Marainville-sur-Madon

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Marainville-sur-Madon
Marainville-sur-Madon (Frankreich)
Marainville-sur-Madon
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Charmes
Koordinaten 48° 24′ N, 6° 10′ O48.3980555555566.1691666666667257Koordinaten: 48° 24′ N, 6° 10′ O
Höhe 247–307 m
Fläche 4,88 km²
Einwohner 82 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 88130
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Marainville-sur-Madon im Département Vosges

Marainville-sur-Madon ist eine französische Gemeinde im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Kanton Charmes.

Geografie[Bearbeiten]

Die 82 Einwohner (Stand 1. Januar 2011) zählende Gemeinde Marainville-sur-Madon liegt etwa 30 Kilometer südlich von Nancy und 35 Kilometer nordwestlich von Épinal, an der Grenze zum Département Meurthe-et-Moselle. Die nächstgelegenen Kleinstädte sind Mirecourt und Charmes in jeweils zwölf Kilometern Entfernung.

Marainville liegt am linken Ufer des Mosel-Zuflusses Madon, der die östliche Gemeindegrenze bildet. Nördlich des Dorfkerns mündet der Ruisseau le Beaulong, von Westen aus dem Saintois kommend, in den mäandrierenden Madon und unterbricht die sonst das Flussbett um 50 bis 100 Meter überragenden Hänge am linken Madonufer. Im Süden des Gemeindegebietes ist ein Uferhang auf einer Länge von 1500 Metern bewaldet, größtenteils besteht das 4,88 km² große Gemeindeareal aus Äckern und Wiesen.

Nachbargemeinden von Marainville-sur-Madon sind Jevoncourt im Norden, Bralleville im Nordosten, Battexey im Osten, Xaronval und Pont-sur-Madon im Süden sowie Diarville im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nahe Marainville-sur-Madon wurden 1977 Grabhügel entdeckt. Man fand Reste eines Streitwagens, in dem ein Würdenträger beerdigt wurde. Zu den Grabbeigaben gehörten ein Schwert mit einer Eisenklinge und einem bernsteinverzierten Elfenbeinknauf, des Weiteren Pferdegeschirr und ein bronzener Becher. Die Funde wurden auf das sechste vorchristliche Jahrhundert datiert und zeigen die umfangreichen Handelsbeziehungen des lothringischen Gebietes mit Ostsee- und Mittelmeerraum zu dieser Zeit.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 90 96 81 68 76 85 86

Seit 1962 ist eine fast konstante Einwohnerzahl in der Gemeinde Marainville-sur-Madon zu verzeichnen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Martin aus dem 19. Jahrhundert
  • Wasserturm
Blick auf Marainville-sur-Madon mit der Kirche Saint-Martin und dem Wasserturm

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Marainville-sur-Madon ist ein typisches Bauerndorf. So sind im Ort sechs landwirtschaftliche Betriebe ansässig (Stand 2002),[2] die insbesondere Getreide und Futtermittel anbauen sowie Tierhaltung betreiben.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Departementsstraßen 33, 14 und 14g führen von Marainville-sur-Madon in die umliegenden Gemeinden. Der Anschluss Gripport der autobahnähnlichen Nationalstraße 57 (MetzNancyÉpinal) liegt sieben Kilometer nordöstlich Marainvilles. Der nächste Bahnhof befindet sich in der drei Kilometer entfernten Gemeinde Diarville an der Bahnlinie NancyDijon.

Sonstiges[Bearbeiten]

Aus Marainville stammt der Vater des polnischen Komponisten, Pianisten und Pädagogen Frédéric Chopin.

Quellen[Bearbeiten]

  1. thierry.koltes.free.fr/marainville
  2. vosges.ifrance.com - nicht mehr abrufbar