Ferdinand Tönnies

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Ferdinand Tönnies
Denkmal-Büste in Husum

Ferdinand Tönnies (* 26. Juli 1855 bei Oldenswort; † 9. April 1936 in Kiel) war ein deutscher Soziologe, Nationalökonom und Philosoph. Mit seinem 1887 erschienenen Grundlagenwerk Gemeinschaft und Gesellschaft veröffentlichte er das erste deutsche explizit soziologische Werk. Tönnies trug auch bedeutend zur soziologischen Feldforschung bei. Von 1909 bis 1916 und von 1921 bis 1933 war er Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Familie[Bearbeiten]

Tönnies ist der Sohn des Marschbauern August Tönnies und der Pastorentochter Ida Mau.

Er heiratete 1894 die holsteinische Pächterstochter Marie Sieck (1865–1937), mit der er fünf Kinder hatte: Gerrit, Jan Friedrich, Kuno, Franziska und Carola Tönnies.[1] Sibylle Tönnies ist ein Enkelkind von ihm.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Ferdinand Tönnies ist der einzige „Klassiker“ der deutschen Soziologie, der nicht aus großstädtischem Milieu stammt, sondern aus einer (groß)bäuerlichen Familie vom Haubarg Op de Riep bei Oldenswort auf Eiderstedt im damals noch dänischen Herzogtum Schleswig. Die Familie zog später ins nahe Husum. Damit kommt in Nordfriesland mit Walfang und Überseehandel neben den dörflichen Erfahrungen ein zweites Element seiner sozialen Herkunft ins Spiel, das sein soziologisches Werk, insbesondere sein wenig idealistisches Bild über Gemeinschaft, prägen sollte.

Ausbildung[Bearbeiten]

In Husum arbeitete der hochbegabte Gymnasiast als Korrekturgehilfe von Theodor Storm.[2] Mit Theodor Storm verband Tönnies noch später Verehrung und Freundschaft. Storms Einfluss unterstützte Tönnies’ distanziertes Verhältnis zur Religion sowie seine Grundeinstellung, die auch als monistisch und spinozistisch bezeichnet wird.

Bereits mit 16 Jahren bestand Tönnies die Abiturprüfung mit den Fremdsprachen Latein, Griechisch, Hebräisch, Englisch, Französisch und Dänisch. Ein Mitglied der Königlichen Prüfungskommission hielt fest, dass er noch nie ein so schönes Abiturzeugnis unterschrieben habe.[3] 1872 begann er ein Studium der Philologie und Geschichte in Jena. Hier wurde er bei der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller aktiv.[4] In Jena diente auch während seines Wehrpflichtjahres im Füsilierbataillon des Regiments Nr. 94 „Großherzog von Sachsen“ ab.[5] Aus seiner Studienzeit im Wintersemester 1879/80 bei Wilhelm Wundt an der Universität Leipzig rührt auch Tönnies’ Verbindung zu Paul Barth, der ihm später sein Werk Die Philosophie der Geschichte als Soziologie widmete.[6] Anschließend folgten Studienaufenthalte an den Universitäten Bonn, Berlin und Tübingen. Unter den Pseudonymen Julius Tönnies und Normannus veröffentlichte er einige Schriften und wurde 1877 noch auf Latein über das Orakel des Ammon in der ägyptischen Oase Siwa zum Dr. phil. promoviert.

Die noch günstigen Vermögensverhältnisse seiner Familie erlaubten ihm ein privates Studium der Philosophie und der Staatswissenschaften. Auf Anregung seines älteren Freundes Friedrich Paulsen wandte er sich Thomas Hobbes zu und machte 1878 in England wichtige Archiventdeckungen zu dessen Leben und Werk. Er wird daher auch als Hobbes’ Wiederentdecker angesehen. 1878 bis 1879 war er eifriges Mitglied des Statistischen Bureau in Berlin und Schüler von Ernst Engel, Richard Böckh und Adolph Wagner. 1881 habilitierte er sich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[7]

1884 heiratete er die holsteinische Pächterstochter Marie Sieck (1865–1937), obwohl er mit der Schwabinger Malerin und Schriftstellerin Franziska Gräfin zu Reventlow noch von Husum her befreundet war und auch von Lou Andreas-Salomé zeitweise sehr angezogen war. Im selben Jahr zog das junge Ehepaar nach Hamburg. 1898 zogen sie ins damals noch nicht zu Hamburg gehörende Altona. 1901 erwarb Tönnies ein Haus im großherzoglich-oldenburgischen Eutin.

Wissenschaftliche Karriere in Kiel[Bearbeiten]

1887 brachte Tönnis sein fundamentales Werk Gemeinschaft und Gesellschaft (GuG) heraus, dessen zweite Auflage 1912 erschien. 1904 bereiste er anlässlich der Louisiana Purchase Exposition, der Weltausstellung in St. Louis, die USA und wurde für den Beraterkreis des American Journal of Sociology gewonnen. Während seines Aufenthalts in Hamburg und Altona widmete er sich unter anderem den Ursachen des Hamburger Hafenarbeiterstreiks von 1896/97. Dies trug ihm das dauernde Misstrauen der preußischen Hochschulaufsicht ein.[7] Da er auch als Befürworter der Arbeiterbewegung galt, wurde er erst im Jahre 1909 im Alter von 54 Jahren außerordentlicher Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[7] Ebenfalls 1909 gründete er de Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) mit.

1913 übernahm er als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für Wirtschaftliche Staatswissenschaften, aber wurde 1916 auf eigenen Wunsch emeritiert.[7] Ab 1917 war Tönnies Geheimrat. In dieser Zeit ruhte die Aktivität der DGS Im Verlauf der deutschen Inflation von 1914 bis 1923 verfiel das Familienvermögen, so dass Tönnies gezwungen war, 1920 sein Haus in Eutin zu verkaufen. Er kehrte wieder nach Kiel zurück und nahm dort 1921 einen besoldeten Lehrauftrag für Soziologie an. Im selben Jahr verlieh ihm die Universität Hamburg den juristischen Ehrendoktor.

1922 wurde die im 1. Weltkrieg ruhende DGS wieder belebt. Die Universität Bonn verlieh ihm 1927 einen Ehrendoktor. Tönnies war inzwischen in ganz Europa und den USA als Soziologe hoch angesehen und wurde Mitglied und Ehrenmitglied vieler ausländischer soziologischer und philosophischer Gesellschaften und Institute. Auch trat er 1930 in die SPD ein.[8]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Als einer der ersten Soziologen kritisierte Tönnis ab 1930 öffentlich den erstarkenden Nationalsozialismus.[7] Nach der NS-Machtergreifung 1933 verlor er daher seine Lehrbefugnis in Kiel sowie wurde als Präsident der DGS entfernt. Schlußendlich verlor er auf Grundlage des „Berufsbeamtengesetzes“ seinen Beamtenstand am 26. September 1933. Dadurch verlor er auch seine Emeritenbezüge. Durch die dann einsetzende finanzielle Notlage sah er sich gezwungen, seine Bibliothek größtenteils zu verkaufen.

Viele seiner Schüler und vier seiner Kinder verließen das Deutsche Reich. Am 9. April 1936 starb er in Kiel, wobei einige ältere Lexika fälschlicherweise den 11. April als Todestag angeben. Sein Grab und das seiner Frau Marie Tönnies befinden sich auf dem Parkfriedhof Eichhof bei Kiel. Vor dem Schloss vor Husum wurde 2005 anlässlich seines 150. Geburtstages die von Raimund Kittl gestaltete Büste mit dem Text „Ferdinand Tönnies / 1855–1936 / Begründer der Soziologie“ enthüllt.

Arbeitsfelder[Bearbeiten]

Besonders populär ist Tönnies’ Entgegensetzung der zwei Begriffe „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“. In seinem Werk Gemeinschaft und Gesellschaft gibt er der damals neuen „Soziologie“ die Aufgabe, zu erklären, warum Menschen einander ‚bejahen‘. Denn dass sie einander verneinen (entgegenstehen), hält er für natürlich. Nach Tönnies bejahen Menschen einander entweder, weil sie sich gemeinsam als Mittel für die höheren Zwecke eines Kollektivs empfinden und dergestalt „gemeinschaftlich handeln“ (z. B. in der Familie), oder, weil sie sich willentlich verbünden, um sich für ihre individuellen Zwecke rational dieser Zusammenschlüsse als Mittel zu bedienen („gesellschaftlich handeln“) (z. B. in einer Aktiengesellschaft). Diese beiden Willensrichtungen sind ihm also begrifflich unvereinbar, in der Wirklichkeit aber erscheinen sie immer miteinander vermischt.

Seine publizistische Aktivität war darüber hinaus thematisch weit gespannt und umfangreich, sowohl in den Bereichen der Soziologie, der Statistik und der Forschung zu Thomas Hobbes, als auch – mit republikanischer Grundüberzeugung – zu aktuellen politischen Themen des Ersten Weltkriegs[9] und scharf gegen den Nationalsozialismus.

Hervorzuheben sind seine Studien zum Voluntarismus (er prägte diesen Begriff), zur Typologie, seine Beiträge zur Naturrechts-Debatte, sodann zum sozialen Wandel (zur Sozialen Frage, zur „Neuzeit“), zur öffentlichen Meinung, zu den Themen der Sitte, der Kriminalität und des Suizids, zur Methodologie der Statistik (Tönnies’ Korrelationskoeffizient), sowie seine Neubelebung der internationalen Hobbes-Diskussion (mit Herausgabe von dessen ungedruckten Manuskripten).

Wirkung[Bearbeiten]

Tönnies wirkte ab etwa 1900 stark auf die Intellektuellen des späten Kaiserreiches und der Weimarer Republik, vor allem, weil mit der Jugendbewegung der Begriff „Gemeinschaft“ populär wurde. Die in einem Deutschen Reich wachsender Städte, kapitalistischer Märkte oder straff geführter Gymnasien sich entfremdet fühlenden Jugendlichen vermissten Gemeinschaft und versuchten diese emphatisch herzustellen. Tönnies’ Theorie und Begriffsbildung stand hierfür bereit; Gemeinschaftsrhetorik wirkte bis in die Gemeinschaftstümelei der Nazis („Volksgemeinschaft“) fort. Der Umstand, dass begeisterungssüchtige Jahrgänge bei Tönnies auf einen skeptischen Rationalisten stießen, förderte zunächst Tönnies’ Erfolg, führte aber im weiteren Verlauf auch dazu, dass er vereinzelt als Vorläufer des Nationalsozialismus bezeichnet wurde.

Im Ersten Weltkrieg gehörte Tönnies zu den Verfechtern der Ideen von 1914.

Unmittelbaren Einfluss hatte Tönnies auf Soziologen wie z. B. Dimitrie Gusti, Herman Schmalenbach, Hans Lorenz Stoltenberg, Max Graf zu Solms, Ewald Bosse, Rudolf Heberle[10], Eduard Georg Jacoby, Werner J. Cahnman und Alexander Deichsel. Heberle heiratete zudem Tönnies Tochter Franziska.

Obwohl er Karl Marx als Analytiker der „Gesellschaft“ bewunderte und vieles von ihm übernahm, sah er in ihm einzig den „Gesellschafts“-Theoretiker, der die Kategorie der „Gemeinschaft“ überging. Dies stand der Rezeption Tönnies’ später im Ostblock entgegen.

Als „Pessimist“ wurde Tönnies bereits früh von Harald Höffding kritisiert, weil er den Untergang der neuzeitlichen (‚westlichen‘) Zivilisation in wenigen hundert Jahren voraussah – wie dies zahlreiche Autoren mit unterschiedlichen Begründungen getan haben, so Spengler oder Borkenau. Den Pessimismusvorwurf wies er, lebenslang auf Reformen bedacht, stets zurück.

Angesichts des Nationalsozialismus' wurde beanstandet, dass Tönnies Max Webers dritte Kategorie der Herrschaft (neben vergemeinschaftender „traditionaler“ und vergesellschaftender „rationaler Herrschaft“) nicht in seinem Begriffs-System unterbringe: die „charismatische“ Herrschaft. So schlug bereits Herman Schmalenbach als zusätzliche Kategorie den „Bund“ vor. Man kann in diesem Manko mit Jürgen Zander[11] den Grund für Tönnies’ Fehldiagnose des Nationalsozialismus sehen: Er sagte dessen baldiges Scheitern voraus und vermutete dessen Rückzug in eine Restaurierung der Monarchie. Grund für diese 1933-1935 nicht seltene Fehlhaltung des ‚Hitler-abwirtschaften-Lassens‘ ist nach Zander, dass Tönnies’ Denken der Anziehungskraft des Außeralltäglichen auf Menschen verständnislos gegenüberstehe, auf der charismatische Herrschaft aufbaue. Dieses Charisma-Manko hat Tönnies stets bestritten, gerade mit Hitler hat er sich auch publizistisch mehrfach beschäftigt, ebenso wie mit der „Schwarmgeisterei“ seiner Anhänger, und er hat noch 1935 in Geist der Neuzeit betont, wie sich in wirtschaftlichen Krisen die verunsicherten Menschen auf einmal wieder älteren sozialen Mustern zuwenden. Auch weisen neuere Forschungen (Michael Günther) auf seine einschlägige Behandlung der „Masse“ hin.

Insgesamt erhielt sich Tönnies’ hoher Ruf nach 1933 in der englischsprachigen (USA, Australien, Neuseeland) und der japanischen Soziologie zunächst mehr als in der deutschen.

