Korean Air

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Korean Air Lines
Das Logo der Korean Air
Ein Airbus A380-800 der Korean Air
IATA-Code: KE
ICAO-Code: KAL
Rufzeichen: KOREANAIR
Gründung: 1962
Sitz: Seoul, Korea SudSüdkorea Südkorea
Drehkreuz:

Seoul-Incheon

Heimatflughafen: Seoul-Incheon
Leitung: Cho Yangho (CEO)
Allianz: SkyTeam
Vielfliegerprogramm: SKYPASS
Flottenstärke: 149 (+ 45 Bestellungen)
Ziele: National und international

Korean Air ist eine südkoreanische Fluggesellschaft mit Sitz in Seoul und Basis auf dem dortigen Flughafen Incheon sowie Mitglied in der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Unternehmen[Bearbeiten]

Europäische Konzernzentrale, London

Die Fluggesellschaft wurde 1962 als Korean Air Lines/KAL gegründet, geht aber auf die Korean National Airlines von 1947 zurück. 1984 erfolgte die Umbenennung in Korean Air.

Die Flüge der Korean Air tragen das Kürzel bzw. den IATA-Code KE bzw. die Nummer 180, die als sog. Präfix der Ticketnummer vorangestellt ist. Bei internationalen Verbindungen werden die Flüge nach Korea mit geraden Nummern und die Flüge ins Ausland mit ungeraden Nummern bezeichnet.

Korean Air Cargo befördert Fracht zu 41 Zielen in 25 Ländern. Der Frachtbetrieb von Korean Air ist mit 7,982 Milliarden FTK (Fracht-Tonnen-Kilometer) als weltgrößter kommerzieller Frachtbetrieb einer Fluggesellschaft eingestuft worden. Damit verteidigt Korean Air zum zweiten Mal in Folge die Spitzenposition im internationalen Cargogeschäft. Seit 1993 behauptet sich die asiatische Fluggesellschaft als einer der drei größten Luftfrachtdienstleister. (Stand: 29. Juni 2006, Quelle: Korean Air). Im April 2013 übernahm das Unternehmen die knapp 44 % Anteile der tschechischen Konsolidierungsagentur an Czech Airlines für umgerechnet 2,6 Mio. Euro.[1]

Ziele[Bearbeiten]

Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 대한 항공
chinesische Schriftzeichen: 大韓航空
Revidierte Romanisierung: daehan hanggong
McCune-Reischauer: taehan hanggong

Heimatbasis und wichtigstes Drehkreuz ist Incheon International Airport, der internationale Flughafen von Seoul. Von hier aus werden weltweite Ziele angeflogen. Die wichtigsten europäischen Ziele sind Frankfurt am Main, Paris und London, diese Destinationen werden täglich mit einer Boeing 747-400 oder einer 777-300ER angeflogen. Frankfurt wird seit dem 26. März 2012 täglich mit einer A380 bedient. Weitere europäische Ziele sind Prag, Amsterdam, Rom, Zürich, Istanbul, Wien, Madrid, Mailand, Tel Aviv und Moskau. Saisonal wird außerdem Sankt Petersburg angeflogen. Zwischen Juni 2008 und Mai 2009 bediente Korean Air als zweite deutsche Destination auch München dreimal wöchentlich mit einer Boeing 777, diese Flüge sind derzeit jedoch aufgrund der Wirtschaftskrise ausgesetzt. Ab 29. April 2012 wird auch London-Gatwick angeflogen. Außerdem wird ab 21. Juni 2012 als zweite Afrika-Destination neben Kairo auch Nairobi direkt aus Seoul angeflogen.

Im Rahmen der Luftfahrtallianz SkyTeam besteht eine Zusammenarbeit mit Czech Airlines, Delta Air Lines, Air France, KLM, Aeromexico und Alitalia.

Frachtflüge werden ein- bis zweimal täglich nach Frankfurt am Main aus Seoul mit B747-400F(ERF) durchgeführt, ab 26. März 2012 zusätzlich auch mit B777F.[2]

Weitere Frachtziele sind Amsterdam, Basel, Brüssel, Helsinki, Kopenhagen, London, Mailand, Oslo, Paris, Stockholm, Wien, Zaragossa (z. Z. temporär Ausgesetzt) und Tel Aviv. Dabei ist Brüssel Ziel von „Around the world“-Flügen.

Seit Ende Mai verfügt Korean Air als sechste Fluggesellschaft über bisher fünf A380-800, welche als erste Ziele Hongkong und New York City bediente und seit 26. März 2012 auch täglich nach Frankfurt am Main fliegt.[3]

Flotte[Bearbeiten]

Eine Boeing 747SP der Korean Air 1985 in Basel
Ein Airbus A330-200 der Korean Air
Eine Boeing 777-200ER der Korean Air
Eine Boeing 747-400F der Korean Air Cargo

