Muggia

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Muggia
Kein Wappen vorhanden.
Muggia (Italien)
Muggia
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Triest (TS)
Koordinaten: 45° 36′ N, 13° 46′ O45.613.7666666666673Koordinaten: 45° 36′ 0″ N, 13° 46′ 0″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 13 km²
Einwohner: 13.107 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.008 Einw./km²
Postleitzahl: 34015
Vorwahl: 040
ISTAT-Nummer: 032003
Volksbezeichnung: Muggesani
Schutzpatron: Santi Giovanni e Paolo
Website: Muggia

Muggia (slow: Milje, dt: Mulgs, frl. Mugle) ist eine italienische Gemeinde mit 13.107 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Triest.

Es ist das einzige Teilgebiet Istriens, das nach den Pariser Abkommen (1947) und dem Vertrag von Osimo (1975) auch heute noch unter italienischer Verwaltung verblieben ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Muggia war in der Vorgeschichte vielleicht ein castelliere (ein Dorf mit einer Festung), kam unter römische Herrschaft in der Folge der Gründung von Aquileia (181 v.C.) und der Eroberungskriege Istriens (178 - 177 v.C.). Die Römer gründeten hier ein Lager, Castrum Muglae, um die Verkehrswege ihrer Kolonie vor den Angriffen der Histrier zu schützen.

Nach dem Ende des Weströmischen Reichs kam Muggia unter die Herrschaft Theoderichs des Großen und der Goten, später der Langobarden, der Avaren und der Franken. 931 wurde Muggia schließlich von den Königen Italiens Hugo I. (Ugo) und Otto I. (Lotario) dem Patriarchat Aquileia übergeben. Wegen der beständigen Plünderungen durch Räuber aus dem Hinterland siedelten die Einwohner von Muggia vom Hügel vom alten Castrum Muglae zum Meeresufer um, wo das heutige Städtlein immer noch liegt.

Lage der Gemeinde Muggia
Muggia

Nach verschiedenen Ereignissen, unter anderem der Angriff der Genueser im Jahre 1354, kam die Stadt 1420 unter die Herrschaft der Republik Venedig, die die Stadt bis (1797) verwaltete. Nach der Übergabe an Österreich entwickelte sich in Muggia eine prosperierende Werftindustrie. 1857/1858 wurde hier die Stabilimento Tecnico Triestino gegründet - die größte Schiffswerft der k. u. k. Monarchie, die bis 1912 als einzige in der Lage war, die größten Schlachtschiffe der k. u. k. Kriegsmarine zu bauen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geriet der Schiffbau in Muggia infolge des Ost-West-Konflikts und aufgrund der Randlage der Stadt am Eisernen Vorhang in die Krise.

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Eingliederung Sloweniens in die EU im Jahre 2004 ist Muggia heute wieder zunehmend ein belebtes Tourismus- und Handelszentrum.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Muggia unterhält eine Partnerschaft mit dem österreichischen Obervellach.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Muggia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.