Königswinter

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Königswinter
Königswinter
Deutschlandkarte, Position der Stadt Königswinter hervorgehoben
50.6766666666677.191388888888980Koordinaten: 50° 41′ N, 7° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 76,17 km²
Einwohner: 39.976 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 525 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53639
Vorwahlen: 02223 (Ortsnetz Königswinter) und 02244 (Ortsnetz Königswinter-Oberpleis)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindeschlüssel: 05 3 82 024
Adresse der
Stadtverwaltung:
Drachenfelsstraße 9–11
53639 Königswinter
Webpräsenz: www.koenigswinter.de
Bürgermeister: Peter Wirtz (CDU)
Lage der Stadt Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis
Rheinland-Pfalz Bonn Köln Kreis Euskirchen Oberbergischer Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Rhein-Erft-Kreis Alfter Bad Honnef Bornheim (Rheinland) Eitorf Hennef (Sieg) Königswinter Lohmar Meckenheim (Rheinland) Much Neunkirchen-Seelscheid Niederkassel Rheinbach Ruppichteroth Sankt Augustin Siegburg Swisttal Troisdorf Wachtberg WindeckKarte
Über dieses Bild
Königswinter vom Drachenfels aus, Post Tower und Langer Eugen im Hintergrund
Königswinter vom Rhein aus, Drachenfels und Drachenburg im Hintergrund

Königswinter ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen mit knapp 40.000 Einwohnern, auf der östlichen Rheinseite gegenüber dem Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg. Die Stadt liegt zu Füßen des Siebengebirges mit dem Petersberg, der als Standort des Bundesgästehauses vielfach Stätte von Konferenzen mit nationaler und internationaler Ausstrahlung wurde. Königswinter nimmt gemäß Landesplanung die Funktion eines Mittelzentrums ein.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt zwischen Bad Honnef und Bonn-Beuel gegenüber von Bad Godesberg auf der rechten Seite des Rheins, der sich an dieser Stelle im Übergangsbereich vom Mittel- in den Niederrhein befindet. Naturräumlich lässt sich der äußerste Westen des Stadtgebiets dem sich nach Norden ausweitenden Godesberger Rheintaltrichter, ein mittlerer Abschnitt dem Siebengebirge, der größere Teil des Ostens dem Pleiser Hügelland und ein kleinerer Teil im Südosten der Asbacher Hochfläche zuordnen. Damit umfasst es ein Gebiet, das vom Rheintal bis zu den nordwestlichen Ausläufern des Westerwalds reicht. Das Rheintal weitet sich bei Königswinter nördlich von Drachenfels und Petersberg schrittweise in die beginnende Niederrheinische Bucht aus. Weitere prominente Anhöhen sind die Dollendorfer Hardt, der Lohrberg, der Nonnenstromberg, der Stenzelberg, der Weilberg sowie die Wolkenburg. Den höchsten Bodenpunkt im Stadtgebiet Königswinter, gleichzeitig den höchsten im Rhein-Sieg-Kreis, markiert der Gipfel des 461 Meter über NN hohen Großen Ölbergs.

Die Königswinterer Altstadt liegt bei 74 m ü. NN auf einer rund 500 m breiten Terrasse, am nordwestlichen Beginn des Drachenfels sowie am Fuße des Petersbergs. Ins Siebengebirge hinauf führen das Mühlental (Tal des Mirbesbach) und das Nachtigallental. Die Gemarkung des Stadtteils Königswinter erstreckt sich im Nordosten bis auf den Gipfel des Petersbergs, den sie sich mit Niederdollendorf teilt. Die Bebauung der Stadt reicht von der Höhe der historischen Altstadt bis unmittelbar an den Rhein, wird weiter nördlich durch einen breiteren Austreifen begrenzt und geht im Norden, zum Teil nahtlos, in die Niederdollendorfs über. Im Süden wird sie durch eine lediglich zwei Straßen und zwei Bahntrassen führende Engstelle begrenzt und verjüngt, die der zwischen Rhöndorf im Süden und Königswinter im Norden bis an den Rhein heranreichende Drachenfels an diesem Punkt bildet. Dort befindet sich auch der Drachenfelsgrund, eine historisch als Reih[3] bezeichnete Untiefe im Rhein. Östlich und oberhalb der Trasse der Bundesstraße 42 sowie im breiten Tal zwischen Petersberg und Hirschberg bestehen kleinere Wohngebiete, Schrebergärten und Einzelhäuser, darunter der Wintermühlenhof, ebenso auf dem Rüdenet, einem nordwestlichen Bergrücken des Drachenfelses.

Die Lage Königswinters wird durch die Nähe zu Bonn und insbesondere das sechs Kilometer entfernte Bundesviertel begünstigt, das durch die dort ansässigen nationalen und supranationalen Institutionen wie Bundesministerien, Bundesbehörden, internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen sowie mehreren Global Players einen Arbeitsplatzschwerpunkt darstellt.

Die Hänge der Berge in Königswinter und Oberdollendorf werden seit jeher für den Weinanbau genutzt. Die Rebflächen zählen im „Bestimmten Anbaugebiet Mittelrhein“ zur Großlage Petersberg. Der 2005 eröffnete rechtsrheinische Fernwanderweg Rheinsteig führt von Bonn über den Drachenfels nach Wiesbaden. Königswinter bietet Zugang zu Deutschlands meistbestiegenem Berg, dem Drachenfels. Dieser hat mit der Burgruine aus dem 12. Jahrhundert, unterstützt durch die seit 1883 betriebene Zahnradbahn, Königswinters Namen als Fremdenverkehrsort entscheidend mitgeprägt.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Königswinter, Luftaufnahme aus südöstlicher Richtung
Drachenfelsruine mit dem inzwischen abgerissenen Restaurant

Das Stadtgebiet Königswinter dehnt sich in Nord-Süd-Richtung etwa zehn Kilometer vom Bonner Stadtbezirk Beuel bis zum Bad Honnefer Stadtteil Rhöndorf aus. In Ost-West-Richtung reicht es von der rheinland-pfälzischen Gemeinde Buchholz bis zur in der Mitte des Rheins liegenden Grenze mit dem Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg bei einer Ausdehnung von ungefähr 14,5 Kilometer.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Königswinters erstreckt sich über eine Fläche von 76,19 Quadratkilometern und besitzt damit die viertgrößte Ausdehnung im Rhein-Sieg-Kreis. Es gliedert sich in einen Berg- und Talbereich mit rund 80 Ortsteilen/Gehöften, die in die neun Stadtteile Stieldorf, Königswinter, Niederdollendorf, Oberdollendorf, Heisterbacherrott, Ittenbach, Oberpleis, Eudenbach und Thomasberg unterteilt sind:

Altstadt, Bellinghausen, Bellinghauserhof, Bellinghauserhohn, Bennerscheid, Berghausen, Bönschenhof, Bockeroth, Boseroth, Dahlhausen, Düferoth, Döttscheid, Eisbach, Elsfeld, Eudenbach, Eudenberg, Faulenbitze, Frankenforst, Freckwinkel, Friedrichshöhe, Frohnhardt, Gratzfeld, Gräfenhohn, Hartenberg, Hasenboseroth, Heiderhof, Heisterbach, Heisterbacherrott, Herresbach, Höhnchen, Höhnerhof, Hühnerberg, Hünscheiderhof, Hüscheid, Ittenbach, Jüngsfeld, Kappesbungert, Kellersboseroth, Kippenhohn, Kochenbach, Komp, Kotthausen, Lahr, Margarethenhöhe, Niederbuchholz, Niederdollendorf, Niederscheuren, Nonnenberg, Oberbuchholz, Oberdollendorf, Oberpleis, Oberscheuren, Oelinghoven, Perlenhardt, Pleiserhohn, Pützstück, Quirrenbach, Rauschendorf, Rostingen, Ruttscheid, Rübhausen, Römlinghoven, Sand, Sandscheid, Sassenberg, Schnepperroth, Schwirzpohl, Siefen, Sonderbusch, Sonnenbergerhof, Stieldorf, Stieldorferhohn, Thelenbitze, Thomasberg, Uthweiler, Vinxel, Wahlfeld, Wahlfelderhof, Waschpohl, Weiler, Willmeroth.

Die Kernstadt Königswinter (Ortsteil Altstadt) hat 4.645 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2013).[4] Die Orte Kappesbungert und Hünscheiderhof sind einwohnerlos, jedoch weiterhin als Ortsteile registriert.[5] In umgekehrter Weise sind Bellinghauserhohn und Herresbach geographisch eigenständige Ortschaften, werden aber in der städtischen Einwohnerstatistik nicht ausgewiesen.

Auf dem Stadtgebiet bestehen folgende 13 Gemarkungen in den Grenzen ehemaliger Gemeinden: Berghausen, Hasenpohl, Heisterbacherrott, Ittenbach, Königswinter, Niederdollendorf, Oberdollendorf, Oberhau, Oberpleis, Oelinghoven, Rauschendorf, Vinxel, Wahlfeld. „Oberhau“ ist kein Ortsname, sondern eine Zusammenfassung von 14 Ortsteilen in der Bergregion. Auch die Gemarkung Hasenpohl weist keine gleichnamige Ortschaft auf.[6]

Nachbarstädte und -gemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, vom Norden beginnend, grenzen folgende Städte und Gemeinden an die Stadt Königswinter: Bundesstadt Bonn (Stadtbezirk Beuel), Stadt Sankt Augustin (Rhein-Sieg-Kreis), Stadt Hennef (Rhein-Sieg-Kreis), Gemeinde Buchholz (Verbandsgemeinde Asbach, Landkreis Neuwied), Stadt Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis), Bundesstadt Bonn (Stadtbezirk Bad Godesberg).

Klima[Bearbeiten]

Das Königswinterer Klima ist im Bundesvergleich mild. Die Jahresdurchschnittstemperatur (Mittel 1971 bis 2000) liegt bei 10,9 Grad Celsius, wobei es bedeutende Schwankungen zwischen Tal- und Bergbereich gibt. Nach Prognosen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung werde die Jahresdurchschnittstemperatur, hochgerechnet aus den Jahren 2001 bis 2030, 11,9 Grad Celsius betragen, zudem werde die Vegetationsperiode länger.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Königswinter[Bearbeiten]

Der Name Königswinter entstand angeblich, nachdem Karl der Große am Drachenfels eine Weindomäne erworben hatte, es somit ein königlicher Winzerort (lat: Vinetum = Weingarten) geworden war, wofür es jedoch keinerlei Nachweis gibt. Im Jahre 893 taucht zum ersten Male in einer Urkunde der Abtei Prüm in der Eifel der Name Uintre auf, bei dem deren Weinberge liegen. Diese Ortsbezeichnung im Prümer Urbar lässt sich jedoch nicht zweifelsfrei zuordnen, es kann sich gleichfalls um das wenige Kilometer stromaufwärts gelegene Oberwinter handeln.[7] In einer Urkunde von 1015 wird unter dem Datum 25. Februar Königswinter, allerdings in der Form Winetre, erstmals erwähnt, hiebei schenkte Kaiser Heinrich II. dem Bonner Frauenstift Dietkirchen ein Gut, das ihm Graf Wilhelm und dessen Bruder Boppo in dem im Auelgau gelegenen Ort Winetre überlassen hatten. In den Jahren 1064 und 1269 findet der Ort als Wintere Erwähnung, 1316 als Wynteren inferior (Niederwinter).[8] Erst 1342 tritt zum ersten Male der Name Kuoningwinteren auf.[9]

Gerhard Mercator (1512–1594) bezeichnete in seiner erstmals in den Tabulae Geographicae 1585 in Duisburg erschienenen Karte des Herzogtums Berg, der Grafschaft Mark und Diözese Köln die Stadt als Coninxwinter. Der Kölner Kartenmacher Matthias Quad (1557–1613) schuf nach einer Vorlage des Cornelius Adgerus (um 1520–1595?)[10] im Jahr 1596 eine Karte des kurkölnischen Gebietes, in dem sich die Bezeichnung zu Conixwinter gewandelt hat. 1793 wird auf einer den Süden Kurkölns wiedergebenden Karte des in Wien tätigen Franz Johann Joseph von Reilly (1766–1820) Königswinter bereits in seiner heutigen Schreibweise angeführt.[11]

Königswinter bis zum Ende der kurkölnischen Zeit[Bearbeiten]

Belagerung von Königswinter durch Pfalzgraf Johann Kasimir 1583; Kupferstich einer Flugschrift des Truchsessischen Krieges

Eine im 1. Jahrhundert v. Chr. durch die Kelten errichtete Fluchtburg mit einem Stein- und Palisadenwall lässt sich auf dem Petersberg nachweisen. Archäologische Funde belegen jedoch, dass bereits 3500 v. Chr. Menschen auf dem Petersberg in Königswinter siedelten.

Spuren römischer Steinbruchtätigkeit ab 50 n. Chr. am Drachenfels und der Gebrauch dieser Steine in römischen Gebäuden in den Orten rheinabwärts sind weitere Zeugnisse menschlicher Tätigkeit in der Region. Königswinter entstand vermutlich aus einer fränkischen Siedlung, denn es gibt Funde (so zum Beispiel in Form eines fränkischen Grabsteines in Niederdollendorf), die auf das Jahr 680 n. Chr. zurückdatiert werden. Somit gab es zu dieser Zeit vermutlich schon Bewohner in der Region.[9]

Das Stift Essen und das Kloster Heisterbach besaßen einen Hof im Ort. Landesherrlich gehörte Königswinter zum Kurfürstentum Köln und unterstand der Verwaltung des Amtes Wolkenburg, welches die beiden Burgen Drachenfels und Wolkenburg sowie die Orte Königswinter und Ittenbach umfasste. Obwohl Königswinter eine Stadtmauer und damit eines der für eine Stadt typischen Merkmale hatte, besaß der Ort kein Stadtrecht, so dass er als so genannter Flecken anzusehen war. Ein Angriff auf den Ort im September 1583 durch Truppen des Pfalzgrafen Johann Kasimir im Truchsessischen Krieg blieb erfolglos. Im Februar 1643 überfielen hessische Truppen Königswinter und plünderten den Ort. 1670 umfasste der Flecken 109 Häuser.[12] 1689 brannten fast alle Gebäude ab, weil französische Soldaten Königswinter plünderten. 1795 marschierten erneut französische Truppen in Königswinter ein.

1780 entstand die neue Pfarrkirche St. Remigius. Nach der Säkularisierung des Erzstiftes Kurköln 1803 fiel Königswinter an das Fürstentum Nassau-Usingen, 1806 an das napoleonische Großherzogtum Berg und schließlich 1815 an das Königreich Preußen.

