Frankford Yellow Jackets

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Logo der Yellow Jackets im Jahr 1927

Die Frankford Yellow Jackets waren ein American-Football-Team zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus dem Stadtteil Frankford der Stadt Philadelphia. Das um die Jahrhundertwende gegründete Team nahm von 1924 bis 1931 am Spielbetrieb der NFL teil und wurde 1926 Meister der Liga.

Teamgeschichte[Bearbeiten]

Die Wurzeln des Teams lassen sich auf eine 1899 gegründete Mannschaft der Frankford Athletic Association zurückverfolgen. Nach dem Ende des Clubs gründeten Mitglieder der Mannschaft 1909 ein Loyola Athletic Club genannte Team, das sich 1912 in Frankfurt Athletic Association umbenannte.[1] Anfang der 1920er Jahre entwickelte sich das Team zu einem der besten ligaunabhängigen Teams. Nachdem 1920 und 1921 das Finalspiel um die Stadtmeisterschaft von Philadelphia noch verloren ging, wurde man 1922 Stadtmeister. In Freundschaftsspielen gegen NFL-Teams verlor man in den Jahren 1922 und 1923 lediglich zwei Spiele bei sechs Siegen und einem Unentschieden.[2]

Daher wurde das Team zur Spielzeit 1924 in die NFL aufgenommen. Sie waren das erste Team der NFL, das außerhalb des mittleren Westens beheimatet war und stellten damit den ersten Schritt der Ausbreitung der NFL an die Ostküste der USA dar.[3] Bereits in ihrer ersten Saison konnten die Yellow Jackets mit elf die meisten Spiele aller NFL-Mannschaften gewinnen, jedoch erreichten sie wegen der viel weniger absolvierten Spiele ihrer Konkurrenz nur die drittbeste Siegesquote nach den Cleveland Bulldogs und den Chicago Bears, die über die Meisterschaft entschied.

Zur Saison 1925 engagierte die Teamleitung den mehrfachen NFL-Champion Guy Chamberlin als Spielertrainer. In den ersten zehn Spielen gelangen dann auch neun Siege, nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen in der zweiten Saisonhälfte - die unter anderem verantwortlich für eine 0:49- Niederlage gegen die Pottsville Maroons waren - konnte jedoch trotz wiederum der meisten Siegen die Meisterschaft nicht errungen werden.

1926 gelang dann endlich die Meisterschaft, nachdem bei 14 Siegen nur ein Spiel verloren ging. Nach der Meisterschaft verließ Chamberlin die Mannschaft und mit ihm gingen zahlreiche Leistungsträger, so dass sich der Club in der Folgesaison im unteren Mittelfeld platzierte. Ein eher unauffälliger Spieler in dieser Saison war Ignacio Molinet, der jedoch der erste Spieler der NFL mit lateinamerikanischer - genauer kubanischer - Abstammung war.[4]

1928 hatte sich das junge Team unter Führung Bull Behmans so weit eingespielt, dass man erneut um den Titel mitspielen konnte. Wiederum das Team mit den meisten Siegen, wurde man erneut wegen der mehr absolvierten und auch verlorenen Spielen nicht Meister, sondern hinter den Providence Steam Roller Zweiter.[3]

In den Folgejahren sanken die Zuschauerzahlen - wohl auch wegen der einsetzenden Weltwirtschaftskrise - immer weiter, auch konnte das Team unter der Führung des neuen Spielertrainers Bull Behmann nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen; 1930 versuchte die Clubführung durch Übernahme zahlreicher Spieler der in Konkurs geratenen Minneapolis Red Jackets und deren Trainer George Gibson die Lage zu konsolidieren, als aber ihr Heimstadion, das Yellow Jacket Field 1931 abbrannte, konnte sich die Franchise nicht mehr halten und ging im Herbst 1931 in Konkurs.

Zwei Jahre später kauften Geschäftsleute die brachliegende Lizenz auf und gründeten die Philadelphia Eagles, die manchmal fälschlich für die Fortsetzung der Yellow Jackets gehalten werden.

Spieler in der Pro Football Hall of Fame[Bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Pagano und C.C. Staph: „Frankford Yellow Jackets, Part 1: Pre-NFL“, The Coffin Corner, Vol. 9 (1987), No. 2, S. 1 ff. (http://home.comcast.net/~ghostsofthegridiron/articles/09-02-294.pdf (Version vom 22. Dezember 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt, pdf, englisch).
  2. The Story of the Frankford Yellow Jackets“, Artikel auf Ghosts of the Gridiron (Besucht 1. August 2008, englisch).
  3. a b Al Myers: „Bull Behman and the Jackets“, The Coffin Corner, Vol. 5 (1983), No. 8, S. 1 ff. (http://home.comcast.net/~ghostsofthegridiron/articles/05-08-149.pdf (Version vom 22. Dezember 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt, pdf, englisch).
  4. Brad Herzog: „Pigskin Pioneer Remembered (Version vom 1. Oktober 2003 im Internet Archive)“, archivierter Artikel vom 15. September 2003 (englisch, besucht 15. August 2013).