British Airways

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British Airways
Logo der British Airways
Airbus A380-800
IATA-Code: BA
ICAO-Code: BAW
Rufzeichen: SPEEDBIRD
Gründung: 1935
Sitz: London,
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Drehkreuz:
Heimatflughafen: London-Heathrow
Unternehmensform: Limited
ISIN: GB0001290575
IATA-Prefixcode: 125
Leitung: Keith Williams (CEO)
Umsatz: 11.48 Milliarden (2011)
Fluggastaufkommen: 34.6 Millionen (2008)
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: Executive Club
Flottenstärke: 266 (+ 48 Bestellungen)
Ziele: National und international
Webseite: britishairways.com

British Airways, kurz BA, ist die größte britische Fluggesellschaft mit Sitz in London und Drehkreuz auf dem Flughafen London-Heathrow. Sie ist eine der größten Fluggesellschaften der Welt sowie Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld und bildet zusammen mit Iberia die Holding International Airlines Group.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Jahre[Bearbeiten]

Die Geschichte von British Airways beginnt mit der Fusion von Instone, Handley Page, Daimler Airway und British Air Marine Navigation zu Imperial Airways am 31. März 1924, die Interkontinentalflüge anbot. 1935 schlossen sich vier britische Fluglinien, die einen Flugdienst innerhalb Europas anboten, zu British Airways zusammen. Aufgrund eines vom Parlament erlassenen Gesetzes wurden Imperial Airways und British Airways 1939 verstaatlicht und zur British Overseas Airways Corporation (BOAC) verschmolzen. Im August 1946 wurde der innereuropäische Flugverkehr unter dem Namen British European Airways (BEA) aus dem Konzern ausgegliedert. Ein Helikopterflugdienst namens British Airways Helicopters wurde 1964 gegründet, zu seinen Aufgaben gehörte auch die Seenotrettung.

Das Jet-Zeitalter[Bearbeiten]

Eine Vickers Viscount der BA 1975
Eine Lockheed L-1011 der BA 1986

Die BEA gründete Anfang 1969 die BEA Airtours, später British Airtours, die Charter- und Reiseflüge anbot. Am 31. Oktober 1970 kaufte BEA Cambrian Airways sowie BKS/Northeast, um sich weitere regionale Transportstrecken zu sichern. Am 1. September 1972 wurden BOAC und BEA zur heutigen British Airways verschmolzen, der erste Auftritt unter dem neuen Namen erfolgte am 1. April 1974.

Im Juli 1979 gab die britische Regierung ihre Pläne bekannt, BA zügig privatisieren zu wollen. Massive Verluste auf Grund einer anhaltenden Rezession verzögerten diese Pläne aber. Durch den ebenso rasanten wie massiven Anstieg der Treibstoffpreise infolge der anhaltenden Wirtschaftskrise, wurden bei BA drastische Maßnahmen nötig, um das Überleben des Betriebs zu sichern. Kurzfristig wurden nicht profitable Routen eingestellt, Personal abgebaut und Flugzeuge stillgelegt, mittelfristig erfolgte bis Mai 1982 im Unternehmen eine umfangreiche Neustrukturierung in verschiedene Geschäftsbereiche mit eigenen Wirtschaftsplänen. Am 1. Mai 1984 wurde das Unternehmen zu British Airways Plc. und war damit vollständig privatisiert. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre ging es dem Unternehmen wirtschaftlich gut, sodass zunehmend Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften angestrebt wurden. Außerdem wurde das eigene Branding überarbeitet und modernisiert.

1990er[Bearbeiten]

Eine ehemalige Boeing 757-200 der BA mit einer der in den 1990ern verwendeten "Ethnic"-Lackierungen auf dem Leitwerk

1992 übernahm BA die kleine deutsche Fluggesellschaft Delta Air, die in Deutsche BA umbenannt wurde. Damit wollte BA auf dem deutschen Markt stärker in Erscheinung treten. Da diese jedoch keine Gewinne erbrachte, wurde sie am 2. Juni 2003 an die Intro Verwaltungsgesellschaft verkauft.

Seit Anfang der 1990er hatte British Airways, wie andere ehemals staatliche Fluggesellschaften, mit einer zunehmenden Konkurrenz an Billigfluggesellschaften zu kämpfen. Dennoch war British Airways im Rezessionsjahr 1992 die weltweit einzige internationale Fluggesellschaft, die keinen Verlust machte. Im Gegensatz zu den europäischen Hauptkonkurrenten Lufthansa und Air France erkannte BA bereits in den 1990er Jahren das Problem und begann ihr Konzept zu überarbeiten. Durch die starke Konkurrenz von Easyjet und Ryanair auf innereuropäischen Strecken begann ein Teilrückzug von diesen Verbindungen und eine Verstärkung des Interkontinentalverkehrs, insbesondere nach Südostasien und Nordamerika.

1999 unterzeichnete BA ein Franchise-Abkommen mit Comair South Africa, die seitdem Crews und Flugzeuge im British-Airways-Design ausstattet, seit 2000 ist BA mit 18 % an der Fluggesellschaft beteiligt. Ebenfalls 1999 gründete BA die internationale Luftfahrtallianz oneworld mit.

2000er[Bearbeiten]

Waterside, der Sitz von British Airways

Unter anderem bedingt durch den Teilrückzug vom innereuropäischen Markt konnte die irische Ryanair 2003 erstmals behaupten, auf Verbindungen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa mehr Passagiere als British Airways befördert zu haben. BA versuchte dieser Entwicklung mit der 2002 gegründeten Tochtergesellschaft BA Citiexpress entgegenzutreten. Da diese jedoch rote Zahlen schrieb, wurde sie im Januar 2006 in BA Connect umbenannt und neupositioniert. BA bot nun Flüge ab 25 GBP an, von allen britischen Flughäfen mit Ausnahme der Londoner Flughäfen. Am 1. März 2007 wurde die weiterhin verlustbringende Tochtergesellschaft jedoch schließlich an den britischen Low-Cost-Carrier Flybe verkauft. Ausgenommen hiervon sind die Routen vom Londoner City Airport, die unter dem neuen Namen BA Cityflyer weiterbetrieben werden sollen. Gleichzeitig übernahm BA 15 Prozent der Anteile an Flybe.

Am 24. Oktober 2003 stellte BA als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein. Infolge des Absturzes einer Concorde der Air France bei Paris im Juli 2000 und den Terroranschlägen des 11. September 2001 konnten die Betriebskosten nicht mehr gedeckt werden. Hinzu kam die Entscheidung des Luftfahrtkonzerns EADS, die Kosten für die Ersatzteile drastisch zu erhöhen.

Am 12. November 2009 kündigten British Airways und Iberia ihre Fusion zur weltweit drittgrößten Fluggesellschaft an. Die beiden Gesellschaften streben den Abschluss der 7-Milliarden-Dollar Fusion für Ende des Jahres 2010 an.[1] Am 8. April 2010 wurde der Vertrag über die Fusion unterzeichnet. Demnach werden beide Airlines in ein neues Unternehmen namens International Airlines Group eingebracht, woran BA 55 % und Iberia 45 % halten werden. Mittelfristig soll – obwohl beide Unternehmen erhalten bleiben – dadurch ein jährliches Einsparungspotential von 400 Millionen Euro ausgenutzt werden.[2]

2010er[Bearbeiten]

Economy-Class an Bord eines Airbus A321-200 der British Airways

Im Juli 2010 erhielten British Airways und Iberia von der EU die Genehmigung, sich wirtschaftlich unter einer gemeinsamen Dachgesellschaft zusammenzuschließen. Als CEO der International Airlines Group genannten Holding fungiert der bisherige BA-Chef Willie Walsh. Beide Airlines werden aber ihre individuellen Marken und Produkte behalten, der Name der Holding wird dafür nicht benutzt. Am 21. Januar 2011 wurde der Zusammenschluss mit dem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen.[3]

Ebenfalls im Juli 2010 erhielten British Airways, Iberia und American Airlines darüber hinaus die Genehmigung von der EU und dem US-amerikanischen Department of Transportation (DOT), das Geschäft mit Transatlantikverbindungen zukünftig in Form eines Bündnisses kooperativ zu betreiben.[4]

Im Januar 2014 gab British Airways bekannt, sich aus dem Geschäft mir reinen Frachtflügen unter der Marke British Airways World Cargo zurückzuziehen. Ein entsprechender Vertrag mit Global Supply Systems über den Betrieb von drei Boeing 747-8F wurde entsprechend zum April 2014 gekündigt.[5]

Geschäftszahlen[Bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2004/2005 beförderte British Airways 35 Millionen Passagiere (Vorjahr: 37 Millionen Passagiere) zu 222 Destinationen in 95 Ländern. Im selben Berichtszeitraum waren fast 52.000 Mitarbeiter bei British Airways beschäftigt. Der Umsatz lag 2004/2005 bei rund 7,8 Milliarden Pfund Sterling (Vorjahr: 7,6 Milliarden Pfund Sterling). Die Fluggesellschaft erwirtschaftete trotz sinkender Passagierzahlen einen Gewinn von 415 Millionen Pfund Sterling (Vorjahr: 230 Millionen Pfund Sterling).

Im Geschäftsjahr 2009/2010 beförderte British Airways 32 Millionen Passagiere (Vorjahr: 33 Millionen Passagiere) zu 150 Destinationen in 72 Ländern. Im selben Berichtszeitraum waren fast 38.000 Mitarbeiter bei British Airways beschäftigt (Vorjahr: fast 42.000 Mitarbeiter). Der Umsatz lag 2009/2010 bei rund 8,0 Milliarden Pfund Sterling (Vorjahr: rund 9,0 Milliarden Pfund Sterling). Die Fluggesellschaft erwirtschaftete bei sinkenden Passagierzahlen einen Verlust von 425 Millionen Pfund Sterling (Vorjahr: 358 Millionen Pfund Sterling).

Im Geschäftsjahr 2012 geht man, trotz hoher Umsatzzuwächse und der erhöhten Nachfrage bei den Transatlantikflügen, beim Mutterkonzern von British Airways und Iberia von einem Verlust von ca. 146 Millionen Euro aus. Grund hierfür sei nach Angaben des Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) der stark gestiegene Kerosinpreis.

Beteiligungen und Allianzen[Bearbeiten]

British Airways hält 13,15 % an der spanischen Fluglinie Iberia, 15 % an der britischen Billigfluggesellschaft Flybe sowie 18 % an der südafrikanischen Fluggesellschaften-Betreibergesellschaft Comair. Bis 2004 hielt BA zudem 18,25 Prozent an Qantas Airways, an die sie auch weiterhin sieben Boeing 767 vermietet hat. Es bestehen Franchise-Vereinbarungen mit Sun Air of Scandinavia in Dänemark. Die Vereinbarungen mit GB Airways und Loganair wurden am 30. März 2008 beziehungsweise am 25. Oktober 2008 aufgelöst.

BA suchte seit etwa Mitte der 90er nach einer Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit mit American Airlines. Die beiden letzten Versuche, sich mit der größten US-Fluggesellschaft zusammenzuschließen, waren immer wieder von Regierungsbehörden gestoppt worden. Im Juli 2010 allerdings erhält BA zunächst von der EU die Erlaubnis, sich mit der spanischen Iberia zusammenzuschließen, sowie mit Iberia und American Airlines das transatlantische Geschäft als Joint Business mit gemeinsamen Umsatztöpfen zu betreiben. Diese Entwicklung wird allgemein als Schlüsselvorgang gesehen, sich im wirtschaftlich wichtigsten Markt neu zu positionieren.

Flugziele[Bearbeiten]

Von BA angeflogene Länder 2009

British Airways bedient als eine von wenigen Fluggesellschaften Ziele auf allen sechs Kontinenten. Ihre Heimatbasis ist das eigens für sie errichtete Terminal 5 auf dem Flughafen London-Heathrow, von wo aus viele Routen starten. Neben einigen britischen und zahlreichen europäischen Destinationen werden auch zahlreiche Langstreckenflüge angeboten. Das Netzwerk umfasst derzeit beispielsweise Aberdeen, Barcelona, Moskau, Los Angeles, Buenos Aires, Peking, Tokyo und Sydney. Eine kleinere Basis wird auf dem Gatwick Airport südlich von London unterhalten, von dem aus hauptsächlich kleinere europäische Städte wie etwa Bologna sowie diverse Ziele in der Karibik bedient werden. Ziele im deutschsprachigen Raum sind derzeit Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart und Friedrichshafen in Deutschland, in Österreich Wien, Salzburg und Innsbruck sowie Basel, Zürich und Genf in der Schweiz.

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A321-200 der British Airways
Eine Boeing 747-400 der British Airways
Eine Boeing 777-200ER der British Airways

Mit Stand Januar 2014 besteht die Flotte von British Airways aus 266 Flugzeugen[6] mit einem Durchschnittsalter von 12,9 Jahren[7]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[8][9][10] Anmerkungen
Airbus A318-100 002 betrieben durch British Airways Limited zwischen dem London City Airport und New York JFK
Airbus A319-100 044
Airbus A320-200 053 004
Airbus A321-200 018
Airbus A350-1000 018
Airbus A380-800 005 004
Boeing 737-400 013 werden sukzessive ausgemustert (ehemals 18); Ersatz durch geleaste Airbus A320-200[11]
Boeing 747-400 048 British Airways ist gegenwärtig Betreiber der weltweit größten 747-Flotte
Boeing 747-8F 003 Frachtmaschinen; betrieben durch Global Supply Systems; Ausmusterung im April 2014[5]
Boeing 757-200 001 verleast an OpenSkies
Boeing 767-300ER 019
Boeing 777-200ER 046
Boeing 777-300ER 010 002
Boeing 787-8 004 004
Boeing 787-9 022 Auslieferung voraussichtlich ab 2014
Boeing 787-10 012
Gesamt 266 048

Einige weitere Flugzeuge werden durch die Tochtergesellschaft BA CityFlyer eigenständig betrieben. Die Flotte des südafrikanischen Franchise-Unternehmen Comair South Africa besteht aus sieben Boeing 737-300 und acht Boeing 737-400 (1 stillgelegt).[12]

Tochterfluggesellschaften[Bearbeiten]

OpenSkies[Bearbeiten]

Eine Boeing 757-200 der OpenSkies

Am 19. Juni 2008 nahm die BA-Tochtergesellschaft OpenSkies mit einer Boeing 757-200 den Betrieb zwischen Paris-Orly und New York JFK auf. Im Oktober 2008 folgte eine tägliche Verbindung zwischen New York und Amsterdam. Bis Ende 2009 soll die Flotte auf sechs Flugzeuge ausgebaut und das Streckennetz erweitert werden. Die eingesetzten Boeing 757 fliegen in einer Zweiklassenbestuhlung mit nur 64 Sitzplätzen. Im Juli 2008 erweiterte British Airways die OpenSkies-Flotte durch Übernahme der französischen Fluggesellschaft L'Avion, mit der zuvor bereits eine Codesharing-Vereinbarung existierte. Bis Anfang 2009 wurde die Fluggesellschaft vollständig integriert.[13]

BA CityFlyer[Bearbeiten]

BA CityFlyer ging 2007 aus der an Flybe verkauften Tochtergesellschaft BA Connect hervor und operiert ausschließlich vom Londoner City Airport. Insgesamt werden von dort zehn nationale und europäische Ziele angeflogen. Seit September 2009 ersetzte BA CityFlyer ihre Flotte von Avro RJ85 und Avro RJ100 durch Maschinen der Typen Embraer 170 und Embraer 190.[14]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

In der Geschichte der heutigen British Airways seit 1974 gab es lediglich einen Absturz sowie eine als Unfall einzustufende Notlandung; die beiden Vorgängergesellschaften (BEA[15] und BOAC[16]) kommen hingegen auf 124, Imperial Airways auf nochmal 41.[17]

BA038 am 17. Januar 2008 in London
  • 10. September 1976: Bei der Flugzeugkollision von Zagreb kollidierte eine Hawker Siddeley Trident auf dem Flug von London nach Istanbul mit einer Douglas DC-9 der Adria Airways. Alle 176 Insassen beider Flugzeuge kamen ums Leben. Die Untersuchungskommission stellte später fest, dass der zuständige Fluglotse die DC-9 aufgrund starken Luftverkehrs nicht bemerkt hatte.
  • 17. Januar 2008: Auf dem Londoner Flughafen Heathrow setzte eine Boeing 777-236ER (G-YMMM), Flug-Nr. BA038, aus Peking beim Landeanflug etwa 400 m vor Beginn der Südbahn auf einem Rasenstück auf, wobei das Fahrwerk einbrach. 136 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert. 13 Menschen wurden leicht verletzt. Die Unglücksursache ist auf Eis in den Treibstoffleitungen zurückzuführen. Dieses wurde durch Veränderungen der Schubkraft beim Anflug auf London aufgrund von Unwetter gelöst und verstopfte so die Treibstoffleitungen.[18][19][20]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2006 wurde British Airways von Skytrax als beste Fluggesellschaft der Welt ausgezeichnet und verdrängte damit Cathay Pacific vom ersten Platz.

Im Dezember 2007 wurde British Airways zum dritten Mal in Folge bei den World Travel Awards in der Kategorie 'World's Leading Airline' (weltbeste Airline) ausgezeichnet. Des Weiteren gewann British Airways die Auszeichnungen 'Europe's Leading First Class Airline' (beste First Class-Airline Europas) und 'Europe's Leading Airline Website' (beste Airline-Webseite Europas).[21][22] Lässt man die Kategorien, welche Billig- oder Charterfluggesellschaften betreffen, weg, so war British Airways in sämtlichen Kategorien außer einer nominiert. Außerdem wurde die Oneworld-Allianz seit dem Bestehen dieser Kategorie ununterbrochen und somit zum fünften Mal in Folge zur weltweit besten Airline-Allianz ('World's Leading Airline Alliance') gewählt. 2012 wurde British Airways zudem von Skytrax in der Kategorie "Best Translantic Airline" (Beste Transatlantik Fluggesellschaft) zum Gewinner gekürt.[23]

Kontroversen[Bearbeiten]

Diskriminierungsvorwürfe[Bearbeiten]

2006 löste die Fluglinie eine Kontroverse aus, als sie der koptisch-orthodoxen Angestellten Nadia Eweida in Uniform das sichtbare Tragen eines etwa zwei Zentimeter großen Kreuzanhängers untersagte, jedoch Angehörigen der Sikh das Tragen von Turbanen sowie bei weiblichen Muslimen Kopftücher erlaubte. Die Fluglinie teilte zu dieser Differenzierung mit, dass Kreuze nicht offen getragen werden müssten, um die christliche Religion auszuleben, während Turbane und Kopftücher nicht verborgen werden könnten. Bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise bmi, bestehen bereits seit längerer Zeit vergleichbare Regelungen. Inzwischen hat das Unternehmen eingelenkt und das Kreuzverbot wieder abgeschafft. Der ehemalige Premierminister Tony Blair riet dem BA-Vorstandsvorsitzenden Martin Broughton zum Nachgeben.