Napoleonische Zeit[Bearbeiten]

In der Franzosenzeit wurde das Großherzogtum neu gegliedert. Königswinter gehörte 1806 zum Arrondissement Siegburg, Ende 1808 entstanden größere Einheiten, und die neu gebildeten Kantone Siegburg und Königswinter wurden dem Arrondissement Mülheim am Rhein unterstellt. Die Kantone gliederten sich in Mairien. Auch Königswinter war Verwaltungssitz und Namensgeber einer Mairie. Bei den Befreiungskriegen war der preußische Major Ferdinand Wilhelm Franz Bolstern von Boltenstern einer der Initiatoren des 1813 gegründeten Freiwilligen Landsturms Banner des Siebengebirges, der aktiv unter dem Adjutanten Franz Bernhard de Claer bei der Befreiung von der Franzosenherrschaft mitwirkte. Bei Angriffen auf die französischen Truppen auf dem linken Rheinufer nach Blüchers Übersetzen über den Rhein bei Kaub in der Neujahrsnacht 1813/14 fiel der Kommandant der Vorposten auf der Insel Nonnenwerth, der Steinhauermeister Johann Joseph Genger. Nach Boltenstern wurde im Zentrum Königswinters ein Platz benannt. Genger und de Claer wurden mit angrenzenden Straßen geehrt. Auch ein Denkmal auf dem Drachenfels wurde ihnen gewidmet. Am 14. Januar zogen die französischen Truppen vom linken Rheinufer ab.

Preußische Zeit[Bearbeiten]

Die aus der Mairie 1816 hervorgegangene preußische Bürgermeisterei Königswinter im Kreis Siegburg (ab 1825 Siegkreis) umfasste die Gemeinden Honnef, Königswinter, Aegidienberg und Ittenbach. 1820 erhielt Königswinter ein sog. Postwärteramt im Bezirk des Postamts Bonn, zu dessen Zustellbereich bis 1849 auch Honnef gehörte (und Rhöndorf auch danach).[13] 1862 löste sich Honnef von der Bürgermeisterei und erhielt als Stadt seine Selbstständigkeit als eigene Bürgermeisterei Honnef. Königswinter erhielt 1889 die Stadtrechte. Die Gemeinden Aegidienberg und Ittenbach verblieben im Verwaltungsbereich der Bürgermeisterei, die nunmehr Königswinter-Land wurde. Der Bürgermeister der Stadt war in Personalunion auch Vorsteher der Landbürgermeisterei. Wohnplätze der Stadt Königswinter waren im Jahr 1885 Burghof, Dömchen, Drachenburg, Drachenfels, Elsigerfeld, Heidsfeld, Hirschburg, Kreuzmühle, Kuckstein, Liebesbrünnchen, Marienhöhe, Pottscheid, Rosenau, Rüdenet, Sonntagsmühle, Sprengfeld, Wintermühlenhof und Wülsdorferhof.[14]

Anfang des 19. Jahrhunderts war in Königswinter die einzige befestigte Straße die heutige Hauptstraße, an der man auch die ältesten Gebäude findet. Weinanbau, Forstwirtschaft, Steinbruch und eine Mine waren die Arbeitgeber. Der bereits im 18. Jahrhundert einsetzende und im 19. Jahrhundert sich verstärkende Fremdenverkehr erschloss dem Ort eine neue wirtschaftliche Grundlage. Insbesondere der Drachenfels wurde durch das romantische Gedicht "The Castled Crag of Drachenfels" Lord Byrons bekannt und seitdem von britischen Reisenden auf der Grande Tour aufgesucht. Weitere Berühmtheit erlangte der Drachenfels auch durch die Ende des 18. Jahrhunderts wiederentdeckte und von dem Bonner Germanisten Karl Simrock aus dem Mittelhochdeutschen übersetzte Nibelungensage. Simrock verknüpfte die Erschlagung des legendären Drachen durch Siegfried mit dem Drachenfels. 1827 wurde die Dampfschifffahrt auf dem Rhein aufgenommen. Bereits 1833 gab es auf dem Drachenfels ein Gasthaus.[15] Als 1841 Bürgermeister August Mirbach sein Amt antrat, war sein Ziel, die touristischen Möglichkeiten des Siebengebirges weiter zu nutzen. Als eine der ersten Maßnahmen wurde 1861 im Nachtigallental (zuvor „Menessiefen“ genannt) eine Promenade angelegt, im Laufe des Jahrzehnts kam es zu einer Wiederbelebung des zuvor ins Stocken geratenen Tourismus.[16]:118 Da der Aufstieg zum Drachenfels vor allem am Anfang sehr steil und die Hilfe von Eseln unbequem war, versuchte Mirbach, die Technik des 19. Jahrhunderts zu nutzen. Nach einiger Zeit konnte er eine Firma für das Projekt Drachenfelsbahn gewinnen, die am 17. Juli 1883 eröffnet wurde.

1889 wurde mit der Petersbergbahn eine zweite Zahnradbahn eröffnet. Mit dem Bau der Bahnen kam der Massentourismus in die Stadt. Am Rheinufer entstanden zusätzlich zu dem bereits 1838 errichteten Europäischen Hof (Abbruch 1972)[17] in enger Aneinanderreihung einige große Hotelbauten (zum Teil Palasthotels), darunter der Düsseldorfer Hof, das Hotel Monopol (heute Loreley), das Hotel Germania, der Kölner Hof und der Berliner Hof, die den bisherigen Rahmen einer Kleinstadt überwanden und zu einer städtebaulichen Neuausrichtung Königswinters auf den Rhein führten. Industrie siedelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts an: das Stella-Werk. 1919 gründete Paul Lemmerz seine Felgenfabrik, die sich heute von der Altstadt bis nach Niederdollendorf erstreckt und immer noch das wichtigste Unternehmen der Stadt ist. Seine Brüder Franz und Simon Lemmerz besaßen eine Automatenfabrik, die heute in der dritten Generation existiert. Eine weitere Gründung aus den 1920er Jahren ist die Zera.

Westfalenhof, Offiziers-Quartier französischer Besatzungstruppen

Nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 gehörte Königswinter (inkl. eines Großteils des heutigen Stadtgebietes) zunächst zum unbesetzten Gebiet im Rheinland. Die Grenze zur fünfjährigen Besatzungszone verlief zwischen Oberkassel und Oberdollendorf. Infolge des Ruhrkampfs wurde auch Königswinter am 25. Februar 1923 als Teil des sog. „Einbruchsgebiets“ im südlichen Siegkreis und nördlichen Kreis Neuwied von französischen Truppen besetzt. Im Westfalenhof richteten sie ein Offiziers-Quartier ein. Der Bürgermeister von Königswinter (Josef Clever) wurde am 6. April verhaftet und nach Bonn ins Gefängnis gebracht, die Amtsgeschäfte nahm anschließend sein Stellvertreter Liedgens wahr. Während der Besatzungszeit wurde in Königswinter ein französischer Ortskommandant, dem Kreisdelegierten in Siegburg unterstellt, eingesetzt. Nach der Londoner Konferenz kam es am 17. November 1924 zur Räumung des Einbruchsgebiets durch die Besatzung und zur Wiedereinsetzung des Bürgermeisters Clever.[18][19][20]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung Königswinters maßgeblich durch die Deutsche Arbeitsfront (DAF) und deren Unterorganisation Kraft durch Freude (KdF), die den Fremdenverkehr prägte, bestimmt. Der DAF-Leiter Robert Ley richtete in der Villa Leonhart am Nordrand der Altstadt seine Dienstvilla ein. Ein bisheriges gewerkschaftliches Tagungszentrum und Erholungsheim (heutiges Adam-Stegerwald-Haus) im Süden von Königswinter wurde zur Landesführerschule der DAF umfunktioniert. Im Umkreis dieser Führerschule sollte ein großes Erholungsheim mit einer Kapazität von 6.000 Betten entstehen. Die Planungen kamen nicht mehr zur Verwirklichung, führten aber in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre zum Abriss zahlreicher Villen und Häuser zwischen Hauptstraße und Rheinallee (heutiges Gelände des Maritim-Hotels). Das Schloss Drachenburg diente, 1940 ebenfalls in den Besitz der DAF gefallen, ab 1941/42 als „Adolf-Hitler-Schule“.[16]:106[21]

Im Zweiten Weltkrieg blieb Königswinter von Bombenangriffen weitgehend verschont. Allerdings wurde die Stadt am 22. April 1944 zum Ziel eines Luftangriffs, bei dem schwere Zerstörungen im nördlichen Siedlungsgebiet angerichtet wurden. In der damaligen Hindenburgstraße (heute Generalkonsul-von-Weiß-Straße) erhielt ein Haus einen Treffer. Zerstört wurde auch das Hotel Berliner Hof, nur beschädigt das Hotel Europäischer Hof.[22]:105 Das Gelände blieb unbebaut und wurde zu einer Gartenanlage, dem Berliner Platz, umgebaut. Heute steht an dieser Stelle das Sea Life Center Königswinter.

Königswinter nach 1945[Bearbeiten]

Altes Rathaus Königswinter mit dem bis 1969 gültigen Wappen

Nach der Entscheidung von Parlamentarischem Rat und Bundestag für Bonn als vorläufigen Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland wurde Königswinter Teil der neuen „Hauptstadtregion“.[23] 1948/49 kam hier die CDU/CSU-Fraktion des Parlamentarischen Rates unter.[24] Der Petersberg erlangte ab 1949 als Sitz der Alliierten Hohen Kommission (AHK) große Berühmtheit. Hier wurde das „Petersberger Abkommen“ geschlossen, das als erster Schritt der Bundesrepublik zu einem eigenständigen Staat gewertet wird. Für Mitglieder der britischen Hochkommission entstanden in Königswinter nach einer vorhergehenden Beschlagnahme von Grundstücken (durchgeführt zwischen Mai und Juli 1951) 19 Wohnhäuser.[25] Die Stadt gehörte von 1949 bis 1955 der Enklave Bonn an, ein der AHK unterstehendes Sondergebiet um den Regierungssitz. Am 11. Mai 1950 wurde in Königswinter die CDU auf Bundesebene gegründet.[26]

1954/55 entstand am nordöstlichen Ende der Altstadt das stadtbildprägende siebengeschossige Verwaltungsgebäude der damaligen Lemmerzwerke.[27]

1967 hatte Königswinter 5.974 Einwohner, von denen 47 in der Land- und Forstwirtschaft, 1.237 im verarbeitenden Gewerbe und 1.094 im Dienstleistungsbereich tätig waren. 881 Auspendlern standen 2.667 Einpendler gegenüber. In industriellen Arbeitsstätten waren 3.887 Personen beschäftigt. An öffentlichen Einrichtungen waren 1967 vorhanden: 2 Volksschulen, eine Realschule, ein Gymnasium, ein Freibad, ein Sportplatz, 2 Turnhallen, 2 Kindergärten und 2 Büchereien.[15]

Im Zuge der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn wurden am 1. August 1969 die Gemeinde Ittenbach aus dem Amt Königswinter-Land, die Gemeinden Heisterbacherrott, Niederdollendorf und Oberdollendorf aus dem Amt Oberkassel sowie die Gemeinden Oberpleis und Stieldorf (ohne die Orte Birlinghoven, Hoholz, und Ungarten) aus dem Amt Oberpleis mit der Stadt Königswinter zur neuen Stadt Königswinter zusammengelegt.[28]

In Königswinter befanden sich in der Zeit Bonns als Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland folgende diplomatische Vertretungen: ab Anfang der 1950er-Jahre die Residenz der Botschaft von Pakistan (Villa Leonhart), in den 1950er- und 1960er-Jahren die Residenz der Botschaft von Indonesien (Haus Felseck), in den 1970er-Jahren die Residenz der Botschaft von Bangladesch (Villa Am Lessing 6) und ab etwa 1990 die Kanzlei der Botschaft von Laos (ebenfalls Villa Am Lessing 6). Im Zuge der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin (1999) wurden die bis zuletzt bestehenden Botschaftsstandorte von Laos und Pakistan in Königswinter aufgegeben. Direkt auf der anderen Seite des Rheins befand sich die US-amerikanische Botschaft. Diesen Umstand nutzte am 13. Februar 1991 ein Kommando der RAF und schoss einige Male von dem Grundstück der leerstehenden Villa Von-Weiß-Straße 8 am Rheinufer aus auf das amerikanische Botschaftsgebäude, wobei nur Sachschaden entstand.

1991 wurde in der Königswinterer Altstadt eine Fußgängerzone eingerichtet. Der spätestens seit den 1990er-Jahren immer mehr abnehmende Tagestourismus z.B. aus den Niederlanden und dem Ruhrgebiet nach Königswinter, der vor allem vom Drachenfels angezogen wurde, führte in und um die Altstadt zu großen Veränderungen. Zahlreiche Hotels und Tanzlokale wurden seitdem geschlossen, einer neuen Verwendung zugeführt oder abgerissen. Die Stadt unternahm Anstrengungen, die Altstadt aufzuwerten und ließ sie 2004 als Sanierungsgebiet ausweisen. Die Drachenfelsbahn erhielt 2005 eine neue Talstation. Im Vorfeld der Regionale 2010 investierten Stadt und Land in die Neugestaltung des Aufstiegs zum Drachenfels. Neben einer Modernisierung der Wege und Plätze tragen zur Attraktivitätssteigerung auch die Restaurierung von Schloss Drachenburg inkl. Park (1995–2011) sowie die Neugestaltung des Gipfelplateaus inkl. der Niederlegung des Restaurants aus den 1970er-Jahren (2010–2012) bei.[29]

Bahnhof der Zahnradbahn Königswinter 1883

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

In den vergangenen Jahren stieg die Einwohnerzahl Königswinters wie im gesamten Rhein-Sieg-Kreis stark an, 2003 lag die Bevölkerung um 9,1 Prozent höher als 1996. Nach einer Prognose der Bertelsmann Stiftung soll sich diese Entwicklung fortsetzen, sie rechnet mit einer Zunahme bis 2020 um 8,1 Prozent. Das Wachstum ist hauptsächlich durch die Ausweisung einer wachsenden Zahl von Baugebieten im Bergbereich bedingt, wobei Nachbarstädte Königswinter vorwerfen, durch starkes Wachstum in unzureichend erschlossenen Gebieten in der ganzen Region Verkehrsprobleme zu schaffen und Zersiedelung zu betreiben. Einwohnerzahlen (bis 1970 umgerechnet auf den heutigen Gebietsstand):

Datum Einwohner
1816 7.786
1905 14.907
1925 16.596
1939 16.753
Datum Einwohner
1946 21.501
1961 26.209
1970 31.106
1980 33.041
Datum Einwohner
1987 33.783
1990 35.013
1992 35.916
1995 37.341
Datum Einwohner
2003 40.356
2005 41.268
2010 40.993
2013 39.976

Petersberg[Bearbeiten]

Petersberg mit Bundesgästehaus
Hauptartikel: Petersberg (Siebengebirge)