Mit Stand Dezember 2013 besteht die Flotte der Korean Air inklusive der Korean Air Cargo aus 149 Flugzeugen:[4]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[5][6][7][8] Anmerkungen Sitzplätze[9]
(First/Prestige/Economy)
Airbus A330-200 008 226 (6/24/196)
256 (6/18/232)
Airbus A330-300 016 06 296 (12/28/256)
Airbus A380-800 008 02 Erste Auslieferung am 24. Mai 2011, mit Duty-free Shop an Bord ausgestattet.[10] 407 (12/94/301)
Boeing BBJ 001 Geschäftsreiseflugzeug auf Basis der Boeing 737-700 -
Boeing 737-800 019 Erste Auslieferung am 15. August 2000 147 (-/12/135)
149 (-/8/141)
162 (-/12/150)
Boeing 737-900 016 Erste Auslieferung am 21. November 2001 188 (-/8/180)
Boeing 737-900ER 006 Erste Auslieferung am 20. Juni 2011 159 (-/12/147)
Boeing 747-400 015 Erste Auslieferung am 13. Juni 1989 333 (10/61/262)
335 (12/61/262)
384 (16/58/310)
Boeing 747-400F 019 Frachtflugzeuge der Korean Air Cargo; teils ehemalige Passagiermaschinen -
Boeing 747-8 010 - offen -
Boeing 747-8F 003 04 Frachtflugzeuge der Korean Air Cargo -
Boeing 777-200ER 018 Erste Auslieferung am 21. März 1997 248 (8/28/212)
261 (8/28/225)
301 (12/28/261)
Boeing 777-300 004 Erste Auslieferung am 12. August 1999 342 (6/35/301)
Boeing 777-300ER 012 06 Erste Auslieferung am 27. Mai 2009; 2 Bestellungen als Leasing 291 (8/56/227)
Boeing 777F 003 02 Frachtflugzeuge der Korean Air Cargo -
Boeing 787-9 10 ursprünglich war die Variante 787-8 bestellt worden[11] - offen -
Bombardier CS300 10 - offen -
Gesamt 149 45

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 20. April 1978 wurde eine Boeing 707 der Gesellschaft nahe Murmansk von sowjetischen Abfangjägern abgeschossen. Der Korean-Airlines-Flug 902 sollte von Paris über Anchorage nach Seoul führen. Die Maschine änderte in unbeabsichtigter Weise ihren Kurs und drang dadurch in sowjetischen Luftraum ein. Da die Piloten die Aufforderung, den Suchoi Su-15 zu folgen, ignorierten, wurden zwei Abfangraketen abgefeuert. Zwei Passagiere verloren dadurch ihr Leben, ein Flügel wurde beschädigt. Es kam zu einer Notlandung, nach der die weiteren 97 Passagiere und 12 Crewmitglieder von den Russen geborgen wurden.
  • Am 29. November 1987 explodierte über der Andamanensee an Bord des Korean Airlines-Fluges 858 eine von zwei nordkoreanischen Agenten an Bord gebrachte Bombe. Die Attentäterin, die nordkoreanische Geheimagentin Kim Hyon-hui, sagte in ihrem fragwürdigen[12] Geständnis aus, sie habe die Bombe auf Weisung Kim Jong-ils an Bord geschmuggelt.[13] Alle 115 Menschen an Bord der Boeing 707-3B5C kamen ums Leben. Der Flug hatte die Route Bagdad-Abu Dhabi-Bangkok-Seoul.
  • Am 22. Dezember 1999 verunglückte eine Boeing 747-200 der Korean Air aufgrund eines Pilotenfehlers kurz nach dem Start in London. Die vier Besatzungsmitglieder der Frachtmaschine überlebten das Unglück nicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Korean Air kauft sich für 2,6 Millionen Euro bei Czech Airlines ein. auf airliners.de vom 12. April 2013.
  2. Erste 747-8F und 777F für Korean Air. auf: airliners.de, 7. Februar 2012.
  3. Korean Air to Launch Airbus A380 Service to Frankfurt from Dec 2011. auf: airlineroute.net, 11. August 2011.
  4. ch-aviation.ch - Korean Air (englisch), abgerufen am 6. Dezember 2013
  5. Bestellungen der Korean Air auf: airbus.com (englisch), abgerufen am 29. August 2013
  6. Bestellungen der Korean Air auf: boeing.com (englisch) abgerufen am 29. August 2013
  7. airleasecorp.com - Air Lease Corporation Announces the Placement of Two New Boeing 777-300ERs with Korean Air (englisch) 1. Mai 2013
  8. bombardier.com - Program Status Report - CSeries aircraft (englisch; PDF; 13 kB), 31. März 2013
  9. Vorstellung der Flotte auf: koreanair.com
  10. Korean baut Duty-Free-Shop an Bord. auf: airliners.de
  11. Korean Air ordert weitere Boeing 747-8F. auf: airliners.de, 21. März 2011
  12. SÜDKOREA: Einsames Jahr. In: Der Spiegel. Ausgabe 16/1988, S. 195
  13. SÜDKOREA: Einsames Jahr. In: Der Spiegel. Ausgabe 16/1988, S. 194.
  14. D.C. Dirkmaat: Recovery and Interpretation of the Fatal Fire Victim: The Role of Forensic Anthropology. In: W.D. Haglund, M.H. Sorg (Hrsg.): Advances in Forensic Taphonomy Method, Theory and Archaeological Perspectives. CRC Press, Boca Raton 2000, S. 451-472.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Korean Air – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien