Ftan
| Ftan | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Graubünden |
| Bezirk: | Inn |
| Kreis: | Untertasna |
| Gemeindenummer: | 3761 |
| Postleitzahl: | 7551 |
| Koordinaten: | 814500 / 18640046.7941910.2487281648Koordinaten: 46° 47′ 39″ N, 10° 14′ 55″ O; CH1903: 814500 / 186400 |
| Höhe: | 1'648 m ü. M. |
| Fläche: | 43.08 km² |
| Einwohner: | 514 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.ftan.ch |
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Ftan mit Schloss Tarasp im Hintergrund |
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| Karte | |
Ftan (deutsch und bis 1943 offiziell Fetan) ist eine politische Gemeinde im Kreis Suot Tasna, Bezirk Inn des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Der Ort Ftan liegt auf 1'650 m. Dabei erstreckt sich das Gebiet von Ftan vom Inn auf 1'200 m bis zum Augstenberg auf 3'230 m. Die beiden größten Ortsteile sind die dicht benachbarten Siedlungen Ftan Grond und Ftan Pitschen.[2] Die Namen bedeuten auf Deutsch etwa „Groß Ftan“ und „Klein Ftan“.[3]
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Sprachen
Trotz einer kleinen deutschsprachigen Minderheit blieben die Ftaner dem Vallader , einer bündnerromanischen Mundart, bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs treu (1880 89 %, 1900 92 % und 1941 86 %). Danach setzte bis 1980 ein Niedergang der Mehrheitssprache ein. Seither hat sich eine knappe romanischsprachige Mehrheit behaupten können. Die Sprache, gefördert von Gemeinde und Schule, gewinnt sogar eher wieder an Boden (1990 verstanden 68 %, 2000 gar 76 % Romanisch). Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Ftan | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 139 | 31,95 % | 153 | 33,77 % | 191 | 37,02 % |
| Rätoromanisch | 251 | 57,70 % | 263 | 58,06 % | 298 | 57,75 % |
| Italienisch | 19 | 4,37 % | 14 | 3,09 % | 6 | 1,16 % |
| Einwohner | 435 | 100 % | 453 | 100 % | 516 | 100 % |
[Bearbeiten] Religionen und Konfessionen
1542 wurde die Reformation eingeführt. Denkmalgeschützt ist die reformierte Dorfkirche.
[Bearbeiten] Herkunft und Nationalität
Von den Ende 2005 477 Bewohnern waren 437 (= 92 %) Schweizer Staatsangehörige.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Einwohner von Ftan leben zu einem grossen Teil vom Tourismus. Doch sind das Kleinhandwerk und die Landwirtschaft – 25 Landwirte bewirtschaften etwa 500 ha von Ftan – nicht zu unterschätzen.
[Bearbeiten] Verkehr
Ftan wird durch die Buslinie Ftan – Scuol Bahnhof – Scuol Posta bedient. An der Haltestelle Scuol Bahnhof besteht dabei unter anderem eine Umstiegsmöglichkeit auf die Züge der Rhätischen Bahn in Richtung Samedan und Pontresina (Bahnstrecke Bever – Scuol-Tarasp) sowie via Sagliains und den Vereinatunnel in Richtung Klosters und Landquart.
Auf dem Gebiet von Ftan liegt auch der Haltepunkt Ftan Baraigla der Bahnstrecke Bever – Scuol-Tarasp. Die Station liegt allerdings auf 1'335 m Höhe und damit etwa 300 Höhenmeter unterhalb des Ortskerns, von dem aus sie daher nur umständlich zu erreichen ist.
[Bearbeiten] Brauchtum
In der Tradition der Übernamen der Engadiner Dörfer heissen die Ftaner ils muois, zu deutsch: "die Ochsen".
Am 6. Januar wird das Fest Babania gefeiert, jeden Samstag vor dem ersten Februarmontag der Schüschaiver.
[Bearbeiten] Sonstiges
Bekannt geworden ist Ftan vor allem durch die erste Privatschule des Kantons Graubünden - einem Internat, das früher nur junge Frauen ausbildete. Daher hiess es „Hochalpines Töchterinstitut Ftan (HTF)“. 1993 wurde es auf „Hochalpines Institut Ftan“ umbenannt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Stefan Gabriel (um 1570–1638), reformierter Pfarrer
- Robert Cantieni (1873-1954), Komponist des Volkslieds Chara lingua da la mamma
[Bearbeiten] Galerie
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Siehe Landkarte bzw. Internet-Kartendienst.
- ↑ Übersetzungen der rätoromanischen Wörter grond und pitschen zum Beispiel unter www.pledarigrond.ch
