Joaquin Phoenix

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Joaquin Phoenix beim New York Film Festival 2013

Joaquin Rafael Phoenix [xoɑˈkin fiːnɪks] (* 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico, als Joaquin Raphael Bottom), ehemals auch als Leaf Phoenix bekannt, ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Regisseur.[1] Er ist Golden-Globe-Preisträger und war bereits dreimal für den Oscar nominiert.

Biografie[Bearbeiten]

Jugend und frühe Karriere[Bearbeiten]

Joaquin Phoenix wurde in Río Piedras, Puerto Rico geboren. Seine Eltern waren als Missionare der Sekte Children of God tätig. 1978 wandte sich die Familie von der religiösen Bewegung ab und ließ sich in Los Angeles nieder. Als Zeichen für diesen Neuanfang wurde der Familienname von Bottom in Phoenix geändert.

Auch um die finanzielle Situation der Familie zu verbessern, begannen Joaquin und seine vier Geschwister River (* 1970), Rain (* 1972), Liberty (* 1976) und Summer (* 1978) bei verschiedenen Talentshows teilzunehmen. Bald wurden die Geschwister von einer Agentin entdeckt und begannen als Kinderdarsteller zu arbeiten.

Joaquin war in den Achtzigerjahren in diversen Werbungen und Fernsehserien zu sehen. In den Kinofilmen Russkies (1987) und Ron Howards Eine Wahnsinnsfamilie (1989) spielte er seine ersten Hauptrollen. Als Kinderdarsteller trat er zumeist unter seinem Künstler- und Spitznamen "Leaf" auf.

Schauspielerei[Bearbeiten]

Nach einer Auszeit von Hollywood, kehrte Phoenix 1995 zur Schauspielerei zurück und war in diversen großen Neben- und Hauptrollen zu sehen. So spielte er 1995 an der Seite von Nicole Kidman in Gus van Sants Drama To Die For, 1997 war er im Coming-of-Age-Film Die Abbotts – Wenn Haß die Liebe tötet zu sehen und 1998 in Oliver Stones Thriller U-Turn – Kein Weg zurück.

Seinen internationalen Durchbruch verschaffte ihm die Darstellung des römischen Kaisers Commodus in Ridley Scotts Gladiator aus dem Jahr 2000. Für seine Leistung wurde er für zahlreiche Preise nominiert, auch für einen Oscar als bester Nebendarsteller.

Anschließend war Phoenix in zwei Filmen des Regisseurs M. Night Shyamalan zu sehen: Signs – Zeichen und The Village – Das Dorf. In Shaun Monsons Dokumentarfilm Earthlings über Tierhaltung und Fleischkonsum war er als Sprecher zu hören.

2004 spielte er im Film Im Feuer unter Regie von Jay Russel die Hauptrolle als Feuerwehrmann. Zusammen mit John Travolta und den anderen Schauspielern trainierte er dafür auf einer Feuerwehrschule unter echten Bedingungen, um die Darstellung im Film so authentisch wie möglich darstellen zu können. Der Film und Joaquin Phoenix wurden 2005 für die MovieGuide Awards und dem Teen Choice Award nominiert.

Im biografischen Drama Walk the Line von 2005 verkörpert Phoenix den Country-Sänger Johnny Cash. Der Schauspieler wurde für die Rolle von Cash selbst ausgesucht - genauso wie auch Reese Witherspoon, die im Film Cashs zweite Frau June Carter Cash spielt. Phoenix sang für den Film alle Songs selbst ein. Für die Rolle erntete er viel Lob, gewann den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder Musical und wurde als bester Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert. Nach den Dreharbeiten musste sich Pheonix in einer Klinik wegen Alkoholsucht behandeln lassen.

Im Oktober 2008 gab Phoenix offiziell bekannt, dass er sich aus dem Filmgeschäft zurückziehen wolle, um sich der Musik zu widmen.[2] In der Folgezeit trat er mit langgewachsenen Haaren und Bart in Erscheinung und machte mit skurril anmutenden Auftritten in Talkshows und als kurioser Rap-Künstler auf sich aufmerksam. Erst im September 2010 stellte sich heraus, dass es sich um einen Hoax handelte: Die Mockumentary I’m Still Here: The Lost Year of Joaquin Phoenix von Casey Affleck begleitet Phoenix von der Bekanntmachung seines scheinbaren Rückzugs aus dem Filmgeschäft und zeigt seine teils inszenierten Versuche als Rapper Fuß zu fassen.[3]

2012 spielte er neben Philip Seymour Hoffman die Hauptrolle in Paul Thomas Andersons The Master. Der Film ist lose angelehnt an das Leben des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard und handelt von der Entstehung einer Sekte. Für seine schauspielerische Leistung wurde er zum zweiten Mal für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.

Regie

Phoenix führte bei mehreren Musikvideos Regie, darunter für die Bands und Musiker Ringside, She Wants Revenge, People in Planes, Albert Hammond Jr. und Silversun Pickups.

Engagement und Aktivismus

Joaquin Phoenix ist seit seiner Kindheit Veganer[4] und engagiert sich für die Tierrechtsorganisation PETA. Er trägt in seinen Filmen nur pelz- und lederfreie Kleidung.[5] Phoenix ist Atheist.[6]

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Prämierungen
Nominierungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joaquin Phoenix – Sammlung von Bildern

Belege[Bearbeiten]

  1. IMdB: Joaquin Phoenix Bio
  2. filmstarts.de: Joaquin Phoenix: Will keine Filme mehr machen, 29. Oktober 2008
  3. moviepilot.de: Joaquin Phoenix meldet sich mit Mockumentary zurück, 7. Mai 2010
  4. Fake leather please! (Englisch) Daily News and Analysis. 14. November 2006. Abgerufen am 1. Dezember 2012.
  5. Filmstart „Walk the Line“: Joaquin Phoenix konsequent lederfrei. Langjähriger veganer Schauspieler weigerte sich auch im Film Lederkleidung zu tragen
  6. Atheist laut hpd.de