John Bell Williams

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John Bell Williams (* 4. Dezember 1918 in Raymond, Hinds County, Mississippi; † 25. März 1983 in Brandon, Mississippi) war ein US-amerikanischer Politiker, Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus und Gouverneur von Mississippi.

Werdegang[Bearbeiten]

John Bell Williams graduierte 1936 am Hinds Junior College. Danach besuchte er die University of Mississippi in Oxford, wo er 1938 promovierte, 1940 dann die Jackson Law School. Im selben Jahr erhielt er seine Zulassung als Anwalt und eröffnete eine Praxis in Raymond. Während des Zweiten Weltkriegs verpflichtete er sich im November 1941 beim United States Army Air Corps, wo er als Pilot diente. Jedoch musste er 1944 aus dem aktiven Dienst ausscheiden, nachdem er den Unterteil seines linken Armes bei einem Bomberabsturz verloren hatte.

Williams wurde als Demokrat in den 80. und die zehn nachfolgenden Kongresse gewählt. Er war der jüngste Abgeordnete aus Mississippi, der bis dahin je gewählt wurde. Seine Amtszeit belief sich vom 3. Januar 1947 bis zu seinem Rücktritt am 16. Januar 1968, als er zum Gouverneur von Mississippi gewählt wurde.

Williams war ein Verfechter der Staatsrechte und der Rassentrennung. Er verließ 1948 die Democratic National Convention und unterstützte Strom Thurmonds Präsidentschaftskampagne, welche hauptsächlich eine Plattform für die Rassentrennung war. Nachdem das Supreme Court das Brown v. Board of Education-Urteil im Mai 1954 fällte, das die Rassentrennung an Schulen verbot, hielt Williams im Abgeordnetenhaus einen Vortrag über die Einführung des 'Black Monday'. Ferner unterstützte Williams die Demokratische Partei bei der Präsidentschaftskampagne 1952 und nahm an den demokratischen Wahlen 1956 und 1960 nicht teil.

In seiner Amtszeit im Kongress war er 1956 an der Verfassung des Southern Manifesto beteiligt, das sich gegen die Rassenintegration an öffentlichen Einrichtungen aussprach.

Williams unterstützte 1964 den Republikaner Barry Goldwater bei seiner Präsidentschaftskandidatur und half ihm, Gelder in Mississippi zu sammeln. Während dieser Zeit hat die demokratische Partei Williams von seinem Beschäftigungsverhältnis entbunden.

1967 kehrte Williams nach Mississippi zurück und kandidierte für das Amts des Gouverneurs. Das Feld der Kandidaten war groß, einschließlich eines früheren Gouverneurs (Ross Barnett) und zwei zukünftiger Gouverneure (William Winter und Bill Waller). In der Vorwahl behauptete Williams, dass der frühere Gouverneur Barnett eine geheime Abmachung mit den Kennedys gemacht hatte. Es kam zur Stichwahl gegen Winter, die er mit 61.000 Stimmen Vorsprung gewann. Danach besiegte Williams bei der eigentlichen Wahl den Republikaner Rubel Phillips mit beinahe 182.000 Stimmen Unterschied.

Während seiner Amtszeit als Gouverneur erlebte Mississippi eine Aufhebung der Rassentrennung in seinem Schulsystem infolge eines Bundesgerichtsurteils. Der überzeugte Segregationist Williams verzichtete darauf, sich dem Urteil zu widersetzen. Nach seiner Amtszeit kehrte Williams zu seiner alten Tätigkeit als Anwalt zurück, die er bis zu seiner Pensionierung am 1. Januar 1981 ausübte. Des Weiteren unterstützte er 1976 Gerald Ford und 1980 Ronald Reagan bei deren Präsidentschaftskampagnen.

John Bell Williams verstarb am 25. März 1983 in Brandon und wurde in Raymond beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sandra Stringer Vance: The Congressional Career of John Bell Williams, 1947–1967. Ph.D. dissertation, Mississippi State University, 1976.

Weblinks[Bearbeiten]