Kraiburg am Inn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Mühldorf am Inn | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kraiburg am Inn | |
| Höhe: | 462 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,56 km² | |
| Einwohner: |
4.004 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 145 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84559 | |
| Vorwahl: | 08638 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 83 124 | |
| Marktgliederung: | 54 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 1 84559 Kraiburg a.Inn |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Loher (UWG) | |
| Lage des Marktes Kraiburg a.Inn im Landkreis Mühldorf am Inn | ||
Kraiburg am Inn (amtlich: Kraiburg a. Inn) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg am Inn. Diese umfasst die Gemeinde Jettenbach, die Gemeinde Taufkirchen und den Markt Kraiburg am Inn.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Kraiburg am Inn liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland an der südlichen Seite des Inns rund 23 km nordöstlich von Wasserburg, 22 km nordwestlich von Trostberg, 73 km östlich der Landeshauptstadt München und 14 km von der Kreisstadt Mühldorf entfernt. Die nächstgelegene, von der Südostbayernbahn betriebenen Bahnstation an der Strecke Mühldorf-Rosenheim befindet sich im Nachbarort Waldkraiburg.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Kraiburg am Inn hat 54 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Es gibt die Gemarkungen Guttenburg, Kraiburg am Inn und Maximilian.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Geschichte
Von 1100 beginnend bis 1259 war die Burg auf dem Schlossberg Sitz der Grafen von Kraiburg. 1259 kam Kraiburg an die Wittelsbacher. 1265 wurde Kraiburg das Marktrecht verliehen. Der Markt Kraiburg am Inn war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Burghausen des Kurfürstentums Bayern. Kraiburg besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Kraiburg erhielt am 1. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf einen eigenen Bahnhof. Dieser wurde jedoch, wie die Bahnstrecke selbst, auf der aus Kraiburger Sicht gegenüberliegenden, nördlichen Seite des Inns errichtet und befindet sich damit rund drei Kilometer vom Ort entfernt. Im Zweiten Weltkrieg wurde im Bereich des Bahnhofs ein Rüstungsbetrieb, das so genannte "Werk Kraiburg" gegründet und bis 1945 größtenteils durch Zwangsarbeiter betrieben. Ab 1946 entstand auf dem weitläufigen, nun verlassenen Gelände der Ort Waldkraiburg. Der frühere Kraiburger Bahnhof wurde entsprechend umbenannt. 1950 entstand aus dieser Industriesiedlung eine selbständige Gemeinde, die heutige Stadt Waldkraiburg.
Mitte der neunziger Jahre war bei mehreren Hochwassern der niedrig liegende Teil des Ortsgebietes betroffen. 1997 wurde deshalb gemeinsam mit der Stadt Waldkraiburg ein auf beiden Seiten des Inns liegender Hochwasserdamm fertiggestellt.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
1935 wurde die Gemeinde Maximilian (vormals Niederkraiburg) nach Kraiburg eingemeindet. 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Guttenburg eingemeindet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1970: 2.715 Einwohner
- 1987: 2.876 Einwohner
- 2000: 4.020 Einwohner
[Bearbeiten] Politik
Bürgermeister ist Michael Loher (Unabhängige Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Alois Schlagmann (CSU).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1844 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 519 T€.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Kapelle am Schlossberg
- Marktplatz mit im Inn-Salzach-Stil erbauten Häusern
- Schuster-Schleif – Schleiferei mit einer Fassturbine. In ganz Deutschland gibt es nur noch 2 dieser Art
- Filialkirche St. Maximilian im Ortsteil Maximilian
- Filialkirche St. Aegidius im Ortsteil Kolbing mit Ursprung im 12. Jh.
- Historisches Haider-Haus am Marktplatz
- Kirche am Marktplatz
[Bearbeiten] Museen
- Heimatmuseum in den historischen Salzstadeln
- Römermuseum Kraiburg am Inn
[Bearbeiten] Gedenkstätte
Auf dem Friedhof erinnert eine Grabanlage mit Gedenkstein an 242 KZ-Häftlinge aus dem Außenlager Mettenheim des KZ Dachau, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion wurden.[3]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 24, im Produzierenden Gewerbe 233 und im Bereich Handel und Verkehr 55 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 244 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1346. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 9 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1467 ha. Davon waren 1055 ha Ackerfläche.
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 156 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 18 Lehrern und 353 Schülern
[Bearbeiten] Fotogalerie
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/130243&attr=OBJ&val=403
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 156
[Bearbeiten] Weblinks
- Kraiburg am Inn: Wappengeschichte vom HdBG
- Museen in Kraiburg am Inn
- Amtliche Gemeinde-Statistik
- Kraiburg auf Website über den Landkreis Mühldorf am Inn
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