Klipphausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Klipphausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Klipphausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klipphausen hervorgehoben
51.08333333333313.533333333333260Koordinaten: 51° 5′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 111,56 km²
Einwohner: 10.254 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 01665,
01683 (Rothschönberg, Tanneberg) (siehe Ortsgliederung)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0351, 03521, 035204, 035244, 035245
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 100
Gemeindegliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Talstraße 3
01665 Klipphausen
Webpräsenz: www.klipphausen.de
Bürgermeister: Gerold Mann
Lage der Gemeinde Klipphausen im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen) Diera-Zehren Ebersbach (bei Großenhain) Glaubitz Gröditz Großenhain Hirschstein Käbschütztal Nossen Klipphausen Lampertswalde Nossen Lommatzsch Meißen Moritzburg Gröditz Niederau Nossen Nünchritz Priestewitz Radebeul Radeburg Riesa Röderaue Schönfeld Stauchitz Strehla Tauscha Thiendorf Klipphausen Weinböhla Lampertswalde Wülknitz Zeithain Sachsen Dresden Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Klipphausen ist eine Gemeinde im Zentrum Sachsens im Landkreis Meißen.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Klipphausen liegt ca. 11 km südlich von Meißen und ca. 15 km nordwestlich von Dresden. Die A 4 führt durch den Süden der Gemeinde und ist über den Anschluss Wilsdruff (ca. 4 km) erreichbar. Die Gemeinde liegt im Meißner Hochland und im Elbtalkessel an den Linkselbischen Tälern - dazu gehören das Saubachtal, das Prinzbachtal, das Regenbachtal, der Eichhörnchengrund und Rehbocktal - und an der Kleinen Triebisch. Höchste Erhebung ist die Baeyerhöhe mit 322,3 NN auf der Lampersdorfer Gemarkung, der niedrigste Punkt die ca. 100 m ü. NN in der Elbtalsohle. Mit der unter Naturschutz stehenden Gauernitzer Elbinsel liegt eine der beiden sächsischen Elbinseln in der Gemeinde Klipphausen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Käbschütztal Meißen Coswig
Nossen Nachbargemeinden Radebeul
Dresden
Reinsberg Wilsdruff Dresden

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wird Sachsdorf als Ortsteil in die Landgemeinde Klipphausen eingemeindet, am 1. März 1974 folgt Sora mit den Ortsteilen Lampersdorf und Lotzen. Am 1. Januar 1994 schließen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Klipphausen, Röhrsdorf und Weistropp (mit den Ortsteilen Hühndorf und Kleinschönberg) zur Großgemeinde Klipphausen zusammen.[2] Am 1. Januar 1999 kommen noch Scharfenberg (mit den Ortsteilen Bergwerk, Gruben, Pegenau, Reppina und Reppnitz, Batzdorf, Naustadt, Reichenbach, Riemsdorf, Bockwen-Polenz und Spittewitz) und Gauernitz (mit den Ortsteilen Constappel, Hartha, Pinkowitz und Wildberg) hinzu.[2] Zum 1. Juli 2012 erfolgt der Zusammenschluss von Triebischtal und Ortsteilen mit Klipphausen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Entstehung von Klipphausen
Gebietsstand 1. Januar 1990
Gebietsstand 1. Januar 1995
Gebietsstand 1. Januar 2000
Gebietsstand 1. Januar 2004
Gebietsstand 1. Januar 2013
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alttanneberg 1. Juli 1910 Zusammenschluss mit Neutanneberg zu Tanneberg
Batzdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Bockwen 1. Januar 1973 Zusammenschluss mit Polenz zu Bockwen-Polenz
Bockwen-Polenz 1. April 1993 Eingemeindung nach Scharfenberg
Burkhardswalde 1. Januar 1973 Zusammenschluss mit Munzig zu Burkhardswalde-Munzig
Burkhardswalde-Munzig 1. März 1994 Zusammenschluss mit Garsebach und Miltitz zu Triebischtal
Constappel 1. Oktober 1923[3]
4. September 1928[4]
Eingemeindung von Gauernitz
Umbenennung in Gauernitz
Garsebach 1. März 1994 Zusammenschluss mit Burkhardswalde-Munzig und Miltitz zu Triebischtal
Gauernitz 1. Januar 1999
Groitzsch 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Burkhardswalde
Gruben[5] 1. April 1920 Umbenennung in Scharfenberg
Hartha[6] 1. April 1937 Eingemeindung nach Gauernitz
Hühndorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Weistropp
Kettewitz 1. April 1938 Eingemeindung nach Sönitz
Kleinschönberg 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Weistropp
Kobitzsch 1. April 1937 Eingemeindung nach Ullendorf
Lampersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Sora
Lotzen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Sora
Miltitz 1. März 1994 Zusammenschluss mit Garsebach und Burkhardswalde-Munzig zu Triebischtal
Munzig 1. Januar 1973 Zusammenschluss mit Burkhardswalde zu Burkhardswalde-Munzig
Naustadt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Neutanneberg 1. Juli 1910 Zusammenschluss mit Alttanneberg zu Tanneberg
Pegenau[7] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Perne  ? Eingemeindung nach Rothschönberg
Pinkowitz[8] 1. April 1937 Eingemeindung nach Gauernitz
Piskowitz 1. April 1938 Eingemeindung nach Sönitz
Polenz 1. Januar 1973 Zusammenschluss mit Bockwen zu Bockwen-Polenz
Reichenbach 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Reppina[9] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Reppnitz[10] vor 1880 Eingemeindung nach Gruben
Riemsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Scharfenberg
Robschütz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Garsebach
Röhrsdorf 1. Januar 1994
Roitzschen 1. November 1935 Eingemeindung nach Miltitz
Roitzschwiese 1925 Umgemeindung von Robschütz nach Roitzschen
Rothschönberg 1. Januar 1973 Eingemeindung nach Tanneberg
Sachsdorf 1. Juli 1950
Scharfenberg 1. Januar 1999
Schmiedewalde 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Burkhardswalde
Seeligstadt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Taubenheim
Semmelsberg 1. April 1939 Eingemeindung nach Garsebach
Sönitz 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Taubenheim
Sora 1. März 1974
Spittewitz,
Gemeinde Reichenbach
1. Juli 1950 Umgliederung nach Bockwen
Tanneberg 1. Januar 1999 Eingemeindung nach Triebischtal
Taubenheim 1. November 2003 Eingemeindung nach Triebischtal
Triebischtal 1. Juli 2012
Ullendorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Taubenheim
Weistropp 1. Januar 1994
Weitzschen 1. April 1938 Eingemeindung nach Sönitz
Wildberg 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Gauernitz

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Gemarkungen innerhalb der Gemeinde Klipphausen

Die Gemeinde entstand 1999 aus dem Zusammenschluss dreier vormals selbständiger Gemeinden. Am 1. Juli 2012 kam die Gemeinde Triebischtal dazu. Ihr Gemeindegebiet wurde in drei weitere Ortschaften aufgeteilt.

Die Deutsche Post gliedert die Gemeinde in folgende postalische Orte:

  • 01665 Klipphausen (Stand vor Eingemeindung von Triebischtal, ohne Sachsdorf)
  • 01665 Perne
  • 01683 Rothschönberg (ohne Perne)
  • 01665 Sachsdorf
  • 01683 Tanneberg
  • 01665 Taubenheim
  • 01665 Triebischtal (ohne Tanneberg und Taubenheim)

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[11]
Wahlbeteiligung: 56,5 % (2009: 60,4 %)
 %
40
30
20
10
0
31,7 %
4,7 %
5,2 %
24,9 %
7,3 %
n. k.
9,6 %
16,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-30
+15,0 %p
+4,7 %p
+1,9 %p
-28,0 %p
-16,5 %p
-3,4 %p
+9,6 %p
+16,8 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • Bündnis Freie Wählergemeinschaft (BFW): 6 Sitze
  • Triebischtaler Bürgerbündnis Klipphausen (TBBK): 4 Sitze
  • Bürgervertretung Triebischtal (BVT): 2 Sitze
  • Bürgerinitiative Linkselbische Täler (BILET): 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ortsteil Miltitz befindet sich das Besucherbergwerk Kalkbergwerk Miltitz.

Die Garsebacher Schweiz ist als Naturdenkmal eingestuft.

Bauwerke[Bearbeiten]

Im Ortsteil Scharfenberg befindet sich Schloss Scharfenberg, in Batzdorf Schloss Batzdorf, in Klipphausen das Schloss Klipphausen (wahrscheinlich um 1528 erbaut), in Weistropp das Schloss Weistropp und in Gauernitz Schloss Gauernitz. Weiterhin gibt es auch einige Kirchen (z.B. in Naustadt, Sora und Röhrsdorf), Kapellen, Gehöfte bzw. ehemalige Rittergüter und historische Dorfzentren (z. B. Polenz).

Ein Ehrenmal von 1946 auf dem Friedhof des Ortsteiles Miltitz erinnert an 17 Häftlinge aus Polen und der Sowjetunion, die Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Musik[Bearbeiten]

Schloss Batzdorf ist Ursprungs- und Inspirationsort des Barock-Ensembles Batzdorfer Hofkapelle. 1993 fand hier das Gründungskonzert des Orchesters statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klipphausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. Finanzministerialblatt für den Freistaat Sachsen, Nr. 1, 1924
  4. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 233
  5. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 234
  6. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 234, 235
  7. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  8. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 234, 239
  9. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  10. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  11. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014