Kraiburg am Inn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kraiburg a.Inn
Kraiburg am Inn
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kraiburg a.Inn hervorgehoben
48.18333333333312.433333333333462Koordinaten: 48° 11′ N, 12° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kraiburg am Inn
Höhe: 462 m ü. NHN
Fläche: 27,56 km²
Einwohner: 3928 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84559
Vorwahl: 08638
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 124
Marktgliederung: 54 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
84559 Kraiburg a.Inn
Webpräsenz: www.markt-kraiburg.de
Bürgermeister: Herbert Heiml (CSU)
Lage des Marktes Kraiburg a.Inn im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer Hart Zangberg Waldkraiburg Unterreit Taufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Schwindegg Schönberg (Oberbayern) Reichertsheim Rechtmehring Rattenkirchen Polling (bei Mühldorf am Inn) Obertaufkirchen Oberneukirchen (Oberbayern) Oberbergkirchen Niedertaufkirchen Niederbergkirchen Neumarkt-Sankt Veit Mühldorf am Inn Mettenheim (Bayern) Maitenbeth Lohkirchen Kraiburg am Inn Kirchdorf (bei Haag in Oberbayern) Jettenbach (Oberbayern) Heldenstein Haag in Oberbayern Gars am Inn Erharting Egglkofen Buchbach (Oberbayern) Aschau am Inn Ampfing Landkreis Landshut Landkreis Rottal-Inn Landkreis Rosenheim Landkreis Ebersberg Landkreis Altötting Landkreis Erding Landkreis TraunsteinKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Kraiburg am Inn (amtlich: Kraiburg a.Inn) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg am Inn. Diese umfasst die Gemeinde Jettenbach, die Gemeinde Taufkirchen und den Markt Kraiburg am Inn.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Kraiburg am Inn liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland an der südlichen Seite des Inns rund 23 km nordöstlich von Wasserburg, 22 km nordwestlich von Trostberg, 73 km östlich der Landeshauptstadt München und 14 km von der Kreisstadt Mühldorf entfernt. Die nächstgelegene, von der Südostbayernbahn betriebenen Bahnstation an der Strecke Mühldorf–Rosenheim befindet sich im Nachbarort Waldkraiburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Kraiburg am Inn hat 54 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Guttenburg, Kraiburg am Inn und Maximilian.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1100 beginnend bis 1259 war die Burg Kraiburg auf dem Schlossberg Sitz der Grafen von Kraiburg. 1259 kam Kraiburg an die Wittelsbacher. 1265 wurde Kraiburg das Marktrecht verliehen. Der Markt Kraiburg am Inn war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Burghausen des Kurfürstentums Bayern. Kraiburg besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Kraiburg erhielt am 1. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf einen eigenen Bahnhof. Dieser wurde jedoch, wie die Bahnstrecke selbst, auf der aus Kraiburger Sicht gegenüberliegenden, nördlichen Seite des Inns errichtet und befindet sich damit rund drei Kilometer vom Ort entfernt. Im Zweiten Weltkrieg wurde im Bereich des Bahnhofs ein Rüstungsbetrieb, das so genannte "Werk Kraiburg" gegründet und bis 1945 größtenteils durch Zwangsarbeiter betrieben. Ab 1946 entstand auf dem weitläufigen, nun verlassenen Gelände der Ort Waldkraiburg. Der frühere Kraiburger Bahnhof wurde entsprechend umbenannt. Am 1. April 1950 entstand aus dieser Industriesiedlung eine selbständige Gemeinde, die heutige Stadt Waldkraiburg.[3]

Anfang bis Mitte der achtziger Jahre (19. Juli 1981 und 6. August 1985) war bei mehreren Hochwassern der niedrig liegende Teil des Ortsgebietes betroffen. 1997 wurde deshalb gemeinsam mit der Stadt Waldkraiburg ein auf beiden Seiten des Inns liegender Hochwasserdamm fertiggestellt. Wie nötig er war, zeigte zuletzt das Augusthochwasser 2005, bei dem er seine erste Bewährungsprobe bestand.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1935 wurde die Gemeinde Maximilian (vormals Niederkraiburg) nach Kraiburg eingemeindet. Am 1. Januar 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Guttenburg eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2988 Einwohner
  • 1970: 2735 Einwohner
  • 1987: 2876 Einwohner
  • 2000: 4020 Einwohner
  • 2011: 3997 Einwohner
  • 2012: 3928 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Herbert Heiml (CSU) wurde am 7. Oktober 2012 bei zwei Mitbewerbern mit 77,9 Prozent der Stimmen zum 1. Bürgermeister gewählt, nachdem er als 2. Bürgermeister (in diesem Amt seit 1996) bereits seit Sommer 2011 seinen gesundheitlich verhinderten Vorgänger Michael Loher (Unabhängige Wählergemeinschaft) vertreten hatte. Dessen Vorgänger war bis 2002 Alois Schlagmann (CSU).

Gemeindefinanzen[4] :

  • Gemeindesteuereinnahmen im Jahr 2011 von 2709 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 738 T€.
  • Verschuldung im Jahr 2011 von 4491 T€, Verschuldung je Einwohner betrug 1,121 T€.
Markt Kraiburg nach einem Stich von Michael Wening von 1721

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die „Schuster-Schleif“ war einst eine Messer- und Wekzeugschleiferei, heute ist sie ein Industriedenkmal. Die Besonderheit dieser Schleiferei ist der Antrieb durch eine Fassturbine, in ganz Deutschland gibt es nur noch zwei dieser Art. Über Bänder und Wellen wird die Energie dieser Turbine übertragen und treibt dann Schleifsteine, Bohrmaschinen und eine Drehbank an.[5]

Museen[Bearbeiten]

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Auf dem Friedhof erinnert eine Grabanlage mit Gedenkstein an 242 KZ-Häftlinge aus dem Außenlager Mettenheim des KZ Dachau, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion wurden.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 24, im Produzierenden Gewerbe 233 und im Bereich Handel und Verkehr 55 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 244 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1346. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 9 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1467 ha. Davon waren 1055 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010)[7]:

  • 2 Kindergärten: 133 Kindergartenplätze mit 119 Kindern
  • 1 Volksschule: mit 12 Lehrern und 161 Schülern

Fotogalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/130243&attr=OBJ&val=403
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 525
  4. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09183124.pdf
  5. http://www.kulturkreis-kraiburg.de/schusterschleif/index.html
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 156
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Statistik kommunal 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kraiburg am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien