Hänssler Verlag

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Der Hänssler Verlag war ein christlicher Verlag, der vorwiegend Musik und evangelikale Schriften veröffentlichte. Seit der Fusion 2007 mit anderen evangelikalen Verlagen zum SCM-Verlags der Stiftung Christliche Medien wird das Portfolio unter der Marke SCM Hänssler fortgesetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach vergeblicher Suche nach einem Verlag, der nach dem Ersten Weltkrieg noch publizierte, um seine Vertonung des Gedichtes „Auf Adlers Flügeln getragen“ von Anni von Viebahn zu veröffentlichen, gründete Friedrich Hänssler am 1. April 1919 zusammen mit seiner Frau Friedericke in Stuttgart-Plieningen den Hänssler-Verlag. Neben eigenen Kompositionen veröffentlichte er Kirchenlieder weiterer Komponisten sowie klassische Musikwerke, unter anderem Werke des jüdischstämmigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy, weswegen der Verlag im NS-Deutschland 1933 öffentlich diffamiert und 1941 schließlich verboten wurde.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Friedrich Hänssler am 10. Juni 1945 als zehnter deutscher Verlag von den Alliierten die Lizenz zur Wiederaufnahme seiner Arbeit. 1950 trat sein Sohn Friedrich Hänssler in den Verlag ein und übernahm neun Jahre dessen Leitung. Der Verlag wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem der einflussreichsten christlichen Verlage Deutschlands ausgebaut. Nicht nur in den Printmedien sondern auch mit seinen Musiklabel Hänssler Music und vor allem Hänssler Classic verschaffte sich der Verlag internationale Anerkennung. In Deutschland arbeitete der Hänssler-Verlag in den christlichen Verlagskooperationen Edition C und ABC Team mit.

Im Mai 2002 trat der Hänssler-Verlag in die Stiftung Christliche Medien ein. Hier fusionierte er schließlich 2007 mit dem R. Brockhaus Verlag, Oncken-Verlag und ERF-Verlag zum SCM-Verlag. Der traditionsreiche Name blieb als Marke SCM Hänssler erhalten. [1]

Auswahl und Programm[Bearbeiten]

Jährlich werden etwa 120 Musikproduktionen unterschiedlichster Stilrichtung veröffentlicht. Das Klassikprogramm von SCM Hänssler setzt sich zusammen aus dem Label Hänssler Classic mit etwa 320 Titeln diverser Künstler, der Internationalen Bachakademie Stuttgart mit rund 250 Produktionen von Helmuth Rilling sowie SWR Music (ehemals: Faszination Musik) mit 150 Produktionen in Zusammenarbeit mit dem SWR. Mit der Edition Bachakademie veröffentlichte Hänssler Classic und die Internationale Bachakademie Stuttgart auf insgesamt 172 CDs das komplette vollständig sowie unvollständig erhaltene Kompositionswerk Johann Sebastian Bachs.

Unter dem Label Hänssler Music erscheinen sowohl klassisch-traditionelle als auch moderne Pop-, Rock- und Lobpreisproduktionen christlicher Interpreten wie Manfred Siebald, Christoph Zehendner, Hella Heizmann, Florence Joy, Jugend-für-Christus-Chor und Studiochor des Musischen Bildungszentrums unter der Leitung von Klaus Heizmann, Albert Frey, Johannes Nitsch, Christussänger, Cae Gauntt und Gerhard Schnitter mit dessen Chören Time To Sing, ERF Studiochor und Solistenensemble.

An Printmedien werden jedes Jahr etwa 110 Neuerscheinungen veröffentlicht. Das Repertoire reicht von Bibelübersetzungen wie Neues Leben über Sachbücher, Biografien und Romane bis hin zu Kinderbüchern. Die Autoren des Verlags entstammen vornehmlich dem evangelikalen Spektrum, so etwa Hartmut Steeb, Peter Hahne, Hartmut Hühnerbein, Michael Herbst, Ulrich Parzany, Jörg Swoboda oder Jürgen Werth. Daneben veröffentlichte Hänssler auch einzelne Bücher katholischer Autoren wie Bernhard Langer oder Gerard van den Aardweg.

In Kooperation mit anderen Verlagen veröffentlichte Hänssler bereits mehrere Gesangbücher für die Freikirchliche Gemeindepraxis wie Jesu Name nie verklinget in sechs Bänden, Singt mit uns!, Ich will dir danken!, Feiern & Loben sowie das Lobpreisliederbuch Feiert Jesus!. Während der Jugendchorbewegung der 1970er und 1980er versorgte der Verlag hunderte von Gesangsgruppen und Chören mit Liederbüchern wie Singt das Lied der Lieder in vier Bänden und Sag es allen in deiner Stadt mit dem damals völlig neuen geistlichen Liedgut.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.scm-haenssler.de/verlag/verlagsgeschichte.html