Gerd Müller

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Dieser Artikel behandelt den Fußballspieler Gerhard „Gerd“ Müller. Für andere Personen siehe Gerd Müller (Begriffsklärung) bzw. Gerhard Müller.
Gerd Müller

Gerd Müller (2006)

Spielerinformationen
Voller Name Gerhard Müller
Geburtstag 3. November 1945
Geburtsort NördlingenDeutschland
Größe 176 cm
Position Angriff
Vereine in der Jugend
1960–1963 TSV 1861 Nördlingen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1963–1964
1964–1979
1979–1981
1981–1982
TSV 1861 Nördlingen
FC Bayern München
Fort Lauderdale Strikers
Smiths Brothers Lounge
33 0(46)
453 (398)
71 0(38)
42 0(33)
Nationalmannschaft
1966
1966–1974
Deutschland U-23
Deutschland
1 00(1)
62 0(68)
Stationen als Trainer
seit 1992 FC Bayern München Amateure/II (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Gerhard „Gerd“ Müller (* 3. November 1945 in Nördlingen), genannt „Der Bomber der Nation“, ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und Rekordtorschütze der Fußballnationalmannschaft, der Bundesliga und des FC Bayern München. Seit 1992 ist er als Co-Trainer für die zweite Mannschaft der „Bayern“ tätig.[1]

Wegen seiner außergewöhnlichen Körperbeherrschung und Fähigkeit zur Antizipation[2] gilt Müller als einer der besten Stürmer des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu seiner Glanzzeit Anfang und Mitte der 1970er-Jahre. Sein Markenzeichen war die schnelle Drehung auf engstem Raum mit überraschendem Torschuss selbst aus ungünstigsten Positionen. Beispielhaft ist sein nach eigener Aussage „wichtigstes Tor“[3], das Siegtor im WM-Finale 1974 von München.[4] Wegen dieser Torgefährlichkeit stellten viele Mannschaften gleich zwei Gegenspieler zu seiner Manndeckung ab.

In seiner aktiven Karriere konnte er alle wichtigen nationalen und internationalen Titel erringen. Er war Weltmeister, Europameister (bei beiden Wettbewerben wurde er auch Torschützenkönig), Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger, außerdem hat er den Europapokal der Landesmeister sowie den der Pokalsieger gewonnen.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Jugend und Anfänge bei Bayern München (bis 1965)[Bearbeiten]

Müller begann seine Fußballkarriere beim TSV 1861 Nördlingen, in dessen Jugendmannschaft er in der Saison 1962/1963 als 17-Jähriger 180 der insgesamt 204 Treffer erzielte.[3][5][6] Der Erstligist TSV 1860 München wurde auf ihn aufmerksam und warb um den jungen Stürmer. Im Frühjahr 1964 erschien Walter Fembeck, Geschäftsführer des FC Bayern München, nur eine Stunde vor dem Kollegen der 60er, um Müller einen Profivertrag anzubieten. Müller, der sich beim mit Stars gespickten TSV 1860 ohnehin kaum Chancen ausgerechnet hatte, unterschrieb beim FC Bayern München.[7] Ab der Saison 1964/65 spielte er für die Bayern in der Regionalliga Süd, der damals zweithöchsten Spielklasse. Trainer Zlatko Čajkovski zeigte sich zunächst wenig begeistert von dem jungen, gedrungenen Stürmer: „Was soll isch mit dieses Junge, diese Figur, unmöglich.“ Später nannte er ihn jedoch liebevoll „kleines, dickes Müller“[8], eine Titulierung, die gerne zitiert wurde.

In seiner ersten Saison in München wurde er 26 Mal eingesetzt und erzielte gleich 33 Tore. Als Meister der Regionalliga Süd qualifizierte sich sein Verein für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, in der er mit sechs von 18 Toren maßgeblich zum Aufstieg in die Bundesliga beitrug.

