Mobiltelefon

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Handy ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Mobiltelefon (Begriffsklärung) und Handy (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ein Mobiltelefon, auch Handy,[1] Funktelefon, GSM-Telefon, in der Schweiz auch Natel genannt, ist ein tragbares Telefon, das über Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert und daher ortsunabhängig eingesetzt werden kann. 2013 wurden weltweit erstmals mehr internetfähige Mobiltelefone mit berührungsempfindlichen Bildschirmen (Smartphones) als herkömmliche Mobiltelefone verkauft.[2] Die zehn größten Hersteller von Mobilfunkgeräten weltweit waren im Jahr 2012 Samsung, Nokia und Apple, danach folgten ZTE, LG, Huawei, TCL, Blackberry (RIM), Motorola und HTC.[3]

Entwicklung der Gerätegröße von Mobiltelefonen bis zum Jahr 2014
Mobiltelefon Nokia 6300 mit Kamera im Röntgenbild

Geschichte

Das DynaTAC 8000X, ein frühes kommerzielles Mobiltelefon

Vor den Geräten, die heute als Mobiltelefon bezeichnet werden, gab es einige Vorläufer. Die Entwicklung des Mobilfunks begann 1926 mit einem Telefondienst in Zügen der Deutschen Reichsbahn und Reichspost auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dieser Telefondienst wurde nur den Reisenden der 1. Klasse angeboten, doch schon 1918, rund fünf Jahre nach der Erfindung des Meißnerischen Röhrensenders, führte die Deutsche Reichsbahn im Raum Berlin Versuche mit Funktelefonen durch.

Schon früh äußerten Künstler und Schriftsteller ihre Phantasien über die möglichen Auswüchse der Mobiltelefonie. So beschreibt Gustav Hochstetter 1913 einen gestressten Firmenchef, der auf ärztlichen Rat durch Wandern in Schweigsamkeit wieder Kraft tanken soll. Da hört er in der Abgeschiedenheit der Berge plötzlich etwas aus seinem Rucksack – seine Frau ruft ihn an:

„Ja, ja, Ludwig, da staunst du? Eine Menge Geld hat das Ding gekostet. Eine ganz neue Erfindung: das tragbare, drahtlose Telefon in Miniaturformat.“

Gustav Hochstetter[4]

1926 entwarf der Zeichner Karl Arnold im Simplicissimus ein visionäres Bild vom Sinn und Unsinn des mobilen Telefonierens auf offener Straße in dem Bild „Drahtlose Telephonie“.[5] Aus dem Jahr 1931 stammt eine weitere literarische Schilderung einer Mobiltelefon-Utopie. Sie findet sich in Erich Kästners Kinderbuch Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee:

„Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: ‚Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!‘ Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.“

Erich Kästner

Die ersten Mobilfunkgespräche wurden über in Kraftfahrzeugen montierte Endgeräte – Autotelefone – im Jahr 1946 möglich. Die US-Firma Bell Telephone Company bot ihren Mobile Telephone Service an, über den am 17. Juni 1946 in St. Louis die ersten Gespräche geführt wurden; ab 2. Oktober desselben Jahres war ein Autotelefonservice der Illinois Bell Telephone Company in Chicago verfügbar.[6]

Die ersten deutschlandweit verwendbaren Autotelefone gab es 1958. Die Geräte waren wegen der für die Funktechnik verwendeten Vakuumröhren recht groß. Gespräche wurden handvermittelt, die Gerätepreise lagen bei etwa 50 % des Wagenpreises. (A-Netz)

1973 stellte ein Entwicklerteam bei Motorola um Martin Cooper[7] und Chefdesigner Rudy Krolopp den ersten Prototypen eines Mobiltelefons her. „Für das Innenleben plünderten die Ingenieure von Motorola damals UKW-Radios und kombinierten diese mit einem leistungsfähigen Stromspeicher, dem Metall-Hydrid-Akku“.[8] Im Oktober 1973 wurde ein US-Patent eingereicht, aber erst 1975 erteilt.[9] Cooper machte am 3. April 1973 den ersten Anruf über ein Mobiltelefon, bei dem er seinen Rivalen bei den Bell Labs anrief.[10][11][12]

Ab 1974 gab es in Österreich das B-Netz, in dem schon automatisch vermittelt wurde. Sieben Jahre später hatte es 1000 Teilnehmer. Der Standort eines Teilnehmers musste bekannt sein, um ihn anrufen zu können. 1975 wurde in der Schweiz das Nationale Autotelefonnetz (Natel) eingeführt. Ab 1983 folgte Natel B; im selben Jahr wurde das bei Motorola seit 1973 entwickelte erste kommerzielle Mobiltelefon „Dynatac 8000x“ offiziell vorgestellt.

Ab 1985 gab es in Deutschland und Österreich das kleinzellige analoge C-Netz. Es ermöglichte eine geringere Sendeleistung der Telefone und damit kleinere Geräte. „Portables“, kleine Kistchen mit Tragegriff und einem angeschlossenen Telefonhörer sowie einer längeren Antenne, kamen auf den Markt. 1987 wurde in der Schweiz das Autotelefonnetz Natel C eingeführt.

Durch die Einführung flächendeckender digitaler Mobilfunknetze (D-Netz Ende 1980er/Anfang 1990er Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz) konnte die benötigte Batterieleistung der Mobiltelefone und damit auch deren Größe erneut vermindert werden. 1992 wurde in den USA das erste GSM-fähige Mobilgerät von Motorola, das International 3200, vorgestellt. Im Sommer 1992 nahmen in Deutschland die Netze D1 (Betreiber: DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilfunk) und D2 (Betreiber: Mannesmann Mobilfunk) den Betrieb auf. In der Schweiz wurde Natel D auf GSM-Basis lanciert. 2001 nahm die britische Manx Telecom auf der Isle of Man das weltweit erste UMTS-Netz in Betrieb; in Deutschland ist UMTS seit 2004 kommerziell verfügbar. Der 3G-Standard UMTS zeichnet sich durch deutlich erhöhte Datenraten aus, wodurch internetbezogene Anwendungen, vor allem auf Smartphones, erheblich beschleunigt werden. Der vorherige Trend, die Geräte immer mehr zu verkleinern, wurde durch größere Geräte mit großen Touchscreen-Bildschirmen teilweise umgekehrt. Ende 2009 wurden die ersten Mobilfunknetze der vierten Generation (4G) verfügbar; mit LTE und später LTE-Advanced erhöhten sich wiederum die maximal möglichen Datenraten, ohne dass die 4G-Netze bisher für reine Sprachdienste nutzbar sind.

Aufbau und Technik

Wie das drahtgebundene Telefon besteht das Mobiltelefon aus einem Lautsprecher, einem Mikrofon, einem Bedienteil (Tastatur und Anzeige) und einer Steuerung (meist ein Mikrocontroller). Zusätzlich hat es ein Funkteil (Sendeempfänger, Antenne) und eine eigene Stromversorgung (meist einen Akkumulator). Generell ist zum Betrieb eine SIM-Karte notwendig (bis 2009 ausgenommen Notrufnummern), die zur Identifizierung gegenüber dem Mobilfunknetz genutzt wird.

Das Siemens S25, eines der ersten Dualband-GSM-Telefone, 1999

Mobiltelefone in Europa funktionieren heutzutage nach dem GSM-Standard. Sie benutzen Frequenzen um 900 MHz (D-Netz) beziehungsweise 1800 MHz (E-Netz).[13] Erste Telefone die Dualband-GSM, also D- und E-Netz gleichermaßen unterstützen kamen gegen Ende der 1990er Jahre auf. Das erste GSM-Telefon mit Dual-Band Technik war das Motorola 8900.[14] Triband-Mobiltelefone können zusätzlich auf 1900 MHz oder 850 MHz operieren, diese Frequenzen werden hauptsächlich in den USA genutzt. Quadband-Mobiltelefone beherrschen alle vier Frequenzen. Während die GSM-Basisstationen für Mobiltelefone Sendeleistungen von bis zu 50 Watt (D-Netz) bzw. 10 Watt (E-Netz) haben,[15] kommen Mobiltelefone mit Sendeleistungen von max. 2 W (D-Netz) beziehungsweise 1 W (E-Netz) aus. Für die Übertragung wird als Modulationsart GMSK (Gaussian Minimum Shift Keying, eine weiterentwickelte, optimierte Version der FSK) verwendet.[16]

In der nächsten (dritten) Generation der Mobilfunkgeräte gibt es zwei konkurrierende Standards: Universal Mobile Telecommunications System, abgekürzt als UMTS, als eine Weiterentwicklung von GSM sowie den Standard CDMA2000, der vor allem in den USA weit verbreitet ist. Sowohl UMTS als auch CDMA2000 basieren auf Code Division Multiple Access (CDMA), sind aber zueinander nicht kompatibel. Beide arbeiten bei Frequenzen um 1800 bis 1900 MHz, benutzen viele kleine Funkzellen und sind für höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit und höhere Nutzerzahl optimiert. Wegen der kleineren Funkzellen und bedingt durch weiterentwickelte Modulationsverfahren konnte die Sendeleistung der Mobiltelefone gegenüber GSM auf 0,125–0,25 W reduziert werden.[15]

Siehe auch: Femtozelle

Betriebssysteme

Hauptartikel: Smartphone#Betriebssysteme

Ältere GSM-Telefone (wie z.B. das im Bild gezeigte Siemens S25) haben meist nur ein einziges Betriebssystem, welches alle Aufgaben wahrnimmt. Moderne Smartphones verwenden hingegen ein Echtzeit-Hauptbetriebssystem auf welchem die Benutzerandwendungen ausgeführt werden, und das sogenannte Baseband-Betriebssystem, welches die eigentliche Kommunikation mit dem Handynetz übernimmt. Das Baseband-Betriebssystem ähnelt in der Funktionsweise einem herkömmlichen Nicht-Smartphone-Betriebssystem, hat jedoch üblicherweise keine Benutzeroberfläche und läuft im Hintergrund auf einem eigenen Prozessor und Speicher getrennt vom Hauptbetriebssystem.

Das Hauptbetriebssystem des Mobiltelefons wird bei Smartphones meist nicht vom Hersteller produziert, sondern in Lizenz betrieben. Das unter Smartphones mit Abstand verbreitetste Betriebssystem ist Android.[17] Weitere verbreitete Systeme sind iOS von Apple und das auf Windows NT basierende Windows Phone von Microsoft. Auf herkömmlichen Nicht-Smartphones beziehungsweise klassischen Handys wird meist ein proprietäres Betriebssystem des Herstellers verwendet. Andere Betriebssysteme führen eher ein Nischendasein und konnten sich am Markt nicht durchsetzen. Dazu gehören unter anderem das erst seit 2013 verfügbare Firefox OS und die abgekündigten Systeme Bada, Symbian sowie Series 40 bzw. Asha. Einige wenige Mobiltelefone laufen mit linuxbasierten Betriebssystemen (z. B. Android Jolla, Maemo, MeeGo und Tizen), zu deren Weiterentwicklung einige Firmen aus dem Mobilfunkbereich 2007 die LiMo Foundation gegründet haben. Die Entwicklung wurde jedoch weitestgehend eingestellt.

Der Übergang von Smartphones zu PDAs und Tablets ist fließend (siehe Phablet/Smartlet).