In den USA hat namentlich Talcott Parsons die normaltypischen Eigenschaften von „Gemeinschaft“ bzw. „Gesellschaft“ idealtypisch für seine fünf pattern variables benutzt. Rudolf Heberle hat Tönnies’ Ansatz für seine Studien über Massenbewegungen verwandt, Werner J. Cahnman ihn mit dem von George Herbert Mead verbunden. In Japan ist Shoji Kato zu nennen, in Polen Stanisław Kozyr-Kowalski, in Russland Rimma Schpakova, in Schweden Johan Asplund und in Spanien Ana Isabel Erdozain.

Anders in Deutschland: Max Webers Ruhm begann schon in der Weimarer Republik den seinen zu überstrahlen. Im 'Dritten Reich' war Tönnies als Gegner selbstverständlich persona non grata; sein Geist der Neuzeit erschien 1935 fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, und er wich mit Publikationen u. a. nach Frankreich und in die Niederlande aus. Seine Rezeption in der deutschen Soziologie riss jahrelang ab (ähnlich wie die Georg Simmels), wiewohl sich in dieser Zeit Carl Schmitt der tönnesianischen Sicht von Hobbes bediente, um sich staatstheoretisch von primitiven NS-Verherrlichungen der „Macht“ abzusetzen.

In der Bundesrepublik Deutschland griff nach dem Zweiten Weltkrieg René König, alarmiert durch den Missbrauch des „Gemeinschafts“-Begriffs im Nationalsozialismus und inspiriert von Theodor Geigers epistemologischen Vorwürfen[12] den tönniesianischen Ansatz an. Für den Durkheim-Bewunderer (Soziales nur durch Soziales erklären) König war Tönnies’ philosophische und erkenntnistheoretische Fundierung der falsche Weg.[13] Alfred von Martin bewertete Königs Tönnies-Kritik als symbolischen Bruch mit der wissenschaftlichen Vergangenheit in Zeiten der Hinwendung zur empirischen Sozialforschung.[14] Der ebenfalls wirkungsstarke Helmut Schelsky überging Tönnies. Die Frankfurter Schule würdigte Bewunderer von Karl Marx nicht, die keine Marxisten waren; so auch die Soziologie in der DDR (Ausnahme: Günther Rudolph). Erst 1980 brach das (erste) von der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft und der Universität inaugurierte internationale Tönnies-Symposion in Kiel wieder das Eis. 1982 gründete Alexander Deichsel die Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Soziologie der Universität Hamburg und entwickelte dort seine auf Tönnies gestützte Markensoziologie. Tönnies kehrte damit in die deutsche soziologische Theoriedebatte zurück. Der Forschungsfortgang wird von der Zeitschrift Tönnies-Forum begleitet. Die Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle befindet sich seit 2003 an der Universität Klagenfurt.[15]

Über den Bereich der Soziologie hinaus entfaltete sein Werk auch relative Wirkung in anderen Wissenschaftsbereichen. So ist GuG für die Geschichtsphilosophie von Paul Barth von Bedeutung, der sich axiomatisch auf Tönnies’ Willensaxiomatik stützt. Auch der Theologe Dietrich Bonhoeffer entwickelte durch seine Auseinandersetzung mit Tönnies seinen bis heute bedeutenden Beitrag zur Ekklesiologie.

Tönnies’ umfangreicher Nachlass wird von der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel betreut.

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Tönnies war ein außergewöhnlich produktiver Autor[18], seine theoretischen und empirischen Schriften, seine Rezensionen, sowie seine vielfältigen Stellungnahmen zu Zeitproblemen füllen die im Erscheinen begriffenen 24 Bände der Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe (TG, im Auftrag der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft (FTG) kritisch ediert von Lars Clausen, Alexander Deichsel, Cornelius Bickel, Rolf Fechner (bis 2006), Carsten Schlüter-Knauer, Uwe Carstens (seit 2006)).[19]

Der Kieler Soziologe und Tönniesforscher Lars Clausen (1935-2010) kennzeichnete Tönnies’ Gelehrtenprosa als eine Sprache mit sorgfältiger Textgliederung sowie fundiertem und kleinschrittigem Begriffsaufbau. Tönnies habe, obgleich stets etymologisch fundiert formulierend, Gräzismen und Latinismen gescheut. Seine Begriffe, etwa „Gemeinschaft“ oder „Öffentliche Meinung“, entnahm er der deutschen Sprache. Dabei enthielten seine Texte durchaus gelehrte Pointen, die aber niemals effekthascherisch wirkten.[20] Selbst in kritischen Stellungnahmen, z. B. zu tagespolitischen Problemen, war der Soziologe darauf bedacht, persönliche Kränkungen zu vermeiden. Und dies, obwohl seine Urteile deutlich, ja nicht selten scharf ausfielen.[21]

Dieser gelehrte Soziologe hat die Entwicklung des „Bauernkinds vom Heubarg“, das Deutsch wie Dänisch sprach, dessen Abiturfächer 1871 „auf dem humanistischen Gymnasium Griechisch, Latein, Hebräisch, Englisch, Französisch, Dänisch“ waren, das, einundzwanzigjährig, 1877 „auf Latein über das Orakel des Zeus Ammon in Siva promoviert“ und, sechsundzwanzigjährig, 1881 in Kiel habilitiert wurde, und dessen besondere und besonders kreative intellektuelle Leistung als „Begründer“ der Soziologie in Deutschland auch von der wissenschaftsmethodologischen Seite her so beschrieben:

„Das Geheimnis des sozialen Lebens sei es, den vielfältig einander verneinenden Kräften aller handelnden Menschen gegenüber eine besondere, eine ganz ausgefallene Überlebenschance willentlich zu ergreifen – die gegenseitige soziale Bejahung. Sie erscheint zunächst widernatürlich, Verneinung ist der Normalfall, aber gerade deswegen ist die Bejahung eigens erklärungsbedürftig. Wiegestalt nun die zugleich willens- und denkfähigen Menschen ihre wechselseitigen Bejahungen ausüben, wie sie sie empfinden oder kalkulieren, das ist der besondere Erkenntnisgegenstand dieser neuen Wissenschaft.“[22]

Im Einzelnen:

  • De Jove Ammone questionum specimen. Tübingen 1877.
  • Gemeinschaft und Gesellschaft. Abhandlung des Communismus und des Socialismus als empirischer Culturformen. Berlin, 1887. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv; ab 2. Aufl. 1912 mit dem Untertitel Grundbegriffe der reinen Soziologie, zahlreiche Auflagen, zuletzt Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 2005.
  • Hobbes Leben und Lehre. Stuttgart 1896.
  • Der Nietzsche-Kultus. [1897] 2005, Tönnies-Forum, Jg. 14, H. 1.
  • Schiller als Zeitbürger und Politiker. Buchverlag der Hilfe, Berlin-Schöneberg 1905 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 7, S. 3–59).
  • Strafrechtsreform. Pan, Berlin 1905 (Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 7, S. 61–118).
  • Eugenik (über: Galton, Francis: Restrictions in marriage. Studies in national eugenics, Eugenics as a factor in religion. Followed by an abstract of an earlier memoir eugenics: its definition); In: Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich; Band 29 (1905), S. 1089–1106[23]
  • Philosophische Terminologie in psychologisch-soziologischer Ansicht, Thomas, Leipzig 1906 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 7, S. 119–250);
  • Die Sitte, Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1909
  • Die soziale Frage, 1907, zuletzt: Die soziale Frage bis zum Weltkriege, Vorwort: Cornelius Bickel, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1989
  • Thomas Hobbes, der Mann und der Denker, Leipzig 1912, (zweite, erweiterte auflage der schrift Stuttgart 1896)
  • Der englische Staat und der deutsche Staat, Karl Curtius, Berlin 1917 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 10);
  • Weltkrieg und Völkerrecht, S. Fischer Verlag, Berlin 1917 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 10);
  • Theodor Storm. Zum 14. September 1917. Gedenkblätter, Karl Curtius, Berlin 1917, (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 10);
  • Marx. Leben und Lehre, Jena 1921;
  • Kritik der öffentlichen Meinung [Erstausgabe 1922; fehlerhaftes Faksimile Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2006, 583 S.], 2002 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 14)
  • Ferdinand Tönnies, Kiel; in: Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Hg. Raymund Schmidt. Leipzig 1922; ²1923, Band III, S. 203–242
  • Macht und Wert der Öffentlichen Meinung; in: Die Dioskuren. Jahrbuch für Geisteswissenschaften, 2 (1923) 1, S. 72–99;
  • Soziologische Studien und Kritiken, 3 Bde., Jena 1924, 1926, 1929: 374 S., 457 S., 475 S. (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 15); bes. Der Begriff der Gemeinschaft; in: Bd. 2, 1926, S. 268–276;
  • Die Öffentliche Meinung in Deutschland in ihren jüngsten Phasen; in: Die Böttcherstraße, 1 (1928) 1, S. 36–42
  • Einleitung; in: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Berlin: Deutscher Wirtschaftsverlag, 1930. 2 Bände. Mit Tausenden von Portraits im Text, 2124 S.[unpag.]
  • Einführung in die Soziologie, Stuttgart: Enke, 1931, 328 S.; 2., unveränderte Auflage ebda., XXVII/328 S. [fehlerhaftes Faksimile der EA: Edition Classic, VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2006, ISBN 3-86550-600-3]
  • Mein Verhältnis zur Soziologie; in: Richard Thurnwald, Hg., Soziologie von heute. Ein Symposion der Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie, Leipzig: C.L. Hirschfeld, 1932, S. 103–122;
  • Geist der Neuzeit, 1935 (in: Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe, Bd. 22, S. 3–223)
  • Ferdinand Tönnies, Friedrich Paulsen. Briefwechsel 1876–1908, hgg. von Olaf Klose, Eduard Georg Jacoby und Irma Fischer, Hirt, Kiel 1961 (Veröffentlichungen der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, N.F., 27).
  • Die Tatsache des Wollens, aus dem Nachlass hgg. von Jürgen Zander, Duncker & Humblot, Berlin 1982.
  • Ferdinand Tönnies, Harald Höffding: Briefwechsel, hgg. u. komm. von Cornelius Bickel und Rolf Fechner, Duncker & Humblot, Berlin 1989, ISBN 3-428-06773-8 (Beiträge zur Sozialforschung, Bd. 4).

Als thematische Sammelwerke erschienen ferner:

  • Soziologische Schriften 1891–1905, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2008, 341 S..
  • Schriften und Rezensionen zur Anthropologie, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2009, 463 S.
  • Schriften zu Friedrich von Schiller (mit einem Essay von Josef Winkler), hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2009, 97 S.
  • Schriften und Rezensionen zur Religion, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2010, 402 S.
  • Geist der Neuzeit, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2010, 252 S.
  • Schriften zur Staatswissenschaft, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2010, 499 S.
  • Schriften zum Hamburger Hafenarbeiterstreik, hgg. von Rolf Fechner, Profil-Verlag, München/Wien 2011, 271 S.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Biographien
  • Cornelius Bickel: Ferdinand Tönnies. Soziologie als skeptische Aufklärung zwischen Historismus und Rationalismus. Westdeutscher Verlag, Opladen 1991.
  • Cornelius Bickel: Ferdinand Tönnies, in: Dirk Kaesler (Hrsg.): Klassiker der Soziologie. Bd. 1, Von Auguste Comte bis Alfred Schütz. 5. Aufl., C. H. Beck, München 2006, S. 114–127, ISBN 3-406-54749-4.
  • Uwe Carstens: Ferdinand Tönnies. Friese und Weltbürger. Ergänzte und völlig überarbeitete 2. Auflage, Verlag Nordfriisk Instituut, Bredstedt 2013, ISBN 978-3-88007-381-4.
  • Uwe Carstens: Lieber Freund Ferdinand. Die bemerkenswerte Freundschaft zwischen Theodor Storm und Ferdinand Tönnies, Verlag BoD, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-4762-2.
  • Lars Clausen: Ferdinand Tönnies (1855–1936). In: Christiana Albertina. Kiel 2006, S. 63–69.
Untersuchungen
  • Alfred Bellebaum, Das soziologische System von Ferdinand Tönnies unter besonderer Berücksichtigung seiner soziographischen Untersuchungen, München 1966
  • Lars Clausen / Carsten Schlüter[-Knauer] (Hrsg.): Hundert Jahre „Gemeinschaft und Gesellschaft“. Ferdinand Tönnies in der internationalen Diskussion, Leske + Budrich, Opladen 1991 (mit Beiträgen von Jendris Alwast, Niall Bond, Lars Clausen, Alexander Deichsel, Michael Dreyer, Rolf Fechner, Klaus Frerichs, Friedrich Fürstenberg, Michael Th. Greven, Perry H. Howard, Dirk Käsler, Shoji Kato, Stanislaw Kozyr-Kowalski, Oliver Lemcke, Harry Liebersohn, Peter-Ulrich Merz-Benz, Bärbel Meurer, Hermann Pfütze, Andrzey Przestalski, Otthein Rammstedt, Emmanuel Richter, Horst Rode, Günther Rudolph, Mildred Schachinger, Carsten Schlüter[-Knauer], Sibylle Tönnies, Hero Tsioli, Manfred Walther, Rainer Waßner, Bernard Willms)
  • Lars Clausen / Carsten Schlüter[-Knauer] (Hgg. unter Mitarbeit von Rolf Fechner): „Ausdauer, Geduld und Ruhe“. Fragen und Quellen der Tönnies-Forschung. Fechner, Hamburg 1991 (mit Beiträgen von Dieter Andresen, Dieter Anschlag, Gottfried Deetjen, Rolf Fechner, John Fraser, Josef Gunz, Peter-Ulrich Merz-Benz, John Offer, Carsten Schlüter[-Knauer], Gabriele Schreib, Edgar Weiß)
  • Alexander Deichsel: Von Tönnies her gedacht, Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle, Bd. 5, Fechner, Hamburg 1987
  • Rolf Fechner: Ferdinand Tönnies. Werkverzeichnis. Reihe: Tönnies im Gespräch. Walter de Gruyter, Berlin/New York, 1992
  • Rolf Fechner, Verstehen und Erklären bei Ferdinand Tönnies, in: Rainer Greshoff / Georg Kneer / Wolfgang Ludwig Schneider (Hrsg.): Verstehen und Erklären, Wilhelm Fink, München 2008, S. 13–26
  • Rolf Fechner, "Es hat sich ergeben, 'daß wir uns auch da verstanden, wo wir nicht einig waren ...'. Eine epistolographische Collage zum Verhältnis zwischen Ferdinand Tönnies und Max Graf zu Solms", in: Rolf Fechner / Hebert Claas (Hrsg.), "Verschüttete Soziologie. Zum Beispiel Max Graf zu Solms", Duncker & Humblot, Berlin 1996, S. 137–152
  • Rolf Fechner / Carsten Schlüter-Knauer: „Tönnies’ Begründung einer ‚Ersten Soziologie‘ als Beitrag zur Selbstaufklärung der Aufklärung“, in: Tönnies-Forum, 2. Jg., H. 1/1993, S. 55–68; H. 2/1993, S. 12–29
  • Rolf Fechner: "'Man geht in die Gesellschaft wie in die Fremde'. Individuum und welt in der Neuzeit. Überlegungen zu Ferdinand Tönnies’ Konzept der Moderne", in: "Jahrbuch für Soziologiegeschichte", 1996, Bd. 5, S. 153–176
  • Peter-Ulrich Merz-Benz: Tiefsinn und Scharfsinn. Ferdinand Tönnies’ begriffliche Konstitution der Sozialwelt, Frankfurt am Main 1995. [Der Band erhielt im gleichen Jahr den Amalfi-Preis.]
  • Eduard Georg Jacoby: Die moderne Gesellschaft im sozialwissenschaftlichen Denken von Ferdinand Tönnies, Enke, Stuttgart 1971
  • Günther Rudolph: Die philosophisch-soziologischen Grundpositionen von Ferdinand Tönnies, Fechner, Hamburg 1995.
  • Carsten Schlüter[-Knauer] (Hrsg.): Symbol - Bewegung - Rationalität. Zum 50. Todestag von Ferdinand Tönnies, Königshausen + Neumann, Würzburg 1987
  • Carsten Schlüter-Knauer: Die kontroverse Demokratie: Carl Schmitt und Hans Kelsen mit und gegen Ferdinand Tönnies, in: Uwe Carstens u. a. (Hrsg.): Verfassung, Verfasstheit, Konstitution, Norderstedt 2008, S. 41–86
  • Carsten Schlüter-Knauer / Rolf Fechner: „Der Weltfriede als Ziel politischen Gestaltens. Ferdinand Tönnies und die Weltinnenpolitik“, in: Uwe Carstens / Carsten Schlüter-Knauer (Hrsg.): Der Wille zur Demokratie. Traditionslinien und Perspektiven, Duncker & Humblot, Berlin 1998, S. 253–268
  • H. Walter Schmitz: Tönnies’ Zeichentheorie zwischen Signifik und Wiener Kreis, in: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 14, 1985, H. 5, S. 373–385
  • H. Walter Schmitz: Sind Worte für bare Münze zu nehmen? Ferdinand Tönnies über Geld als Zeichen und Zeichen als Werte, in: Ars Semeiotica, 2002, Bd. 25, H. 3/4, S. 259–274
  • Swiss Journal of Sociology (Hrsg.): Community and Society in the Discourse of Modern Sociology: Essays in Honour of Ferdinand Tönnies on the Occasion of his 150th Birthday (mit Beiträgen von Albert Salomon, Peter-Ulrich Merz-Benz, Gerhard Wagner, Stefan Bertschi), 2005, Bd. 32, H. 1
  • Jürgen Zander: Sieg der Vernunft? Ferdinand Tönnies’ Fehldiagnose des Nationalsozialismus, in: Tönnies-Forum, 2004, H. 1

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Ferdinand Tönnies – Quellen und Volltexte
 Commons: Ferdinand Tönnies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uwe Carstens: Ferdinand Tönnies: Friese und Weltbürger. Eine Biografie, Norderstedt 2005, S. 305 (Auszug bei Google Books).
  2. Theodor Storm an Gottfried Keller: Nächst seinerzeit, Theodor Mommsen, ist er der bedeutendste junge Mann, den ich in meinem Leben gefunden habe
  3. Carstens: Ferdinand Tönnies, 2005, S. 26 und 41
  4. Vgl. Peter Kaupp: Tönnies, Ferdinand, in: Von Aldenhoven bis Zittler, Mitglieder der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller-Jena, die in den letzten 100 Jahren im öffentlichen Leben hervorgetreten sind, Dieburg 2000.
  5. Carstens: Ferdinand Tönnies, 2005, S. 46–51, 59-61
  6. Paul Barth: Die Philosophie der Geschichte als Soziologie, Bd. I, 3./4. Auflage, G. R. Reisland, Leipzig 1922, S. iii.
  7. a b c d e Professor Dr. Ferdinand Tönnies. uni-kiel.de, abgerufen am 1. Oktober 2013.
  8. Bernd KetternTÖNNIES, Ferdinand. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 12, Bautz, Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9, Sp. 260–263.
  9. Zuletzt noch 1932, vgl. TG, Bd. 22, Berlin/New York 1998
  10. Rudolf Heberle: Das soziologische System von Ferdinand Tönnies. Zum 100. Geburtstag des großen deutschen Soziologen. Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung und Verwaltungswissenschaft, 2, 1955, S. 1–18.
  11. „Sieg der Vernunft? Ferdinand Tönnies’ Konfrontation mit dem Nationalsozialismus“, in: Dieter Lohmeier/Renate Paczkowski (Hrsg.): Landesgeschichte und Landesbibliothek. Studien zur Geschichte Schleswig-Holsteins, Heide 2001
  12. Theodor Geiger: Ideologie und Wahrheit. Eine soziologische Kritik des Denkens, Wien 1953, S. 105 f.
  13. König traf damit seinerseits bei Jacoby 1971 u. a. auf scharfe Vorwürfe mangelnden Verständnisses. Vgl. auch die kondensierten Darlegungen von Königs Verzeichnungen bei Peter-Ulrich Merz-Benz, „Das Paradoxon der institutionalisierten Dauerreflexion“, in: Ders./Gerhard Wagner (Hrsg.), Soziologie und Anti-Soziologie, Konstanz 2001, S. 95 f. und Carsten Schlüter[-Knauer], Nachwort: Nominalistische Sozio-Logie als Vorschule kritischer Philo-Sophie: Ein Vorschlag, wie Tönnies zu lesen sei, in: Ders. (Hrsg.), Symbol - Bewegung - Rationalität. Zum 50. Todestag von Ferdinand Tönnies, Würzburg 1987, hier S. 238–248.
  14. Vgl. Alfred von Martin: Mensch und Gesellschaft heute, Frankfurt am Main 1965, S. 276 f.
  15. Die Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Soziologie der Universität Hamburg. uni-klu.ac.at, abgerufen am 12. Oktober 2013.
  16. Abb. in: Uwe Carstens, Ferdinand Tönnies. Friese und Weltbürger, Norderstedt 2005, S. 316
  17. Ferdinand-Tönnies-Schule. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  18. Vgl. Rolf Fechner, Ferdinand Tönnies. Werkverzeichnis, Berlin/New York 1992; Jürgen Zander, Ferdinand Tönnies im Spiegel seines schriftlichen Nachlasses, in: Lars Clausen/Franz Urban Pappi (Hrsg.), Ankunft bei Tönnies, Kiel 1981, S. 72–92. Er benutzte für Tagesschriftstellerei auch die Pseudonyme Antisthenes, Julia v. Egge-Weichling, Ignotus, Justus, Kritias, Krito, Magus, Normannus, Julius Tönnies (Carstens 2005)
  19. Berlin/New York: Walter de Gruyter, Berlin/New York 1998 ff.
  20. Lars Clausen, Ferdinand Tönnies (1855–1936), in: „Christiana Albertina“, Kiel 2006, S. 63–69
  21. Vgl. z. B. von ihm Das Breslauer Ereignis in der „Vossischen Zeitung“ vom 31. Dezember 1932, 1998 kritisch hgg. in: TG 22, S. 354–356
  22. Lars Clausen, Ferdinand Tönnies (1855–1936), in: „Christiana Albertina“, Kiel 2006, S. 63–69, hier S. 64 f.
  23. http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=490506461