Bundesligazeit bei Bayern München (1965–1979)[Bearbeiten]

Gerd Müller (1967) beim Signieren von Fußbällen. Im Hintergrund: Franz Beckenbauer und Werner Olk

Am 14. August 1965 bestritt Müller sein erstes Bundesligaspiel. In den folgenden Jahren avancierte der FC Bayern München mit Gerd Müller zur dominierenden Mannschaft in Deutschland und in Europa. Sie gewannen vier Deutsche Meisterschaften (1969, 1972–1974), viermal den DFB-Pokal (1966, 1967, 1969, 1971), dreimal den Europapokal der Landesmeister (1974–1976), einmal den Europapokal der Pokalsieger (1967) sowie den Weltpokal (1976).

Müller bestritt in den 14 Bundesligaspielzeiten 427 Spiele und erzielte 365 Tore. Damit ist er auch heute noch mit Abstand der erfolgreichste Torschütze der Fußball-Bundesliga. Am 3. Februar 1979 wurde Gerd Müller von seinem damaligen Bayern-Trainer Pal Csernai vorzeitig ausgewechselt. Müller bat daraufhin um die sofortige Freigabe.[9] Am 10. Februar 1979 stand er zum letzten Mal für die Bayern in der Bundesliga auf dem Platz.

Karriereende in den USA (1979–1982)[Bearbeiten]

Angelockt durch einen lukrativen Vertrag wechselte er 1979 in die North American Soccer League (NASL) zu den Fort Lauderdale Strikers. In der NASL-Winterpause im Herbst 1979 kehrte Müller für ein halbes Jahr nach München zurück und trainierte mit der Mannschaft des TSV 1860 München. Ein geplanter Transfer zum TSV scheiterte an den finanziellen Forderungen seitens des US-amerikanischen Vereins.[10] Müller blieb bis 1981 bei den Strikers und beendete seine Karriere 1982 bei dem Verein Smith Brothers Lounge.[9]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Gerd Müller während des Finals der Weltmeisterschaft 1974

Seine Karriere in der A-Nationalmannschaft begann am 12. Oktober 1966 in Ankara gegen die Türkei. In seinem zweiten A-Länderspiel am 8. April 1967 in Dortmund gegen Albanien erzielte er die ersten vier seiner 68 Tore in der Nationalelf.

Der erste Höhepunkt seiner Länderspielkarriere war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko. Bereits in der Vorrunde schoss er sieben Tore. Im Viertelfinale gelang ihm das Siegtor zum 3:2 gegen England. Im anschließenden „Jahrhundertspiel“, dem Halbfinale gegen Italien, erzielte er zwei Tore in der Verlängerung (Endstand 3:4). Als Müller sich bei einem scheinbar schon geklärten Eckball zwischen einen italienischen Verteidiger und den Torwart drängte und den Ball ins Tor spitzelte, kommentierte dies Fernsehreporter Ernst Huberty mit den Worten: „Wenn Sie jemals ein echtes Müller-Tor gesehen haben, dann jetzt.“[11] Müller wurde bei diesem Turnier mit zehn Treffern Torschützenkönig und wurde im selben Jahr als erster Deutscher zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

1972 wurde Gerd Müller mit der DFB-Auswahl Europameister. Bei diesem Turnier wurde er mit vier Treffern erneut Torschützenkönig.

Die Länderspielkarriere endete am 7. Juli 1974 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in seinem Heimatstadion in München, wo er im Finale gegen die Niederlande das Siegtor zum 2:1 in der 43. Minute erzielte.

Nach der Weltmeisterschaft 1974 erklärte Gerd Müller im Alter von nur 28 Jahren seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Einige Quellen bringen seinen Rücktritt in Zusammenhang mit seinen Äußerungen über seine Verärgerung über den DFB. Der DFB hätte nach Ansicht Müllers den Spielerfrauen in den Stadien schlechte Plätze zugewiesen und sie nicht zum Festbankett nach dem gewonnenen WM-Titel eingeladen. Außerdem habe der DFB zu niedrige Prämien („lachhaft“) für einen WM-Erfolg ausgelobt.[3] Müller besteht aber darauf, dass er den Entschluss zum Rücktritt bereits drei Tage vor dem WM-Finale Trainer Helmut Schön mitgeteilt habe und private Gründe für seine Entscheidung maßgeblich gewesen seien. Er habe mehr Zeit mit seiner Frau und seiner damals dreijährigen Tochter Nicole verbringen wollen. Schön habe ihn gebeten, mit der Bekanntgabe des Rücktritts bis nach dem Endspiel zu warten.[12]

Privatleben[Bearbeiten]

Gerd Müllers Geburtshaus in Nördlingen

Müller wuchs im bayerischen Ort Nördlingen auf und absolvierte eine Ausbildung zum Webergesellen. Als Zehnjähriger trat er dem TSV 1861 Nördlingen bei.[13] 1964 begann er als 18-Jähriger seine Profi-Karriere beim FC Bayern München. 1979 zog er mit seiner Frau und seiner Tochter, bedingt durch seinen Vereinswechsel, nach Florida, USA. Noch während seiner aktiven Laufbahn übernahm er dort zusammen mit einem Freund 1981 das „Ambry“, ein Steak-Restaurant in Fort Lauderdale.[14] Als „Gerd Müllers Ambry“ lebte das Restaurant vornehmlich von deutschen Besuchern, während die amerikanische Kundschaft ausblieb. Müller fühlte sich in seiner Rolle als prominenter Gastgeber unwohl und verfiel zunehmend dem Alkohol. Im April 1984 kehrte die Familie nach München zurück. Anfang der neunziger Jahre überredete sein ehemaliger Mannschaftskollege Uli Hoeneß den inzwischen alkoholabhängig gewordenen Müller zu einer Entziehungskur.[15][16] Franz Beckenbauer vermittelte ihm eine Stelle beim FC Bayern München als Torwart- und Stürmertrainer im Amateur- und Jugendbereich. 1992 erwarb er die A-Trainerlizenz und wurde Co-Trainer der zweiten Mannschaft des Vereins, wo er bis heute tätig ist.

Müller lebt in München, ist verheiratet und hat eine Tochter.

Statistiken und Rekorde[Bearbeiten]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Gerd Müller erzielte 68 Tore in 62 Länderspielen (eine Quote von 1,097, die bei einer vergleichbaren Anzahl von Spielen nur knapp von Sándor Kocsis übertroffen wird). Nur in 24 seiner 62 Länderspiele schoss er kein Tor. Er ist bis heute der erfolgreichste Torschütze der deutschen Nationalmannschaft. Am 6. September 2013 erzielte Miroslav Klose ebenfalls sein 68. Länderspieltor, allerdings erst in seinem 129. Einsatz.

Müller ist neben Edmund Conen der einzige Deutsche, der in einem Weltmeisterschaftsspiel einen klassischen Hattrick erzielen konnte. In zwei weiteren Länderspielen gelangen ihm Hattricks, darunter sogar vier Tore hintereinander zwischen der 49. und 65. Minute beim Spiel Deutschland gegen die Sowjetunion am 26. Mai 1972. Insgesamt erzielte er in vier Spielen je drei und in weiteren vier Spielen je vier Treffer. Damit ist er der deutsche Spieler, dem es am häufigsten gelang, mindestens drei Tore in einem Spiel zu erzielen. Dabei war Müller der erste, dem es fast 25 Jahre nach dem letzten Viererpack von Ernst Willimowski wieder gelang, vier Tore in einem Länderspiel zu erzielen; nach seinem vierten und letzten Viererpack dauerte es wiederum fast 32 Jahre, bis mit Michael Ballack erneut ein deutscher Spieler vier Tore in einem Länderspiel erzielte.

Gerd Müller mit Franz Beckenbauer (Mitte) und Trainer Helmut Schön (rechts) nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1974

Er hat bei zwei WM-Teilnahmen, in Mexiko (1970) und Deutschland (1974), 14 Tore erzielt und belegte in der ewigen WM-Torschützenliste 32 Jahre lang Platz 1. Bei der WM 2006 in Deutschland wurde er vom Brasilianer Ronaldo abgelöst, der bei vier Weltmeisterschaften (drei gespielten) insgesamt 15 Tore erzielte. Bei der WM 2010 wurde sein Rekord von Miroslav Klose (drei WM-Teilnahmen) im Viertelfinalspiel gegen Argentinien eingestellt. Bessere Quoten als Gerd Müller erzielten nur Just Fontaine bei der WM 1958 mit 13 Toren und Sándor Kocsis bei der WM 1954 mit elf Toren.

Bei Europameisterschaften erzielte Müller 16 Tore (in 12 Spielen, einschließlich Qualifikationsrunden). Zählt man nur die Tore bei Endrunden, ist Müller nicht bei den Besten zu finden, da die EM-Endrunden bis einschließlich 1976 nur aus Halbfinalspielen und Finale bestanden.

Als Vereinsspieler international[Bearbeiten]

In den europäischen Vereinswettbewerben erzielte er 66 Tore in 74 Spielen und führte damit die Rangliste jahrzehntelang an. 35 Treffer gelangen ihm im Landesmeister-Wettbewerb, in dem er mit einer Quote von 1,0 die beste der Top-12-Torschützen aufweist, 20 im Pokalsieger-Wettbewerb, 7 im Messepokal und 4 im UEFA-Pokal.[17]

Gerd Müller wurde 1970 mit 38 Toren und 1972 mit 40 Toren jeweils zum besten Torschützen aller europäischen Ligen gekürt und erhielt dafür den Soulier d'Or, den Goldenen Schuh. Im Gegensatz zur Phase von 1996/97 bis heute, in der die Torschützenkönige aus stärkeren Ligen durch Multiplikation mit dem Faktor 2 oder 1,5 bevorzugt werden, schoss Müller damals tatsächlich die meisten Tore aller Spieler in Europa.[18] Außerdem wurde er viermal Torschützenkönig des Europapokals der Landesmeister, was einen Rekord darstellt.

Als Vereinsspieler national[Bearbeiten]

Gerd Müller ist der bislang erfolgreichste Stürmer der deutschen Fußballgeschichte. Er erzielte 365 Tore in 427 Bundesligaspielen (alle für den FC Bayern München) und ist mit sieben Titeln Rekordtorschützenkönig der Bundesliga. Dabei gelang es ihm als einzigem, in drei aufeinander folgenden Spielzeiten (1971/72 bis 1973/74) Torschützenkönig zu werden. Von 1966/67 bis 1977/78 befand sich Gerd Müller zwölf Saisons in Folge unter den besten drei der Bundesliga-Torschützenliste und erzielte dabei jedes Mal mindestens 20 Tore.

Er hält nicht nur den Rekord innerhalb einer Bundesliga-Saison mit 40 Treffern (1971/72), sondern auch die zweitbeste (38 Tore 1969/70) und drittbeste (36 Tore 1972/73) Marke. Müller erzielte in fünf Spielzeiten mindestens 30 Tore. Ihm gelang es in fünf Saisons (1969/70, 1971/72, 1972/73, 1975/76, 1976/77), mehr Tore zu erzielen als Spiele zu absolvieren.

Im DFB-Pokal schoss Gerd Müller in 64 Spielen 79 Tore, was ebenfalls einen Rekord darstellt. Insgesamt erzielte Gerd Müller in Pflicht- und Freundschaftsspielen 1455 dokumentierte Tore in 1204 Spielen (1,21 Tore/Spiel).

Ein weiterer, aber eher negativer Rekord Müllers sind die in seiner Karriere insgesamt zwölf verschossenen Elfmeter. Kein anderer Bundesligaspieler hat bisher mehr Elfmeter verschossen.[19] Mit seinen 51 verwandelten Elfmetern ist Müller gleichzeitig der Spieler mit den zweitmeisten Elfmetertoren in der Bundesliga.

Im Kalenderjahr 1972 erzielte Müller 85 Tore in 60 Pflichtspielen (1,42 Tore pro Spiel).[20] Erst im Jahre 2012 wurde dieser Rekord überboten. Lionel Messi erzielte 91 Tore in 69 Pflichtspielen (1,32 Tore pro Spiel).[21]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Gerd Müller mit dem Weltmeisterpokal (1974)

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Als Vereinsspieler international[Bearbeiten]

