Lee Seung-hoon

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Lee Seung-hoon Eisschnelllauf
Lee Seung-hoon, 2012
Nation Korea SudSüdkorea Südkorea
Geburtstag 6. März 1988
Geburtsort SeoulSüdkorea
Karriere
Disziplin Eisschnelllauf
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
AM-Medaillen 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver 10.000 m
Silber 2010 Vancouver 5.000 m
Silber 2014 Sotschi Teamverfolgung
ISU Einzelstreckenweltmeisterschaften
Silber 2011 Inzell 5000 m
Silber 2013 Sotschi Teamverfolgung
EinzelstreckenasienmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2010 Obihiro 5.000 Meter
Gold 2010 Obihiro 1.500 Meter
Gold 2010 Obihiro 10.000 Meter
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2009/10
 Weltcupsiege 2
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 5000 Meter 1 0 0
 10000 Meter 0 1 2
 Teamwettbewerb 0 6 0
 Massenstart 0 0 1
letzte Änderung: 8. April 2013

Lee Seung-hoon (koreanisch 이승훈; * 6. März 1988 in Seoul) ist ein südkoreanischer Eisschnellläufer, der zuvor als Shorttracker aktiv war. Sein bisher größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille über 10.000 m bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, als er olympische Bestleistung lief. Neben einer olympischen Silbermedaille über 5.000 m gewann er bei den Asienmeisterschaften im Eisschnelllauf 2010 drei Goldmedaillen. Lee studiert derzeit an der Korea National Sport University.

Karriere[Bearbeiten]

Shorttrack[Bearbeiten]

Lee startete bereits in der Grundschule mit dem Shorttracken und setzte das Training trotz finanzieller Probleme der Eltern über die High School bis zur Universität fort. Seine erste internationale Medaille gewann er bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2005 in Peking, als er über 1500 m und 3000 m Bronze sowie mit der 5000-Meter-Staffel Silber gewann. Zwei Jahre später nahm er bei der Winter-Universiade 2007 in Turin teil und gewann Silber über die 1.000 m- und 3.000 m-Distanz sowie die Bronzemedaille über 1.500 m. Außerdem gewann er in der 5.000-Meter-Staffel die Goldmedaille. Bei den Shorttrack-Weltmeisterschaften 2008 im südkoreanischen Gangneung gewann er über 3000 m und erneut mit der 5.000-Meter-Staffel Gold.

Bei der Winter-Universiade 2009 in Harbin (China) gewann Lee über 1.000 m, 1.500 m und 3.000 m jeweils die Goldmedaille. Er ist damit nach Sung Si-bak, der 2007 fünf Goldmedaillen gewann, der erfolgreichste Shorttracker bei einer Universiade. Außerdem gewann er mit der 5.000-Meter-Staffel die Bronzemedaille.[1]

Da es in Südkorea sehr viele Shorttracker gibt, war der Konkurrenzkampf sehr hoch, sodass Lee trotz sehr guter Leistungen bei den letzten Wettkämpfen überraschend nicht für die südkoreanischen Meisterschaften im April 2009 nominiert wurde. Daraufhin entschloss sich Lee, vom Shorttrack zum Eisschnelllauf zu wechseln, der in Südkorea weniger populär ist.[2] Nachdem er in einem Vorentscheid den Favoriten Choi Geun-won besiegt hatte, wurde er ins südkoreanische Nationalteam aufgenommen.

Eisschnelllauf[Bearbeiten]

Seinen ersten größeren Wettbewerb im Eisschnelllauf bestritt Lee bei den Einzelstreckenasienmeisterschaften 2010 im japanischen Obihiro, wo er drei Goldmedaillen über 1.500 m, 5.000 m und 10.000 m gewann, wobei er jeweils eine persönliche Bestleistung aufstellte.

Nachdem Lee die Olympianorm erfüllt hatte, nahm er bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. Seinen ersten Wettkampf bestritt er über 5.000 m, wo er in einer Zeit von 6:16,95 min hinter dem Niederländer Sven Kramer die Silbermedaille gewann. Damit war Lee der dritte südkoreanische Eisschnellläufer, der bei olympischen Spielen einen Medaillenrang erreichte sowie der erste Asiate überhaupt, der eine olympische Medaille über eine Langstrecke gewann.[3]

Über 10.000 m lief Lee Seung-hoon im fünften von acht Paaren mit einer Zeit von 12:58,55 min olympischen Rekord. Im letzten Paar trat der Niederländer Sven Kramer gegen den Russen Iwan Skobrew an und führte in der Mitte des Rennens mit über vier Sekunden. Bei der Sieben-Kilometer-Marke wurde Kramer allerdings von seinem Trainer in eine falsche Bahn gewiesen und somit später von der Jury disqualifiziert, obwohl er im Ziel Lees Bestzeit noch einmal unterboten hatte. Daraufhin wurde dem Südkoreaner die Goldmedaille zuerkannt.[4]

Bei den siebten Winter-Asienspielen in Astana gewann Lee Seung-hoon die Goldmedaillen über 5.000 m und 10.000 m sowie Gold im Massenstart. In der Staffel wurde das südkoreanische Team um drei Hundertstel von Japan geschlagen, die einen neuen asiatischen Rekord aufstellten.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi war er erneut über 5.000 m und 10.000 m qualifiziert, konnte seine Erfolge aus Vancouver allerdings nicht wiederholen. Über 10.000 m erreichte er mit einer Zeit von 13:11,68 min den vierten Platz, bevor er schließlich gemeinsam mit Kim Cheol-min und Joo Hyong-jun die Silbermedaille in der Teamverfolgung gewann. Dieselbe Medaille hatte das Trio bereits bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2013 erreicht.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

Lee Seung-hoon hält derzeit folgende persönliche Bestzeiten im Eisschnelllauf (Stand: 2011[5]):

  • 500 m: 37,65 s (Harbin, China, 28. Dezember 2010)
  • 1.000 m: 1:23,90 min (Seoul, Südkorea, 1. Dezember 2001)
  • 1.500 m: 1:49,29 min (Obihiro, Japan, 10. Januar 2010)
  • 3.000 m: 3:50,80 min (Seoul, 4. Januar 2011)
  • 5.000 m: 6:14,67 min (Salt Lake City, USA, 12. Dezember 2009)
  • 10.00 m: 12:58,55 min (Richmond, Kanada, 23. Februar 2010) (OR)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Korea Times: Lee Seung-hoon Becomes Triple Gold Medallist, 24. Februar 2009
  2. Kurzinformationen über Lee Seung-hoon bei Reuters
  3. The Korea Times: Lee Seung-hoon Surprises With 5,000-Meter Silver Medal, 15. Februar 2010
  4. Der Spiegel: Trainer schickt Hollands Super-Eisschnellläufer in die falsche Spur, 24. Februar 2010
  5. Lee Seung-hoon in der SpeedSkatingBase