Im November 2006 kam zudem ein Fall von Männerdiskriminierung heraus, da gemäß der Richtlinie der British Airways erwachsene Männer "aus Kinderschutzgründen" (engl. Child-Welfare-Programme) nicht neben Kindern ohne Begleitung sitzen dürfen. Umplatzierungswünsche werden durch das Flugpersonal ohne Angaben von Gründen an die Männer herangetragen. In dem konkret bekannt gewordenen Fall wurde ein Abflug bis zur räumlichen Trennung verweigert. In offiziellen Stellungnahmen wurde seitens British Airways mitgeteilt, dass es als verantwortungsvolle Fluggesellschaft ihre Pflicht sei, alleinreisende Kinder von Männern zu trennen.[24] Vergleichbare Richtlinien gibt es auch bei anderen Fluggesellschaften, beispielsweise Qantas und Air New Zealand.[25]

Gepäckverluste[Bearbeiten]

Eine Studie des Airport Transport Users Council stufte British Airways für das Jahr 2006 als die europäische Fluglinie mit den meisten Gepäckverlusten ein.[26] Nach Angaben der BBC verlor British Airways im Jahr 2006 pro Tag 3000 Gepäckstücke. Ein wesentliches Problem stellt hierbei das Drehkreuz London-Heathrow mit seiner teilweise veralteten Infrastruktur dar. Dieses Problem sollte mit der Eröffnung des neuen Terminal 5 im Jahr 2008 behoben werden. Gesondert ist die mehrfache Sperrung des Flughafens London-Heathrow im Jahr 2006 aufgrund schlechten Wetters und Terrorwarnungen zu berücksichtigen. Die Verlustrate während derartiger Ereignisse liegt deutlich höher als unter normalen Umständen und wirkt sich wesentlich auf die Statistik aus. So gingen beispielsweise im Juni 2007 innerhalb eines Wochenendes 12000 Stücke infolge verschärfter Sicherheitsmaßnahmen verloren.[27]

Kartellstrafen[Bearbeiten]

Im Juli 2007 verhängte das britische Kartellamt eine Strafe von 121,5 Millionen Pfund (180 Mio. €) gegen British Airways. Grund für die bis dahin höchste von der Wettbewerbsbehörde verhängte Strafe waren illegale Absprachen bezüglich der Kerosinzuschläge zwischen British Airways und Virgin Atlantic von August 2004 bis Januar 2006. Weitere 300 Millionen US-Dollar (148 Mio. Pfund) muss BA an das US-Justizministerium zahlen, das ebenfalls in diesem Fall ermittelte. Damit beläuft sich die Gesamtstrafe auf etwa 270 Millionen Pfund. BA hatte bereits im Vorfeld der Entscheidung mitgeteilt, dass die Fluggesellschaft vorsorglich 350 Millionen Pfund für mögliche Strafzahlungen zurückgelegt habe.[28]

Trivia[Bearbeiten]