Als Vereinsspieler national[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Gerd Müller engagierte sich für das Team der Augsburger Benefiz-Fußballelf Datschiburger Kickers, die sich dem Fundraising für wohltätige Zwecke verschrieben hat.
  • Mit dem Lied Dann macht es bumm betätigte Müller sich 1974 als Sänger.
  • Der brasilianische Fußballspieler Luís Antônio Corrêa da Costa vom São Paulo FC, der unter anderem selbst auch Fußballweltmeister und Weltpokalsieger wurde, gab sich in Anlehnung an Gerd Müller den Künstlernamen Müller inklusive Umlaut.
  • In den 70er-Jahren gab es das geflügelte Wort vom „müllern“.[9]
  • Gerd Müller macht seit dem Jahr 2010 erneut Werbung für Müller-Milch, zusammen mit dem Nationalspieler Thomas Müller.[24]Bereits in den 1970er-Jahren nutzte das Unternehmen Müller die Namensgleichheit, um für Buttermilch zu werben.[25]

Zitate[Bearbeiten]

„Müller was short, squat, awkward-looking and not notably fast; he never fit the conventional idea of a great footballer, but he had lethal acceleration over short distances, a remarkable aerial game, and uncanny goalscoring instincts. His short legs gave him a strangely low center of gravity, so he could turn quickly and with perfect balance in spaces and at speeds that would cause other players to fall over. He also had a knack of scoring in unlikely situations."“

„Müller war kurz, gedrungen, wirkte ungelenk und war nicht erwähnenswert schnell; er passte nie in die herkömmliche Vorstellung von einem großen Fußballer. Aber er hatte eine tödliche Beschleunigung über kurze Entfernungen, ein bemerkenswertes Kopfballspiel und einen unheimlichen Torinstinkt. Seine kurzen Beine gaben ihm einen eigentümlich niedrigen Schwerpunkt. So konnte er sich schnell und mit perfektem Gleichgewicht drehen, in Räumen und mit Geschwindigkeiten, bei denen andere Spieler hinfallen würden. Darüber hinaus verfügte er über die Gabe, Tore in ungewöhnlichen Situationen zu erzielen.

David Winner[26]

„Ob im Liegen oder im Sitzen, stehend oder laufend, mit beiden Füßen und Oberschenkeln, dem Knie, dem Po oder auch schon mal mit dem Bauch: Es gab einfach keine Lage, aus der Gerd Müller nicht doch noch ein Tor gemacht hätte.“

Frank Menke[9]

„Mein wichtigstes Tor war sicherlich das 2:1 im WM-Finale 1974 in München. … Der Ball kam von Rainer Bonhof in den Strafraum, ich lief mit zwei Holländern vor, dann wieder zurück, weil der Pass in meinen Rücken gespielt wurde. Der Ball sprang mir auch noch vom linken Fuß, ich drehe mich ein wenig und plötzlich war der Ball drin.“

Gerd Müller[3]

„Dieses Turnier [WM 1970] hat für mich sogar noch eine größere Bedeutung als das 1974. Wir hatten damals eine herausragende Mannschaft, auch wenn viele unsere Europameistermannschaft von 1972 für die beste halten.“

Gerd Müller[3]

„Ich glaube nicht, dass dieser Sport genauso populär wird wie unser traditioneller Fußball. Warum sollen auch Frauen hinter dem Ball herlaufen? Sie gehören doch hinter den Kochtopf. Meiner Frau würde ich nicht erlauben, Fußball zu spielen.“

Gerd Müller[27]

„Was soll ich mit einem Gewichtheber?“

so begrüßte ihn Tschik Cajkowski 1964, sein erster Trainer bei Bayern München[3]

„Müller war kein Bomber; er war mit 68 Kilogramm bei 1,77 Meter Körpergröße auch weder auffällig klein noch dick, und ein Abstauber war er erst recht nicht.“

Hans Böller, Nürnberger Nachrichten, zu Müllers 65. Geburtstag[2]

„Alles, was der FC Bayern geworden ist, verdankt er Gerd Müller.“

Franz Beckenbauer[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerd Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Co-Trainer Amateure: Gerd Müller. FC Bayern München AG, abgerufen am 24. August 2012.
  2. a b Hans Böller: Sanfter Bomber und stilles Genie. Nürnberger Nachrichten, 3. November 2010, abgerufen am 19. November 2010.
  3. a b c d e f g Gerd Müller - “Bomber der Nation” schrieb Rekorde für die Ewigkeit. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 5. Mai 2011.
  4. Müllers Siegtor im WM-Finale 1974 in YouTube (englisch)
  5. Mike Szymanski: 180 Saisontore – Der Kanonier aus Nördlingen. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 3. November 2005, abgerufen am 5. Mai 2011.
  6. Internet-Auftritt des TSV 1861 Nördlingen, Abteilung Fußball
  7. Müller schildert den Vorgang im Sportspiegel-Portrait von 1979 (youtube)
  8. Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern München…und ein Paar Titel mehr; Berlin: powerplay-Verlag, 2001; ISBN 3-9804611-3-0; S. 120
  9. a b c d Frank Menke: Gerd Müller – Die Torfabrik. In: sportschau.de. Abgerufen am 7. Juni 2013.
  10. Claudius Mayer: Geschichte eines Traditionsvereins – TSV München von 1860 (erweiterte 3. Auflage). Gotteswinter Verlag, München 2007, S. 190
  11. Szene mit Originalkommentar auf Youtube.com
  12. Nationalmannschaft DFB.DE SPEZIAL – WM 1974: Titelgewinn im eigenen Land, Teil 10 . In: dfb.de; 12. März 2010; abgerufen am 7. Januar 2011
  13. Gerd Müller-Biografie auf whoswho.de
  14. "Ambry" in Florida. In Gerd Müllers Restaurant kennt ihn kaum jemand. Die Welt, 28. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  15. Gerd Müller: „Allein hätte ich das nicht geschafft“. In: abendzeitung.de
  16. Gerd Müller – Die Nation leidet mit ihrem Bomber. In: Die Welt vom 20. Juli 2011 (abgerufen am 9. Juni 2013)
  17. Players' Records of Goals and Matches in European Cups
  18. Golden Boot ("Soulier d'Or") Awards
  19. Hinweis in: RevierSport 78/2012, S. 54
  20. Messi bricht Gerd Müllers Torrekord. Spiegel Online, 9. Dezember 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012
  21. Messi beendet Jahr mit 91 Toren. ORF, 23. Dezember 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012
  22. Liste der FIFA-Verdienstorden-Träger, abgerufen am 25. Oktober 2012 (PDF; 71 kB)
  23. a b Westdeutscher Rundfunk Köln: ARD Sportschau – Tor des Monats – Suchergebnisse für Gerd Müller. In: sportschau.de. Abgerufen am 18. Mai 2011.
  24. Thomas und Gerd Müller: So lustig ist ihre Milch-Werbung. In: tz.de, abgerufen am 20. März 2014.
  25. Werbespot bei youtube, abgerufen am 8. Oktober 2012
  26. Brilliant Orange: The Neurotic Genius of Dutch Football (Bloomsbury, 2000)
  27. Männliche Stimmen zum Frauenfußball: „Das Nichttreten ist weiblich“. Handelsblatt, 24. Juni 2011, abgerufen am 24. Juni 2011.
Vorgänger Amt Nachfolger

Gianni Rivera
Europas Fußballer des Jahres
1970

Johan Cruyff

Franz Beckenbauer
Franz Beckenbauer
Deutschlands Fußballer des Jahres
1967
1969

Franz Beckenbauer
Uwe Seeler

Eusébio (Portugal)
WM-Torschützenkönig
Fußball-Weltmeisterschaft 1970

Grzegorz Lato (Polen)

Lothar Emmerich
Hannes Löhr
Lothar Kobluhn

Dieter Müller
Torschützenkönig der Bundesliga
1966/67 (mit Lothar Emmerich)
1968/69, 1969/70
1971/72, 1972/73,
1973/74 (mit Jupp Heynckes)
1977/78 (mit Dieter Müller)

Hannes Löhr
Lothar Kobluhn

Jupp Heynckes
Klaus Allofs


Petar Schekow
Josip Skoblar
Erfolgreichster Torjäger Europas
(Goldener Schuh)

1969/70
1971/72


Josip Skoblar
Eusébio


Dunai, Cruyff, Macari, Takac

Jupp Heynckes
Torschützenkönig des
Europapokals der Landesmeister

1972/73, 1973/74,
1974/75 (mit Eduard Markarov)
1976/77 (mit Franco Cucinotta)



Jupp Heynckes
Allan Simonsen