George Osborne (Politiker)

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George Osborne

George Gideon Oliver Osborne (* 23. Mai 1971 in London als Gideon Oliver Osborne[1]) ist ein britischer Politiker von der Conservative Party und Schatzkanzler in der Regierung von David Cameron.

Jugend[Bearbeiten]

George Osborne ist der älteste Sohn von Sir Peter Osborne, 17. Baronet of Ballintaylor and Ballylemon. Er studierte Neuere Geschichte am Magdalen College der University of Oxford. Dort betätigte er sich auch als Herausgeber des Studentenmagazins Isis. Im Oktober 2005 kam eine Begebenheit in die Schlagzeilen der britischen Presse, die sich 1993 zugetragen haben soll: Jennifer Shackleton gab an, damals mit Osborne zusammen Kokain konsumiert zu haben, und legte Fotos als Beweise vor. Osborne bestreitet, Kokain genommen zu haben. Mit ähnlichen Vorwürfen sah sich auch David Cameron vor seiner Wahl zum Vorsitzenden der Conservative Party konfrontiert.

Politische Karriere[Bearbeiten]

Während der BSE-Krise Mitte der neunziger Jahre arbeitete Osborne als Berater des britischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung. Von 1997 bis 2001 fungierte er als Redenschreiber und Sekretär des damaligen Vorsitzenden der Conservative Party, William Hague. Im Juni 2001 wurde er als Abgeordneter für Tatton in der Grafschaft Cheshire in das House of Commons gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war er der jüngste Abgeordnete der Conservative Party im Parlament. Bei den Wahlen zum Unterhaus im Jahre 2005 wurde er mit 51,8 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Anschließend wurde ihm im Alter von nur 33 Jahren das Ressort Finanzen im Schattenkabinett übertragen. Seitdem hat Osborne sich u. a. an der Idee einer Flat Tax interessiert gezeigt.

Nach dem Wahlsieg der Konservativen bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 wurde er zum Schatzkanzler ernannt. Er ist damit Mitglied im Kabinett Cameron unter Premierminister David Cameron.

Als Schatzkanzler betrieb Osborne eine konsequente Sanierungs- und Sparpolitik, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, das sich 2008/09 in einer tiefen Rezession befunden hatte, wiederherzustellen. Die wirtschaftliche Erholung Großbritanniens wurde maßgeblich als Verdienst seiner Finanz- und Wirtschaftspolitik betrachtet; die Tageszeitung The Times wählte Osborne daher zum „Briten des Jahres 2013“.[2]

Im August 2014 wurde auf Grund des Urteils des EuGHs der Verweis des Suchindexes von Google für die Begriffe George Osborne, brother, Islam’ oder Variationen davon auf den Wikipediaartikel, in welchem die Konvertierung von George Osbornes Bruder zum Islam erwähnt wurde, entfernt.[3][4]

Privates[Bearbeiten]

Osborne ist verheiratet mit der Autorin Frances Howell und hat zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: George Osborne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The future belongs to us, predicts Tory party's young star, Artikel des Daily Telegraph vom 22. Juli 2005
  2. George, der Drachentöter: Der Schatzkanzler als Held der Briten, Die Presse, 4. Januar 2014
  3. Wikipedia link to be hidden in Google under 'right to be forgotten' law, The Observer, 2. August 2014
  4. express.co.uk, Now Google BANS Express story about George Osborne’s ‘Muslim’ brother, 3. Juli 2014