Peter Hahne

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Dieser Artikel behandelt den Fernsehmoderator Peter Hahne. Zur von diesem moderierten TV-Sendung siehe Peter Hahne (Fernsehsendung)
Peter Hahne, 2006

Peter Hahne (* 9. November 1952 in Minden) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Autor.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Hahne wurde als Sohn eines Drogisten in Minden (Westfalen) geboren.[1] Nach dem Abitur 1971 studierte er evangelische Theologie, Philosophie und Germanistik in Bethel, Heidelberg und Tübingen mit dem Berufswunsch Geistlicher[1]. Er schloss sein Studium als Diplomtheologe ab.[1] 1973 machte er ein Praktikum beim Saarländischen Rundfunk in der Chefredaktion „Politik“, dort blieb er bis 1985 als Hörfunkmoderator und Fernsehautor.

Peter Hahne (erste Reihe, zweiter von rechts, neben Margot Käßmann) während der EKD-Synode vom April/Mai 2009
Peter Hahne (ZDF) und Dr. Edmund Stoiber (CSU) beim Sommerinterview auf der Oberahornhütte 2010

Danach wechselte Hahne in die Hauptredaktion „Aktuelles“ des ZDF, wo er als Co-Moderator und Redakteur des heute-journal (1989-1991) und Studioredakteur der Hauptausgabe von heute (1991-1999) arbeitete. Er war außerdem an der Entwicklung der Kindernachrichtensendung logo! beteiligt, die er bis 1991 moderierte. Von 1999 bis Ende März 2010 war Hahne stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin, moderierte im Wechsel mit Peter Frey das Politmagazin Berlin direkt und führte mit diesem die ZDF-Sommerinterviews. Peter Hahne ist seit 1996 außerdem Kolumnist der Bild am Sonntag.

Peter Hahne war von 1992 bis Oktober 2009[2] Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), deren höchstem Leitungsgremium. 2005 war Hahne als Regierungssprecher der Großen Koalition Merkel/Müntefering im Gespräch, blieb jedoch beim ZDF. Außerdem ist er Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist, der dem CVJM nahesteht.[3]

Zum 1. April 2010 wechselte Hahne in die ZDF-Programmdirektion und erhielt ein nach ihm Peter Hahne genanntes [4] sonntägliches Talkformat, das am 27. Juni 2010 erstmals gesendet wurde.[5], für das er als Kuscheltalker kritisiert wurde. [6] [7] Sein Nachfolger als stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios ist der Auslandskorrespondent Thomas Walde.[8] Peter Hahne ist ledig und lebt in Berlin. [9]

[Bearbeiten] Weitere Aktivitäten

In seinen nach eigenem Verständnis das Christentum verteidigenden Büchern (Gesamtauflage über 6 Millionen) tritt er für seinen Glauben ein. Mit über 800.000 verkauften Exemplaren wurde sein Buch Schluss mit lustig, eine Kritik der von ihm so genannten „Spaßgesellschaft“, der Jahresbestseller der Spiegel-Liste im Jahr 2005, im Jahr 2006 erreichte es Platz fünf. Der Spiegel schrieb dazu: „Die Menschen lesen Hahne, weil sie Ratzinger nicht verstehen.“ Hahnes Bücher hätten den Papst-Boom deutlich abgehängt. „So klingt es auch in den Manifesten von Hahne über Di Fabio bis Langenscheidt, Bestseller-Veröffentlichungen, die sich unmöglich Unionswählern allein verdanken“ (Süddeutsche Zeitung, 22. Juli 2006). Die Wochenzeitschrift des Deutschen Bundestages, „Das Parlament“, schrieb: „Wer Deutschlands Befindlichkeit kennenlernen will, muß Hahnes Buch lesen“ (2005). In Italien wurde das Buch unter dem Titel „La festa è finita“ veröffentlicht.

Im Oktober 2001 wurde bekannt, dass Hahne im Rahmen seiner Tätigkeit als Kolumnist für die Bild am Sonntag zehn Zeilen nahezu wortgleich aus einem Feuilleton-Beitrag der Süddeutschen Zeitung übernommen hatte. Hierbei hatte Hahne das Zitat, anders als journalistisch üblich, nicht als solches gekennzeichnet. Hahne entschuldigte sich, nachdem der Vorfall bekannt geworden war, schriftlich.[10]

[Bearbeiten] Ehrungen

1983 erhielt Peter Hahne den Kurt-Magnus-Preis der ARD, 1995 den Preis für Evangelische Publizistik und 2000 den Goldenen Gong für herausragende Hauptstadt-Berichterstattung.
Er ist Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei und gewann den Bambi-Publikumspreis als beliebtester Nachrichtenmoderator von ARD/ZDF.
Im November 2006 erhielt Hahne den unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission stehenden deutsch-italienischen Kulturpreis Capo Circeo.
2011 wurde ihm vom Verein Deutsche Sprache die Ehrenmitgliedschaft verliehen.[11]

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Kurzbiografie bei Vanityfair.de
  2. EKD:Rat – Wahlergebnisse
  3. Kuratorium ProChrist e.V.
  4. Peter Hahne startet mit Käßmann seine neue Karriere auf welt.de vom 21. Juni 2010
  5. ZDF-Premiere: Peter Hahnes neue Talkshow ist gefährlich nett auf welt.de vom 27. Juni 2010
  6. http://www.dwdl.de/magazin/31016/peter_hahne_wenn_keiner_ber_einen_redet_ist_man_tot/
  7. http://www.tagesspiegel.de/medien/ich-bin-hans-im-glueck/1869180.html
  8. Peter Hahne bekommt eigene Talksendung Spiegel Online vom 22. Januar 2010
  9. http://www.mdr.de/riverboat/1813091-hintergrund-7562377.html
  10. vgl. z.B. Doppelt exklusiv, Spiegel Online, 1. Oktober 2001
  11. Bekannte Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache. Abgerufen am 27. Januar 2012.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Peter Hahne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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