Radstadt
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | St. Johann im Pongau (JO) | |
| Fläche: | 60,82 km² | |
| Koordinaten: | 47° 23′ N, 13° 28′ OKoordinaten: 47° 23′ 0″ N, 13° 28′ 0″ O | |
| Höhe: | 858 m ü. A. | |
| Einwohner: | 4710 (15. Mai 2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 77 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 5550 | |
| Vorwahl: | 06452 | |
| Gemeindekennziffer: | 50 417 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Stadtplatz 17 5550 Radstadt |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Tagwercher (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2004) (21 Mitglieder) |
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Radstadt, die "alte Stadt im Gebirge", im Pongau auf der Sonnenterrasse des Ennstales im österreichischen Bundesland Salzburg gelegen, ist besonders als Wintersportort bekannt. Radstadt und seine Umgebung sind aber auch im Sommer ein beliebtes Wanderziel.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gegend um Radstadt war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Zeit der Kelten bewohnt. Später befand sich an der wichtigsten Nord-Süd Verbindung zwischen Salzburg (Juvavum) und Aquileia eine römische Siedlung. Im 7. Jahrhundert begann die Besiedelung durch die Bayern. Namensgebung und geschichtliche Erwähnung 1074 als Rastat, Radestat in 1092 und Rastat 1139. Die Stadterhebung am 27. Juli 1289 durch den Salzburger Erzbischof Rudolf von Hohenegg und die Haltung während der Bauernkriege 1525/1526 (der Ort hielt 5.000 Bauern unter der Führung von Michael Gaismair stand) brachten der Stadt verschiedenen Freiheiten, unter anderem eine eigene Bürgergarde. 1527 erhielt Radstadt für seine Treue von Erzbischof Lang den großen Freiheitsbrief und Titel "ALLZEIT GETREU". Zur Entschädigung mussten die Belagerer die drei runden Ecktürme zur wehrtechnischen Verbesserung bauen.
1731/1732 mussten aufgrund des erzbischöflichen Emigrationsediktes über 3000 Protestanten auswandern, viele davon nach Ostpreußen. Anfang des 19. Jahrhunderts wechselten österreichische, bayrische und französische Besatzungen einander ab, bis Salzburg 1861 österreichisches Kronland wurde. 1875 wurde die Bahnlinie Bischofshofen-Selzthal fertiggestellt. 1938 wurden die Gemeinden Radstadt-Stadt und Radstadt-Land zusammengeschlossen.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist: „In rotem Schild eine silberne Stadtmauer mit je zwei Zinnen beiderseits des ebenfalls mit zwei Zinnen bekrönten und zweifenstrigen Stadttorbaues mit rundbogigem Tor. Hinter der Mauer erheben sich beiderseits je ein Turm mit einem viereckigen Fenster unter zwei rundbogigen Doppelfenstern, leicht vorkragendem Obergeschoß mit zwei breitrechteckigen Fenstern und beiderseits abgewalmtem Satteldach. Der Raum zwischen den Türmen und dem Torbau ist durch ein silbernes Rad (seit 1306 im Stadtsiegel) mit acht Speichen ausgefüllt.“
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtsenat
Der Stadtsenat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
[Bearbeiten] Wirtschaft
Hauptstandbein der Gemeinde stellt der Tourismus dar. Radstadt liegt zentral im Skiverbund Ski amadé zwischen weiteren bedeutenden Skigebieten, während das hauseigene Skigebiet an der Kemahdhöhe nur von geringerer überregionaler Bedeutung ist. Eine Vielzahl an Beherbergungsbetrieben in allen Kategorien sichert eine herausragende Position als Urlaubsort und bringt dem Ort hohe Einnahmen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Radstadt ist eine im 13. Jahrhundert (ab 1231) befestigte mittelalterliche Stadt, wobei von mehreren verheerenden Bränden ein Großteil der ursprünglichen Bausubstanz schon vor Jahrhunderten zerstört wurde. Noch erghalten sind Teile der historischen Stadtmauer mit Hexen- Teich- und Kapuzinerturm. Vor dem Teichturm findet sich noch ein Teil des Stadtgrabens.
- Stadtpfarrkirche: mehrfach umgebaute dreischiffige Basilika im reromanisch-regotischen Stil. 1314 wurde in Radstadt die erste Kirche gebaut. Durch die Stadtbrände wurde sie immer wieder verwüstet, letztmals 1865. In der Stadtpfarrkirche befindet sich auch die Paul-Hofhaymer-Gedächtnisorgel.
- Schusterturm: spätgotische Lichtsäule aus 1513 im Friedhof der Stadtpfarrkirche
- Kapuzinerkirche und Gruft: barocker Hochaltar; der Kapuzinerturm wird als Teil des Heimatmuseums Schloss Lerchen genutzt.
- Schloss Lerchen: 1298 erstmals urkundlich erwähnt, 1779 renoviert; beherbergt heute das Heimatmuseum
- Heimatmuseum: befindet sich im Schloss Lerchen und zeigt die Geschichte Radstadts, Handwerk und sakrale Kunst
- Milleniumspfad: 1000 Schritte rund um die Stadtmauer und durch die Geschichte Österreichs
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt:
- Paul Hofhaimer (1459-1537), Organist und Komponist
- Josefine Frandl ("Putzi") (*1930), ehemalige Skirennläuferin
- Walter Habersatter sen. (*1930), ehemaliger Skispringer
- Johanna Maier (*1951), österreichische Starköchin, als einzige Köchin der Welt mit Vier Hauben von Gault Millau mit Vier Hauben ausgezeichnet, lebt heute in Filzmoos
- Alois Stadlober (*1962), ehemaliger Skilangläufer
- Roswitha Steiner (*1963), ehemalige Skirennläuferin
- Andreas Schifferer (*1974), ehemaliger Skirennläufer
- Brigitte Obermoser (*1976), ehemalige Skirennläuferin
[Bearbeiten] Umgebung
- Roßbrand, der Hausberg von Radstadt, 1768 m (Bergbahn ab Filzmoos);
- Seekarspitze, 2350 m;
- Seekareck, 2217 m;
- Kemahdhöhe, 1557 m (Gondelbahn, Wander-, Ski- und Rodelgebiet);
- Predigtstuhl, 1305 m;
- Vorderer und hinterer Gaisstein
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Webseite des Turismusverbandes Radstadt
- Gemeindedaten von Radstadt bei der Statistik Austria
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