Katlenburg-Lindau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Katlenburg-Lindau
Katlenburg-Lindau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Katlenburg-Lindau hervorgehoben
51.66805555555610.107777777778139Koordinaten: 51° 40′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 139 m ü. NHN
Fläche: 71,47 km²
Einwohner: 7257 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37191
Vorwahlen: 05552 oder 05556Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NOM, EIN, GAN
Gemeindeschlüssel: 03 1 55 007
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 6
37191 Katlenburg-Lindau
Webpräsenz: www.katlenburg-lindau.de
Bürgermeister: Uwe Ahrens (parteilos)
Lage der Gemeinde Katlenburg-Lindau im Landkreis Northeim
Uslar Uslar Bodenfelde Hardegsen Nörten-Hardenberg Katlenburg-Lindau Dassel Moringen Bad Gandersheim Northeim Kalefeld Einbeck Einbeck Landkreis Northeim Niedersachsen Hessen Landkreis Göttingen Landkreis Holzminden Landkreis Hildesheim Landkreis Goslar Landkreis Osterode am Harz Nordrhein-Westfalen Solling (gemeindefreies Gebiet)Karte
Über dieses Bild

Katlenburg-Lindau ist eine Gemeinde im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Wulften am Harz, Bilshausen, Krebeck, Bodensee, Nörten-Hardenberg, Northeim, Kalefeld, Osterode am Harz, Bovenden, Ebergötzen[2]

Landschaft[Bearbeiten]

Die Dörfer liegen größtenteils eingebettet in die Täler der Flüsse Rhume, Oder und Söse zwischen den Landschaften Solling, Harz und Eichsfeld. Das Umland ist geprägt durch ausgedehnte Waldgebiete und vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Felder und steht zum Teil als Naturschutzgebiet Rhumeaue / Ellerniederung / Gillersheimer Bachtal unter Schutz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Katlenburg-Lindau wurde am 1. März 1974 aus den bisher selbständigen Gemeinden Katlenburg-Duhm, Lindau, Gillersheim, Berka, Elvershausen, Wachenhausen und Suterode gebildet.[3]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2011[4][5]
Wahlbeteiligung: 60,09 % (2006: 57,38 %)
 %
50
40
30
20
10
0
49,52 %
44,45 %
6,03 %
keine
Sonst.d
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,15 %p
-0,69 %p
+2,18 %p
-3,63 %p
Sonst.d
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 2006: FDP (2,06 %) und Einzelwahlvorschlag Schaper (1,57 %)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach dem Austritt des Ratsmitglieds Tschernich aus der SPD verteilen sich die 20 Sitze des Rates seit dem 16. April 2013 wie folgt:

  • SPD: 9 Sitze
  • CDU: 9 Sitze
  • FWG: 1 Sitz
  • Einzelmitglied Tschernich: 1 Sitz

Die FWG und das Einzelmitglied Tschernich bilden seit dem 6. Februar 2014 eine Gruppe.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Seit dem 1. Dezember 2005 ist Uwe Ahrens (parteilos) der erste hauptamtliche Gemeindebürgermeister. Bei der Wahl am 25. September 2005 erhielt er bei zwei Gegenkandidaten bereits im ersten Wahlgang 74,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 62,33 Prozent.
  • Bei der Direktwahl am 22. September 2013 erhielt er bei einem Gegenkandidaten 72,74 Prozent und wurde für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 76,61 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Merian-Stich der Katlenburg um 1654
Leisenberger Kirche
Die Rhume im Winter
  • Katlenburg: Die Burg, die dem Ortsteil Katlenburg den Namen gab
  • Mushaus: Teil der ehemaligen Burganlage von Lindau
  • Mordmühle: Alte Mühle, um die sich eine grausame Legende rankt
  • Leisenberger Kirche (Ruine): Eine viele Jahrhunderte alte Ruine in der Nähe von Gillersheim
  • Hügelgräber in der Nähe der Leisenberger Kirche
  • Erholungs- und Naturschutzgebiet Thiershäuser Teiche südlich von Gillersheim
  • Landschaftsschutzgebiet Husumer Tal bei Suterode

Kirchen[Bearbeiten]

  • Kreuzkirche (evangelisch, Lindau)
  • St.-Johannes-Kirche (evangelisch-lutherisch, Katlenburg)
  • St.-Martini (evangelisch, Berka)
  • St. Peter und Paul (katholisch, Lindau)
  • St. Valentini (evangelisch, Elvershausen)
  • früher: Herz-Jesu (katholisch, Katlenburg), 2009 entweiht

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftlich haben sich einige kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Dienstleistungen angesiedelt. Im Ortsteil Katlenburg hat die Katlenburger Kellerei ihren Sitz. Dem ländlichen Umfeld entsprechend nimmt die Landwirtschaft einen hohen Stellenwert ein.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Zu den Kulturellen Einrichtungen zählt neben einigen Dorfgemeinschaftshäusern und Festhallen, zwei Büchereien und vier Kindergärten auch die Freizeit- und Bildungsstätte Katlenburg.

Lindau war bis 2014 Sitz des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), die bis Juni 2004 als Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAE) bekannt war.

Bildung[Bearbeiten]

Schulen in Katlenburg-Lindau:

  • Burgbergschule in Katlenburg (Grundschule)
  • Rhumetalschule in Lindau (Oberschule)

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Im Zentrum der Gemeinde liegt der Knotenpunkt der Bundesstraßen 241 und 247. Im Ortsteil Katlenburg liegt ein Haltepunkt der Südharzstrecke von Northeim nach Herzberg am Harz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • August Beuermann (1867–1930), deutscher Politiker (DVP), MdR, MdL (Preußen)
  • Helmut Fiebig (1956–2011), Filmkritiker, Chefredakteur von Cinema (1996-2008)
  • Wilfried Gleitze (* 8. September 1944 in Lindau), Jurist, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen (1987–2009), Vizepräsident des Bundesversicherungsamtes (1981–1987)
  • Georg Greve-Lindau (1876–1963), Maler des Impressionismus
  • Rolf Herrmann, ehemaliger Handball National-Torhüter
  • Frauke Heiligenstadt MdL (* 1966), Kultusministerin des Landes Niedersachsen (SPD)
  • Michael Krieter (* 1963), ehemaliger Handball National-Torhüter, Torwart-Legende bei THW Kiel
  • Bernd Leinemann (* 11. Dezember 1963 in Northeim), FIA-Rallycross-Vizeeuropameister 1994
  • Franz Mueller-Darß (1890–1976), Forstmeister und Standartenführer der Waffen-SS im Stab Heinrich Himmlers
  • Martin Weskott (* 1951), ev. Pfarrer, Begründer der Buchrettungsaktion "Bücher Weitergeben statt Wegwerfen"

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Heinz Marks, Elvershausen[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.natur-erleben.niedersachsen.de/karte/link-grau-3573931-5720379-7-17,15.html
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 214.
  4. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/155007_000026/index.html
  5. http://wahlen.kds.de/2006kw/Daten/KAT/6_MAIN_E_GEMEINDERATSWAHL_KALI_2006.html
  6. Hans-J. Oschmann: Höchste Ehre für Heinz Marks, Artikel der HNA online vom 4. November 2011, abgerufen am 14. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katlenburg-Lindau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien