QGIS

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QGIS (Quantum GIS)
Logo
Screenshot
In QGIS 2.2 wurden die Menüs überarbeitet.
Basisdaten
Entwickler QGIS Development Team
Aktuelle Version 2.4
(27. Juni 2014)
Betriebssystem Windows, Mac OS X, Linux, Android, Unix-Derivate
Kategorie Geoinformationssystem
Lizenz GPL (Freie Software)
Deutschsprachig ja
qgis.org

QGIS (ehemals Quantum-GIS) ist ein freies Geoinformationssystem zum Betrachten, Bearbeiten und Erfassen von räumlichen Daten.[1]

Applikation[Bearbeiten]

QGIS ist ein Geoinformationssystem zum Betrachten, Bearbeiten und Erfassen von räumlichen Daten und ist GNU General Public License lizenziert. Wesentliche Merkmale der Applikation sind die breite Unterstützung gängiger Vektordaten und Rasterdaten wie Shapefile oder GeoTIFF, aber auch räumlicher Datenbanken wie PostGIS und SpatiaLite, ausgereifte Digitalisier-Werkzeuge zum Erfassen von Vektordaten sowie eine Druckzusammenstellung zum einfachen Erstellen von Kartenausdrucken.

Die QGIS-Architektur baut stark auf Erweiterungen auf, nennenswert sind die fTools-Werkzeuge für allgemeine vektorbasierte Aufgaben oder die GRASS-Erweiterung für anspruchsvolle räumliche Analysen. Eine GPS-Erweiterung erlaubt es, GPX-Dateien zu lesen oder direkt auf ein GPS-Gerät zuzugreifen. Andere Erweiterungen erlauben das Einbinden von WMS- und WFS-Diensten.

Wesentliche Teile der grafischen Benutzeroberfläche sind in über 30 verschiedene Sprachen übersetzt.

Programmierschnittstelle[Bearbeiten]

Die Grundlage von QGIS und seinen Erweiterungen bildet die plattformunabhängige Qt-Bibliothek, welche das Entwickeln von Applikationen mit grafischen Benutzeroberflächen im Stil des Wirtsbetriebssystems ermöglicht (QWindowsVistaStyle, QWindowsXPStyle, QMacStyle).

QGIS bietet eine Programmierschnittstelle, welche das Verwenden von vorhandenen QGIS-Funktionalitäten in eigenen Programmen oder das Schreiben von Erweiterungen für QGIS erlaubt. Erweiterungen können sowohl in C++ als auch in Python (PyQt) entwickelt werden. Die Programmierschnittstelle unterteilt sich in vier Module:[2]

  • QGis.Core für grundlegende Funktionalitäten wie Datenzugriff, Geometrien oder Projektionen
  • QGis.Gui für Elemente der Benutzeroberfläche
  • QGis.Analysis mit Klassen zur Analyse von Vektor- und Rasterdaten
  • MapComposer mit Klassen der Druckzusammenstellung

Systemanforderungen[Bearbeiten]

Hardware[Bearbeiten]

Aufgrund des relativ geringen Speicherbedarfs und des damit einhergehenden geringen Anspruchs an die Hardware eignet sich QGIS auch für den Einsatz auf älterer Hardware bzw. kann parallel zu anderen Anwendungen laufen.

Betriebssystem[Bearbeiten]

QGIS läuft auf Mac OS X, Linux, Unix und Windows XP oder höher. Es ist ebenfalls als App für Android[3] verfügbar.

Versionsgeschichte[Bearbeiten]

Version Codename Veröffentlichungsdatum Wichtigste Änderungen
0.0.1-alpha Juli 2002 Import und Anzeigen von PostGIS Daten[4]
0.0.3-alpha 10. August 2002 Support für Shapefiles und andere Vektorformate[4]
0.0.4-alpha 15. August 2002 Verbesserungen im Bereich der Layer, Farben, Anzeige der Eigenschaften in eigenem Fenster[4]
0.0.5-alpha 5. Oktober 2002 Fehlerbereinigung, Stabilitätsverbesserungen, Linienstärke nun wählbar, Zoomfunktionen verbessert[4]
0.0.6 24. November 2002 Weitere Verbesserungen bei PostGIS, Layeridentifikation, Anzeigen und Sortieren von Attributtabellen[4]
0.0.7 30. November 2002 [1]
0.0.8 11. Dezember 2002 [2]
0.0.9 25. Januar 2003 [3]
0.0.10 13. Mai 2003 [4]
0.0.11 10. Juni 2003 [5]
0.0.12 10. Juni 2003 [6]
0.0.13 8. Dezember 2003 [7]
0.1pre1 14. Februar 2004 Support für Rasterdaten hinzugefügt[5][6]
0.1 Moroz 25. Februar 2004 [8]
0.2 Pumpkin 26. April 2004 [9] [10] [11]
0.3 Madison 28. Mai 2004 [12] [13]
0.4 Baby 4. Juli 2004 [14] [15]
0.5 Bandit 5. Oktober 2004 [16] [17]
0.6 Simon 19. Dezember 2004 [18] [19]
0.7 Seamus [20]
0.7.3 11. Oktober 2005 [21] [22]
0.8 7. Januar 2007 [23] [24]
0.8.1 "Titan" 15. Juni 2007 [25] [26]
0.9.0 26. Oktober 2007 [27] [28] [29]
0.9.1 "Ganymed" 6. Januar 2008 [30] [31] [32]
0.10 "Io" 3. Mai 2008 [33] [34]
0.11.0 "Metis" 21. Juli 2008 [35] [36]
1.0.0 "Kore" 5. Januar 2009 [37] [38]
1.1.0 "Pan" 12. Mai 2009 [39] [40]
1.2.0 "Daphnis" 1. September 2009 [41] [42]
1.3.0 "Mimas" 20. September 2009 [43] [44]
1.4.0 "Enceladus" 10. Jänner 2010 [45] [46]
1.5.0 "Tethys" 29. Juli 2010 [47]
1.6.0 "Copiapó" 27. November 2010 [48] [49]
1.7.0 "Wrocław" 19. Juni 2011 [50]
1.8.0 "Lisboa" 21. Juni 2012 [51]
2.0.0 "Dufour" 8. September 2013 [52]
2.2 "Valmiera" 22. Februar 2014 [7][8]
2.4 "Chugiak" 27. Juni 2014

Entwickler- und Benutzertreffen[Bearbeiten]

Seit 2009 finden mehrtägige Entwickler-Treffen unter dem Namen QGIS Hackfest statt. Diese wurden in Hannover, Wien, Pisa, Breslau, Lissabon, Zürich, Lyon und Essen durchgeführt.[9]

Seit 2010 findet jährlich ein QGIS-Anwendertreffen mit Vorträgen und Workshops statt.[9]

QGIS-Anwendertreffen
Datum Ort Besucher
21. Apr. 2010 Bern 000000000000080.000000000080
06. Mai  2011 Rapperswil 000000000000080.000000000080

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Seite. qgis.org. Abgerufen am 15. Oktober 2013.
  2. Modules. Quantum GIS API Documentation, 22. Dezember 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010 (englisch).
  3. QGIS for Android. QGIS. Abgerufen am 5. März 2013.
  4. a b c d e QGIS Change Log. Open Source Geospatial Foundation. 9. März 2004. Abgerufen am 13. Dezember 2008.
  5. README for QGIS version 0.1pre1 'Moroz'. Open Source Geospatial Foundation. Abgerufen am 31. Dezember 2008.
  6. Quantum GIS 0.1pre1 (Development). In: Freshmeat News. Freshmeat. 14. Februar 2004. Abgerufen am 31. Dezember 2008.
  7. QGIS Development - Road Map. Abgerufen am 4. Februar 2014.
  8. Jürgen E. Fischer: Announcing the release of QGIS 2.2. OSGeo.org. Abgerufen am 22. Februar 2014.
  9. a b QGIS-Wiki: Meetings