Joaquín Phoenix

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Joaquín Phoenix beim New York Film Festival 2013

Joaquín Rafael Phoenix [xoɑˈkin fiːnɪks] (* 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico, als Joaquín Raphael Bottom) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Er ist Golden-Globe-Preisträger und war bereits drei mal für den Oscar nominiert.

Biografie[Bearbeiten]

Jugend und Beginn der Karriere[Bearbeiten]

Joaquín Phoenix wurde am 28. Oktober 1974 in Puerto Rico geboren und lebte mit seiner Familie in einfachen Verhältnissen. Als er sechs Jahre alt war, ließ sich die Familie in Los Angeles nieder, nachdem sie mehrere Jahre lang in Südamerika im Auftrag der religiösen Gemeinschaft Children of God missioniert hatte. Als Zeichen für den Neuanfang wurde der Familienname von Bottom in Phoenix geändert. Sein Bruder war der am 31. Oktober 1993 verstorbene River Phoenix. Auch seine Schwester Rain wurde später Schauspielerin (O – Vertrauen, Verführung, Verrat und Hitch – Der Date Doktor).

Kleinere Auftritte im Fernsehen hatte Phoenix in den 1980er-Jahren, erste Filmerfahrung sammelte er 1995 an der Seite von Nicole Kidman im Drama To Die For. Zwei Jahre später stand Phoenix mit Liv Tyler in Die Abbotts – Wenn Haß die Liebe tötet vor der Kamera. Die beiden waren zwei Jahre lang ein Paar.

Schauspielerei[Bearbeiten]

Einen Karriereaufschwung verschaffte ihm die Darstellung des römischen Kaisers Commodus in Gladiator, hier fiel er neben dem Oscar-Preisträger Russell Crowe auf. Für diese Rolle wurde er im Jahr 2000 unter anderem für einen Golden Globe Award und einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.

Anschließend war Phoenix in zwei Filmen des Mystery-Regisseurs M. Night Shyamalan zu sehen: Signs – Zeichen und The Village – Das Dorf. Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere bildete der biografische Film Walk the Line. Er verkörpert dort den bekannten Country-Sänger Johnny Cash. Er wurde von Johnny Cash selbst für den Film ausgesucht, auch seine Filmkollegin Reese Witherspoon wurde von Johnny Cashs zweiter Frau June Carter Cash ausgesucht. Für den Film lernte er singen und Gitarre spielen; er sang alle im Film dargestellten Songs selbst. Für die Rolle erntete er viel Lob und erhielt bei der Verleihung der Golden Globe Awards 2006 den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Komödie bzw. Musical. Er war ebenfalls als bester Hauptdarsteller bei den Oscars nominiert. Er musste sich nach den Dreharbeiten in einer Klinik wegen Alkoholsucht behandeln lassen; in weiten Teilen des Films stellt er die Sucht des Countrysängers dar. Der Dokumentation Earthlings lieh er als Erzähler seine Stimme.

Im Oktober 2008 gab Phoenix bekannt, dass er sich aus dem Filmgeschäft zurückziehen wolle, um sich der Musik zu widmen. Seine Sprecherin bestätigte diese Aussage.[1] In der Folgezeit trat er mit üppiger Haar- und Bartpracht in Erscheinung und machte mit skurril anmutenden Auftritten in Talkshows auf sich aufmerksam. Wie sich jedoch im September 2010 herausstellte, handelte es sich sowohl bei seiner Gesangskarriere inklusive Aufgabe des Schauspielerberufs als auch bei seinem äußerlichen Wandel um eine Täuschung. Seine Zeit als Pseudo-Rapper wird in der von Casey Affleck produzierten Mockumentary I’m Still Here: The Lost Year of Joaquin Phoenix thematisiert.[2]

2012 bekleidete er eine Rolle in Paul Thomas Andersons The Master. Der Film ist angelehnt an die Geschichte von Scientology und handelt von der Entstehung einer Sekte. Für seine schauspielerische Leistung wurde er zum zweiten Mal für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.

Engagement

Joaquin Phoenix ist seit seiner Kindheit Veganer[3] und engagiert sich für die Tierrechtsorganisation PETA. Er trägt in seinen Filmen nur pelz- und lederfreie Kleidung.[4] Phoenix ist Atheist.[5]

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Prämierungen
Nominierungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joaquin Phoenix – Sammlung von Bildern

Belege[Bearbeiten]

  1. filmstarts.de: Joaquin Phoenix: Will keine Filme mehr machen, 29. Oktober 2008
  2. moviepilot.de: Joaquin Phoenix meldet sich mit Mockumentary zurück, 7. Mai 2010
  3. Fake leather please! (Englisch) Daily News and Analysis. 14. November 2006. Abgerufen am 1. Dezember 2012.
  4. Filmstart „Walk the Line“: Joaquin Phoenix konsequent lederfrei. Langjähriger veganer Schauspieler weigerte sich auch im Film Lederkleidung zu tragen
  5. Atheist laut hpd.de