Pensa
| Stadt
Pensa
Пенза
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Liste der Städte in Russland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pensa (russisch Пе́нза, wissenschaftliche Transliteration: Penza) ist eine russische Stadt in der Oblast Pensa, etwa 550 Kilometer Luftlinie südöstlich von Moskau am Fluss Sura. Sie hat 517.311 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]
| Pensa | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Pensa wurde im Jahre 1663 als Teil der Befestigung zur Sicherung des Russischen Reiches gegen die Angriffe der Krimtataren gegründet. 1716 wurde Pensa Provinzhauptstadt, später Hauptstadt des Gouvernements Pensa und 1939 administratives Zentrum der Oblast Pensa.
Von 1945 bis 1947 bestanden in der Stadt die Kriegsgefangenenlager Nummer 161 und 399 für deutsche Kriegsgefangene.[2][3]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1897 | 59.981 |
| 1939 | 159.776 |
| 1959 | 255.481 |
| 1970 | 373.650 |
| 1979 | 482.916 |
| 1989 | 542.612 |
| 2002 | 518.025 |
| 2010 | 517.311 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr [Bearbeiten]
Die Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt mit fünf Bahnhöfen (die wichtigsten sind der Hauptbahnhof Pensa I und der Rangierbahnhof Pensa V) und besitzt einen Flughafen, der seit 2004 wieder für den zivilen Verkehr geöffnet ist.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die deutsche Felix Schoeller Gruppe betreibt die Papierfabrik Mayak-Technocell.
Sonstiges [Bearbeiten]
Siebzehn Kilometer südöstlich von Pensa befindet sich das Chemiewaffenlager Leonidowka, in dem fast 7.000 t Nervengas lagern. Ab dem Zweiten Weltkrieg diente die Gegend immer wieder als regionale, aber auch internationale Drehscheibe im Chemiewaffengeschäft. Bereits 1993 ergaben Bodenproben eine massive Überschreitung der Grenzwerte von Arsen und Dioxinen. 2001 hat man mit der Sanierung des verseuchten Umlandes begonnen. In Pensa wurden die historisch bedeutenden Computer der Sowjetunion von Typ Ural gefertigt.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt besteht aus vier Stadtrajons:
- Железнодорожный район (Eisenbahn-Stadtbezirk)
- Ленинский район (Lenin-Stadtbezirk)
- Октябрьский район (Oktober-Stadtbezirk)
- Первомайский район (Erster-Mai-Stadtbezirk)
Weiterführende Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
- Fakultät des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
- Filiale der Internationalen Unabhängigen Ökologisch-Politologischen Universität
- Filiale der Öffentlichen Sozialuniversität Moskau
- Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Pensa
- Staatliche Pädagogische Universität Pensa
- Staatliche Universität Pensa
- Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen Pensa
- Technisches Artillerieinstitut Pensa (ПВАИУ: Пензенское Высшее Артиллерийское Инженерное ордена Красной Звезды Училище имени Главного маршала артиллерии Н. Н. Воронова – Pensaer Artillerieingenieurhochschule „N. N. Woronow“, ausgezeichnet mit dem Orden „Roter Stern“)
- Sawizki-Kunstfachschule Pensa
Sport [Bearbeiten]
Der Eishockeyverein Disel Pensa spielt in der zweithöchsten russischen Spielklasse.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Denis Abljasin, Geräteturner
- Sergei Agejew, Eishockeytorwart
- Anna Andrejewa, Kugelstoßerin und Europameisterin
- Sergei Andronow, Eishockeyspieler
- Pjotr Arschinow, Beteiligter der Machnowschtschina
- Juri Babenko, Eishockeyspieler
- Konstantin Badigin, Seeoffizier, Polarforscher und Schriftsteller
- Nadeschda Baschina, Wasserspringerin
- Wladislaw Buljin, Eishockeyspieler
- Wiktor Burajew, Geher
- Alexei Chowanski, Verleger
- Juri Dobryschkin, Eishockeyspieler
- Pjotr Dolgow, Raumfahrtpionier, Fallschirmspringer, Held der Sowjetunion
- Vova und Olga Galchenko, Jongleure
- Alexander Gerassimow, Eishockeyspieler
- Alexander Golikow, Eishockeyspieler
- Wladimir Golikow, Eishockeyspieler
- Sergei Jaschin, Eishockeytrainer und ein russischer Eishockeynationalspieler
- Irina Kalinina, Wasserspringerin und Olympiasiegerin
- Jan Kaminski, Eishockeyspieler
- Dmitri Kokarew, Schachgroßmeister
- Alexander Koschewnikow, Eishockeyspieler
- Alexei Kossourow, Eishockeyspieler
- Andrei Kusmin, Eishockeyspieler
- Natalja Lawrowa, Turnerin
- Roman Ljudutschin, Eishockeyspieler
- Igor Lukaschin, Wasserspringer
- Wladimir Magnizki, Geodät und Geophysiker
- Alexei Medwedew, Eishockeyspieler
- Alexander Medwedkin, Filmregisseur der russischen Avantgarde
- Alexander Melentjew, Sportschütze und erster Olympiasieger der XXII. Olympischen Sommerspiele
- Wsewolod Meyerhold, Regisseur und Schauspieler
- Juri Moissejew, Eishockeyspieler
- Iwan Mosschuchin, russischer Stummfilmschauspieler
- Michail Nogin, Bildhauer
- Julija Pachalina, Wasserspringerin
- Wassili Perwuchin, Eishockeyspieler
- Wsewolod Pudowkin, Filmemacher und Filmtheoretiker
- Alexander Samokutajew, Kosmonaut
- Wladimir Sasubrin, Schriftsteller
- Konstantin Sawizki, Maler, verstarb in Pensa
- Stanislaw Schmakin, Eishockeyspieler
- Anton Slepyschew, Eishockeyspieler
- Sergei Swetlow, Eishockeyspieler
- Oleg Wikulow, Wasserspringer
- Pawel Wolja, Stand-up-Comedian, Fernseh- und Radiomoderator, Schauspieler
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
- ↑ Orte des Gewahrsams von deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion (1941-1956) : Findbuch. Stiftung Sächsische Gedenkstätte, Dresden 2010, ISBN 978-3-934382-22-0, S. 133–134.
Weblinks [Bearbeiten]
Verwaltungszentrum: Pensa
Baschmakowo | Belinski | Bessonowka | Gorodischtsche | Grabowo | Kamenka | Kolyschlei | Kusnezk | Lunino | Mokschan | Nikolsk | Nischni Lomow | Patschelma | Saretschny | Semettschino | Serdobsk | Spassk | Srednjaja Jeljusan | Sursk | Tamala | Tschaadajewka