Kottes-Purk

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Kottes-Purk
Wappen von Kottes-Purk
Kottes-Purk (Österreich)
Kottes-Purk
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Hauptort: Kottes
Fläche: 58,5 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 15° 18′ O48.41666666666715.3706Koordinaten: 48° 25′ 0″ N, 15° 18′ 0″ O
Höhe: 706 m ü. A.
Einwohner: 1.499 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 26 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3622, 3623
Vorwahl: 02873
Gemeindekennziffer: 3 25 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kottes 18
3623 Kottes-Purk
Website: www.kottes-purk.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Vogl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
15
3
1
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl
Allentsteig Altmelon Arbesbach Bad Traunstein Bärnkopf Echsenbach Göpfritz an der Wild Grafenschlag Groß Gerungs Großgöttfritz Gutenbrunn Kirchschlag Kottes-Purk Langschlag Martinsberg Ottenschlag (Niederösterreich) Pölla Rappottenstein Sallingberg Schönbach (Niederösterreich) Schwarzenau Schweiggers Waldhausen Zwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kottes-Purk ist eine Marktgemeinde mit 1499 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Kottes liegt auf einer Seehöhe zwischen 650 m und 890 m, umgeben von waldbedeckten Hügeln.

Kottes umgeben von waldbedeckten Hügeln

Geografie[Bearbeiten]

Kottes-Purk liegt im Tal der Kleinen Krems im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 58,6 Quadratkilometer. 38,68 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 32 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Bernhards (15)
  • Dankholz (61)
  • Doppl (3)
  • Elsenreith (159)
  • Ensberg (7)
  • Ernst (6)
  • Felles (18)
  • Fohra (13)
  • Gotthardschlag (26)
  • Gschwendt (29)
  • Günsles (16)
  • Heitzles (61)
  • Hörans (14)
  • Kalkgrub (51)
  • Koppenhof (13)
  • Kottes (340)
  • Leopolds (35)
  • Münichreith (79)
  • Pfaffenschlag (17)
  • Pötzles (22)
  • Purk (154)
  • Reichpolds (36)
  • Richterhof (26)
  • Runds (26)
  • Schoberhof (10)
  • Singenreith (17)
  • Teichmanns (31)
  • Trittings (27)
  • Voirans (33)
  • Voitsau (112)
  • Weikartschlag (61)
  • Wernhies (18)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bernhards, Dankholz, Doppl, Elsenreith, Ensberg, Ernst, Felles, Fohra, Gotthardschlag, Gschwendt, Günzles, Heitzles, Hörans, Kalkgrub, Kottes, Leopolds, Münichreith, Pfaffenschlag, Pötzles, Purk, Reichpolds, Richterhof, Runds, Schoberhof, Singenreith, Teichmanns, Trittings, Voirans, Voitsau, Weikartsschlag und Wernhies.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Sallingberg Lichtenau im Waldviertel
Ottenschlag Nachbargemeinden Albrechtsberg an der Großen Krems
Kirchschlag, Raxendorf Mühldorf Weinzierl am Walde

Geschichte[Bearbeiten]

Vor 1108 hieß Voitsau noch Vogitisawa = Au des Vogit (des Vogtes).

Diese Region des südlichen Waldviertels stand gegen Ende des 11. Jahrhunderts unter dem Einfluss des edel-freien Waldo von Grie und wurde von Höfen aus adeligem Gefolge geprägt. So war es auch bei Kottes, dessen Hof im letzten Drittel des 11. Jh. gewissermaßen ein Aufschließungszentrum für die Rodung darstellte und sich im 12. Jahrhundert durch die Pfarrentwicklung zu einem Verwaltungsmittelpunkt entfaltete.

Das Rodungsgebiet um Purk lag im Grenzbereich Waldos, wo er ein Festes Haus (="Wallburg"?) eingerichtet hatte. Vertraglich kam das Gebiet an den Markgrafen von Babenberg, der es um 1100 als Heiratsgut an seine Schwester Gerberga, Gattin des böhmischen Herzogs Bořivoj II., übergab. Spätestens um 1120 ließ sie im Bereich der Burganlage in sumpfigem Grund eine Kirche erbauen, die 1124 geweiht wurde. Die spätere Angerform des Ortes täuscht. Im frühen 12. Jh. Göttweiger Besitz geworden, bestand die Siedlungsanlage aus einer Zeile von sieben Bauern westlich des Purker Paches mit Hofäckern von ca. 11 Joch. Eine Hufe halber Größe weist auf die Dienstleistungsfunktion bei Burg/Kirche hin. Dort benachbart entstand aus einer weiteren Hufe der Göttweiger Amtssitz. Erst im 14. Jahrhundert hat das Kloster östlich der Kirche allmählich Bauern aufgesiedelt, wodurch sich die Angerform des Ortskernes entfaltete. (Univ. Doz. Dr. Hans Krawarik)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1628 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1672 Einwohner, 1981 1788 und im Jahr 1972 1890 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Ing. Wolfgang Vogl, Amtsleiter Andreas Leutgeb.

Im Marktgemeinderat gibt es seit der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 15, SPÖ 3, FPÖ 1.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kottes-Purk

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 60, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 238. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 726. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,13 Prozent.

In den zahlreichen Steinbrüchen wurde Wachauer Marmor abgebaut.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heimat Kottes-Purk, herausgegeben von der Marktgemeinde Kottes-Purk

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kottes-Purk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien