Mirecourt

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Mirecourt
Wappen von Mirecourt
Mirecourt (Frankreich)
Mirecourt
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Neufchâteau
Kanton Mirecourt
Gemeindeverband Pays de Mirecourt.
Koordinaten 48° 18′ N, 6° 8′ O48.2988888888896.1302777777778295Koordinaten: 48° 18′ N, 6° 8′ O
Höhe 261–378 m
Fläche 12,12 km²
Einwohner 5.779 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 477 Einw./km²
Postleitzahl 88500
INSEE-Code
Website www.ville-mirecourt.fr

Lage von Mirecourt im Département Vosges
Luftbild

Mirecourt ist eine französische Stadt mit 5779 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau, ist Hauptort (chef-lieu) des Kantons Mirecourt und Sitz des Ende 1997 gegründeten Kommunalverbandes Pays de Mirecourt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Kleinstadt Mirecourt liegt am Madon, einem Nebenfluss der Mosel, etwa 50 km südlich von Nancy in der Nähe der französischen Autobahn A31 (Beaune-Luxemburg).

Nachbargemeinden von Mirecourt sind Poussay und Mazirot im Norden, Villers im Osten, Vroville im Südosten, Mattaincourt im Süden, Domèvre-sous-Montfort und Remicourt im Südwesten, Thiraucourt im Westen sowie Domvallier und Ramecourt im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die im 18. Jahrhundert aufgekommene lateinische Schreibweise Mercurii curtis soll auf eine römische Kultstätte des Merkur hindeuten, wofür es jedoch keinerlei Belege gibt, Mirecourt wurde stattdessen nach einem Grundbesitzer namens Muricus benannt. Der Ort wurde erstmals in einer Urkunde vom 13. Juni 960 erwähnt, in der Kaiser Otto der Abtei Bouxières bestätigt: „Urso stiftete ein Grundstück im Muricus-Gut“ (Urso dedit praedium in Murici curte).[1] Später gehörte das Gebiet zum Herrschaftsbereich der Grafen von Toul. Ab 1284 gehörte Mirecourt zum Herzogtum Lothringen, bis dieses im Jahre 1766 nach dem Tod von Stanislaus I. Leszczyński gemäß dem Friedensvertrag von Wien an Frankreich fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 8572 8804 8649 7940 6900 6384 5956

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Regionale Gewerbeparks mit 400 Betrieben
  • Flughafen Épinal-Mirecourt
  • Holzverarbeitung
  • Das Klöppeln von Spitzen hat hier eine lange Tradition.
  • Seit dem 17. Jahrhundert ist die Gegend ein Zentrum für den Geigenbau. 1970 gründete hier der bekannte Geigenbauer Étienne Vatelot eine Schule für angehende Geigenbauer, in Mirecourt ist die École Nationale de Lutherie.
  • Das psychiatrische Zentrum des Départements (Centre hospitalier spécialisé de Ravenel) ist mit etwa 1000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Altstadt
  • Das Geigenbaumuseum „Musée de la Lutherie et de l’Archèterie Françaises“
  • Das Museum für mechanische Musikinstrumente „Maison de la Musique Mécanique“

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1969 besteht eine Städtepartnerschaft mit Bonn-Beuel. Ausgangspunkt war die Glocke „St. Michael“, die zu Napoleons Zeit aus dem Beueler Ortsteil Schwarzrheindorf nach Mirecourt geschafft wurde. Sie wurde von Mirecourt in den 1960er Jahren zurückgegeben, dafür erhielt die Stadt als Spende des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen eine neue Glocke.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mirecourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Henri Bautier: Les origines de l'Abbaye de Bouxières-aux-Dames au diocèse de Toul. Nancy 1987, Seite 97.