Schalter im Terminal 5 in London-Heathrow, der Heimatbasis der BA
  • British Airways nahm 1919 als erste Fluggesellschaft der Welt einen täglichen internationalen Flugdienst auf, zwischen London und Paris.
  • 1952 stellte der Vorläufer von British Airways, die BOAC, auf der Strecke London–Johannesburg das erste Jet-Passagierflugzeug der Welt in Dienst, die Comet.
  • British Airways stellte am 24. Oktober 2003 als letzte Fluggesellschaft den Betrieb der Concorde ein.
  • British Airways war der erste europäische komplett privatisierte national carrier.
  • British Airways bietet den kürzesten planmäßigen Linienflug der Welt zwischen den beiden nordwestlichsten Inseln der Orkneys an. Der Flug BA 8872 von Westray zur östlichen Insel Papa Westray (Papay) dauert für gut 1,5 Seemeilen planmäßig zwei Minuten (Abflug Westray 09:39, Ankunft 09:41) und wird zwischen den beiden Graspisten von der schottischen Fluglinie Loganair im Auftrag von British Airways mehrmals wöchentlich durchgeführt. Bei gutem Wind schaffte ein Pilot schon den Rekord von nur 56 Sekunden, aber bei den häufigen Orkanen kann der Flug auch bis zu 12 Minuten dauern. Für diesen Flug kann man keine Tickets buchen; der Pilot kassiert direkt £14 von den max. 8 Passagieren der Britten-Norman BN-2 Islander. Der Preis von £7 pro Minute übertrifft die Ticketpreise der Concorde-Flüge. (Stand: Flugplan ab 29. März 2009)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reuters: British Airways, Iberia agree to $7 billion merger Auf: www.reuters.com, 13. November 2009, 11:00 Uhr
  2. http://www.n-tv.de/wirtschaft/Iberia-und-BA-sind-eins-article814842.html
  3. aero.de - British Airways und Iberia als IAG im Handelsregister eingetragen 21. Januar 2011
  4. airliners.de: Auch USA erlauben Transatlantikbündnis 21. Juli 2010
  5. a b ch-aviation.ch - British Airways axes B747-8(F) contract with Atlas Air (englisch) 20. Januar 2014
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBritish Airways. ch-aviation.ch, abgerufen am 22. Januar 2014 (englisch).
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFleet age British Airways. airfleets.net, abgerufen am 22. Januar 2014 (englisch).
  8. Orders, Deliveries, Operators. Airbus, 31. Mai 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (XLS-Datei; 541 kB, englisch).
  9. Customer Summary. Boeing, 31. Mai 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (englisch).
  10. United Kingdom and Ireland Airlines Guide. Airliner World, 1. April 2013, abgerufen am 2. Juli 2013 (englisch).
  11. ch-aviation.ch - British Airways to replace Gatwick B737-400s with leased A320s (englisch) 29. November 2013
  12. ch-aviation.ch - Comair South Africa (englisch) abgerufen am 4. Juli 2013.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBritish Airways buys surviving business-class-only carrier. NY Times, 2. Juli 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch, Cookies zwingend erforderlich! Ursprünglich auf den Seiten der International Herald Tribune).
  14. New Fuel Efficient Aircraft Fleet. In: Press Releases. British Airways, 22. Dezember 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  15. Liste der Unfälle der BEA. baaa-acro.com, 2008, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  16. Liste der Unfälle der BOAC. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  17. Liste der Unfälle der Imperial Airways. baaa-acro.com, 2010, abgerufen am 28. November 2010 (englisch).
  18. Airliner crash lands at Heathrow, BBC News. 17. Januar 2008. 
  19. AAIB Initial Report
  20. http://www.aaib.gov.uk/cms_resources/G-YMMM%20Interim%20Report.pdf
  21. Europe's Leading Airline Website 2007. World Travel Awards, abgerufen am 22. September 2010 (englisch).
  22. Bezieht sich auf die Site http://www.britishairways.com/
  23. Best Transatlantic Airline 2012. World Airline Award, abgerufen am 31. August 2012 (englisch).
  24. Revealed: How BA bans men sitting next to children they don't know, Daily Mail. 4. November 2006. Abgerufen am 21. November 2006. 
  25. Ban on men sitting next to children, The New Zealand Herald. 29. November 2005. Abgerufen am 7. April 2008. 
  26. Rebecca Smithers: British Airways: fly the flag - lose your bag. The Guardian, 4. April 2007, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).
  27. Heathrow works to clear bag delay, BBC News. 7. Oktober 2006. 
  28. BBC: 270 Millionen Pfund Strafe gegen British Airways verhängt, 1. August 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: British Airways – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: British Airways – in den Nachrichten