Bogda

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Bogda
Neuhof
Rigósfürdő, Bogdarigós
Богда
Bogda führt kein Wappen
Bogda (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 59′ N, 21° 34′ O45.97805555555621.572222222222290Koordinaten: 45° 58′ 41″ N, 21° 34′ 20″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 290 m
Fläche: 78,68 km²
Einwohner: 460 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307070
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bogda, Altringen, Buzad, Charlottenburg, Comeat und Sintar
Bürgermeister: Luca Dorel (USL)
Webpräsenz:
Lage von Bogda im Kreis Timiș
Haus in Bogda

Bogda (rumänisch auch Bogdan (1924), deutsch Neuhof, ungarisch Rigósfürdö oder Bogdarigós, serbisch-kyrillisch Богда) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Bogda gehören die Dörfer Altringen, Buzad, Charlottenburg, Comeat und Sintar. Bogda war durch das Heilbad Bogdarigós, das nach der Enteignung von 1948 in ein Pionierlager umgewandelt wurde, bekannt. Heute entwickelt sich Bogda zunehmend zu einem Wochenend- und Ferienort.

Lage[Bearbeiten]

Bogda liegt im Norden des Kreises Timiş, an der Grenze zum Kreis Arad und ist etwa 50 Kilometer von Timișoara entfernt. Der Ort wird von der Kreisstraße DJ691A MașlocBrestovățTopolovățu Mare durchquert.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Mașloc Zăbrani Lipova
Altringen Nachbargemeinden Sintar
Remetea Mică Buzad Comeat

Etymologie[Bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes Bagd stammt aus dem Jahr 1436. In der Folgezeit traten zwei Orte Felse Baagd (rumänisch Bogda de Sus) und Alsö Baagd (rumänisch Bogda de Jos) in Erscheinung, die sich jedoch 1476 unter dem Namen Bagd zusammenschlossen. Auf der Mercykarte von 1723 war die Ortschaft unter dem Namen Bogdan vermerkt. Als 1771 Deutsche angesiedelt wurden, erhielt der Ort den Namen Neuhoff, später Neuhof. Der Grundherr Anton Nägele veranlasste die Umbenennung in Bogdarigós. Unter dieser Bezeichnung wurde später auch das Heilbad bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert gab es auf dem Gebiet des heutigen Bogda keine kompakte Siedlung sondern nur vereinzelte Hütten. In den Jahren 1770 bis 1771 gründete Carl Samuel Neumann Edler von Buchholt durch die Ansiedlung von 32 deutschen Familien aus dem Reich den Ort Neuhoff. Die Siedler kamen aus Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Lothringen und Hessen. Der deutsche Name geht auf den Administrationsrat Franz Xaver Robias Johann Ratsch Edler von Neuhoff zurück.

Bedingt durch die politischen Verhältnisse wechselte die Verwaltung im Laufe der Zeit mehrfach:

Tourismus[Bearbeiten]

Gutsherr Anton Nägele gründete das Heilbad von Bogdarigós, das vor allem von Temeswarer und Neu-Arader Gästen wegen seines gesundheitsfördernden Heilwassers zur Kur und Erholung geschätzt wurde. Im Heilbad gab es eine Kapelle und einen Kreuzweg, wo jährlich am 26. Juli das Fest der Heiligen Anna (das sogenannte Rigoschfest) begangen wurde. Nach der Enteignung von 1948 wurde das Heilbad in ein Pionierlager umgewandelt. Die Kapelle und der Kreuzweg wurden geschlossen. Nach der Rumänischen Revolution von 1989 verwandelte sich Bogda nach und nach in einen beliebten Ferienort.

Demographie[Bearbeiten]

Zählung[2] Nationalität
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Sonstige
1880 373 100 4 268 1
1910 474 195 46 232 1
1966 187 143 9 34 1
1977 140 104 8 9 19
1992 90 84 3 - 3
2002 78 75 2 - 1
2011(Gemeinde Bogda)[1] 460 423 4 3 30 (10 Ukrainer)

Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber, Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben, Band 5: Städte und Dörfer, München 2011

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Varga E. Census data for Temes county 1880 - 1992 (PDF; 982 kB)