Hringvegur
Der Hringvegur ['r̥iŋkˌvεːɣʏr̥] (dt. Ringstraße) oder auch Þjóðvegur 1 (dt. Nationalstraße 1) ist eine Hauptverkehrsverbindung in Island und als solche Teil des isländischen Straßensystems.
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[Bearbeiten] Verlauf
Der Hringvegur verläuft rund um die Hauptinsel von Island über eine Gesamtlänge von 1339 km. Fast alle wichtigen Städte und Orte liegen an ihm, angefangen bei der Hauptstadt Reykjavík über Borgarnes, Akureyri, Egilsstaðir, Höfn bis Selfoss.
[Bearbeiten] Von Reykjavík nach Borgarnes
- Reykjavik, Vesturlandsvegur (km 0)
- 430
- Mosfellsbær
- 36 zum See Þingvallavatn- Hofsvík
- 47 um den Hvalfjörður
Hvalfjarðargöng (Tunnel; Länge: 5.762 m, Höhe: 165 m)
Maut für den Hvalfjarðargöng
- 503 nach Akranes
- 51 nach Akranes
- 47 um den Hvalfjörður
- 504 nach Leira
- 505
- 53 nach Hvanneyri
Borgarfjarðarbrú (Brücke; Länge: rund 500 m)- Borgarnes
[Bearbeiten] Von Borgarnes nach Blönduós
- Borgarnes
- 54 zur Halbinsel Snæfellsnes und nach Ólafsvík
- 530 zur 53
- 53 nach Hvanneyri
- 553 nach Langavatn
- 50 nach Reykholt- Bifröst
- 60 nach Buðardalur und zur Region Vestfirðir- Hvammur
- 61 nach Hólmavík und zur Region Vestfirðir- Staður
- 702 nach Heggstaðanes
- 704 zur F578- Laugarbakki
- 72 nach Hvammstangi
- 711 zur Halbinsel Vatnsnes
- 714
- 715- Lækjamót
- 721 nach Þingeyrar
- 722
- 724
- 725
[Bearbeiten] Von Blönduós nach Akureyri
- Blönduós
- 731
- 741
- 74 nach Skagaströnd- Holtastaðir
- 734
- 762
- 752 nach Steinsstaðabyggð- Varmahlíð
- 75 nach Sauðárkrókur
- 76 nach Siglufjörður
- 759
- 814
- 815
- 816
- 82 nach Dalvík- Akureyri
[Bearbeiten] Von Akureyri nach Egilsstaðir
- Akureyri
- 829 nach Möðruvellir- Svalbarðseyri
- 83 nach Grenivík
- 834
- 835
- 85 nach Húsavík
- 841
- 847
- 848 nach Mývatn
- 860- Reykjahlíð
- 863 nach Krafla
- F862
- F88 nach Askja
- 864 nach Dettifoss und Ásbyrgi
- 901 nach Möðrudalur
- 85 nach Vopnafjörður
- 923
- 924
- 925
- 929- Fellabær
- 931
- Egilsstaðir
[Bearbeiten] Von Egilsstaðir nach Höfn
- Egilsstaðir
- 93 nach Seyðisfjörður
- 92 nach Eskifjörður und Neskaupstaður
- 931
- 939
- 966
- 962
- 964- Breiðdalsvík
- 96 nach Reyðarfjörður
- 939- Djúpivogur
- 98 zum Flugplatz von Djúpivogur
- F980
Almannaskarðsgöng (Tunnel; Länge: 1.308 m)
- 99 nach Höfn- Höfn
[Bearbeiten] Von Höfn nach Selfoss
- Höfn
- Bjarnanes
- 984
- 986
- F985
- 998
Skeiðarárbrú (Brücke über die Skeiðará; Länge: 904 m)- Kálfalfell
- 201
- 202- Kirkjubæjarklaustur
- F206
- 208
- 204
- 209
- 211 nach Þykkvabæjarklaustur
- 214- Vík
- 215
- 218
- 219
- 222
- 221
- 242
- 243
- 245
- 246
- 247
- 249
- 251
- 252
- 255- Hvolsvöllur
- 264
- 266- Hella
- 25 nach Þykkvibaer
- 30
- 33 nach Stokkseyri- Selfoss
[Bearbeiten] Von Selfoss nach Reykjavík
- Selfoss
- 34 nach Stokkseyri
- 35 nach Gullfoss und F35- Hveragerði
- 38 nach Þorlákshöfn
- 38 nach Þorlákshöfn
- 417 nach Hafnarfjörður
- 41 zum Flughafen Keflavík- Reykjavik (km 1 339)
[Bearbeiten] Geschichte
Zunächst wurde die Verbindung nach Norden Richtung Akureyri ausgebaut sowie nach Südosten Richtung Selfoss über die Hellisheiði, wobei man sich in etwa an den Verlauf ehemaliger Hauptverbindungswege hielt. Diese sahen noch in den 1930er Jahren recht abenteuerlich aus, wie man an erhaltenen Stücken etwa auf der Holtavörðuheiði unschwer erkennen kann. Nicht umsonst präsentiert sich auf dieser Hochebene (Erinnerungstafel am Kattahrýggur) stolz ein Paar, das dies Abenteuer gewagt hat, dem Fotografen.
In den 1970er Jahren begann man die südliche Strecke nach Höfn über die Sanderebene Skeiðarársandur auszubauen und stellte die Ringstraße schließlich 1974 mit der Brücke über die Skeiðará fertig. Man wusste jedoch Bescheid über die Gefahren, denen dieser Teil der Straße ausgesetzt sein würde. Tatsächlich wurde sie zwischen Kirkjubæjarklaustur und Skaftafell bei dem Gletscherlauf 1996 teilweise zerstört.
Nur noch einige Teile der Straße zwischen Egilsstaðir nach Süden zur Küste bei Breiðdalsvík präsentieren sich noch als Schotterpiste. Die Alternative durch die Ostfjorde ist bereits asphaltiert. Die Straße wird jedoch ständig weiter verbessert, sie wurde schon fast durchgängig asphaltiert, zuletzt etwa zwischen Egilsstaðir und Mývatn über die wüstenhafte Hochebene Möðrudalsöræfi. Neue Trassen und die Eröffnung von Tunneln verkürzen die Strecke auch immer wieder, wie etwa durch den Ausbau des Tunnels unter dem Hvalfjörður bei Akranes und den kürzlich eröffneten Tunnel unter dem Pass Almannaskarð östlich von Höfn. Hier war früher das größte Gefälle der Ringstraße.
[Bearbeiten] Bedeutung
Der Hringvegur ist mithin die wichtigste Verkehrsader Islands. Er erfreut sich bei Touristen in Island ungebrochener Beliebtheit, liegen doch zahlreiche Sehenswürdigkeiten in ihrer Nähe.
In den letzten Jahren haben sich ihrer auch Künstler angenommen und sie zum Thema von Filmen und Romanen gemacht, etwa des Films Hringurinn von Friðrik Þór Friðriksson (1984) und des Romans Hjartastaður (Herzort) von Steinunn Sigurðardóttir (1995).
[Bearbeiten] Literatur
- Conrad Stein/Hans Peter Richter: Rund um Island auf der Ringstraße, Conrad Stein Verlag, ISBN 978-3-86686-288-3
[Bearbeiten] Weblinks
- Langfristige Ausbaupläne der Straßen/auf der Karte rot
- Eine Tour auf der Ringstrasse, SPIEGEL-Artikel
- Das isländische Straßenbauamt mit Straßenwacht (Englisch)
- Karte, die den Straßenbelag zeigt (geteert: schwarz b. 2009, rot b. 2010, Rest nicht geteert)(isländisch)
- Zur Vollendung des Hringvegur und dem Brückenbau auf dem Skeiðarársandur (mit Karte) (isländisch)