Schnittstellen

Ein Mobiltelefon verfügt als Schnittstellen im Allgemeinen über:

  • mindestens ein Modem (GSM, 3G oder LTE bei volldigitalen Mobiltelefonen), mit dem die Kommunikation zwischen Endgerät und Mobilfunktnetz erfolgt. Bei vielen Telefonen können über das Modem zusätzlich Textnachrichten verschickt und auf das Internet zugegriffen werden. Mitunter kann das Modem auch in den vorherigen Modi funken, selten auch gleichzeitig, oder das Mobiltelefon besitzt ein zweites Modem.
  • Kabelgebundene Schnittstelle ist meist eine USB-Schnittstelle. Ältere Mobiltelefone haben auch proprietäre Kabelschnittstellen oder Anschlüsse für eine Halterung in Kraftfahrzeugen.
  • Infrarot war bis zu seiner Verdrängung durch effizientere Datenübertragungsstandards bei Mobiltelefonen verbreitet.[18]
    Als leistungsfähigere Schnittstellen für den Nahbereich sind bei Mobiltelefonen oftmals Bluetooth, W-LAN und NFC im Einsatz.
  • Vor allem bei Smartphones anzutreffen sind eine analoge Audioschnittstelle (meist ein 3,5 mm-Klinkenanschluss) und eine Videoschnittstelle (meist ein Mini-HDMI-Anschluss).
  • Zum Laden der Akkus besitzt ein Handy entweder eine extra Ladebuchse, oder es wird der USB-Anschluss hierzu mitverwendet. Mitunter kann auch drahtlos mittels magnetischem Wechselfeld geladen werden (z. B. Qi)

Ladegeräte

Nokia 6310i am Netzteil
MicroUSB als Standard-Mobiltelefon-Ladestecker

Die Ladegeräte für Mobiltelefone unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Auf Druck der Europäischen Union vereinbarten alle großen Mobiltelefon-Hersteller ab 2010 die Einführung eines gemeinsamen Standards für Ladegerätstecker auf der Grundlage des Micro-USB-Steckers. Damit können zukünftig alle neueren Mobiltelefone mit dem gleichen Ladegerät geladen werden.[19] Ab 2017 müssen alle in der Europäischen Union verkauften Mobiltelefone und Smartphones, sowie voraussichtlich auch andere kleinere mobil nutzbare Geräte, wie zum Beispiel Tablet-PCs, über einheitliche Ladegeräte versorgt werden können.[20]

Bauarten

Übliche Bauformen:

  • (Candy-)Bar/Barren/Riegel – klassische Bauweise, die der Form eines Schokoriegels (englisch candy bar) ähnelt, beispielsweise Nokia 6230. Mobiltelefone, deren Tastatur von simplen Klappen oder Schiebemechanismen ohne weitere Funktion geschützt sind, zählt man zu den „Candybar“-Telefonen wie das Nokia 7110 oder das Siemens S25.
  • Folder/Clam-Shell/Klapphandy – zweigeteiltes Mobiltelefon mit einem Scharnier in der Mitte. Im aufgeklappten Zustand trägt der obere Teil meist das Display, der untere die Tastatur. Zusammengeklappt liegen beide Teile gegenüber und werden auf diese Weise geschützt. Beispiel: Motorola RAZR.
  • Jack-Knife – horizontales Drehgelenk, beispielsweise Sony Ericsson W550i
  • Slider (Schiebehandy) – Display und Bedientasten werden vertikal über die Wähltasten hoch geschoben, beispielsweise Samsung SGH D500.
  • Swivel-Klapptelefone – mit drehbarem Bildschirm, beispielsweise Samsung SGH-P900.
  • Touch Phones – Smartphones, die mittels eines Touchscreen-Displays und ggf. einer als Multi-Touch bezeichneten Technik vorwiegend mit den Fingern gesteuert werden. Bereits 1992 stellte IBM das erste Mobiltelefon mit Touchscreen vor.[21] Andere Quellen zählen Mobiltelefone mit berührungsempfindlichen Bildschirmen zur Candy-Bar-Bauform.[22]

Spezialformen:

  • Armbandmobiltelefon[23][24][25] oder Handyuhr
  • Mobilfunk-GSM-Tischtelefone – herkömmlichen schnurgebundenen Festnetztelefonen nachgebaut – auch diese sind wie GSM-Gateways vornehmlich zum stationären Betrieb geeignet. In Deutschland wurde etwa das Modell GDP-02 des tschechischen Herstellers Jablotron von O₂ und Vodafone vermarktet.
  • Mobilfunk-Gateways – Sonderformen von Mobilfunk-Endgeräten zum stationären Betrieb, die den Anschluss von Telefonanlagen und herkömmlichen Festnetztelefonen ermöglichen.

Solarbetriebene Mobiltelefone

Nach Einzug der solarbetriebenen Mobiltelefon-Ladestationen wurde bereits im Jahr 2001 von der südkoreanischen Firma „CR Telecom“ ein Solar-Mobiltelefon vorgestellt. Die Ladezeiten entsprachen in etwa den Gesprächszeiten, ein effektives Laden der Geräte war aber nur bei einfallendem Sonnenschein möglich. Im selben Jahr stellte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme den Prototypen eines „Siemens C25“-Mobiltelefons mit solarbetriebenem Akku vor. Diese neuartigen Module waren zwar kostengünstig, aber auch sie lieferten zu wenig Energie für akzeptable Gesprächszeiten.

Ausstattung

Mitteilungen

Mobiltelefone ermöglichen es meist, Textnachrichten, eventuell auch kombiniert mit multimedialen Inhalten, zu versenden. Das Short Message Service (SMS) ermöglicht kurze Textmitteilungen von einer Länge bis zu 160 Zeichen.[26] Die erste short message wurde im Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im britischen Vodafone-Netz gesendet.[27] 1994 konnte ein Mobiltelefon auch erstmals eine SMS direkt verschicken.[28] Für die Kurzmitteilungen hat sich der Name SMS eingebürgert, obwohl das Kürzel SMS eigentlich nur den Trägerdienst bezeichnet.

Ursprünglich als reines „Abfallprodukt“[27] kostenlos angeboten, entwickelte sich SMS zum Hauptertragsbringer für die Netzbetreiber. Im Jahr 2005 wurden bundesweit über 61 Millionen[29] Kurzmitteilungen pro Tag versendet, bis zum Jahr 2011 stieg die Zahl auf 148 Millionen.[29] Bei einer gründlichen Betrachtung überrascht der Erfolg dieses Dienstes nicht, weil er in Kombination mit einem Mobiltelefon sehr viel gebrauchstauglicher zu nutzen ist als seine inzwischen fast schon vergessenen Vorgänger, die digitalen Funkmeldeempfänger (sogenannte Pager). Weiterentwicklungen von SMS existieren unter dem Namen Enhanced Message Service (EMS) und Multimedia Messaging Service (MMS). MMS bietet die Möglichkeit, mit einem Mobiltelefon multimediale Nachrichten (Videos, Bilder, Ton und Text) von bis zu 500 KB[30] an andere mobile Endgeräte zu versenden. MMS ist nicht kompatibel zu SMS oder EMS, Endgeräte müssen MMS explizit unterstützen. Einige Netzbetreiber bieten andernfalls den Abruf der MMS über das Internet und ein Kennwort, das dem Empfänger per SMS mitgeteilt wird, an.[31]

Für Gehörlose und hochgradig Schwerhörige bietet somit die „SMS“-Funktion eine Möglichkeit, ein Mobiltelefon zu benutzen, wie auch beim Bildtelefon und Schreibtelefon.

Die Anzahl der in Deutschland versendeten Kurznachrichten stieg bis zum Jahr 2012 auf 163 Millionen an.[29] Seitdem ist ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen, innerhalb von zwei Jahren brach die Zahl der gesendeten Kurznachrichten um 55 % ein.[29] Als Ursache dafür werden Instant-Messenging-Programme wie WhatsApp und Telegram gesehen.[29] Mit dem Messenger WhatsApp wurden Anfang 2014 täglich etwa 50 Milliarden Nachrichten versendet,[32] im April desselben Jahres stieg die Zahl auf 64 Milliarden an.[33] Die SMS ist mit 55 Milliarden[34] versendeten Einheiten unter das Niveau der Instant Messenger gefallen. Während jeder Bundesbürger zu Jahresanfang 2014 zwei SMS täglich verschickte, sendete jeder WhatsApp-Nutzer 30 Nachrichten pro Tag.[32]

Kamera

Objektiv einer Handykamera (hier Sony Ericsson K700i)

Für Mobiltelefone mit eingebauter Kamera hatten sich zwischenzeitlich die Begriffe Fotomobiltelefon bzw. Fotohandy als Unterscheidungskriterium etabliert. Wegen der zunehmenden Verbreitung der Fotofunktion in Mobiltelefonen haben diese Begriffe jedoch schnell wieder an Bedeutung verloren.

Geschichte

1999 erschien für den japanischen Markt das weltweit erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera, das Toshiba Camesse mit dem Betriebssystem GEOS-SC. Das Camesse wurde in Japan schnell zum Kultgerät und hatte mehrere Nachfolger. Im japanischen Internet existieren mehrere Dienste, auf die private Camesse-Fotos geladen und veröffentlicht werden können. Beim Camesse konnten die Fotos direkt im Mobiltelefon mit einer Grafiksoftware bearbeitet werden. Seit 2002 werden immer mehr Mobiltelefone mit integrierter Kamera ausgestattet. Bei diesen Fotomobiltelefonen befinden sich die Bildaufnahmegeräte meist auf der Rückseite des Mobiltelefons.

Technischer Fortschritt

Ein Baum im Herbst, aufgezeichnet mit der Handykamera des iPhone 3GS
Schnappschuss desselben Baums, aufgezeichnet mit einer Canon EOS 70D

Die fotografische Qualität der ersten Kameramobiltelefone reichte Anfangs nicht an Digitalkameras gleicher Zeit heran.[35] Gegen Ende 2002 gab es noch keine Mobiltelefonkameras, die Bilder mit mehr als 640 x 480 Pixeln aufnahmen.[36] In Deutschland war das im Jahr 2004 erschienene Sharp GX 30 das erste Fotohandy mit einer 1-Megapixel-Kamera.[37] Die Auflösung der Handykameras wuchs seit ihrer Einführung stetig an und fand im Nokia Lumia 1020 mit 41 Megapixeln ihren bisherigen Höhepunkt.[38] Die Auflösung moderner Handykameras ist jedoch in dem meisten Fällen nicht höher als 8 bis 13 Megapixel, da eine höhere Auflösung auf einem kleinen Bildsensor, wie er in einem Handy Platz finden muss, zu schlechter Bildqualität führt, und auch das optische Linsensystem meist keine feineren Details ermöglicht.[39] Das Unternehmen Apple bietet keine Smartphones an, deren Kameraauflösung mehr als 8 Megapixel beträgt.[40]

Mit den integrierten Kameras können meist auch Videos aufgenommen werden. Deren Qualität ist stark abhängig vom Mobiltelefon. Herkömmliche Nicht-Smartphones liefern meist schlechte Aufnahmen.[35] Videoaufzeichnungen erfordern einen leistungsfähigen Grafikprozessor um annehmbare Resultate zu erzielen. Bei modernen Smartphones ist dies oft gegeben, wodurch hier die Auflösung von Filmmaterial meist Full-HD beträgt. An die Qualität von Spiegelreflexkameras kommen Handykameras üblicherweise nicht heran,[41] dennoch lassen sich Handykameras für die Aufzeichnung anspruchsvoller Filme verwenden.[42]

Mobiltelefonkameras machen es auch möglich, gedruckte QR-Codes zu lesen, die in Japan als mobile Internet-Links für die Teilnahme an Gewinnspielen beliebt sind. QR-Codes beinhalten dabei meist einen Link auf eine Internetseite. Andere Anwendungsmöglichkeit ist etwa die Rückverfolgung von Lebensmitteln.

Im Zuge der Versuche, Kameras in Mobiltelefone zu integrieren, gibt es auch die umgekehrte Variante, die Integration eines Mobilfunkmodems in eine Kamera. Beispiel für ein solches Gerät ist Samsung Galaxy Camera. Diese Kompaktkamera verwendet das Telefonbetriebssystem Android. Ebenfalls am Markt erhältlich sind Aufsteckobjektive für Mobiltelefonkameras[43][44] sowie Digitalkameras, die sich mit einer Anwendung auf dem Telefon steuern lassen.[45]

Kritik

Das zunehmende Verschmelzen von einfachen Fotoapparaten und Mobiltelefonen birgt auch Gefahren in sich, die zu Kritik an dieser Funktionalität führen:

  • Zunehmend verbieten größere Firmen ihren Mitarbeitern, Mobiltelefone mit Kamerafunktion auf das Werksgelände zu bringen. Diese stellen im Bereich der Werksspionage ein Sicherheitsrisiko dar. Wo bis dato ein Film- und Fotografierverbot galt, führt dies zu einem De-facto-Mobiltelefonverbot. Dies führt bei konsequenter Durchsetzung zu hohem Aufwand und Unverständnis bei Belegschaft und Besuchern.
  • Fotohandys gerieten in die Kritik durch zunehmenden Voyeurismus, zum Beispiel in Badeanstalten oder Umkleidekabinen, bei denen die Opfer unbemerkt mit den unauffälligen Handys fotografiert oder gefilmt werden.
  • Mit steigender Verbreitung von Fotohandys gerieten jugendliche Täter häufiger in die Schlagzeilen, die damit Gewaltakte fotografierten oder filmten und anschließend anderen zugänglich machten (Happy Slapping). Bekannt wurde der Fall einer gefilmten Vergewaltigung einer 16-Jährigen durch vier 13- bis 15-jährige Jugendliche 2006 im Volkspark Jungfernheide in Berlin.[46]

Anwendungen

Musikplayer

Seit 1998 sind Mobiltelefone mit integriertem Radio und seit 2000 mit integrierter Musikabspielfunktion erhältlich. Mit derartigen Mobiltelefonen können Musikdateien wie bei einem MP3-Player in den Gerätespeicher geladen werden. Viele Mobiltelefone bieten seit 2001 die Möglichkeit, ihre jeweilige Speicherkapazität mittels einer Speicherkarte zu erweitern – je nach Modell bis zu mehreren GB.[47]

Internetzugriff

Viele Mobiltelefone, die vor dem Populärwerden von Smartphones auf dem Markt kamen, besitzen einen Browser zum Surfen auf WAP- und Mobile-HTML-Seiten. Wobei ein erstes WAP-fähiges Handy bereits 1999 veröffentlicht wurde.[48] Die WAP-Technik ist mittlerweile obsolet und wurde von der Möglichkeit, das herkömmliche Internet auf dem Handy zu nutzen verdrängt. Steve Jobs kritisierte bei der Präsentation des iPhone die WAP-Technik als Baby-Internet und stellte den Internet-Browser Mobile Safari als ersten echten Internet-Browser auf einem Smartphone dar.[49] Moderne Smartphones haben meist einen mitgelieferten Browser, mit dem sich HTML-Webseiten relativ komfortabel betrachten lassen können. Alternativ lassen sich auf Smartphones auch Browser von Drittanbietern wie Opera Mini nachinstallieren.

