Jürgen Wegmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche



Jürgen Wegmann
Spielerinformationen
Geburtstag 31. März 1964
Geburtsort Essen-BorbeckDeutschland
Größe 172 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1969 – 1976
1976 – 1981
Wacker Bergeborbeck
Rot-Weiss Essen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1981–1983
1984–1986
1986–1987
1987–1989
1989–1992
1993
1994
1995
Rot-Weiss Essen
Borussia Dortmund
FC Schalke 04
FC Bayern München
Borussia Dortmund
MSV Duisburg
Rot-Weiss Essen
1. FSV Mainz 05
65 (32)
70 (25)
28 (10)
58 (26)
47 0(8)
7 0(2)
5 0(0)
0 0(0)
Nationalmannschaft
1984–1985 Deutschland U-21 4 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jürgen „Kobra“ Wegmann (* 31. März 1964 in Essen-Borbeck) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Wegmann ist in Essen geboren und aufgewachsen. Sein Vater meldete ihn bereits mit fünf Jahren bei Wacker Bergeborbeck an. Er durchlief ab der C-Jugend die Jugendmannschaften bei Rot-Weiss Essen und erhielt bei seinem „Stadtverein“ auch einen Lizenzspielervertrag. Grund war unter anderem, dass er nach eigenen Aufzeichnungen in der Jugend 377 Treffer erzielt hatte.[1]

In den ersten drei Spielzeiten in der 2. Bundesliga war er in 65 Spielen 32-mal erfolgreich und debütierte am 6. März 1982 (26. Spieltag) beim 4:1-Heimerfolg über den SC Fortuna Köln, bei dem er bereits nach drei Minuten sein erstes Profi-Tor zum 1:0 erzielte.

In der Saison 1984/85 debütierte er in der Fußball-Bundesliga, allerdings mit Borussia Dortmund zu der er für eine Million DM Ablöse gewechselt war.[1] Bereits zur Saison 1986/87 wechselte er für eine Ablösesumme von 1,35 Millionen DM zum FC Schalke 04 und gelangte in der darauffolgenden Saison für eine Ablösesumme von zwei Millionen DM zum FC Bayern München, mit dem er 1987 den DFB-Supercup gewann und 1989 Deutscher Meister wurde. Danach kehrte er für eine Ablösesumme von 1,95 Millionen DM vier Spielzeiten zu Borussia Dortmund zurück, wobei er in den letzten beiden Jahren verletzungsbedingt nur jeweils einmal zum Einsatz kam. Ein erneuter Wechsel in der Winterpause zum Zweitligisten MSV Duisburg währte nur drei Monate und auch die Rückkehr zu Rot-Weiss Essen in die 2. Bundesliga im Anschluss dauerte nur von November 1993 bis Juni 1994. In der darauffolgenden Saison spielte er noch für Rot-Weiss Essen in der damals drittklassigen Regionalliga.

1995 wurde Wegmann für die symbolische Ablösesumme von einer DM vom Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 verpflichtet, der ihn jedoch nur in einem einzigen Testspiel einsetzen konnte. Eine weitere schwere Verletzung in jenem Spiel sorgte für die Vertragsauflösung und Wegmanns Karriereende. In 203 Bundesligaspielen erzielte Wegmann 69 und in 77 Zweitligaspielen 34 Tore.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Zwischen 1984 und 1985 spielte Wegmann viermal für die U-21-Nationalmannschaft; sein Debüt gab er am 27. März 1984 in Osnabrück beim 1:1-Unentschieden gegen die Sowjetunion. Es folgten die Spiele gegen Griechenland (0:0, am 17. April), Schottland (1:2, am 11. September) und 1985 gegen Portugal (1:2, am 23. Februar).

Nach der Karriere[Bearbeiten]

Von April 2008 bis September 2012 war Wegmann für den FC Bayern München im Fanartikelshop im Centro Oberhausen als Repräsentant tätig. Dieselbe Tätigkeit hatte er Jahre zuvor für Borussia Dortmund ausgeübt. Danach war und ist Wegmann arbeitssuchend. Er lebt in Essen-Frohnhausen. [2]

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

1986 rettete er Borussia Dortmund mit seinem Tor in der letzten Minute des Relegationsrückspiels gegen Fortuna Köln ins Entscheidungsspiel, in dem der BVB den Abstieg vermied. Borussia Dortmund ehrte Wegmann deshalb mit einem Stern auf dem Walk of Fame des BVB, der sich in der Hohen Straße in der Dortmunder Innenstadt befindet.

1987 streckte ihn der HSV-Torwart Uli Stein im Spiel um den DFB-Supercup nach einem Gegentor mit einem Faustschlag nieder, worauf dieser des Platzes verwiesen wurde.

1988 erzielte er im Trikot des FC Bayern München mit einem Fallrückzieher das Tor des Jahres. Am 26. November 1988 war es das Siegtor für den FC Bayern im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.[3]

Nachdem er in einem Interview behauptet hatte, er sei „giftiger als die giftigste Schlange“, erhielt er den Beinamen Kobra.

Von ihm stammt auch die Äußerung: „Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“

Literatur[Bearbeiten]

Franz-Josef Colli: „Kobra“ Wegmann wird 50, ausführlicher Bericht in: WAZ, Ausgabe Essen, vom 31. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Traumhaft und unvergesslich: Tor des Jahres 1988, in: NRZ von 28. November 2013 (Sport in Essen)
  2. Hinweis in: Drei Karrieren, ein Verein; in: WAZ Essen vom 23. August 2014
  3. Tor des Jahres