Das Gästehaus auf dem Petersberg war nach der Ansiedlung der Bundesregierung in Bonn zur Residenz der Staatsgäste geworden. Dort wurde 1949 auch das Petersberger Abkommen unterzeichnet, das Königswinter einen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte. Den Angehörigen der Alliierten Hohen Kommission auf dem Petersberg war die kostenlose Benutzung der Rheinfähre Königswinter–Mehlem gestattet, deren Kapazität dafür zur Hälfte reserviert war.[30] Nach einer zwischenzeitlichen Schließung erwarb der Bund 1979 das Gebäude und ließ es von 1985 bis 1990 aufwändig umbauen. Dort werden gelegentlich bedeutende internationale Konferenzen, wie 2001 und 2002 die Afghanistan-Konferenz ausgerichtet. Bei Bedarf wird dann die Zufahrtsstraße gesperrt. Durch die Tagungen in dem bundeseigenen Gebäude wurde der Name der Stadt international bekannt. Das 5-Sterne-Hotel auf dem Berg wird außerhalb der Nutzung für größere Tagungen auch privat genutzt. Manchmal kommt es bei bedeutenderen Ereignissen zu Protesten am Petersberg und in Königswinter.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Königswinter[Bearbeiten]

Wettbewerbsentwurf für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal von Georg Frentzen, 1890

1890 entschied der Rheinische Provinziallandtag, ein Denkmal für den zwei Jahre zuvor verstorbenen Kaiser Wilhelm I. zu errichten. Als Standort waren Koblenz als Sitz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz und das Siebengebirge im Gespräch. Es gab nur eine knappe Mehrheit für das Siebengebirge, deshalb überließ man die Entscheidung Kaiser Wilhelm II. Dieser entschied im März 1891, dass das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Koblenz gebaut werden sollte. Für das Denkmal in der Region des Siebengebirges gab es zahlreiche Vorschläge, von einigen sind Entwurfszeichnungen erhalten. Standorte sollten danach der Drachenfels, der Hardtberg, aber auch die Insel Grafenwerth sein. Die Entscheidung für Koblenz wurde in Königswinter bedauert. Das Denkmal in Koblenz wurde 1945 zerstört, das Deutsche Eck zum Mahnmal für die deutsche Einheit umgewandelt. Als ein Koblenzer Geld für die Wiedererrichtung zur Verfügung stellte, entbrannte in Koblenz, aber auch überregional ein Streit um die Aufstellung und insbesondere um die Person Kaiser Wilhelms, der als „Kartätschenprinz“ 1848 die Revolution bekämpft hatte. Der damalige Königswinterer Bürgermeister bot an, das Denkmal im Siebengebirge zu errichten, so wie es ursprünglich einmal überlegt worden war. Letztendlich erfolgte die Wiederaufstellung dann doch in Koblenz.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[31]
 %
40
30
20
10
0
39,36
23,04
20,68
7,97
5,21
3,74
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-3,05
+5,50
+9,44
-1,43
-4,99
+1,08
-6,55

Königswinter ist eine mittlere kreisangehörige Stadt und nimmt als solche zusätzliche Aufgaben wahr.[32]

Stadtrat[Bearbeiten]

Die 52 Sitze des Rats der Stadt Königswinter verteilen sich wie folgt:

(Stand: 25. Mai 2014)

Die vormalige Koalition aus CDU und FDP hat durch die Kommunalwahl 2014 die Mehrheit im Stadtrat verloren.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zeitraum Bürgermeister
1808–1814 Clemens August Freiherr von Schall
1814–1835 Clemens August Schäfer
1835–1841 Georg Karl Bülle
1841–1890 August Mirbach
1890–1909 Fritz Kreitz
1909–1933 Josef Clever
1933 kom. Ludwig Buttlar
1933–1938 Heinrich Lorenz
1938–1944 August Müller
1944–1945 Paul Wilhelm Müller
1945 Jakob Mehlkop
1945–1949 Peter Liedgens
1949–1952 Wilhelm Kirfel
1952–1956 Wilhelm Peerenboom
1956–1961 Heinrich Reingen
1961–1969 Richard Faßbender
1969–1990 Günther Hank
1990–1999 Herbert Krämer
seit 1999 Peter Wirtz

Der Bürgermeister der Stadt Königswinter hat seit etwa 1990 seinen Amtssitz im Haus Bachem, das dem Rathaus gegenüberliegt.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Königswinter
Blasonierung:

„Das Wappen zeigt in Rot eine silberne Torburg mit zwei dreifenstrigen Zinnentürmen und einem spitzbogigen Tor, das durch ein goldenes Fallgitter etwa zur Hälfte ausgefüllt wird. Zwischen den Türmen schwebt ein großes Schild, der auf gespaltenem Feld in Silber vorne einen linksgewendeten, doppelschwänzigen, blaugekrönten, -bezungten und -bewehrten roten Löwen, hinten ein durchgehendes Schwarzes Kreuz zeigt.“[34]

Beschreibung:

Das Wappen zeigt die Stadtmauern von Königswinter. Das Kreuz symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln, der Löwe ist Symbol des Herzogtums Berg, dem große Teile Königswinters angehörten. Das Wappen in seiner jetzigen Form wurde offiziell am 6. Juni 1972 vom damaligen Kölner Regierungspräsidenten zum Königswinterer Stadtwappen erklärt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Königswinter unterhält eine Städtepartnerschaft mit North East Lincolnshire (früher: Cleethorpes) in England und mit Cognac in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Drachenburg
Eingangsseite von St. Remigius
Christuskirche mit Pfarrhaus

Museen[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Königswinter liegt am und im Siebengebirge, dem ältesten Naturschutzgebiet in Deutschland.

Da der nahe Heisterbacherrott gelegene Weilberg als Steinbruch genutzt wurde, kann die Erdgeschichte etwa 30 Millionen Jahre zurückverfolgt werden.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der Erntedankzug am Winzerfest (Stiftungsfest der Sankt Sebastianus Junggesellen Schützenbruderschaft 1604)
  • Kunsttage Königswinter (April)[35]
  • Maifest in Oelinghoven (1. Mai)
  • Rhein in Flammen: am 1. Samstag im Mai. Großfeuerwerke und Schiffsrundfahrt von Linz am Rhein entlang Erpel, Unkel, Remagen, Rheinbreitbach, Rheininsel Nonnenwerth bei Bad Honnef, Bad Godesberg, Königswinter zur Bonner Rheinaue bei Bonn.
  • Kirchenchorfest in Ittenbach (Mai)
  • Pfingstkirmes in Römlinghoven
  • Pfingstfest in Stieldorferhohn
  • Jassekirmes in Niederdollendorf (Fronleichnam)
  • Kinderfest in Oelinghoven (Juni)
  • Schützenfest (St. Sebastianus Schützenbruderschaften, alle zwei Jahre. Zuletzt im Mai 2012)
  • Kirmes in Oberdollendorf (St. Laurentius, August)
  • Weiherfest in Heisterbacherrott (August)
  • Waldfest im „Heestern Bösch“ (August, Männerchor Quirrenbach)
  • Kirmes in Eudenbach (Mitte September)
  • Kirmes in Niederdollendorf (St. Michael, September)
  • Erntedankfest in Oelinghoven (Ende August/Anfang September)
  • Erntedankfest in Vinxel (September)
  • Kirmes in Ittenbach (Hl. Lukas September/Oktober)
  • Winzerfest (Fr.-Mo., immer um den ersten Sonntag im Oktober)

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Stadt Königswinter sind (Stand: September 2013) 412 bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen als Baudenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Sie sind in der Denkmalliste der Stadt Königswinter eingetragen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Brücke der Landesstraße 331 mit Anschlussstelle zur B 42 und Blick auf Petersberg (2006)

Die Tallage von Königswinter ist mit den Anschlussstellen Königswinter und Königswinter-Oberdollendorf über die vierstreifige Bundesstraße 42 angebunden und verfügt damit über eine direkte Verbindung zur angrenzenden Bundesstadt Bonn und über die sich anschließende Flughafenautobahn A 59 nach Köln. Die südliche Nachbarstadt Bad Honnef wird ebenfalls über die Bundesstraße erreicht, die danach in Richtung Unkel zweispurig ausgebaut ist. Die B 42 verläuft in der Ortslage von Königswinter als Hochstraße am Siebengebirgshang und überspannt den Ostrand der Altstadt auf der etwa 600 m langen Drachenbrücke und der anschließenden kleineren Nachtigallenbrücke.

Im Bergbereich gibt es einen direkten Zugang zur sechsspurigen A 3 über die Anschlussstelle Siebengebirge (Nr. 33). Man erreicht sie vom Talbereich über die Landesstraße 331 (Stadtkern) und über die Landesstraße 268 (Oberdollendorf), die durch das Siebengebirge führen.

Insgesamt sind die durch Königswinterer Stadtgebiet führenden Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) 61 km lang.

In der Stadt sind 25.801 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 22.134 Pkw.[36]

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Königswinter
Eisenbahn[Bearbeiten]

Königswinter liegt an der rechten Rheinstrecke (KBS 465) mit zwei Bahnhöfen im Stadtgebiet: einen am Rand der Altstadt von Königswinter und einen weiteren in Niederdollendorf. Beide werden von den im Halbstunden-Takt verkehrenden Regionalverkehrslinien RE 8 (Rhein-Erft-Express) und RB 27 (Rhein-Erft-Bahn) bedient, die Richtung Köln und Koblenz fahren. Seit Juni 2004 ist Königswinter über die Linie RE 8 über die neu gebaute Flughafenschleife auch an den Flughafen Köln/Bonn angebunden.

Das 1870 erbaute Empfangsgebäude des Bahnhofs Königswinter gehörte zuletzt der Stadt und wurde Ende 2012 verkauft.

Stadtbahn[Bearbeiten]
Stadtbahnhaltestelle Longenburg – CJD Königswinter

Die Siebengebirgsbahn (Stadtbahnlinie 66) der SSB fährt Richtung Bad Honnef bzw. Siegburg über Bonn und Sankt Augustin. Im Altstadtbereich verläuft die Trasse längs des Rheinufers, in Oberdollendorf führt sie durch einen Tunnel; auf dem Stadtgebiet gibt es sechs Haltestellen. Die Linie verkehrt tagsüber montags bis freitags im 20-Minuten-Takt, ansonst im 30-Minuten-Takt. Im Berufsverkehr wird sie teilweise auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Weiter nördlich auf der Strecke RamersdorfBonn HauptbahnhofSiegburg wird tagsüber montags bis freitags ständig im 10-Minuten-Takt gefahren. Bei besonderen Veranstaltungen werden von Bonn kommende Sonderzüge bis zur Abstellanlage Oberkassel Süd/Römlinghoven eingesetzt. Sofern in Königswinter das Rheinufer wegen Hochwassers gesperrt ist, verkehrt die Linie 66 je nach Grad der Überflutung bis zu den Haltepunkten Clemens-August-Straße, Longenburg (CJD Königswinter) bzw. Oberdollendorf; auf der restlichen Strecke wird ein Schienenersatzverkehr angeboten.

Bus[Bearbeiten]

Die Verbindung in die Berglagen wird durch mehrere Buslinien teilweise wechselnder Linienführung hergestellt, wobei die Linien 520 und 521 die wichtigsten sind.

Verkehrsverbund[Bearbeiten]

Königswinter gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) an.

Fahrrad[Bearbeiten]

An Rheinpromenade (Altstadt) und -ufer entlangführen besonders im Sommer häufig genutzte und ausgebaute Rad- und Fußwege in Richtung Bonn. Zum Süden hin sind die Radwege noch bis Erpel in unmittelbarer Rheinnähe, im weiteren Verlauf führen sie dem Berg zugewandt neben der B 42 entlang.

Rheinfähren[Bearbeiten]

Die Autofähren im Bereich der Altstadt (Rheinfähre Königswinter) und in Niederdollendorf (Auto-Schnellfähre Bad Godesberg–Niederdollendorf) ermöglichen das Übersetzen nach Bonn-Mehlem bzw. Bonn-Bad Godesberg.

Tourismus[Bearbeiten]

Außenansicht des Sea Life Königswinter

Königswinter ist mit dem Siebengebirge ein beliebter Tourismusort. Neben dem Kottenforst ist es das wichtigste Fremdenverkehrsziel und Naherholungsraum für die Bewohner der Region Bonn/Rhein-Sieg und hat auch überregional Bedeutung. Mit Drachenfels, Großem Ölberg und Petersberg liegen auf dem Stadtgebiet neben Bad Honnef mit der Löwenburg die touristisch wertvollsten Berge des Naturparks. Die Rheinpromenade ist im Sommer hochfrequentiert, weshalb es dort viel Gastronomie gibt. Seit 2005 beherbergt die Stadt auch das Sea Life Königswinter. Das Schloss Drachenburg hat einen Haltepunkt an der Drachenfelsbahn. Das Lemmerz-Freibad am Sauren Berg (1952/53) ist aufgrund seiner Lage unterhalb des Drachenfels mit Blick ins Rheintal ebenfalls ein beliebtes Reiseziel.

Königswinter liegt am 2003 begründeten Fernwanderweg Rheinsteig.

Seit Mai 2009 führt die bundesweit von der Ostsee bis zum Bodensee verlaufende Deutsche Alleenstraße im Abschnitt 10 durch das Stadtgebiet von Königswinter.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Zu den bedeutenden Unternehmen in Königswinter gehören:

  • B+R Maschinenbau GmbH – Blasform- und Rationalisierungtechnik für Kunststoffteile
  • Brähler ICS Konferenztechnik AG – Konferenztechnik in Königswinter-Oberpleis
  • Brune GmbH – Möbelfabrik in Königswinter-Oberpleis
  • Dinova GmbH & Co. KG – Hersteller von Farben in Königswinter-Oberdollendorf
  • C. Gerhardt GmbH & Co. KG – Hersteller von Laborgeräten in Königswinter-Oberdollendorf, gegründet 1846
  • Hayes Lemmerz – Felgen-Hersteller (Altstadt und Niederdollendorf)
  • Heel Verlag – Gut Pottscheidt bei Königswinter
  • IUL Instruments GmbH, Vertrieb von Laborgeräten, Königswinter-Ittenbach
  • Jass Baubedarf GmbH & Co. KG – Baustoffe (Altstadt)
  • KMA Umwelttechnik GmbH – Hersteller von Luftabsauganlagen und Abluftreinigungsanlagen (Ruttscheid)
  • Limbach Flugmotoren GmbH & Co. KG – Motoren für Kleinflugzeuge
  • RHI Didier – Feuerfestmaterialien (Niederdollendorf)
  • Schlund Electronic, A.M. Schlund – Tonstudios – Videoproduktion – Ü-Wagen – Ü-Wagen-Technik, Beschallung (Niederdollendorf)
  • Twintec GmbH – Hersteller für Rußfilter und Katalysatoren (Ruttscheid)
  • Vodafone, Seminar- und Tagungszentrum (in und an der Hirschburg), seit 2003[37]
  • WW-K Warmwalzwerk Königswinter GmbH
  • Zera GmbH – Zählerprüfeinrichtungen (Altstadt)

Vereinigungen, Verbände und sonstige Institutionen[Bearbeiten]

Aufgrund der räumlichen Nähe zur Bundesstadt Bonn sind in Königswinter zahlreiche überregionale Verbände und Institutionen ansässig, darunter:

Von 1984 bis 1999 war der Margarethenhof im Ortsteil Margarethenhöhe Sitz der Friedrich-Naumann-Stiftung, einer FDP-nahen Stiftung.

Wählervereinigungen[Bearbeiten]

Königswinterer Wählerinitiative

Die Wählergruppe Königswinterer Wählerinitiative (KöWI), eine Abspaltung von Bündnis 90/Die Grünen,[38] ist ein eingetragener Verein und seit Mai 2009 eine Fraktion im Stadtrat.[39] Bei der Kommunalwahl im August 2009 erzielte die Wählerinitiative 11,2 % der Stimmen und zog mit fünf Mitgliedern in den Stadtrat ein. Durch spätere Zusammenschlüsse mit der Fraktion der Freien Wähler Königswinter[40] und einem ehemaligen FDP-Fraktionsmitglied im Jahr 2013 kamen drei weitere Ratsherren hinzu. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erreichte KöWI mit 20,68 % elf Mandate.[41]

Freie Wähler Königswinter

Die Wählergruppe Freie Wähler Königswinter (FWK) wurde am 8. April 2009 als nicht eingetragener Verein gegründet.[42] Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 erzielten die Freien Wähler einen Anteil von 6,5 % und damit drei Mandate. Eines der Ratsmitglieder verließ nach der Wahl die Fraktion und schloss sich später der Fraktion Freie und Linke an, die übrigen Fraktionsmitglieder wechselten am 7. Juli 2013 in die Königswinterer Wählerinitiative.[43]

Fraktion Freie und Linke Königswinter

Die Fraktion Freie und Linke Königswinter (FFL) ist ein am 10. März 2010 gegründeter Zusammenschluss zweier fraktionsloser Ratsmitglieder, die ursprünglich über die Listen der Freien Wähler Königswinter bzw. Linken in den Stadtrat gewählt wurden.[44]

Medien[Bearbeiten]

  • 1873–1941: Echo des Siebengebirges
  • 1963–2004: Siebengebirgszeitung
  • 1996–1998: Königswinterer Zeitung
  • seit 1996: Oberhau-aktuell e. V.
  • 2010–2012: KönigswinterDirekt (Internetzeitung)
  • General-Anzeiger mit Lokalausgabe „Honnefer Volkszeitung“

Der weithin sichtbare Sendemast auf dem Königswinterer Großen Ölberg versorgt die Siebengebirgsregion und die Bundesstadt Bonn mit Radioprogrammen und sendet auf den Frequenzen für den Mobilfunk. Seit 2004 strahlt der Sendemast auf dem Bonner Venusberg das digitale Antennenfernsehen DVB-T aus.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

  • Königswinter (Johann-Lemmerz-Grundschule)
  • Niederdollendorf (Longenburgschule)
  • Oberdollendorf
  • Heisterbacherrott (Stenzelbergschule)
  • Stieldorf (Grundschule am Lauterbach)
  • Ittenbach (Katholische Grundschule Ittenbach)
  • Oberpleis (Grundschule Sonnenhügel)
  • Eudenbach

Förderschulen[Bearbeiten]

  • Drachenfelsschule (Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen)

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Sonstige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • VHS Siebengebirge
  • Musikschule der Stadt Königswinter
  • Studienhaus für keltische Sprachen und Kulturen
  • Arbeitnehmerzentrum Königswinter (Bildungswerk)

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Gericht[Bearbeiten]

In Königswinter hat ein Amtsgericht seinen Sitz, das für die Städte Königswinter und Bad Honnef zuständig ist. Es gehört zum Bezirk des Landgerichtes Bonn.

Post[Bearbeiten]

Eine Postexpedition wird in Königswinter im Jahre 1808 erwähnt, 1817 eine Postwärterei. Die 1825 genannte Postexpedition wird 1863 zur Postexpedition 1. Klasse. 1871 gibt es eine Postverwaltung, 1876 wird sie zum Postamt 2. Klasse und 1901 schließlich zum Postamt 1. Klasse erhoben.

Ab 1880 existierte auf dem Drachenfels eine Postagentur, die nur im Sommer geöffnet war. Heute gibt es sie nicht mehr.

In Ittenbach bestand seit 1904 eine Postagentur.

In Oberdollendorf gibt es seit 1871 eine Postexpedition, die 1876 zum Postamt 3. Klasse wird.

Im Bereich der Stadt Königswinter gibt es heute nur noch Postagenturen. Sie befinden sich in den Stadtteilen Altstadt, Berghausen, Ittenbach, Oberdollendorf, Oberpleis, Stieldorf und Thomasberg.

Agentur für Arbeit[Bearbeiten]

Die früher in Königswinter-Altstadt gelegene Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Bonn befindet sich heute im Stadtteil Oberdollendorf.

Krankenhaus[Bearbeiten]

Seit 1845 verfügte Königswinter über ein dem heiligen Josef geweihtes Krankenhaus im Tomberger Hof, das 1910 in den neuerrichteten Standort an der Bismarckstraße verlegt wurde. Ab 1980 wurde es von der (katholischen) CURA gGmbH gemeinsam mit dem Katholischen Krankenhaus im Siebengebirge in Bad Honnef betrieben und 2011 zu Gunsten letzteren geschlossen. Im Jahr 2013 wurde das Gebäude bis auf eine denkmalgeschützte Kapelle abgerissen. An dessen Stelle wird das Seniorenzentrum Katharina errichtetet.[45]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

In Königswinter geboren[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Stadt[Bearbeiten]

Königswinter in der Weltliteratur[Bearbeiten]

Königswinter war während der englischen Rheinromantik-Reisewelle der 1830er Jahre ein beliebtes Reiseziel und ist dadurch in die englische Literatur eingegangen. Königswinter und Nonnenwerth (ebenso Aachen, Köln, Wiesbaden und u. Ems) werden namentlich in dem 1847 erschienenen gesellschaftkritisch-satirischen Roman mit dem zum Sprichwort gewordenen Titel „Vanity Fair“ (Jahrmarkt der Eitelkeit) von William Makepeace Thackeray genannt (Kap. LXII mit der Originalüberschrift „Am Rhein“).

Der Bestseller-Autor John le Carré lebte in den 1960er Jahren in Königswinter und verfasste nach eigenen Aussagen in diversen Fernseh- und Presseinterviews sein bekanntestes Buch „Der Spion, der aus der Kälte kam“ in Königswinter, u. a. auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle auf der Rheinfähre zwischen Niederdollendorf und Bad Godesberg, wo er zu dieser Zeit in der Britischen Botschaft tätig war. In seinem Werk „Eine kleine Stadt in Deutschland“ wird Königswinter mehrfach erwähnt, ist Schauplatz und Kapitelüberschrift.[46]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Menden: Königswinter in alten Ansichten. 2 Bd., Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1981, ISBN 90-288-1305-5.
  • Heinz Friedrich Schulz: Zeittafel zur Geschichte der Stadt Königswinter mit ihren Stadtteilen und dem Siebengebirge. Königswinter in Geschichte und Gegenwart, Heft 2, Königswinter 1986.
  • Angelika Schyma: Stadt Königswinter. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmäler im Rheinland, Band 23.5.) Rheinland-Verlag, Köln 1992, ISBN 3-7927-1200-8.
  • Manfred van Rey: Königswinter im Mittelalter. Königswinter in Geschichte und Gegenwart, Heft 5, Königswinter 1994.
  • Jean Assenmacher: Meine kleine Welt – Liebeserklärung an eine Stadt. Mit Zeichnungen und Fotos des Verfassers. Herausgegeben vom Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e. V., Königswinter 1994.
  • Bruno P. Kremer: Das Siebengebirge. 2002, ISBN 3-87909-770-4.
  • Karl Josef Klöhs: Kaiserwetter am Siebengebirge. Königswinter 2003, ISBN 3-00-012113-7.
  • Dorothea F. Voigtländer: Geschichte und Geschichten vom Rhein – Vom Drachenfels zum Kaiserberg. 2. Auflage. Bad Honnef 2004, ISBN 3-87066-381-2.
  • Michael Vaupel, Patrick Sandro Nonn: Neulich in der Wirtschaft – Anekdoten aus Königswinter (Schnarchenswinter), Deutschland und der Welt. Engelsdorfer Verlag, 2007, ISBN 978-3-86703-290-2.
  • Ansgar S. Klein: Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus im Siebengebirge. Essen 2008, ISBN 978-3-89861-915-8.
  • Dieter Mechlinski: Der Geheime Regierungsrat Ottmar Edwin Strauss – Biografie eines vergessenen Königswinterer Mitbürgers. Herausgegeben vom Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e. V., 6. Auflage. Königswinter 2010.
  • Karl Schumacher: Die Mühlen im Heisterbacher TalWie sie klapperten vom Mittelalter bis zur Neuzeit --- Wasserwirtschaft, Historische Entwicklung, Mühlentechnik, Legenden und Gedichte, Prinzip-Lageplan. Hrsg.: Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e.V. 2., durchgesehene Aufl., Königswinter 2011. 120 Seiten.
  • Gabriele Wasser unter Mitarbeit von Dr. Josef Griese: Vom Rittergut zur landwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsstation – Die Geschichte des Hofes Frankenforst in Vinxel. Herausgegeben von Gabriele Wasser in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven e.V., Verlag: Kleines jüdisches Lehrhaus, Bonn 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Königswinter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Kommunalprofil Königswinter (PDF; 222 kB), Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen
  3. General-Anzeiger vom 18. September 2009
  4. ohne Nebenwohnsitze; Einwohnerstatistik der Stadt Königswinter (PDF; 36 kB)
  5. Ort ohne Menschen: In Kappesbungert lebt niemand mehr Artikel des General-Anzeigers vom 14. März 2013
  6. Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen: Verzeichnis der Gemarkungen (Stand 2005; PDF; 243 kB)
  7. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. 1.Bd./ Coblenz 1860, S. 125, 181, 817.
  8. Manfred an Rey: Königswinter im Mittelalter. Königswinter 1994, S. 9.
  9. a b Heinz Friedrich Schulz: Zeittafel zur Geschichte der Stadt Königswinter mit ihren Stadtteilen und dem Siebengebirge. Königswinter 1986, S. 6 ff.
  10. Peter H. Meurer: Die Kurköln-Karte des Cornelius Adgerus (1583). In: Rheinische Vierteljahrsblätter 48 (1984), S. 123–137.
  11. Uwe Schwarz: Köln und sein Umland in alten Karten. Von der Eifelkarte zur Generalstabskarte (1550 bis 1897). Emons Verlag, Köln 2005, ISBN 3-89705-343-8, S. 42, 43 (Dokumentation Karte 11, S. 117), S. 44, 45 (Dokumentation Karte 12, S. 118), S. 50, 51 (Dokumentation Karte 15, S. 121), S. 80, 81 (Dokumentation Karte 30, S. 136).
  12. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 61.
  13. Albert Weidenbach: Das Verkehrswesen im Raum Honnef in den letzten 100 Jahren. In: Bad Honnef am Rhein. Beiträge zur Geschichte unserer Heimatgemeinde anläßlich ihrer Stadterhebung vor 100 Jahren. Verlag der Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef 1962, S. 139.
  14. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen (PDF; 1,5 MB), Band XII Provinz Rheinland, Verlag des Königlich statistischen Bureaus (Hrsg.), 1888, S. 116.
  15. a b Der Rhein-Sieg-Kreis. Herausgeber: Oberkreisdirektor Paul Kieras, Stuttgart 1983, S. 275.
  16. a b Angelika Schyma: Stadt Königswinter. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmäler im Rheinland, Band 23.5.)
  17. Elmar Heinen: Königswinter in alten Ansichten. Band 1, Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1976/ 1981, DNB 997748389, Abb. 20.
  18. Dieter Lück: Rheinlandbesetzung. In: Nordrhein-Westfalen. Landesgeschichte im Lexikon, 1. Auflage, Patmos, Düsseldorf 1993, S. 341–343.
  19. Besetzte Gebiete Deutschlands, Preußisches Statistisches Landesamt 1925, S. 182/183
  20. Jens Klocksin: Separatisten im Rheinland, Bonn 1993, 41–64.
  21. Virtuelles Heimatmuseum Ittenbach
  22. Angelika Schyma: Stadt Königswinter.
  23. Franz Möller: Der Rhein-Sieg-Kreis im Spannungsfeld von Bund und Land, Rheinlandia Verlag, Siegburg 2006, ISBN 3-938535-20-2, S. 11.
  24. Franz Möller: Der Rhein-Sieg-Kreis im Spannungsfeld von Bund und Land, Rheinlandia Verlag, Siegburg 2006, ISBN 3-938535-20-2, S. 11.
  25. Helmut Vogt: Wächter der Bonner Republik. Die Alliierten Hohen Kommissare 1949–1955, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-70139-8, S. 99/100.
  26. Uni Magdeburg
  27.  Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 147/148.
  28.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 84.
  29. Regionale 2010 – Königswinter + Drachenfels (Verändert/repariert September 2012)
  30. Helmut Vogt: Wächter der Bonner Republik. Die Alliierten Hohen Kommissare 1949–1955, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-70139-8, S. 47, 222.
  31. Europawahl / Kommunalwahlen 2014. Stadt Königswinter, 25. Mai 2014, abgerufen am 8. September 2014.
  32. Verordnung zur Bestimmung der Großen kreisangehörigen Städte und der Mittleren kreisangehörigen Städte nach § 4 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen
  33. Hauptsatzung der Stadt Königswinter vom 31. Oktober 1999 (PDF; 37 kB), § 1 Absatz 3
  34. [33]
  35. Seite des Forum Palastweiher, Abruf 27. Februar 2012
  36. Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Mobilität in NRW. Daten und Fakten 2010
  37. Die Hirschburg ist als Tagungsort begehrt, General-Anzeiger, 25. September 2010
  38. Hansjürgen Melzer: Königswinterer Grüne spalten sich. In: General-Anzeiger Bonn online. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, 9. Mai 2009, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  39. Hansjürgen Melzer: Eine Fraktion namens Köwi. In: General-Anzeiger Bonn online. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, 13. Mai 2009, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  40. Hansjürgen Melzer: Köwis nehmen Freie Wähler auf. In: General-Anzeiger Bonn online. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, 7. Juni 2013, abgerufen am 3. Oktober 2013.
  41. Zweckverband kommunale Datenzentrale Westfalen-Süd: Vorläufiges Kommunalwahlergebnis der Stadt Königswinter, abgerufen am 10. Juni 2014.
  42. Satzung der Wählergemeinschaft Freie Wähler Königswinter, PDF-Datei, Stand 24. Juni 2009, abgerufen am 28. September 2012.
  43. Carsten Schultz: Das passt einfach. Königswinterer Ratsfraktionen von Köwi und FWK gehen zusammen. In: Bonner Rundschau Nr. 155 vom 8. Juli 2013. Verlag M. DuMont Schauberg, Köln 2013, S. 31.
  44. Öffentliche Niederschrift vom 22. März 2013 Stadtrat. (PDF; 22 kB) In: Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung Königswinter, 18. Mai 2010, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  45. Ein Krankenhaus verschwindet, Bonner Rundschau, 23. Mai 2013
  46. Kein Mensch weiß genau, wann aus schwarzem Geld weißes wird. Interview Dradio mit John le Carré