Moderne Smartphone-Anwendungen bieten für den Internetzugriff vielfältige Vernwendungsmöglichkeiten, wie etwa das Abrufen von Aktien oder Wetterdaten sowie auf Online-Kartenmaterial gestützte Navigation. Auch Instant-Messenger verwenden zum Versenden von Textnachrichten das Mobile Internet.

Push-to-talk

Der Dienst Push-to-talk („drücken, um zu sprechen“) ermöglicht es, kurze Sprachnachrichten an einzelne Nutzer oder Gruppen zu versenden. Dieser Dienst wird in Deutschland nicht mehr unterstützt (vorher nur Telekom/D1). Durch die Popularität von Instant-Messengern erlebt die Push-to-talk-Funktion eine gewisse Renaissance, da derartige Programme eine solche Funktion bieten.[50] Dies ist jedoch im Gegensatz zum ursprünglichen Push-to-talk nicht providergestützt, sondern basiert auf der Infrastruktur des Instant-Messengers.

Apps

Erste Anwendungen von Drittanbietern, sogenannte Apps (Abkürzung von Application, englisch für Anwendung) wurden durch die Vorstellung der Java ME (Java Micro Edition) im Jahre 1999 möglich. Es wurden in den Folgejahren mehrere Mobiltelefone mit der Java-Technik ausgestattet, wordurch die Midlets genannten Anwendungen eine gewisse Popularität erfuhren. Die Java-Plattform wurde 2007 abgekündigt.[51]

Mit dem Erscheinen von Smartphones wurden die Möglichkeiten von Anwendungen weiter ausgebaut. Beim Erscheinen des ersten iPhone war Steve Jobs für ein geschlossenes Betriebs- und Anwendungssystem, und meinte, Webapps würden den Dienst von nativ installierten Anwendungen genauso zuverlässig und schnell erledigen.[52] Dennoch verkündete Apple am 17. Oktober 2007, auf Drängen des Vorstands und der Medien,[53] im Februar 2008 ein Software Development Kit (SDK) für Entwickler freizugeben.[54] Das Resultat für die Endbenutzer war der App Store, aus dem Apps heruntergeladen werden können. Dadurch lässt sich das Mobiltelefon um ein Vielfaches an Anwendungsmöglichkeiten erweitern.

Mit Hilfe der Programmierumgebungen (SDKs) lässt sich das Mobiltelefon – wie viele andere Computersysteme – auch gravierender modifizieren. Ein Gerät kann somit vollkommen andere Aufgaben wahrnehmen als die ursprünglichen Mobiltelefonfunktionen. Seit der Einführung von Smartphones sind SDKs jedoch überwiegend für die Entwicklung kommerzieller Anwendungen (den genannten Apps) im Gebrauch, wie z.B. Xcode für das iPhone.

GNSS-Empfang

GPS- und GLONASS-Signale werden in Mobiltelefonen von Navigationsprogrammen genutzt. 2005 erschien bereits das erste Smartphone mit eingebautem GPS-Empfänger. Es handelte sich um das Siemens SXG75. Kurz darauf folgte das Motorola A780, allerdings fanden beide aufgrund niedriger Verkaufszahlen wenig Verbreitung. Erst 2007 folgten dann das Nokia N95 oder HTC P3300. GPS-Empfänger konnten aber auch vorher schon extern über Bluetooth oder Kabel angeschlossen werden. Frühere Versuche der Integration von GPS-Hardware in Mobiltelefone scheiterten an deren enormen Energiebedarf, einige Modelle kamen dennoch bereits ab 2001 auf den Markt. Seit ca. 2012 empfangen viele Smartphones neben GPS- auch GLONASS-Signale.

Im Gegensatz zu Navigationsgeräten verlangten viele Mobiltelefonhersteller in der Anfangszeit noch Gebühren für Navigation. Dies geschieht meist über den Umweg, dass der Abgleich zwischen Position und Karte aktiv vom Netzanbieter über eine eigene Software erfolgt, in (A-GPS) durch die Hinzunahme einer Funkzellen-Ortung, die dann in Datenvolumen oder Kilometer abgerechnet wird, oft auch nur über eine Onlinekarte, die sekundär einen Zugang zum Internet erzwingt.

Etliche Apps bieten mittlerweile jedoch auch eine gänzlich kostenlose Offline-Führung an, sofern das Mobiltelefon kompatibel ist und genug eigenen Speicher für die Karte aufweist. Eine externe GNSS-Maus kann den Empfang der Mobiltelefone verbessern.

In der Anfangszeit lieferten Navigations-Programme wie Trekbuddy nur eine Kompass-Navigation bzw. benötigen für die exakte Straßen-Navigation vorher abgespeicherte Routendaten oder GPS-Punkte.

Branding

Viele Netzbetreiber bieten über ihre Independent Service Provider – auch „Brands“, also Tochterunternehmen genannt – nur solche Mobiltelefone an, die mit einer von ihnen speziell angepassten Software ausgestattet sind (sog. „Branding“ oder „Customization“). Viele Änderungen werden speziell für den Netzbetreiber oder für den Service-Anbieter des Kunden vorgenommen, bevor dieser das Mobiltelefon erwirbt. Dadurch werden Funktionen des Telefons erweitert, entfernt oder verändert. So werden Kunden durch zusätzliche Menüeinträge im Browser („Favoriten“) – im Extremfall sogar durch zusätzliche Tasten – automatisch zu den Portalseiten der Service-Anbieter oder der „Brands“ geführt, FAQ-Seiten hinterlegt, SIM-Lock eingerichtet, Rufnummerneinträge für Hotlines hinterlassen, der Netzbetreibername sowie der Hintergrund im Display geändert etc. Mittlerweile werden beim Branding oft normale Komfortfunktionen, wie etwa ein auf dem Gerät gespeichertes Bild per Knopfdruck an die Bildschirmgröße anpassen, entfernt. Üblich ist es auch, das Speichern von Spielen und ähnlicher Software (meist per Bluetooth und Infrarot) auf dem Telefon zu verhindern, um den Nutzer an die oft kostenpflichtigen „Downloadportale“ der Provider zu binden. Es besteht die technische Möglichkeit, die Software des Netzbetreibers wieder durch die des Telefonherstellers zu ersetzen (Debranding).

Zweite Sende- und Empfangseinheit

Mobiltelefone, mit denen man mit zwei Netzkarten gleichzeitig anruf- und empfangsbereit ist, nennt man Dual-SIM-Handys. Moderne Dual-Sim-Telefone verfügen über 2 komplette Sende- und Empfangseinheiten, damit nicht wie bei älteren Modellen manuell gewechselt werden muss.[55]

Bezeichnung

Entstehung der Bezeichnung „Handy“

Zur gängigen Bezeichnung für die neu eingeführten GSM-Mobiltelefone bürgerte sich ab etwa 1992 in der deutschen Umgangssprache der Begriff „Handy“ ein (nicht jedoch in der Schweiz – s.u.). Von einigen – etwa vom Verein Deutsche Sprache – wurde die eingedeutschte Schreibweise „Händi“ empfohlen,[56] die sich allerdings nicht durchsetzen konnte.[57][58] Zur Entstehung des Begriffs gibt es zahlreiche widersprüchliche Erklärungsansätze, die bislang nicht schlüssig belegt werden konnten.[59][60] Im Zweiten Weltkrieg produzierte Motorola erstmals neben dem Walkie-Talkie SCR-300, das auf dem Rücken getragen wurde, das Handie-Talkie SCR-536, das man wie ein Telefon in der Hand halten konnte. Bis heute gibt es Nachfolgemodelle dieses Namens, der seit 1963 auch in englischen Wörterbüchern geführt wird.[61] Das erste D-Netz-Mobiltelefon, das den Begriff Handy im Namen führte, war das 1992 von Loewe vorgestellte HandyTel 100.

In deutschsprachigen CB- und Funkamateur-Kreisen gab es die Bezeichnung Handy schon vor 1992. Gemeint war damit ein hand-held transceiver, also ein in der Hand gehaltener Sender und Empfänger. Meist waren damit die kleinen, so ähnlich wie ein Telefon aussehenden, Funkgeräte für die UKW-Bänder 2 m, 70 cm und 23 cm gemeint, wie das YAESU FT23. Dieses Funkgerät war wesentlich kleiner und konnte mit einer Hand bedient werden, im Gegensatz etwa zum YAESU FT290, das wesentlich größer war und das man in der Regel mit zwei Händen bedienen musste.

Im englischsprachigen Raum wird das Wort „handy“ fast nur als Adjektiv verwendet („praktisch, bequem, handlich“) und nicht als Bezeichnung für ein Mobiltelefon. Deswegen gehört es in der deutschen Sprache zu den Scheinanglizismen: Es ist scheinbar ein Begriff aus dem Englischen, tatsächlich entstand der Begriff aber im deutschen Sprachgebrauch. Das US-amerikanische sowie südafrikanische Englisch spricht vom cell(ular) phone (cell ist die Zelle rund um einen Transceiver im mobilen Netzwerk), im britischen Englisch vom mobile phone oder kürzer mobile. In englischen Slang-Wörterbüchern[62] wird das Substantiv „Handy“ in der deutschen Bedeutung aufgeführt, und entsprechend hat es sich auch in der angloamerikanischen Umgangssprache eingefunden.[63]

Ein handliches Taschenlampenmodell der Firma Daimon wurde 1937[64] unter dem Namen „Handy“ als Warenzeichen eingetragen: Es war das erste „Handy“ Deutschlands.[65]

In der Schweiz hat sich der Ausdruck Natel (als Abkürzung für Nationales Autotelefon) eingebürgert. Der Ausdruck wird jedoch von der Telefongesellschaft Swisscom als geschützte Marke allein für ihre Dienste beansprucht. Im Zuge der Öffnung des Mobilfunkmarktes verbreitet sich in der deutschsprachigen Schweiz der vom Netzbetreiber unabhängige Name Handy auch hier immer mehr, nicht jedoch auf offizieller Ebene.[66]

GSM-Telefon

Der Begriff GSM-Telefon bezeichnet die Technik volldigitaler Mobiltelefone, die das 900 MHz-GSM-Mobilfunktnetz verwenden. Analog dazu würde theoretisch die Bezeichnung CDMA-Telefon existieren, die jedoch aufgrund nicht vorhandener CDMA2000-Mobilfunknetze in Deutschland ungebräuchlich ist. Des Weiteren unterstützen nahezu alle in Deutschland heute erhältlichen digitalen Mobiltelefone ebenfalls das 3G-Mobilfunknetz; da die 3G-Technik jedoch nicht in ältere Telefone Einzug finden kann und neuere Telefone noch immer das GSM-Mobilfunknetz unterstützen, ist die Bezeichnung 3G-Telefon nicht in Verwendung. Die mittlerweile obsoleten analogen Mobiltelefone fallen nicht unter die Bezeichnung GSM-Telefon, da sie eine andere Technik verwenden. Im US-amerikanischen Englisch wird das Wort cell phone, zu deutsch in etwa Funkzellentelefon verwendet, welches sich ebenfalls auf die digitale Mobilfunktechnik GSM und die darin verwendeten Mobilfunkzellen bezieht. Weltweit gibt es kaum einen Staat, in dem die GSM-Technik unverbreitet ist; deshalb ist GSM global als Bezeichnung für die digitale Mobilfunktechnik anwendbar.

Bezeichnungen in anderen Sprachen bzw. Ländern

Auch in anderen Sprachen haben sich teilweise sehr plastische Bezeichnungen für das Mobiltelefon eingebürgert. Zumeist richtet sich die Bezeichnung nach einer augenfälligen Eigenschaft des Gerätes.

Als sein wichtigstes Charakteristikum gilt die Portabilität: Der lateinische Wortstamm mobile findet sich – wie etwa in der deutschen Bezeichnung Mobiltelefon. Die Bezeichnung findet sich auch im Englischen (mobile phone, mobile) und in vielen anderen Sprachen wieder, etwa im Spanischen (móvil) oder im Katalanischen (mòbil). Daneben haben sich die Bezeichnungen „Tragbares“ (portable im Französischen, keitai (携帯 oder auch ケータイ) im Japanischen) oder „Reisetelefon“ (matkapuhelin) im Finnischen etabliert.

In manchen Ländern richtet sich die Bezeichnung der Mobiltelefone nach deren Aufbewahrungsort: „Hosentaschen-Telefon“ (cep telefonu) im Türkischen, „Taschentelefon“ (fòn phoca oder fón póca) im Schottisch-Gälischen, im Irischen sowie (poŝtelefono) im Esperanto.

In wieder anderen Sprachen zielt die Bezeichnung darauf ab, dass Mobiltelefone zum Telefonieren in der Hand gehalten werden: „Handtelefon“ (fòn làimhe) im Irischen, hand phone in vielen asiatischen Ländern (besonders: Singapur/Malaysia), sau kei oder shǒu jī (手机) (jeweils „Handmaschine“) in China, mue thue als Kurzform von thorasap mue thue โทรศัพท์มือถือ („handgehaltenes Telefon“) in Thailand.

Oft nimmt die Bezeichnung auch den „zellulären“ Charakter des Mobiltelefonnetzes auf; eine häufige Bezeichnung ist daher „Netz-“ oder „Zelltelefon“ – so zum Beispiel das Englische cellular phone/cell phone (vor allem US-amerikanisches Englisch), das spanische celular, khelyawi im Libanon, komórka in Polen oder Ponsel (telepon selular) in Indonesien. Im Italienischen ist neben der Bezeichnung (telefono) cellulare – die den amerikanischen Sprachgebrauch widerspiegelt – auch die Diminutivform telefonino, also: „Telefönchen“ gebräuchlich. Während in Portugal die Bezeichnung telemóvel üblich ist, sagt man in Brasilien (telefone) celular.

In anderen Ländern wiederum leitet sich die Bezeichnung vom GSM-Standard ab: Bulgaren bezeichnen Mobiltelefone neben Mobifon (мобифон) auch als dzhiesem (джиесем), Isländer als Gemsi (was auf Isländisch außerdem so viel bedeutet wie junges Schaf). Im niederländischen Sprachraum gibt es regionale Unterschiede bei der Bezeichnung. Während der allgemeine Begriff mobiele telefoon lautet, welcher gerade in den Niederlanden selbst auch oft im abkürzenden Diminutiv mobieltje gebraucht wird, findet sich besonders in Flandern, aber auch im Großherzogtum Luxemburg, weitverbreitet der Begriff GSM. Auch in Slowenien wird der Ausdruck gsm (in englischer Aussprache) oder aber mobitel verwendet. Auch mobilnik ist gebräuchlich.

Darüber hinaus finden sich auch gänzlich andere Bezeichnungen: Im Iran werden Mobiltelefone als „Begleittelefon“ (telefon-hamráh oder hamráh – ‏تلفن همراه‎) bezeichnet, in Israel als „Wundertelefon“ (pelefon – ‏פלאפון‎). Hierbei ist zu bemerken, dass Pelephone auch der erste israelische Netzanbieter war. Das Wort wurde deshalb auch ins Palästinensisch-Arabische übernommen und als bilifōn ausgesprochen.

In vielen arabischen Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi-Arabien wird es Jawwal – ‏جوال‎ bezeichnet, was „das, was durch die Gegend spaziert“ bedeutet und der Name der dortigen ersten Netzbetreiber ist. Dies ist zwar auch in den Palästinensischen Autonomiegebiete der Fall, dort hat sich aber der israelische Name bilifōn gehalten.

Auf dänisch, schwedisch und norwegisch heißt Mobiltelefon mobiltelefon oder kurz mobil. In Schweden sind daneben umgangssprachlich auch Ficktelefon (zu schwedisch Ficka = „(Hosen-) Tasche“) und nalle zu hören. Letzteres bedeutet „Teddybär“ – das kam ursprünglich vom Ausdruck Yuppie-nalle, da sich bis in die späten 1980er Jahre nur reiche Yuppies Mobiltelefone leisten konnten, die sie dann stolz „wie einen Teddybären“ umhertrugen.

Das Mobiltelefon im Alltag

Mobiltelefone als Ruhestörer

In einigen Umgebungen, insbesondere bei Aufführungen in Kinos, Theatern oder Opern und vor allem in Gotteshäusern oder auf Friedhöfen wird die Nutzung von Mobiltelefonen häufig als störend empfunden. Deshalb gehen etwa Kinobetreiber dazu über, die Nutzung aktiv oder passiv zu unterbinden. In Ländern wie den USA ist der Einsatz von Störsendern mittlerweile gängige Praxis, um eine störungsfreie Aufführung zu gewährleisten. In anderen Ländern wie auch Deutschland ist jedoch die Nutzung der Sendefrequenzen untersagt, da diese exklusiv den Netzbetreibern vorbehalten sind. Die Betreiber setzen deshalb auf die passive Störung von Funktelefonen durch eine gute Abschirmung der Säle. Das führt allerdings auch dazu, dass Mobiltelefone die maximale Sendeleistung abstrahlen.

In vielen Ländern wird das Führen von Mobilfunkgesprächen in öffentlichen Verkehrsmitteln von den Mitfahrern oft als störend und als indirekter Zwang zum Mithören empfunden, zumal dabei meist lauter gesprochen wird als im Gespräch mit anwesenden Personen. In manchen Ländern, so in Japan, gilt es als verpönt, in öffentlichen Verkehrsmitteln Telefongespräche zu führen oder auch nur Klingeltöne erklingen zu lassen; auf diese Verhaltensregel wird mit Ansagen aufmerksam gemacht. In Graz wurde 2008 in den städtischen öffentlichen Verkehrsmitteln ein Telefonierverbot erlassen, das aber nicht durchgesetzt wird.[67]

Mobiltelefone und Straßenverkehr

Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage ist in Deutschland eine Verkehrsordnungswidrigkeit

Die Benutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung ist Fahrzeugführern in vielen Ländern verboten (auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Bei Nichtbeachtung des Verbotes werden Bußgelder, in Deutschland zusätzlich auch eine Eintragung von einem Punkt im Fahreignungsregister verhängt. In Deutschland wurden im Jahr 2011 in 450.000 Fällen Autofahrer mit einem Mobiltelefon am Steuer ertappt.[68]

In Deutschland darf nach § 23 Abs. 1a derjenige, der „ein Fahrzeug führt, ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist“. Das Verbot der Benutzung eines Mobiltelefons gilt in Deutschland auch für Fahrradfahrer. Für einen Verstoß durch einen Fahrradfahrer ist nach der aktuellen Fassung des Bußgeldkataloges ein Verwarnungsgeld in Höhe von 25 € vorgesehen. Kinder unter zehn Jahren, die mit einem Kinderfahrrad fahren, werden nach der StVO als Fußgänger angesehen, weshalb für sie das Verbot der Benutzung eines Mobiltelefons nicht gilt.

Als Benutzung des Mobiltelefons wird in der deutschen Rechtsprechung auch das Ablesen der Uhrzeit (OLG Hamm, Az. 2 Ss OWi 177/05)[69], die Nutzung eines Mobiltelefons als Navigationssystems (OLG Köln, Az. 81SsOWi49/08) sowie das „Wegdrücken“ eines Anrufes (OLG Köln, Az. III-1RBs39/12)[70] erachtet. Nicht als gegen das Verbot der Nutzung eines Mobiltelefons als im Sinne von § 23 Abs. 1a StVO wurde hingegen die Nutzung eines Mobiltelefons als Wärmeakku angesehen (OLG Hamm, 2 Ss OWi 606/07)[71], das Aufnehmen des Mobiltelefones, ausschließlich zu dem Zweck, es von einem Ablageort an einen anderen zu legen (OLG Köln, Az. 83 Ss-OWi 19/05)[72] sowie das Aufheben eines auf den Beifahrerfußraum gefallenen Mobiltelefons, um es auf den Beifahrersitz zu legen. (OLG Düsseldorf, IV-2 Ss OWi 134/06-70/06 III)[73]. Das Bußgeld beträgt deutschlandweit 60 € zuzüglich Gebühren und Auslagen. Nach einem Beschluss der Oberlandesgerichtes Hamm vom 24.10.2013 ist sogar „die wiederholte verbotswidrige Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons [...] geeignet, die Anordnung eines Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtverletzung zu rechtfertigen“ (Az.: 3 RBs 256/13). [74] Als Grund für das Verbot wird die Ablenkung des Fahrers sowie gegebenenfalls der „Wegfall“ einer Hand für das Lenken genannt. Ein „Headset“ wird, im Gegensatz zu Deutschland, nicht in allen anderen Ländern als Freisprecheinrichtung anerkannt wird. Für Motorradfahrer, die auch während der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzen möchten, existieren spezielle Motorrad-Gegensprechanlagen. Doch selbst bei Nutzung einer Freisprecheinrichtung kann ein Fahrzeugführer, wie neueste Studien zeigen, erheblich vom Verkehrsgeschehen abgelenkt werden. Britischen Studien zufolge muss die Fahrbeeinträchtigung des Fahrzeugführer durch das Telefonieren mit derjenigen gleichgesetzt werden, die unter Alkoholeinfluss erfolgt.

In Österreich ist das Telefonieren mit einem Mobiltelefon während des Lenkens eines Kraftfahrzeugs seit dem 1. Juli 1999 verboten.[75] Als Strafe ist eine Zahlung von 50 Euro vorgesehen, bei nicht sofortiger Zahlung kann von der Sicherheitsbehörde eine Geldstrafe bis zu 72 Euro oder alternativ eine 24-stündige Freiheitsstrafe verhängt werden.

Die Anbindung des Mobiltelefons an die Freisprecheinrichtung des Kfzs kann entweder über einen sogenannten Snap-in-Adapter erfolgen, oder kabellos über den Datenübertragungsstandard Bluetooth, und zwar über die Bluetooth-Profile Hands Free Profile (HFP) oder remote SIM Access Profile (rSAP), wobei rSAP aufgrund der Nutzung der Außenantenne des Kfzs zu bevorzugen ist, bislang aber nur von einigen wenigen Mobiltelefonen unterstützt wird.

2010 sind in den USA tödliche Unfälle von Fußgängern, die durch ihr Mobiltelefon abgelenkt wurden, um 4,2 Prozent gestiegen.[76]

Das Mobiltelefon im Krankenhaus

In Krankenhäusern ist das Einschalten von Mobiltelefonen oft nicht erlaubt, da befürchtet wird, die elektromagnetischen Felder könnten die Funktion medizinischer Geräte beeinträchtigen. Untersuchungen der Universitätsklinik Gießen haben allerdings ergeben, dass medizinische Geräte erst bei einem Abstand von weniger als einem Meter durch Mobiltelefone beeinträchtigt werden können. Es würde also ausreichen, das Verbot in Krankenhäusern auf Räume wie Intensivstationen zu beschränken. Eine an der Mayo-Klinik durchgeführte Studie ergab ebenfalls, dass Krankenhausgeräte nicht von Mobiltelefonen beeinflusst werden: In 300 Tests fanden die Forscher keinen einzigen Nachweis dafür, dass die Nutzung eines Mobiltelefons zu einer Störung von Apparaten auf Intensivstationen und in anderen Bereichen des Krankenhauses führen könnte.[77]

Alle zugelassenen Geräte, besonders natürlich die in Krankenhäusern, müssen eine Mindeststörfestigkeit aufweisen, die ein Mehrfaches des beim Betrieb von Mobiltelefonen erreichten Signals betragen muss.

