ventoux.
Koordinaten 44° 16′ N, 5° 9′ O44.2597222222225.1463888888889380Koordinaten: 44° 16′ N, 5° 9′ O
Höhe 236–459 m
Fläche 8,65 km²
Einwohner 419 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 48 Einw./km²
Postleitzahl 84110
INSEE-Code
.

Faucon ist eine französische Gemeinde in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Département Vaucluse. Administrativ ist die Gemeinde dem Kanton Vaison-la-Romaine und dem Arrondissement Carpentras zugeteilt.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort mit 419 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) liegt auf 380 m Höhe in der Nähe des Mont Ventoux und wird von der Ouvèze und deren Zufluss Toulourenc bewässert. Das Klima ist mediterran geprägt, allerdings ist Faucon stark dem kalten Fallwind Mistral ausgesetzt, welcher während 120–160 Tagen im Jahr mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 90 km/h bläst und die statistische Jahrestemperatur senkt. Ohne Wind kann es im Sommer sehr heiß werden; der lokale Rekord wurde im August 2003 mit 42,6 °C gemessen. Die Hauptniederschläge fallen im Herbst an und auch im Frühling ist mit etwas Regen zu rechnen; Winter und Sommer gelten dagegen als trocken.

Geschichte[Bearbeiten]

Faucon ist ein französischer Trivialname für den Greifvogel Falke. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert auch Petit-Paris (‚Klein-Paris‘) genannt[1]. Der Grund dafür ist unbekannt.

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Die Gegend war bereits während der Jungsteinzeit besiedelt. Davon zeugen Feuersteine und feingearbeitete Messerklingen, die im Weiler Beaupasset gefunden wurden. Im Vallon de Gournier wurden auch Töpferwaren aus jener Zeit ausgegraben.

Eine Pfarrei die dem Saint-Pierre gewidmet war, wird erstmals 1120 erwähnt. Der Ort gehörte im 12. und 13. Jahrhundert zum Lehen der Herzöge von Poitiers und Toulouse, bis er 1274 in den Besitz von Papst Gregor X. überging. 1565 kauften die Einwohner ihr Dorf vom Heiligen Stuhl zurück. Faucon gehört seit der Bildung des Départements Vaucluse 1793 zu Frankreich.

Erste Zeugnisse von Weinbau, der bis heute für das Dorf eine wichtige Rolle spielt, datieren aus dem Jahr 1420.

Um das Jahr 1800 zählte der Ort rund 500 Einwohner und Einwohnerinnen.[2] im 19. Jahrhundert wurde in Faucon neben Wein auch Getreide angebaut und Obstbau betrieben.[1]

Wappen[Bearbeiten]

Ein güldener Falke auf azurblauem Grund posierend auf einem güldenen Mauerwerk mit drei Zinnen; das Ganze im Innenbord mit fünf güldenen Besants umgeben; davon drei im Haupt und zwei auf jeder Flanke; im roten Schildhaupt zwei gekreuzte Schlüssel, einer aus Gold und der andere aus Silber.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 231 206 201 233 243 263 287 346 380 411

Wirtschaft[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Weinberge oberhalb Faucon

Die Rebflächen des Ortes liegen im Weinbaugebiet des südlichen Rhônetals. Die klassifizierten Weine dürfen unter der Herkunftsbezeichnung Puyméras AOC vermarktet werden. Zudem werden in Faucon der regional stark verbreitete Rotwein Côtes du Rhône sowie der qualitativ striktere Côtes du Rhône Villages angebaut.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Ort zieht neben Weinliebhabern auch Wanderer und Radfahrer an. Faucon verfügt über zahlreiche einfache Beherbergungsbetriebe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Saint-Germain
  • Das Oratorium Sainte-Colombe
  • Die Ruinen einer Kirche die dem Heiligen Georg geweiht war liegen etwas außerhalb des Dorfkerns. Die Glocken wurden während den Abbrucharbeiten geborgen und man glaubt, dass eine davon im Glockenturm der Gemeinde eingebaut ist.[1]
  • Ein mittelalterlicher Rundbogen
  • Die Überreste einer befestigten Burg
  • Die Kapelle Notre-Dame des sept souleurs
  • Eine alte Backstube

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Die französische Romancière Violette Leduc (* 1907) kaufte in Faucon ein Haus und renovierte es. 1972 starb sie dort an Brustkrebs.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse, S. 159f. Typographie de Bonnet fils, Avignon, 1857.
  2. Des villages Cassini
  3. Dominique Labarre de Raillicourt: Armorial du Comtat Venaissin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Faucon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien