Verkehrsmittel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert Verkehrsmittel, die man unmittelbar zur Fortbewegung nutzt, also im Wesentlichen die Fahrzeuge. Zu anderen Bedeutungen siehe Verkehrsmittel (Begriffsklärung).
Die Grafik zeigt, zu welchen Anteilen die Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit im Jahr 2000 in Deutschland benutzt wurden.

Verkehrsmittel sind bewegliche technische Einrichtungen oder auch Nutztiere, sobald sie der Beförderung von Personen und Gütern dienen (siehe Liste der Verkehrsmittel).

Nicht dazu gezählt werden üblicherweise Fahrgeschäfte und Kinderspielgeräte, wobei aber etwa die Gesetzeslage der Schweiz unterscheidet, ob Kinderspielgeräte (wie etwa Rollschuhe oder Inlineskates) als Spielzeug oder Verkehrsmittel gelten, je nachdem sie wie und wo eingesetzt werden.[1]

Transportmittel hingegen sind Bestandteile eines Transportsystems zur Beförderung von Transportgut über Verkehrswege, zum Beispiel Behälter oder Tragmittel.

Als Massenverkehrsmittel sind jene Verkehrsmittel definiert, die Personen in großen Mengen[2] transportieren. Hierzu zählen vor allem Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr, Schiffe und Flugzeuge. Der Begriff steht im Gegensatz zu individuellen Verkehrsmitteln.

Verkehrsträger (oder auch Verkehrszweig) hingegen sind die unbeweglichen technischen Einrichtungen und Geräte, die dem Güterverkehr und/oder Personenverkehr dienen.

Fußverkehr und Schwemmgut benötigen als einzige Verkehrsarten keine Verkehrsmittel. Der Fußverkehr macht aber immerhin 24 % der Wege der Einwohner in Deutschland aus, in manchen Bundesländern wird fast jeder dritte Weg zu Fuß zurückgelegt (Modal-Split)[3].

Die Automobilindustrie stellt Fahrzeuge her, die der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entsprechend gebaut sein müssen.[4]

Zweiräder spielten im Individualverkehr (IV) eine große Rolle. Obwohl der Personenkraftwagen (Pkw) die Zweiräder in Deutschland weitgehend verdrängt hat, sind Fahrräder noch in etwa 80 % der Haushalte verfügbar. Jedoch werden mit Fahrrädern in Deutschland zwar nur etwa zwei Prozent der Gesamtverkehrsleistung erbracht, sie werden aber für etwa 10 % der Wege der Einwohner genutzt (Modal-Split).[5][6]

Verglichen mit dem motorisierten Individualverkehr ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Regel umweltfreundlicher. Für den Massenverkehr in Großstädten werden Nahverkehrsmittel wie S-Bahn, U-Bahn, Stadtbahn, Straßenbahn, Oberleitungsbus und Omnibusse eingesetzt, teilweise auch Fähren oder Seilbahnen im Linienverkehr. In Ländern der Dritten Welt werden auch Lastkraftwagen, Midibusse, Kleinbusse und Fuhrwerke für den Personenverkehr genutzt.

Verkehrsmittel, die auf einer Spur fahren müssen, nennt man „spurgebunden“, meist sind sie durch technische Einrichtungen wie Schienen oder Magnetfelder auch „spurgeführt“ und können ihre festen Fahrspuren nicht verlassen. Neben den Schienenfahrzeugen gehören auch Seilbahnen, fahrerlose Transportfahrzeuge, Spurbusse und andere in diese Kategorie. Oberleitungsbusse sind nur durch die Lage ihrer Oberleitung als Energiezuführung in der Führung gebunden, aber in den meisten Fällen nicht spurgeführt. Sie können als Straßenfahrzeuge beispielsweise individuell überholen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Verkehrsmittel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Fahrzeuge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten]

  1. bfu, Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention
  2. Definition Duden
  3. Kurzbericht Mobilität in Deutschland 2008, Abb. 3.2.1 (PDF; 3,1 MB)
  4. Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 35
  5. Kurzbericht Mobilität in Deutschland 2008, Abb. 3.2.1 (PDF; 3,1 MB)
  6. Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 48