Das Mobiltelefon im Flugzeug

Auch in einigen Flugzeugen ist Mobiltelefonieren während des Fluges inzwischen erlaubt.[78] Für Flugzeuge sind Systeme entwickelt worden, die den Gebrauch von Mobiltelefonen an Bord mitunter erst ermöglichen. Mehrere Fluggesellschaften planen, ihre Flugzeuge mit Sendegeräten auszustatten, die die Funksignale der Mobiltelefone über Satelliten an die Mobilfunknetze weiterleiten. Die Sendeleistung der Mobiltelefone wird durch das Bordsystem auf ein Minimum reduziert. Die Luftfahrtstandardisierungsgremien EUROCAE working group 58 und ihre US-amerikanische Entsprechung RTCA special committee 202 haben sich eingehend mit dem Thema befasst und Prüfvorschriften zum Nachweis der elektromagnetischen Verträglichkeit zwischen Mobilfunk und Bordelektronik entwickelt. EUROCAE hat die zugehörigen Nachweisverfahren und Analysen im Dokument ED-130 niedergelegt. In Deutschland regelt die Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung (LuftEBV) den Gebrauch elektronischer Geräte an Bord von Flugzeugen. In dieser LuftEBV[79] wird der Gebrauch von Funktechniken innerhalb der Kabine gegenüber vorherigen Versionen der Verordnung auf Basis der Arbeiten der oben genannten EUROCAE- und RTCA-Gremien gelockert. Erste Mobilfunksysteme sind bereits in Übereinstimmung mit den einschlägigen Bauvorschriften für Flugzeuge von den europäischen Luftfahrtbehörden zugelassen.[80] Gegenwärtig ist aber das Telefonieren mit Mobiltelefonen in der überwiegenden Mehrzahl der Flugzeuge nicht gestattet. Für die 1,8 GHz-GSM-Funknetzte (E-Netze) liegt die Reiseflughöhe von Verkehrsflugzeugen (mehr als 10 Kilometer) bereits am Rande der Reichweite (Zellengröße meist max. 8 km), D-Netz-Zellen besitzen bis zu 50 km Funkreichweite.[81] Der Rumpf vieler Verkehrsflugzeuge besteht aus Aluminium und dämpft Funksignale erheblich. Die ersten Großraumflugzeuge, deren Rumpf zu erheblichem Anteil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff besteht, sind der Airbus A350 sowie die Boeing 787 Dreamliner.

Mobiltelefonstrahlenfilter

Vielfach werden sogenannte Mobiltelefonstrahlenfilter angeboten, die angeblich vor Strahlung schützen sollen. Vor dem Anbringen solcher Aufkleber oder Folien ist abzuraten, da diese die Nutzaussendung des Geräts beeinträchtigen können, wodurch der Regelkreis zwischen Mobilteil und Basisstation gestört wird. Dann sendet das Mobilgerät (und auch die Feststation) mit höherer Leistung, als in der jeweiligen Situation ohne Folie erforderlich wäre. Eine gesundheitsförderliche Wirkung der Filter gibt es deshalb nicht.

Zudem ist das Anbringen jeglicher Vorrichtungen (Blinkantennen, Metallfolien und dergleichen) an einem Mobiltelefon nur dann zulässig, wenn es der Hersteller ausdrücklich gestattet, da sonst die Zulassung zum Betrieb des Gerätes in der EU gemäß den einschlägigen Gesetzen und Richtlinien erlischt (Österreich).[82] Allgemein kann jede Veränderung, die die Funkeigenschaften beeinflusst (insbesondere anbringen elektrisch leitfähiger Objekte), zu empfindlichen Strafen führen, insbesondere bei verstärkender, richtender oder störender Wirkung.[83]

Mobiltelefone in der Kunst

Bei einer ganzen Reihe von Kunstprojekten wurden Mobiltelefone verwendet, um Interaktionen zu ermöglichen. So hat zum Beispiel das Projekt Blinkenlights unter anderem bei seiner Aktion Blinkenlights 2001 am Alexanderplatz in Berlin es Mobiltelefonnutzern ermöglicht, Lichtinstallationen per SMS zu steuern.[84] Ein weiteres Beispiel stellt das sogenannte „Saroskop“ des Künstlers Martin Hesselmeier dar. Das Saroskop reagiert auf elektromagnetische Strahlung und ermöglichte damit u. a. Besuchern der Art Cologne 2008, mit ihren Handys Einfluss auf die Bewegungen des kinetischen Objekts zu nehmen.[85]

Mobiltelefone werden passgenau mit bekannten Kunstmotiven beklebt um eine Individualisierung im Alltag zu erreichen. Dazu werden bedruckbare Beschriftungsfolien eingesetzt, diese gewährleisten einen Schutz der Gehäuse vor Kratzern, sowie die Verwendung des Mobiltelefon als einzigartiges Kunstobjekt mit Motiven bekannter Künstler. [86]

Notruffunktion

Mit jedem Mobiltelefon kann der Notruf 112 (über die „911“ gelangt man mit manchen Mobiltelefonen ebenso zur Notrufzentrale) erreicht werden, auch wenn kein Guthaben vorhanden ist. Ab dem 1. Juli 2009 ist es nötig, dass eine SIM-Karte eingelegt ist. Deutschland setzte damit eine EU-Richtlinie um, welche den Missbrauch von Notrufnummern verhindern soll. Zeitweise waren 80 Prozent der abgegebenen Notrufe missbräuchlich.[87] [88]

Nutzungsdauer

Die durchschnittliche Besitzdauer eines Mobiltelefons beträgt in Deutschland, bedingt durch Vertragslaufzeiten und Innovationszyklen, 18 bis 24 Monate. In Europa werden jährlich etwa 100 Millionen Altgeräte entsorgt. Das entspricht 10.000 Tonnen oder 400 LKW-Ladungen. Seit dem 24. März 2006 können in Deutschland Mobiltelefone laut dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz vom Verbraucher kostenlos entsorgt werden.

Mobiltelefonindustrie

Entwicklung

Weltweit wurdem im Jahr 2013 weltweit 1,8 Milliarden GSM-Telefone ausgeliefert,[89] 1 Millarde davon waren Smartphones.[89] Der generierte Smartphone-Umsatz lag bei $181 Milliarden.[89] Marktführer der Hersteller ist Samsung, mit einem Marktanteil von 31 %.[89] Von sämtlichen weltweit in Betrieb befindlichen GSM-Telefonen laufen 1,336 Milliarden mit dem Betriebssystem Google Android,[89] 360 Millionen mit Apple iOS.[89] Android ist mit beinahe 80 % Marktanteil Marktführer.[89]

Die Mobiltelefonindustrie ist sowohl einem starken Wachstum als auch einer schnellen Zielproduktveränderung unterlegen. Gegen 1999 wurde für die Mobiltelefonindustrie ein starkes Wachstum prognostiziert.[90] Im ersten Halbjahr 1999 stieg der Umsatz mit privat genutzten Mobiltelefonen in Deutschland um 7 % auf 1,35 Milliarden DM.[90] 2013 waren es für das Gesamtjahr 8,3 Milliarden €.[89] Bei der Einführung des kommerziellen volldigitalen 900 MHz GSM-Mobilfunks im Jahr 1992 in Deutschland gab es bundesweit 1 Millionen Mobiltelefonbesitzer.[90] Bis zum Jahr 1998 stieg die Zahl auf 13,9 Millionen.[90] 1998 progostizierte man für das Jahr 2005 46,3 Millionen Mobiltelefonbesitzer,[90] tatsächlich waren es 2005 etwa 57,4 Millionen.[91] Bis zum Jahr 2013 stieg die Zahl auf 63 Millionen an;[92] 40,4 Millionen davon waren Smartphone-Nutzer.[89]

Der Absatz sogenannter Smartphones hat in den letztn Jahren stetig zugenommen. Dabei hat sich auch die Bedeutung des Terminus gewandelt: Während ursprünglich (2004) ein Mobiltelefon mit PDA-Funktion als Smartphone bezeichnet wurde, versteht man heute (2014) ein Mobiltelefon mit großem berührungsempfindlichem Bildschirm und Apps als Smartphone. Es wird daher noch nicht sehr lange zwischen herkömmlichen Mobiltelefonen und Smartphones unterschieden. Im Jahr 2006 wurden weltweit 64 Millionen Smartphones verkauft,[93] im Jahr 2005 wurde der Gesamtabsatz von Mobiltelefonen weltweit auf 810 Millionen geschätzt.[94] Der Absatz von Smartphones würde somit im Jahr 2006 grob geschätzt 8 % des Gesamtabsatzes ausgemacht haben, zum Vergleich: 2013 waren es 55 %[89] des weltweiten Absatzes an Mobiltelefonen. Auch die Anzahl der abgesetzten Smartphones nahm in den letzten Jahren stetig zu, 2010 waren es 300 Millionen,[89] 2011 490 Millionen[89] und 2013 eine Milliarde.[89]

Statistische Daten mit Verkaufszahlen und Marktanteile

Hauptartikel: Mobiltelefon/Tabellen und Grafiken

Rohstoffsituation

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Keine Belege vorhanden dafür, dass die Rohstoff-Reserven knapp wären, noch dafür, dass die Förderung an Grenzen stößt. --arilou (Diskussion) 12:32, 1. Okt. 2013 (CEST)

2010 bestehen knapp 5 Milliarden Mobiltelefonverträge weltweit und es werden jährlich eine Milliarde Geräte hergestellt, die Haltbarkeit oder Nutzungsdauer liegt im Mittel bei drei Jahren.[95] Ein Mobiltelefon besteht zu 56 % aus Kunststoff, zu 25 % aus Metall und zu 16 % aus Glas und Keramik, zusätzlich zu 3 % aus sonstigem. Zu den verwendeten Seltenen Erden gehören:

  • Tantal: Coltan, das Ausgangsmaterial für Tantal reicht noch 150 Jahre, aber die Produktion ist begrenzt. Es gibt momentan (2010) keinen Austauschstoff.
  • Indium: Pro Jahr werden 600 t raffiniert. Die Gewinnung ist an die Förderung von Zink gebunden. Für Flachbildschirme, Displays und Leuchtdioden ist es bislang unersetzlich.
  • Gallium: Es ist Nebenprodukt der Aluminium- und Zinkherstellung. Die Reserven sind nicht knapp.
  • Lithium
  • Palladium: Die begrenzte Rohstoffmenge wird von der Nachfrage aus der Automobilindustrie bedrängt.
  • Platin

Weitere wichtige Metalle sind Kupfer (Leiterplattenherstellung), Gold und Silber (korrosionsbeständige Kontaktoberflächen, Bond-Verbindungen) sowie Zinn und Blei (Lötverbindungen). Blei wird aufgrund von RoHS bei neuen Mobiltelefonen allerdings kaum mehr eine Rolle spielen. Auch Beryllium ist als gut legierbarer Stoff in Leiterplatten enthalten. Antimon ist Bestandteil von bleifreien Loten und insbesondere in den Kunststoffgehäusen und der Tastatur als Flammhemmer enthalten.[95]

Das Recycling erfordert das Trennen des Materialgemisches. In einer Tonne „Mobiltelefon“ sind immerhin 4 Gramm Platin, 340 Gramm Gold und 3500 g Silber enthalten. Deshalb gilt das Recycling verbrauchter Produkte als wichtige Rohstoffquelle, zumal 80 % der verwendeten Materialien eines Mobiltelefons wiederverwertet werden können.[96] Dazu wäre eine spezialisierte Industrie und die komplette Rücknahme verbrauchter Mobiltelefone nötig.[97] Für ein solches Recyclingsystem plädierte im Juni 2012 der Sachverständigenrat für Umweltfragen im Sinne der Einführung eines Pfandsystems für Mobiltelefone, wobei der Vorsitzende des Umweltrates Martin Faulstich eine Pfandhöhe zwischen 30 und 100 Euro vorschlug.[98]

Es werden bis zu 30 Metalle und Mineralien zur Herstellung eines Mobiltelefons benötigt. Einige dieser Metalle werden vor allem in Minen abgebaut, die von sogenannten Warlords kontrolliert werden. Diese finanzieren mit den Gewinnen aus den Minen ihre Armee und somit den Bürgerkrieg, z. B. den Ostkongo-Konflikt.[99]

Herstellungskosten von Mobiltelefonen

Zwischen dem Endkundenpreis von Mobiltelefonen und den Herstellungskosten liegen oft erhebliche Differenzen von bis über 75 %. Selbst die Prozessoren sind durch die Massenproduktion im Einkauf für die Geräte-Hersteller oft kaum teurer als einstellige Dollarsummen, ebenso die Bildschirmanzeige und der verbaute Speicher.

So berichtete z.B. die Sendung Spiegel TV am 26. August 2012, ein damals 629 Euro teures iPhone 4 koste in der Herstellung (Bauteile und Löhne für die Montage) nur 155 Euro, exklusive noch Kosten für z. B. Lizenzen, Softwareentwicklung, Fracht, Vertrieb, Marketing, Verwaltung, Steuern und Zoll.[100]

Einige Verbraucherseiten wie isuppli.com[101] veröffentlichen zudem auch regelmäßig Ergebnisse über die Diskrepanz zwischen dem Wert der Hardware und den von den Herstellern verlangten Preisen. Das 2013 erschienene Telefon Galaxy S4 der Firma Samsung etwa hat demnach ca. 236 Dollar Bauteil- und Materialkosten. Dabei entfallen z.B. ca. 30 Dollar auf den Prozessor, 75 auf den Bildschirm und 16 auf die Infrarot-Gestik- und Temperatur-Sensoren.[102][103] Das Smartphone erschien in Deutschland mit 16 GB Speicher für ca. 649 Euro im Einzelhandel, was ca. 836 Dollar entsprach, allerdings noch ohne den in der Auflistung aufgeführten, modernen Prozessor.

Arbeitsbedingungen

Die Produktion von Mobiltelefonen steht auf Grund der Arbeitsbedingungen in den Herstellerbetrieben in der Kritik (siehe z. B. Foxconn).[104]

Um die Probleme in der Herstellung von Mobiltelefonen zu beseitigen, ist eine transparente Lieferkette der Konfliktrohstoffe und der beteiligten Unternehmen notwendig. Diese kann zur Zeit jedoch kaum gewährleistet werden.[105] Mit dem Fairphone gibt es ein Mobiltelefon, dessen Produzenten es sich zum Ziel gesetzt haben, diese Probleme anzugehen.

Diebstahl

SIM-Karte

Mobiltelefone sind beliebte Diebstahlobjekte, wobei nicht nur angeschaltete, angemeldete Mobiltelefone interessant sind (da der Dieb mit ihnen ohne eigene Kosten telefonieren kann), sondern auch ausgeschaltete, über die PIN auf der SIM-Karte gesicherte Telefone. Die SIM-Karte kann jederzeit problemlos entfernt werden. Handelt es sich um ein nicht auf einen bestimmten Netzbetreiber zugelassenes Gerät, braucht lediglich eine neue SIM-Karte eingelegt zu werden, um das Gerät auf dem grauen Markt als vollwertig anbieten zu können. Um das zu verhindern, empfiehlt sich das Sichern des Gerätes durch einen sogenannten Sperrcode oder auch Sicherheitscode. Gemäß seiner jeweiligen Einstellung wird das Gerät dann nach einer bestimmten Inaktivitätszeit oder nach dem Ausschalten deaktiviert und ist nur mit Hilfe des Codes wieder zu aktivieren. Der Nutzen des Sicherheitscodes ist jedoch begrenzt, da er vom Dieb durch Generieren eines sogenannten "Sicherheits-Master-Codes" umgangen werden kann. Der Sicherheitscode sperrt das Mobiltelefon, während der PIN-Code die SIM-Karte sperrt.

Eine neuere Form des Diebstahlsschutzes gibt es bei Samsung: uTrack sendet dabei nach Diebstahl oder Verlust des Mobiltelefons, wenn ein Dieb oder Finder eine andere SIM-Karte einlegt, eine SMS mit der „neuen“ Nummer der eingelegten SIM-Karte an eine vorher eingegebene Telefonnummer. So kann dann der rechtmäßige Eigentümer selbst oder durch Weitergabe an die Polizei die Ortung durchführen.

Bei Diebstahl eines Handys (mit Karte) empfiehlt sich also zweierlei:

  1. Beantragung der Sperrung der Nummer (abhängig von der SIM-Karte: Angabe der eigenen Nummer und eines evtl. vereinbarten Passwortes)
  2. Beantragung der Sperrung des gesamten Gerätes über die Angabe der geräteabhängigen IMEI-Nummer (oft auf dem Kaufvertrag oder der Originalverpackung angegeben. Die IMEI-Nummer steht auf dem Typenschild und kann auch durch Eingabe von *#06# angezeigt werden). Trotz der vorhandenen technischen Möglichkeit sperren jedoch nur wenige Netzanbieter Geräte anhand der IMEI-Nummer.

Eine einfache Lösung zum Schutz vor Verlust ist die Verwendung eines zweiten, sehr kleinen, batteriebetriebenen Funkgeräts geringer Sendeleistung (1 mW), das gefahrlos ohne Belastung durch Strahlen und ohne jede Bedienung ein akustisches Signal abgibt, wenn der Träger des Mobiltelefons dieses liegen lässt und sich entfernt.[106]

Versicherung

Gegen den Verlust und die Beschädigung eines Mobiltelefons werden Handyversicherungen angeboten. Die Versicherungsbedingungen unterscheiden sich mitunter jedoch erheblich; Diebstahl, Schäden durch Sturz und Feuchtigkeit können enthalten sein. Wird das Mobiltelefon daheim gestohlen, so ersetzt oft die Hausratversicherung das Gerät.

Von den meisten dieser Versicherungspolicen wird abgeraten, da sie meist teuer sind bezogen auf den gebotenen Versicherungsumfang.[107]

SIM-Lock und Netlock

SIM-Lock und Netlock sind Verfahren, mit dem Mobiltelefone an eine SIM-Karte, einen Netzbetreiber oder an eine bestimmte Vertragsform gebunden werden. Ein mit SIM-Lock versehenes Mobiltelefon ist nur mit der beim Kauf des Telefons mitgelieferten SIM-Karte verwendbar. Das Mobiltelefon kann somit mit keiner anderen SIM-Karte, auch nicht mit einer SIM-Karte desselben Netzbetreibers, betrieben werden.

War SIM-Lock in Deutschland vor allem bei Prepaid-Paketen üblich, werden mittlerweile immer häufiger auch subventionierte Mobiltelefone mit Vertragsbindung gesperrt, dann allerdings mit dem kundenfreundlicheren Netlock. Ein mit Netlock gesperrtes Telefon kann zumindest mit anderen SIM-Karten desselben Netzbetreibers benutzt werden.

Umgangssprachlich wird auch bei Netlock jeweils von Simlock gesprochen. In der Schweiz werden vom Betreiber als "SIM-Lock-geschützt" bezeichnete Geräte nur mit einem Netlock versehen; andere SIM-Karten desselben Netzbetreibers funktionieren darin auch.

Der Paketanbieter beabsichtigt mit der ganzen oder teilweisen Sperrung des subventionierten Mobiltelefons, dass der Kunde nicht bei der Konkurrenz „fremdtelefoniert“. Nur so kann er sicherstellen, dass sich die Subventionen bei den Gerätekosten durch Gesprächseinnahmen wieder ausgleichen.

Üblicherweise kann der SIM-Lock und der Netlock nach Ablauf von zwei Jahren kostenlos oder innerhalb dieser Frist gegen Zahlung einer Gebühr um 100 Euro deaktiviert werden.

Daneben existieren im World Wide Web Anleitungen und Software zum selbständigen Entfernen von SIM- und Netzsperren. Oft wird ein ein- oder kleiner zweistelliger Betrag dafür verlangt.

Auch mit dünnen Zwischenkarten kann ein SIM- oder NET-Lock umgangen werden; so wird das Gerät unangetastet gelassen und man kann es dennoch mit Fremd(netz)-SIM-Karten nutzen.

In manchen EU-Ländern ist das eigenmächtige Entsperren illegal. In Österreich ist das Entsperren in Handy-Läden für fünf bis zehn Euro möglich und erlaubt.

Mobiltelefontarife

Für die Nutzung bestimmter Dienstleistungen im Mobilfunk fallen Gebühren an, die vom Anbieter („Provider“) geschaffene Kostenregelung für diese bezeichnet man als Mobiltelefontarif. Unterschiede bei Mobiltelefontarifen gibt es hauptsächlich in der Art der kostenpflichtigen Leistungen, den Preisen und der Abrechnungsart. Siehe auch Roaming für Nutzung der Mobilfunknetze im Ausland.

Kostenpflichtige Leistungen

Das Verschicken von Kurzmitteilungen und das Telefonieren sowie alle anderen Dienste, bei denen Daten über das Mobilfunknetz versandt werden, werden in der Regel in Rechnung gestellt. Ausnahmen bilden meistens die Abfrage des Kontostandes, oft – aber nicht immer – auch das Abrufen der Mobilbox.

Preise

Der Preis orientiert sich im Allgemeinen an der Art (und Dauer) der Leistung und den verwendeten Netzen, gelegentlich auch der Tageszeit/dem Wochentag.

  • Art der Leistung:
  1. Anrufe: Preis von der Dauer/Taktung (Abrechnung pro Sekunde, Minute usw.) abhängig.
  2. Text-/und Datensendungen (SMS, MMS, usw.): Preis von Größe abhängig, aber nicht unbedingt proportional ansteigend (d.h. eine MMS fasst ein Vielfaches an Daten als eine SMS, ist aber nicht um den gleichen Faktor teurer)
  • Verwendete Netze: Generell sind Gespräche im Netz des eigenen Anbieters günstiger als jene von Fremdanbietern oder ins Festnetz; Auslandsgespräche sind generell teurer als Inlandtelefonate.
  • Tageszeit/Wochentag: Abends und nachts sind die Leistungen meist günstiger als am Tage, feiertags sind die Kosten geringer als werktags.

Abrechnungsart

Es werden zwei Hauptarten der Abrechnung unterschieden:

  • Beim Postpaid, umgangssprachlich häufig auch „Mobiltelefonvertrag“ genannt, werden die Kosten für die Leistungen nachträglich im Rahmen einer festen Vertragsbindung einbezogen (die Mindestvertragsdauer beträgt im Normalfall zwischen 18 und 24 Monate). Oft enthalten sind Grundgebühren und Mindestumsätze. Allerdings existieren auch Postpaid-Anbieter ohne zeitliche Vertragsbindung. Auch erhältlich sind Spezialtarife mit pauschaler Abrechnung, die oft werbewirksam als Flatrates bezeichnet werden.
  • Beim Prepaid wird jede Leistung direkt von einem aufladbaren Guthabenkonto abgebucht, Grundgebühren und Mindestumsätze kommen in Ausnahmefällen vor.[108] Im Idealfall befindet sich das Guthaben auf der SIM-Karte; wenn diese erschöpft ist, können außer Notrufnummern keine anderen Teilnehmer angerufen werden. Zunehmend stellen die Provider auf Tarife um, die ein Aufladen des Guthabens per Abbuchung vom Konto des Kunden erlauben.[108] Zeitweise war durch die AGB oder durch Zustimmung des Kunden hierzu ein mehrfaches automatisches Abbuchen ohne weitere Rückfrage ermöglicht.[109] Mittlerweile haben Gerichtsurteile dies als überraschende Klausel abgelehnt und auf das maximal einmalige automatische Abbuchen eines Festbetrags beschränkt.[110][111]

Netzbetreiber

Im deutschen Sprachraum sowie in Ländern mit größeren deutschsprachigen Bevölkerungsteilen sind verschiedene Netzbetreiber vertreten:

Deutschland

Marktanteile der GSM-Mobilfunkbetreiber in Deutschland 1999
Marktanteile der GSM-Mobilfunkbetreiber in Deutschland 2009

Daneben gibt es noch Mobile Virtual Network Enabler, welche die Netze der Netzanbieter benutzen. Auf Grund der Rufnummernmitnahme (Portierung) ist der verwendete Netzbetreiber teilweise nicht mehr an der Vorwahl zu erkennen. Neben den Serviceprovidern haben sich sogenannte unabhängige Mobiltelefonketten herausgebildet. Diese vertreiben im Unterschied zu den Serviceprovidern keine Netzekontingente, sondern bieten die Originalnetze in der Regel aller landesspezifischen Netzbetreiber an. Diese Ketten existieren frei am Markt. Die Händler der Mobiltelefonketten sind dadurch weder an den Verkauf eines bestimmten Mobilfunknetzes noch an einen bestimmten Mobiltelefonhersteller gebunden. Insbesondere in England (The Carphone Warehouse, phones4u), Deutschland (my-eXtra) und in der Schweiz (mobilezone ag) sind Vertreter dieser Gattung zu finden.

Auf Druck von Verbraucherschützern und geschädigten Mobilfunknutzern bieten die großen Anbieter wie T-Mobile, Vodafone oder Mobilcom neue Tarife (Postpaid) an, die eine Kostenbegrenzung enthalten. Außerdem können Anrufziele blockiert werden, Sperrung für Mehrwertnummern wie 0190-, 0900-, 0137-, 0138-Nummern und 118er-Auskunftsdienste in Deutschland. Weitere Schutzmöglichkeiten bieten unter anderem die Sperrung von Auslandstelefonaten, Premium-SMS, MMS-Dienste, GPRS-Dienste, WAP-Gateway, M-pay und Voucher-Aufladungen.

Österreich

Schweiz

Hauptartikel: Schweizer Mobilfunkmarkt

Folgende Unternehmen sind GSM-Konzessionäre:[112]

  • Swisscom − Swisscom (Schweiz) AG, Bern
  • Sunrise − Sunrise Communications AG, Zürich
  • Orange − Orange Communications SA, Lausanne

Belgien

Luxemburg

Softwarebezogene Gefahren

Wie alle Geräte mit integriertem Computer ist auch ein Mobilfunktelefon nicht frei von Softwarefehlern. Bislang sind einige wenige Handyviren für auf Symbian basierende Geräte bekannt. Viren, die in der Lage sind, Mobiltelefone lahmzulegen, basieren meist auf Softwarefehlern. Gefahren bestehen vor allem in Form von Schadprogrammen, die sich in Dienstemitteilungen unter falschen Namen ausgeben oder durch das sogenannte Bluejacking, das Fehler in der Bluetooth-Implementierung ausnutzt. Es empfiehlt sich, Bluetooth nur bei Bedarf einzuschalten oder sich zumindest für andere unsichtbar zu machen. Unerwartete Bluetooth-Nachrichten sollten abgewiesen werden.

Diskussionen zu Gesundheitsgefahren

Mobiltelefone senden aktiv hochfrequente Energie und sind damit ein Thema im Rahmen der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit, welche mögliche Auswirkungen dieser Immissionen beschreibt. Es gibt Menschen, die subjektiv unterschiedliche Symptome wahrnehmen, von Wärme bis hin zu leichtem Druck oder Kopfschmerzen. Unklar ist, ob die Symptome vom mechanischen Anlegen des Hörers, und der deshalb lokal verringerten Kühlung der Hautoberfläche, dem Nocebo-Effekt oder objektiv von der elektromagnetischen Beaufschlagung des Gewebes verursacht werden. In verblindeten Experimenten konnte die Wahrnehmung von durch Mobiltelefonen ausgelösten Symptomen nicht betätigt werden.[113] Auch im Akku eines Mobiltelefons entsteht beim Betrieb Wärme, die sich gegebenenfalls durch Wärmeleitung auf das Gewebe überträgt.

Befürchtete, jedoch bislang nicht wissenschaftlich erwiesene Wirkungen von Mobilfunkstrahlung sind unter anderem die Entstehung von Krebs. Eine 2006 im British Medical Journal publizierte Studie zeigte dagegen, dass Telefonieren mit dem Mobiltelefon – auch nach einer längeren Nutzungsdauer (ca. zehn Jahre) – nicht das Risiko erhöht, an einem Hirntumor zu erkranken. Nach Auswertung der Daten von insgesamt 2682 Personen, davon 966 Tumorpatienten, kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Mobilfunkstrahlung als Risikofaktor zumindest für die in der Studie betrachteten Hirntumore vom Gliom-Typ ausscheide.[114]

In einer im September 2007 veröffentlichten Studie des britischen Mobile Telecommunications and Health Research (MTHR) Programms wird ebenfalls bestätigt, dass keinerlei Zusammenhänge mit Mobiltelefonnutzung und Erkrankungen nachweisbar wären. Allerdings hat der Vorsitzende der Kommission eingeräumt, dass nur ein kleiner Teil der Untersuchten das Mobiltelefon länger als zehn Jahre verwendet hat und er nicht ausschließen kann, dass eine erhöhte Anzahl von Gehirntumoren in ein paar Jahren auftreten kann. Dieser Mangel an der Studie wird von Professor Lennart Hardell des Universitätskrankenhauses in Orebro und Professor Kjell Hansson Mild von der Umea University dahingehend beantwortet, dass sie insgesamt elf Studien neu bewertet haben und zu dem Schluss gelangt sind, dass bereits bei einer täglichen Nutzung des Mobiltelefons von einer Stunde über einen Zeitraum von zehn Jahren die Wahrscheinlichkeit, an Gehirntumor oder an Akustikusneurinom zu erkranken um das Dreifache ansteigt, sogar um das Fünffache an der Seite, an der das Mobiltelefon genutzt wird. Da für die Entwicklung von Gehirntumoren zumindest zehn Jahre vorausgesetzt wird, rechnen Hansson und Mild mit einem Ansteigen in naher Zukunft. [115] Dieses Ansteigen ist allerdings einer am 24. März 2012 im British Medical Journal veröffentlichten Studie zufolge ausgeblieben: Während die Anzahl der Mobiltelefonnutzer stark zunahm, blieb die Rate der Tumorerkrankungen etwa gleich, auch wenn man den von Hannson und Mild geforderten Abstand von 10 oder mehr Jahren zwischen Telefonnutzung und Erkrankungsbeginn berücksichtigt. [116]

Die WHO folgt in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2011 der Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung, die Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ einstuft.[117][118][119] Eine Studie aus dem Jahr 2006 kommt zu dem Schluss, dass es genetische bedingte Unterschiede gibt, was die Empfindlichkeit des Menschen auf Strahlung durch Mobiltelefone betrifft.[120]

Weiterhin wird vermutet, die Strahlung der Mobiltelefone könne, wenn sie in der Hosentasche oder am Gürtel getragen werden, Männer unfruchtbar machen, da Spermien durch die Strahlung bewegungsunfähig werden könnten. Die Messungen beruhen jedoch teilweise nur auf ungenauen, unwissenschaftlichen Methoden, teilweise aber auch auf divergierenden Untersuchungen mehrerer Universitäten, die aber je nach Studien-Design zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und häufig zweifelhaft sind.[121]

Grundsätzlich kann auch die Störung eines Herzschrittmachers durch die Felder des Mobilfunks nicht ausgeschlossen werden. Das Ausmaß der Störungen hängt auch von dem jeweils verwendetem Mobilfunknetz ab. So ist eine Störung bei Verwendung des C-Netzes wesentlich geringer als bei dem D-Netz. Jedoch ist das durch den Einsatz von speziellen Filtern in neueren Schrittmachern eher ein theoretisches Risiko. Bei Einhaltung vorbeugender Maßnahmen, wie beispielsweise der Wahrung eines Abstandes von etwa 20 cm zwischen Herzschrittmacher und Mobiltelefon, muss keine Störung befürchtet werden. Schrittmacherträger können ohne Weiteres mit dem Mobiltelefon telefonieren, sollten aber das eingeschaltete Mobiltelefon nicht direkt über dem Schrittmacher tragen, wie beispielsweise in der Brusttasche. Daher raten die Hersteller von Herzschrittmachern vorsorglich beim Gebrauch von Mobiltelefonen die Konsultation des behandelnden Arztes. Es wird auch empfohlen, bei der Benutzung eines Mobiltelefons möglichst das auf der entgegengesetzten Seite des Schrittmachers gelegene Ohr zum Telefonieren zu benutzen. Vorbeugend kann bei der Schrittmacherkontrolle die mögliche Interaktion zwischen dem eigenen Mobiltelefon und dem Schrittmacher überprüft werden. Bei Auftreten von Interaktionen zwischen den beiden Geräten sollte die Wahrnehmungsempfindlichkeit des Schrittmachers möglichst niedrig eingestellt werden.[122][123]

Diskutierte Auswirkungen

Ionisierung

Die Trägerfrequenzen von 900 MHz und 1800/1900 MHz liegen weit unterhalb der Frequenzen, bei denen es zu einer Ionisation von Molekülen kommen kann. Dazu kann es – wie beim photoelektrischen Effekt – erst bei etwa millionenfach höheren Frequenzen von mindestens 800 THz = 800.000.000 MHz kommen. Schädigungen ähnlich jenen durch UV-Strahlung oder Radioaktivität (Sonnenbrand, Krebs) durch Ionisierung können deshalb ausgeschlossen werden.

Änderung von Molekülstrukturen

Die Struktur von Molekülen kann durch ausreichend kurzwellige elektromagnetische Wellen nur dann geändert werden, wenn die notwendige chemische Bindungsenergie bereitgestellt wird. Das ist erst ab dem Bereich des sichtbaren Lichtes der Fall. Es gibt kein Lebewesen, das Augen für infrarotes Licht besitzt, weil die Photonen dieses Bereiches zu energiearm sind. Die Energie von Photonen der Strahlung von Mobiltelefonen ist nochmals um den Faktor 10.000 geringer.

Thermische Effekte

Im nichtionisierenden Frequenzbereich führt die Absorption von Strahlung durch das Körpergewebe zu einer Erhöhung der Gewebetemperatur. Die Stärke und der Ort der Erwärmung hängt vom SAR-Wert ab, der die Eindringtiefe der Strahlung in das Gewebe beschreibt. Der Effekt folgt dem Phänomen der dielektrischen Erwärmung.

Beim GSM-Standard wird der Energieeintrag in das Gewebe durch das Pulsen des TDMA-Verfahrens begrenzt. Die Trägerfrequenz beträgt beim GSM-Standard etwa 900 MHz oder 1800 MHz. Durch das TDMA-Kanalzugriffsverfahren wird das Signal mit einer Frequenz von etwa 217 Hz bei einem duty-cycle von 12,5 Prozent gepulst, das heißt an- und abgeschaltet. Dadurch limitiert das TDMA-Verfahren den Energieeintrag in Gewebe gegenüber einem kontinuierlich sendenden Signal gleicher Trägerfrequenz und Sendeleistung auf 12,5 %.

Beeinflussung von Gehirnströmen

Durch die unmittelbare Nähe des Mobiltelefons zum Gehirn besteht die Möglichkeit, dass die hochfrequenten Wechselfelder zu Wechselströmen im Gehirn führen. Da die Nervenzellen Informationen mittels Spannungen und Strömen transportieren, könnte die Strahlung die Informationsverarbeitung beeinflussen. Diese Auswirkung wird wegen der stark unterschiedlichen Bereiche der Frequenzen der biologischen Prozesse sowie der technisch auftretenden Strahlungsfrequenz als sehr unwahrscheinlich erachtet.

Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) „hält […] einen vorbeugenden Gesundheitsschutz (Vorsorge) weiterhin für erforderlich. Deshalb ist die Exposition durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten.“[124] Es empfiehlt kurze Telefonate, Vermeidung schlechten Empfangs, Mobiltelefone mit geringen SAR-Werten, Headsets, SMS und Festnetztelefonate.[124] Es „spricht sich […] gegen die Vermarktung von Kinderhandys aus, selbst wenn diese durch den Blauen Engel gekennzeichnet sind.“[125]

Siehe auch

Literatur

  • Frauke Behrendt: Handymusik – Klangkunst und »mobile devices«. epOs-Music Osnabrück 2005, ISBN 3-923486-03-0.
  • Günter Burkart: Handymania. Wie das Mobiltelefon unser Leben verändert hat. Campus, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-593-38351-4.
  • Nicola Döring: Mobilkommunikation. Psychologische Nutzungs- und Wirkungsdimensionen. In: B. Batinic, M. Appel (Hrsg.): Medienpsychologie. Springer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-46894-3, S. 219–238.

Weblinks

 Wiktionary: Mobiltelefon – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Handy – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Mobiltelefon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Worthäufigkeitsklasse von Handy beträgt 9, von Mobiltelefon 12
  2. Garnter: Smartphones Accounted for 57.6 Percent of Total Sales in Fourth Quarter of 2013, abgerufen am 15. Februar 2014
  3. Gartner Says Worldwide Mobile Phone Sales Declined 1.7 Percent in 2012. Pressemitteilung von Gartner, 13. Februar 2013.
  4. Gustav Hochstetter: Schweigend wandern! In: Prager Tagblatt Nr. 223. 17. August 1913, abgerufen am 26. Dezember 2013 (im Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek).
  5. Bild „Drahtlose Telephonie“ in Simplicissimus, 1926 (Jg. 31) Heft 38, S. 498., (PDF-Datei), abgerufen am 14. März 2012
  6. Ellen Messmer: Tech Talk: Where'd it Come From, Anyway? PC World, 29. Juni 2008, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  7. Der Urahn der Handys: Motorola Dynatac 8000X. Meldung bei Focus vom 21. September 2008.
  8. „20 Jahre Handy: ‘Schneidet das Kabel ab‘“, SPIEGEL-Online, 2003
  9. Martin Cooper: U.S. Patent 3.906,166 vom 16. September 1975 bei Google-Patente, abgerufen am 25. Juni 2013.
  10. Maggie Shiels: BBC interview with Martin Cooper. 21. April 2003, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  11. Bob Greene: 38 years ago he made the first cell phone call. Cable News Network, 3. April 2011, abgerufen am 21. März 2012.
  12. Gareth Marples: The History of Cell Phones. Abgerufen am 23. März 2012.
  13. Elektronik Kompendium: Die Geschichte des Mobilfunks, abgerufen am 11. November 2014
  14. ntv: Das erste Handy war ein Meilenstein: Motorola schreibt Geschichte, Seite 11, abgerufen am 11. November 2014
  15. a b Elektronik Kompendium: Elektrosmog und Mobilfunk, abgerufen am 11. November 2014
  16. Radio-Electronics: What is GMSK Modulation - Gaussian Minimum Shift Keying, (englisch) abgerufen am 11. November 2014
  17. Volker Briegleb: Führungswechsel in der Smartphone-Liga. In: Heise Online. 3. August 2011, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  18. Johannes Wallat auf Androidpit: Infrarot mit Smartphone und Tablet nutzen: Weg mit der Fernbedienung!, erschienen am 03.05.2013, abgerufen am 12. November 2014
  19. Kommission begrüßt Einigung der Industrie auf ein universelles Ladegerät für Mobiltelefone. European Commission - IP/09/1049 29/06/2009, Brüssel, 29. Juni 2009.
  20. Handys: Einheitliche Ladegeräte ab 2017, test.de, 3. April 2014, abgerufen am 9. April 2014.
  21. „Simon“ erstes Smartphone von IBM 1992
  22. Geek: Phone Design, abgerufen am 12. November 2014
  23. www.golem.de – Handyuhr aus China. Ein GByte Speicher plus Megapixel-Kamera plus Media-Player
  24. golem.de: Flache Handy-Armbanduhr von LG
  25. heise.de: Handy am Handgelenk
  26. André Vatter auf basicthinking: Warum besteht die SMS aus maximal 160 Zeichen?, erschienen am 4. Mai 2009, abgerufen am 12. November 2014
  27. a b Katja Iken im Spiegel: HB2U, liebe SMS!, erschienen am 30. November 2012, abgerufen am 12. November 2014
  28. wissen.de Die Geschichte der Mobiltelefone, abgerufen am 14. Mai 2012
  29. a b c d e Mathias Brandt auf Statista: WhatsApp und Co. verdrängen SMS, erschienen am 31. Oktober 2014, abgerufen am 12. November 2014
  30. UzReport: MTS offers first in Uzbekistan MMS messages over 500 Kb, erschienen am 3. Januar 2011, abgerufen am 12. November 2014 (englisch)
  31. Tim Aschemann auf CHIP Online: Bei eplus MMS abrufen . so geht's, abgerufen am 12. November 2014
  32. a b CHIP Online: WhatsApp: Messenger überholt die SMS, 21. Januar 2014, abgerufen am 12. November 2014
  33. Christian Schartel auf cnet: http://www.cnet.de/88128296/neuer-whatsapp-rekord-64-milliarden-nachrichten-einem-tag/?PageSpeed=noscript, erschienen am 2. April 2014, abgerufen am 12. November 2014
  34. Bitkom: Jeder Deutsche verschickt im Schnitt 700 SMS im Jahr, erschienen November 2012, abgerufen am 12. November 2014
  35. a b Inside Handy: Nokia 6230 im Test, "Display und Kamera", 20. April 2005, abgerufen am 12. November 2014
  36. CHIP Online: Kamera-Handys: Darauf müssen Sie achten, erschienen am 17. Dezember 2002, abgerufen am 12. November 2014
  37. Wiebke Hellmann auf CHIP Online: Megapixel-Premiere, erschienen am 18. März 2004, abgerufen am 12. November 2014
  38. Jan-Markus Rupprecht auf Digitalkamera.de: Revolution in der Smartphone-Fotografie - 41-Megapixel-Smartphone Nokia Lumia 1020 im Test bei digitalkamera.de, 14. Oktober 2013, abgerufen am 12. November 2014
  39. Stefan auf Techstage: Smartphone-Kameras: Warum 4,3 und 41 MP besser sind als 13, 22. Februar 2013, abgerufen am 12. November 2014
  40. Apple: Vergleich - Alle iPhone Modelle., abgerufen am 12. November 2024
  41. Hessler, Benno im Focus: iPhone 4 - Ersatz für Kompaktkamera oder Spiegelreflex?, erschienen am 17. März 2011, abgerufen am 12. November 2014
  42. 20 Minuten: Der Film, der aus der Handy-Kamera kam, erschienen am 5. August 2011, abgerufen am 12. November 2014
  43. DIE WELT: Ansteck-Objektive optimieren Ihre Smartphone-Fotos, erschienen am 12. Oktober 2013, abgerufen am 12. November 2014
  44. Michael auf iTOPNEWS: iPhone: Spektakuläre Aufsteck-Kamera von Sony (mit Video), erschienen am 4. September 2013, abgerufen am 12. November 2014
  45. iTunes Store: EOS Remote By Canon Inc. updated 4. Dezember 2013, abgerufen am 12. November 2014
  46. Jörn Hasselmann: 16-jähriges Mädchen von vier Mitschülern vergewaltigt. In: Der Tagesspiegel. 13. Mai 2006, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  47. Die größten Innovationen der Handy-Geschichte (Bildergalerie). In: Chip Online. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  48. Marie-Anne Winter auf Teltarif: Vor 10 Jahren startete WAP - ohne passende Handys, erschienen am 15. November 2009, abgerufen am 12. November 2014
  49. Steve Jobs bei der Präsentation des iPhone: We wanted the best web browser in the world on our phone, not a baby web browser or WAP web browser, a real web browser. And we picked the best one in the world. Safari., 9. Januar 2007, abgerufen am 12. November 2014
  50. Chip Online: WhatsApp: Update bringt Push-to-talk-Funktion, erschieben am 7. August 2013, abgerufen am 12. November 2014
  51. CNET News: Sun starts bidding adieu to mobile-specific Java (englisch)
  52. Apple launches iPhone Web Apps Directory – InformationWeek, abgerufen am 24. September 2013.
  53. Walter Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers, Bertelsmann 2011, ISBN 978-3-570-10124-7.
  54. Apple: „we plan to have an iPhone SDK in developers' hands in February“ – TUAW, abgerufen am 24. September 2013.
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  57. Handy-Lexikon: Eine kleine Fremdwörterkunde bei prepaid.de, abgerufen am 21. August 2013.
  58. Lautung und Schreibung. Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS), sprachnachrichten Nr. 36/Dezember 2007, S. 13.
  59. Das Wort 'Handy' bei u32.de, abgerufen am 21. August 2013.
  60. Dietmar Pieper: Ein Wort und seine Geschichte: Woher kommt das Handy? Spiegel Online, Beitrag vom 29. Juni 2007.
  61. Herkunft und Verwendung von Handie-, Handy und seinen Synonymen von Wolfgang Näser, Sprachforscher an der Universität Marburg.
  62. Jargon Watch Wired, Issue 8.09, September 2000.
  63. Sascha Koesch, Fee Magdanz, Robert Stadler: Ein Wort macht US-Karriere: Call me on my Handy! Spiegel Online, Beitrag vom 30. November 2006.
  64. Warenzeichenblatt des deutschen Reichspatentamts, Heft 4, vom 27. Februar 1937: Klasse 4 (Taschenlampen), Nr. 490740, E 25474 „Daimon Handy“ Elektrotechnische Fabrik Schmidt & Co. GmbH, Berlin
  65. Ausschnitt aus Patente und Talente (YouTube-Video), Die Taschenlampe des Herrn Schmidt, ein Film von Götz Goebel; ab Minute 28:13 bis 28:30; SWR 2009.
  66. NSAI oder offside? Referat von Frau Bundeskanzlerin Corina Casanova, Informationsanlass der Suva-Agentur-Chur, 13. Oktober 2008 auf Schloss Schauenstein in Fürstenau.
  67. http://www.areamobile.de/news/9046-graz-verbietet-mobilfunknutzung-in-oeffentlichen-verkehrsmitteln
  68. spiegel.de: KBA: Autofahrer ignorieren Handy-Verbot und Anschnallpflicht, 24. April 2012, Zugriff am 12. Mai 2012
  69. Beschluss des Oberlandesgerichtes Hamm vom 6. Juli 2005, Az.: 2 Ss OWi 177/05. NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW). Abgerufen am 26. August 2014.
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  74. Beschluss des Oberlandesgerichtes Hamm vom 24. Oktober 2013, Az.: 3 RBs 256/13. NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW). Abgerufen am 26. August 2014.
  75. Bundesgesetz, mit dem das Kraftfahrgesetz 1967 geändert wird. Kundmachung im BGBl. I Nr. 146/1998, Inkrafttreten mit 1. Juli 1999.
  76. Joan Lowy: Distracted pedestrians stumble into danger, Associated Press, 30. Juli 2012
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  78. http://www.heise.de/ct/08/08/026/ c't Nr. 8 2008, S. 26
  79. http://www.luftrecht-online.de/bgbl/2007_V_LuftEBV/LuftEBV-BR-Drs_816-07.pdf | Verordnung zur Regelung des Betriebes von nicht als Luftfahrtgerät zugelassenen elektronischen Geräten in Luftfahrzeugen (Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung – LuftEBV)
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  81. ITWissen: E1-Netz, abgerufen am 12. November 2014
  82. Information der obersten Post- und Fernmeldebehörde Österreich .pdf
  83. c't: Bessere WLAN-Antenne selber bauen ~ Gefahr des unerlaubten Überschreitens der max. Sendeleistung durch modifizierte Antenne
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  87. Stiftung Warentest: Notruf 112 künftig nur noch mit Sim-Karte in: test.de, 13. März 2009 (abgerufen am 1. Februar 2013)
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  89. a b c d e f g h i j k l m Statista: Statistiken und Studien zum Thema Smartphones, erschienen 2014, abgerufen am 12. November 2014
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  92. Bitkom: 63 Millionen Handy-Besitzer in Deutschland, 2013, abgerufen am 13. November 2014
  93. ProLinux: Smartphones haben auch im vergangenen Jahr wieder einen reißenden Absatz gefunden - Die Marktforscher prophezeien Linux eine wachsende Bedeutung., erschienen am 14. Februar 2007, abgerufen am 13. November 2014
  94. Area Mobile: Marktübersicht der Hersteller im dritten Quartal 2005, erschienen am 22. November 2005, abgerufen am 13. November 2014
  95. a b VDI-nachrichten, 4. Juni 2010, Nr. 22, S. 16.
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  97. nicht mehr verfügbar:UNO-Thin-Tank-Step: Lösung des E-Abfall-Problems
    vmtl. gemeint: Sustainable Innovation and Technology Transfer Industrial Sector Studies: RECYCLING – FROM E-WASTE TO RESOURCES
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  103. Ingo Pakalski: Samsung Galaxy S4: Preise für 32- und 64-GByte-Modell und Fertigungskosten. Meldung bei Golem.de vom 20. März 2013.
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  108. a b Urs Mansmann: Kostenfalle Prepaid-Handy: Nachberechnete Gebühren trotz Vorkasse. In: c't 4/2009. 2009, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  109. Nachschlag: Simply bucht für Prepaid-Vertrag über 2000 Euro ab. In: c't. 2011, S. 74, abgerufen am 26. Dezember 2013 (Kostenpflichtiger Download des Zeitschriftenartikels).
  110. Landgericht Berlin: Urteil bzgl. mehrfachem automatischem Abbuchen bei Prepaid-Vertag (PDF; 172 kB)
    Kammergericht Berlin, vmtl. Folge-Verfahren des vorigen Landgerichtsverfahrens
  111. Oberlandesgericht Schleswig-Holstein, Urteil: Handy-Software muss beim Kauf aktuell sein, sonst muss der Kunde keine exorbitante Rechnung für Aktualisierung zahlen
  112. http://www.comcom.admin.ch/dokumentation/00444/00558/index.html?lang=de
  113. Elektrosensibel – gibt es das?; WDR, 19. Juni 2007; Abgerufen am 2. Januar 2013
  114. Sarah J. Hepworth, Minouk J. Schoemaker, Kenneth R. Muir, Anthony J. Swerdlow, Martie J. A. van Tongeren, Patricia A. McKinney: Mobile phone use and risk of glioma in adults: case-control study (PDF; 102 kB) In: British Medical Journal, April 2006.
  115. Public health: The hidden menace of mobile phones. In: The Independent. Oktober 2007, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  116. Little MP, Rajaraman P, Curtis RE, et al.: Mobile phone use and glioma risk: comparison of epidemiological study results with incidence trends in the United States. In: BMJ. 344, 2012, S. e1147. doi:10.1136/bmj.e1147.
  117. WHO: Electromagnetic fields and public health: mobile phones
  118. Süddeutsche.de: Krebsrisiko bei intensiver Handy-Nutzung
  119. Den aktuellen Stand der Kontroverse zwischen Lennart Hardell (Oslo) und Alexander Lerchl (Bremen) um die Risikoabschätzung der Mobiltelefonstrahlung referiert Christopher Schrader: Hirn und Handy, in: Süddeutsche Zeitung vom 24. November 2012, S. 24
  120. Duncan Graham-Rowe: Von Genen und Handys. In: Heise Online. 14. August 2006, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  121. Stefan Schmitt: Vermeintliche Horrormeldung: Zweifelhafte Studie zu Spermienschäden durch Handys. In: Der Spiegel. 24. Oktober 2006, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  122. Wissenschaftlicher Beirat Funk: Mobilfunk und Gesundheit, 2008
  123. Universitätsklinikum Giessen und Marburg: Zum Thema, nicht mehr abrufbar (27. Dezember 2013)
  124. a b Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy. Bundesamt für Strahlenschutz, 27. Februar 2013, abgerufen am 9. Juni 2013.
  125. Bundesamt für Strahlenschutz (Hrsg.): Handys für Kinder sind nicht sinnvoll, 15. Oktober 2008. Online (Version vom 14. April 2009 im Internet Archive)