Kommunikationsmittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kommunikationsmittel sind diejenigen Mittel, mit deren Hilfe sich Menschen untereinander verständigen können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Begriffsgeschichte

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Begriff vor allem auf das Verkehrs- und Botenwesen angewandt und damit vor allem die Verkehrsmittel und Verkehrswege wie Eisenbahn, Trassen, Kunststraßen, Kanäle[1], aber auch Postreiter und Postkutschen gemeint. 1861 definiert der Nationalökonom Albert Schäffle Kommunikationsmittel als Hilfsmittel des Güter- und Wertumlaufs und fasst darunter unter anderem Zeitungen, Telegraf (erfunden in den 1830er Jahren), Post, Botenwesen, Avis, Fakturen, Konossamente.[2] In der Folgezeit kommen immer stärker die technischen Kommunikationsmittel in den Blick, sodass bereits 1895 im Deutschen Wochenblatt davon die Rede ist, dass diese technischen Kommunikationsmittel derart verbessert worden seien, dass „jedermann auf der ganzen Welt unser Nachbar geworden“ sei.[3] Erst im 20. Jahrhundert wird der Begriff Medium auch als Synonym für diese technischen Kommunikationsmittel gesetzt, in den 1920er Jahren wird im englischen Sprachraum unter anderem im Kontext der Entstehung des Rundfunks der Begriff mass media gebräuchlich und wenig später als Massenmedien eingedeutscht.

[Bearbeiten] Differenzierungen

Kommunikationsmittel werden in der Kommunikationstheorie häufig unterschieden

Medien als Kommunikationsmittel werden in der Folgezeit weiter differenziert:

  • in Speichermedien, Übertragungsmedien und Bearbeitungsmedien (Verarbeitungsmedien), spezieller auch noch Aufnahmemedien, Reproduktionsmedien (Vervielfachungsmedien), Wiedergabemedien.
  • in primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Medien, je nach dem Anteil der Technik beim Sender bzw. Empfänger

[Bearbeiten] Mittel der natürlichen Kommunikation

Zu den Mitteln der natürlichen Kommunikation, den „Primärmedien“ (siehe Medientheorie), gehören:

[Bearbeiten] Technische Kommunikationsmittel

[Bearbeiten] Massenmedien

Der Begriff „Massenmedien“ beruht darauf, dass durch diese von einem oder wenigen Absendern sehr viele Adressaten gleichzeitig oder fast gleichzeitig erreicht werden können.

[Bearbeiten] Literatur

Allgemein
  • Lothar Hoffmann, Kommunikationsmittel: Fachsprache: eine Einführung, 1976
  • Michael Franz, Electric Laokoon: Zeichen und Medien, von der Lochkarte zur Grammatologie, 2007, ISBN 978-3-05-003504-8
Natürliche Kommunikationsmittel
  • Jean Werner Sommer, Kommunikationsmittel: Wort und Sprache, 1970
  • Beat Pfister, Tobias Kaufmann: Sprachverarbeitung: Grundlagen und Methoden der Sprachsynthese und Spracherkennung, 2008, ISBN 978-3-540-75909-6
  • Renate Rathmayr, Nonverbale Kommunikationsmittel und ihre Versprachlichung, 1987
Massenkommunikationsmittel (Massenmedien)
  • Jörg Aufermann, Hans Bohrmann, Massenkommunikationsmittel, 1968
  • Fritz Eberhard, Optische und akustische Massenkommunikationsmittel, 1967
  • Theodor Bücher, Pädagogik der Massenkommunikationsmittel, 1967
  • Hans Kaspar Platte, Soziologie der Massenkommunikationsmittel, 1965
Soziale Kommunikationsmittel

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Kommunikationsmittel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Zum Beispiel: Charles Franz Zimpel, Straßen-Verbindung des Mittelländischen mit dem Todten Meere ..., 1865, S. 3
  2. Albert Schäffle, Die Nationalökonomie, 1861, S. 243
  3. Deutsches Wochenblatt, 8. Jg., 1895, S. 349
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen