Parța

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Parța
Paratz
Paracz
Parța führt kein Wappen
Parța (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 38′ N, 21° 8′ O45.62583333333321.138055555556Koordinaten: 45° 37′ 33″ N, 21° 8′ 17″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 44,59 km²
Einwohner: 2.172 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307396
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Mihai Petricaș (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 282
loc. Parța, jud. Timiș, RO–307396
Webpräsenz:
Lage der Gemeinde Parța im Kreis Timiș

Parța ['partsa] (deutsch Paratz, ungarisch Paracz) ist ein Dorf im Kreis Timiș im rumänischen Banat, etwa 14 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Timișoara (Temeswar) entfernt.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Sânmihaiu Român Utvin Șag
Diniaș Nachbargemeinden Sacoșu Turcesc
Peciu Nou Obad Pădureni

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1334, als auf dem Territorium des heutigen Parța ein Ort namens Parkas genannt wurde. Auf der Mercy-Landkarte von 1723 war der Ort Parza mit 84 Häusern vermerkt.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Parța gehörte, fiel an Rumänien.

Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und Männer im Alter von 16 bis 45 Jahren zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion verschleppt statt. Das Bodenreformgesetz vom 23. März 1945, das die Enteignung der deutschen Bauern in Rumänien vorsah, entzog der ländlichen Bevölkerung die Lebensgrundlage.

In den 1970er und 1980er Jahren wurde unter der Leitung von Gheorghe Lazarovici eine Steinzeitsiedlung ausgegraben. Artefakte aus dieser Siedlung, einer der wichtigsten aus Rumänien, kann man im Banater Museum besichtigen. Es handelt sich um das 6000 Jahre alte Neolithische Heiligtum von Parța der Vinča-Kultur.

Seit 2004 bildet das Dorf wieder eine eigene Gemeinde und besitzt ein eigenes Rathaus. Der erste gewählte Bürgermeister ist Mihai Petricaș.

Demografie[Bearbeiten]

Volkszählung[2] Ethnische Gruppen
Jahr Einwohner Rumänen Deutsche Ungarn Serben Sonstige
1880 2.226 1.455 290 160 297 24
1900 2.813 1.444 541 521 284 23
1941 2.404 1.310 438 448  ? 208
1977 2.034 1.358 208 277 120 71 (60 Roma)
1992 1.420 1.066 78 150 65 61 (56 Roma)
2011[1] 2.172 1.747 43 129 44 209 (101 Roma)

Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber, Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben, Band 5: Städte und Dörfer, München 2011

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Varga E.,Statistică recensăminte după limba maternă, respectiv naționalitate, jud. Timiș 1880 - 1992 (PDF; 897 kB)