Gertrude Ederle

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Gertrude Ederle

Gertrude Caroline Ederle (* 23. Oktober 1906 in New York; † 30. November 2003 in Wyckoff, New Jersey) war eine US-amerikanische Schwimmerin und die erste Frau, die den Ärmelkanal durchschwamm.

Gertrude Ederle war die Tochter eines deutschen Auswanderers nach New York und lernte angeblich im Frühjahr 1914 bei einem Besuch bei Verwandten im Bissinger See das Schwimmen.

Bereits mit zwölf Jahren stellte sie den ersten Weltrekord über 800 m Freistil auf. Sie brach in den folgenden Jahren elf weitere Weltrekorde und gewann bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris eine Gold- und zwei Bronzemedaillen.

Am 6. August 1926 durchschwamm sie als erste Frau den Ärmelkanal zwischen Cap Gris-Nez und Dover. Sie benötigte dazu 14 Stunden und 32 Minuten und war damit über zwei Stunden eher am Ziel als der bisherige Weltmeister. Sie wurde danach zur Ehrenbürgerin von New York ernannt[1].

Ederle war bereits seit ihrer Kindheit infolge einer Maserninfektion schwerhörig. Nachdem ihre Trommelfelle bei der Durchquerung des Ärmelkanals vom Salzwasser angegriffen wurden, begann sie zu ertauben, blieb ihrer Leidenschaft aber treu und betätigte sich als Schwimmlehrerin für taube Kinder.[2]

1933 wurde sie durch eine Wirbelsäulenverletzung gelähmt. Mit unermüdlichem Training gelang es ihr jedoch bis 1939, wieder laufen zu lernen, auch das Schwimmen gelang ihr später wieder. Unter Präsident Eisenhower wurde sie in den Beirat für Jugendertüchtigung aufgenommen[1].

Im Jahr 1965 wurde sie in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 144.
  2. Biografie bei HickokSports.com. Abgerufen am 30. März 2010.

Weblinks[Bearbeiten]